Österreich - Deutschland"Gern mal die Deutschen auf die Schaufel nehmen"

Selten haben sich Österreichs Fußballer zuversichtlicher gegeben als dieser Tage. Sie spielen recht ansehnlich, die deutsche Elf hat Respekt. von Sven Goldmann

Deutschlands Torwart Manuel Neuer beim Training vor dem Spiel gegen Österreich

Deutschlands Torwart Manuel Neuer beim Training vor dem Spiel gegen Österreich  |  © Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Für den heutigen Dienstag haben der Österreichische Fußball-Bund und die Botschaft der Föderativen Republik Brasilien in Wien zu einem Pressegespräch an den Wiener Heldenplatz geladen. Das Thema ist ambitioniert gewählt, nämlich der Stand der Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Klingt beinahe so, als hätten die Österreicher gerade ihre Flüge gebucht und würden nun verkünden, welche Spieler die Reise antreten würden ins Land der ewigen Samba. Nur ist da noch die Kleinigkeit von zwölf Spielen in der Qualifikationsgruppe C.

Zum Auftakt kommt heute der Lieblingsfeind aus Deutschland ( 20:30 Uhr live im Live-Blog und in der ARD ) in den Wiener Prater. Das 47.500 Zuschauer fassende Ernst-Happel-Stadion ist seit Wochen ausverkauft. 46.000 rot-weiß-rote Fahnen sind unters Volk gebracht worden. Der im Alltag für Schalke 04 verteidigende Christian Fuchs spricht von „Vorfreude pur“ und davon, wie gern er doch mal „die Deutschen auf die Schaufel nehmen würde“.

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Selten hat sich eine österreichische Nationalmannschaft so zuversichtlich gegeben wie in diesen Tagen vor dem Start in die Qualifikation für Brasilien 2014. Das ist auch Joachim Löw nicht verborgen geblieben. Auf dem Flug von Hannover nach Wien hat der Bundestrainer ein wenig in den österreichischen Zeitungen geblättert und dabei festgestellt, „dass die Österreicher doch sehr selbstbewusste Aussagen machen“.

Woher dieses neue Selbstwertgefühl kommt, ist nicht so leicht zu verorten. Löw sagt, der neue Trainer Marcel Koller habe der Mannschaft ein anderes Verständnis von Organisation vermittelt, „sie sind in der Defensive sehr schwer auszuspielen“. Außerdem habe er „mehr Direktheit zum gegnerischen Tor“ festgestellt, „das sind keine Zufallsaktionen mehr, das ist gut durchdachtes Kombinationsspiel“. Interpretiert von Solisten, die sich fern der kaum konkurrenzfähigen österreichischen Liga einen Namen gemacht haben. Spieler wie der Schalker Fuchs, die Bremer Sebastian Prödl und Marko Arnautovic, der Stuttgarter Martin Harnik oder Veli Kavlak bei Besiktas Istanbul . Wahrscheinlich wird der Schweizer Koller heute im Prater eine Startformation mit elf Legionären aufbieten, allein neun von ihnen könnten aus der Bundesliga kommen.

„Früher haben die Österreicher bei ausländischen Klubs kaum gespielt“, sagt Joachim Löw. „Aber jetzt sind das alle Stammspieler und Leistungsträger.“ Hat also die österreichische Mannschaft eine realistische Siegchance gegen die Deutschen? Löws Antwort fällt so aus: „Die Österreicher haben die Qualität, jeden Gegner in dieser Gruppe zu besiegen. Ich erwarte in Wien ein Spiel auf Augenhöhe. Aber wir sind in fast jedem Spiel der Favorit und natürlich wird es auch in Wien unsere Ausrichtung sein, auf Sieg zu spielen.“

Leserkommentare
  1. Falls das Spiel versemmelt wird.
    Nach dem schwer erkämpften Arbeitssieg gegen die hoch einzuschätzenden Färöer geht es jetzt gegen die Ösis zur Sache.
    Ein 0:0 wäre schon gut.

  2. also ich mag ja nicht raunzen... aber 1998 in Frankreich waren wir auch dabei...

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    ach und: Herzog wollte, wurde es aber nicht und ging als Co zum Klinsmann. Und unseren Bundestrainer nennen wir auch nicht Teamkapitän. Wie wir den nennen, dürft ihr jetzt aber selber recherchieren...

    • PPJR
    • 11. September 2012 11:29 Uhr

    ...kaum einer bemerkt. Alle Tore haben wir erst in der Nachspielzeit geschossen, als die Gegner ihr Trainingsmatcherl geistig schon abgeschlossen hatten ;)

    Redaktion

    Raunzen Sie bitte offtherecord, und vielen Dank offtherecord, für die Hinweise. Wie sich diese Fehler in diesen Reporter-Text schleichen konnten, wissen wir noch nicht, haben sie aber verbessert.
    Gruß aus der Redaktion
    Steffen Dobbert

  3. ach und: Herzog wollte, wurde es aber nicht und ging als Co zum Klinsmann. Und unseren Bundestrainer nennen wir auch nicht Teamkapitän. Wie wir den nennen, dürft ihr jetzt aber selber recherchieren...

    Antwort auf "98 auch dabei"
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    • PPJR
    • 11. September 2012 11:33 Uhr

    Eigentlich schlimm, wie schlecht recherchiert der Artikel ist. Noch mal zurücknehmen und überarbeiten, bitte!

    • PPJR
    • 11. September 2012 11:29 Uhr

    ...kaum einer bemerkt. Alle Tore haben wir erst in der Nachspielzeit geschossen, als die Gegner ihr Trainingsmatcherl geistig schon abgeschlossen hatten ;)

    Antwort auf "98 auch dabei"
  4. Das Problem der deutschen Nationalmannschaft ist einfach Jogi Löws frühere Überbetonung der 'Leistung' - er hat es versäumt, zugleich auf den Charakter und die philosophische Reife der einzelnen Spieler zu schauen (auch wenn man nun einwenden mag, dass letzteres aufgrund des Wunschalters kaum möglich ist). Gerade darunter aber leidet heute die Team-Moral, und darunter wiederum die Leistung.

    • PPJR
    • 11. September 2012 11:33 Uhr

    Eigentlich schlimm, wie schlecht recherchiert der Artikel ist. Noch mal zurücknehmen und überarbeiten, bitte!

    • reineke
    • 11. September 2012 11:43 Uhr

    :) das ja wieder mal ein typisch deitscher Spruch ....
    diesmal aber ist vieles anders ,dem Jogi seine Spatzenelf erwartet mit den Ösis und ihren schweizer Trainer die geballte Ladung hochalpiner Ballzauberer

    I werd narrisch

  5. Redaktion

    Raunzen Sie bitte offtherecord, und vielen Dank offtherecord, für die Hinweise. Wie sich diese Fehler in diesen Reporter-Text schleichen konnten, wissen wir noch nicht, haben sie aber verbessert.
    Gruß aus der Redaktion
    Steffen Dobbert

    Antwort auf "98 auch dabei"
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    • PPJR
    • 11. September 2012 17:54 Uhr

    Danke für die Ausbesserungen, dabei wurde aber noch der "Teamkapitän" übersehen. Derselbige, nämlich Christian Fuchs, wäre wohl sehr überrascht vom Upgrading seiner Funktion und auch der TeamCHEF Marcel Koller wäre wohl leicht verärgert, wenn er seine Traineragenden an den Kapitän seiner Mannschaft übergeben müsste.

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