Rechtsextremismus-DebatteRuderverband unterstützt Drygalla

Die Ruderin Drygalla hat gute Chancen, wieder in den Sportbetrieb aufgenommen zu werden. Ihr Verband stellte sich hinter sie, die Bundeswehr prüft.

Nadja Drygalla (Archivbild)

Nadja Drygalla (Archivbild)

Nadja Drygalla bleibt Mitglied der Ruder-Nationalmannschaft. Der Deutsche Ruderverband (DRV) teilte mit, dass er hinter der Sportlerin steht, die wegen ihrem rechtsextremen Freund vorzeitig von den Olympischen Spielen in London abgereist war.

Zuvor hatte sich der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel mit Drygalla getroffen. Das Gespräch sei in "freundschaftlicher, konstruktiver Atmosphäre" verlaufen. Drygalla war in Begleitung ihres Anwaltes gekommen.

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Während der Olympischen Spiele war bekannt geworden, dass Drygalla mit dem früheren NPD-Landtagskandidaten Michael Fischer liiert ist. Die Athletin hatte daraufhin mit der deutschen Teamleitung gesprochen und war kurz darauf vorzeitig aus London abgereist. Wenige Tage später distanzierte sie sich öffentlich von der rechten Szene.

Ob Drygalla in das Sportförderprogramm der Bundeswehr aufgenommen wird, ist unklar. Der DRV hatte das beantragt. Die dafür notwendige Stellungnahme des Deutsche Olympischen Sportbundes liegt vor.

Zunächst hatte der Verband die Bundeswehr gebeten, den Aufnahmeantrag für die Sportförderung zurückzustellen, aber wenige Wochen später einen neuen Anlauf gestartet. Das Verteidigungsministerium schließt nicht aus, dass Drygalla schon bald Sportsoldatin wird.

Der Fall Drygalla hatte in Sport und Politik für heftige Diskussionen gesorgt. So wurde etwa gefordert, dass Spitzensportler ein Bekenntnis zur Demokratie ablegen sollten. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich lehnte das ab.

 
Leserkommentare
  1. Ist Drygallas Reue wirklich glaubhaft? Das ist doch sehr die Frage, die Distanzierung von Nazis im Nachhinein wirkt doch sehr opportunistisch. Zudem stellt sich weiterhin die Frage, ob es denn wirklich zielführend ist, einen Artikel zu publizieren mit dem der Eindruck erweckt wird, Frau Drygalla sei Unrecht geschehen. - Wer sich mit Nazis einlässt, sollte wissen, dass er für die Folgen selbst verantwortlich ist. Diese über den konkreten Fall hinaus bleibende Botschaft sollte nicht relativiert werden.

    5 Leserempfehlungen
    • gooder
    • 18.09.2012 um 20:17 Uhr

    Vollkommen richtig daß der Verband die Sportlerin,die einer Verleumdungskampagne ausgesetzt war, unterstützt.

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  2. ... wenn schon jemand, der nix getan hat, solche Eiertänze aufführen muss, kann man sich denken, wie es ist, wenn der Staat tatsächliche Wiedergutmachung leisten muss. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das Schäden kulant ausgeglichen werden. Die bedauernswerte Frau D. ist nur ein bizarrer Fall.

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    ... wie übel ihr mitgespielt wurde. Das waren nicht nur die 'linken' Medien sondern auch eher 'rechte' Medien, wie Welt usw. Auch dort wurde intensiv berichtet.
    Sie hat absolut nichts verbrochen, sie hat keinen einzigen Fehltritt gehabt, sich nie in irgendeinerweise rechtsextreem geäußert und trotzdem wurde hier eine moderne Hexenjagd veranstaltet. Ich finde die Medien und viele Menschen sind ihr auf jedenfall eine Entschuldigung schuldig!

    von ihrem rechtsradikalen Freund hat sie sich wohl nicht getrennt, also gehört sie zum Neo-Nazi-Umfeld - und da haben Sie Recht, dafür ist sie bedauernswert. -

    ... wie übel ihr mitgespielt wurde. Das waren nicht nur die 'linken' Medien sondern auch eher 'rechte' Medien, wie Welt usw. Auch dort wurde intensiv berichtet.
    Sie hat absolut nichts verbrochen, sie hat keinen einzigen Fehltritt gehabt, sich nie in irgendeinerweise rechtsextreem geäußert und trotzdem wurde hier eine moderne Hexenjagd veranstaltet. Ich finde die Medien und viele Menschen sind ihr auf jedenfall eine Entschuldigung schuldig!

    von ihrem rechtsradikalen Freund hat sie sich wohl nicht getrennt, also gehört sie zum Neo-Nazi-Umfeld - und da haben Sie Recht, dafür ist sie bedauernswert. -

  3. ... wie übel ihr mitgespielt wurde. Das waren nicht nur die 'linken' Medien sondern auch eher 'rechte' Medien, wie Welt usw. Auch dort wurde intensiv berichtet.
    Sie hat absolut nichts verbrochen, sie hat keinen einzigen Fehltritt gehabt, sich nie in irgendeinerweise rechtsextreem geäußert und trotzdem wurde hier eine moderne Hexenjagd veranstaltet. Ich finde die Medien und viele Menschen sind ihr auf jedenfall eine Entschuldigung schuldig!

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    Antwort auf "Rehabilitation"
  4. von ihrem rechtsradikalen Freund hat sie sich wohl nicht getrennt, also gehört sie zum Neo-Nazi-Umfeld - und da haben Sie Recht, dafür ist sie bedauernswert. -

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    Antwort auf "Rehabilitation"
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    und das Bedauern würde ich anders adressieren. Außerdem halte ich speziell in diesem Bundesland das "Neo-Sozi-Umfeld" für gravierender und da findet die Partnerwahl wahrscheinlich strikt nach Parteibuch statt...

    Ach, ich wäre so gern Kandidat für das ZK der Neo-Sozis. Dann hätte ich die allerschönsten Möglichkeiten, wenn auch nur eine kleine Auswahl.

    • boxxer
    • 19.09.2012 um 23:45 Uhr

    "GG Artikel 3

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    ...
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden...."
    ----------------------------
    Vielleicht ist sie bedauernswert, aber wie ihr mitgespielt wird ist nicht konform mit dem GG.

    und das Bedauern würde ich anders adressieren. Außerdem halte ich speziell in diesem Bundesland das "Neo-Sozi-Umfeld" für gravierender und da findet die Partnerwahl wahrscheinlich strikt nach Parteibuch statt...

    Ach, ich wäre so gern Kandidat für das ZK der Neo-Sozis. Dann hätte ich die allerschönsten Möglichkeiten, wenn auch nur eine kleine Auswahl.

    • boxxer
    • 19.09.2012 um 23:45 Uhr

    "GG Artikel 3

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    ...
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden...."
    ----------------------------
    Vielleicht ist sie bedauernswert, aber wie ihr mitgespielt wird ist nicht konform mit dem GG.

  5. Vereinen wird die Förderung gestrichen, wenn sie sich gegen Nazis agitieren, aber kein Bekenntnis zur Demokratie ablegen....für Sportler lehnt der Innenminister das ab...

    Kann ein Sportler also aufrechter Nazi sein, solang er erfolgreich ist???

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  6. und das Bedauern würde ich anders adressieren. Außerdem halte ich speziell in diesem Bundesland das "Neo-Sozi-Umfeld" für gravierender und da findet die Partnerwahl wahrscheinlich strikt nach Parteibuch statt...

    Ach, ich wäre so gern Kandidat für das ZK der Neo-Sozis. Dann hätte ich die allerschönsten Möglichkeiten, wenn auch nur eine kleine Auswahl.

  7. Wir sollten Frau Drygalla die Chance einräumen, der Bundeswehr zu dienen und anschließend eine Belobigung mit "Dank und Anerkennung" zu erhalten. Ich bin mir sicher, dass sie alle Voraussetzungen dafür mitbringt.

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