Brasilien : Wenn die Armen dem Spektakel im Weg sind

Für die Fußball-WM und Olympia müssen in Brasilien die Armenviertel weichen. Nun werden Immobilienspekulanten verdächtigt, in den Favelas Brände gelegt zu haben.

In den kommenden zwei Jahren wird Brasilien die beiden größten Sportereignisse der Welt ausrichten. Während der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 möchte sich das Land als aufstrebende Wirtschaftsmacht präsentieren und investiert Milliarden in die Infrastruktur. Die Stadtbilder der Metropolen verändern sich dadurch drastisch. Betroffen sind vor allem die Favelas, die Armenviertel. Sie sollen Neubaugebieten weichen. In São Paulo gibt es sogar den Verdacht, dass Immobilienspekulanten und Bauunternehmer in den Favelas Brände legen ließen.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

Ach ?

Komisch, jedesmal dasselbe im Vorfeld der Großsport-"events". Was ist eigentlich aus den Stadien in Südafrika geworden? Hatte da nicht der südafrikanische Staat 4 Milliarden Schulden gemacht, die aus dem Boden zu stampfen, und dann kam nichts rein? Und in China Olympia 2008 die Enteignungen und vermuteten Selbstmorde von Anwohnern im Vorfeld von Großbauarbeiten: da hat man auch nichts mehr von gehört.

Keine neue Masche

Das ist nicht nur in Brasilien so und auch nicht nur zur WM, sondern das geht überall so. In Griechenland haben Immohändler und Bauunternehmer doch auch Wälder in Brand gesteckt damit das Land frei ist und sie bauen können (was sie vorher nicht durften, weil dort Bäume standen)...

Das mit dem Brändelegen ist keine neue Masche.