Fußball-Nationalmannschaft: Deutschland startet mit Sieg in die WM-Qualifikation
Die Nationalmannschaft hat souverän gegen Färöer gewonnen. Der 154. der Weltrangliste spielte gegen Löws Elf lange gut mit – bis Mario Götze zum Solo ansetzte.
© Marcus Brandt/dpa

Marco Reus und Mario Götze freuen sich über das 1:0.
Deutschland – Färöer 3:0 (1:0)
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den ersten von zehn Schritten zur WM 2014 mit einem mühevollen, glanzlosen Sieg geschafft. Die Mittelfeldspieler Mario Götze (28. Minute) und Mesut Özil (54., 72.) erzielten die Tore in einer Partie, die als Aufbauprogramm und zum Einspielen zur sicher deutlich schwereren Aufgabe am Dienstag in Wien gegen Österreich diente.
Im zweiten Spiel nach dem Ausscheiden im EM-Halbfinale gegen Italien überraschte Nationaltrainer Joachim Löw erneut mit der Aufstellung – allerdings nicht ganz freiwillig. Mit Per Mertesacker, Mats Hummels und Holger Badstuber standen alle drei Innenverteidiger in der Anfangsformation. Der Münchner Badstuber wurde wie bei den ersten Spielen der WM 2010 auf die linke Außenseite verschoben, weil sich der dort vorgesehene Dortmunder Marcel Schmelzer im Abschlusstraining eine Fußprellung zugezogen hatte. Bei der zweiten defensiven Position im Mittelfeld neben Sami Khedira entschied sich Löw für Götze. Der Dortmunder hatte auf dieser Position schon einmal vor der EM beim 3:5 in der Schweiz gespielt und durfte die Rolle sehr offensiv interpretieren.
Zum Helden des Abends wurde jedoch Färöer-Torwart Gunnar Nielsen. Der 25-Jährige gehört dem erweiterten Kader von Manchester City an, beim englischen Meister wurde er allerdings bisher nur ein einziges Mal eingewechselt. Gegen Deutschland trumpfte Nielsen aber groß auf: Miroslav Klose, Marco Reus, Thomas Müller, Mesut Özil – sie alle bissen sich die Zähne an dem Keeper aus. "Wir belohnen uns nicht, wir brauchen zu viele Chancen, um Tore zu erzielen", hatte Löw nach der EM analysiert. Genau wie beim Test vor drei Wochen gegen Argentinien trat dieses Manko auch gegen Färöer wieder zutage.
Götzes Tor erlöst die Nationalmannschaft
Götzes Treffer zum 1:0 nach einem Solo und einem Flachschuss gegen den Innenpfosten wurde so tatsächlich zu einer Befreiung. Nielsen wurde durch das technisch perfekte Götze-Tor endlich einmal auf dem falschen Fuß erwischt. Danach spielte Deutschland solide, erfüllte Löws Aufgaben gut: Frühes Stören schon im letzten Drittel vor des Gegners Tor, aggressives Pressing für eine schnelle Balleroberung. So fiel nach einem sehr schnellen Angriffszug das 2:0, als Özil eine Flanke von Müller direkt verwandelte.
Aber die Färinger, 154. der Weltrangliste, die sich auch vor der EM 2004 in zwei Qualifikationsspielen gegen den damaligen Vize-Weltmeister Deutschland mit einem 0:2 und einem 1:2 achtbar aus der Affäre gezogen hatten, kennen die Bedrängnis praktisch aus vielen Länderspielen. "Wir wollen uns so teuer verkaufen, wie es geht", hatte Trainer Lars Olsen, ein Däne, gesagt. Seine Mannschaft befolgte diese Vorgabe gut, bis zum Schluss versuchten die Spieler mitzuhalten.
Für Deutschland stehen neben dem Rückspiel auf den Färöer-Inseln nun je zwei Partien in der Gruppe C gegen Irland, Schweden, Kasachstan und Österreich bevor. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die WM. Den zweiten Schritt Richtung Brasilien wollen die Spieler von Löw am Dienstag gegen Österreich machen.
Deutschland: Neuer – Lahm, Mertesackeer, M. Hummels, Badstuber – S. Khedira – T. Müller (68. Schürrle), Özil, Götze (87. Draxler), Reus – M. Klose (75. Podolski)
Färöer: Nielsen – Naes, Baldvinsson, Faerö, Justinussen – Hansson – Holst, Benjaminsen – Samuelson (65. Elttör), Udsen (46. S. Olsen) – Edmundsson (85. K. Olsen)
Schiedsrichter: Madden (Schottland)
Gelbe Karten: Lahm / Baldvinsson
Tore: 1:0 Götze (28.), 2:0 Özil (54.), 3:0 Özil (71.)








Vällt den fielen Redaktionsmitgliedern eigentlich auf, dass Vussball-Beiträge fiele Vehler enthalten? ;)
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ls
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dass wir wenigstens ein Volk von knapp 50000 im Fußball noch schlagen können. Ansonsten ist mit dieser Truppe und diesem Trainer ja kein Blumentopf zu gewinnen.
Ich werde sofort Sie beim DFB als neuen Bundestrainer vorschlagen.
ich bin kein Fußballtrainer. Es bedarf übrigens keiner Expertise um festzustellen, dass Herr Löw in seiner Leistungsbilanz bisher sogar schlechter dasteht als z. B. Berti Vogts, dem zugegebenermaßen ziemlich unbeliebten Ex-Trainer. Warum er seine Popularität genießt, obwohl er zwar schönen, aber erfolglosen Fußball propagiert, ist mir schleierhaft.
Na, immerhin darf Vogts heute sein Geld in Aserbaidschan verdienen. Man darf gespannt sein, wo Löw mal endet, wenn die Medien endlich der Erfolglosigkeit überdrüssig sind und einsehen, dass "Weltmeister der Herzen" kein international anerkannter Titel ist. Vielleicht sogar als Trainer der Färöer? Seiner Qualifikation wäre das angemessen.
ich bin kein Fußballtrainer. Es bedarf übrigens keiner Expertise um festzustellen, dass Herr Löw in seiner Leistungsbilanz bisher sogar schlechter dasteht als z. B. Berti Vogts, dem zugegebenermaßen ziemlich unbeliebten Ex-Trainer. Warum er seine Popularität genießt, obwohl er zwar schönen, aber erfolglosen Fußball propagiert, ist mir schleierhaft.
Na, immerhin darf Vogts heute sein Geld in Aserbaidschan verdienen. Man darf gespannt sein, wo Löw mal endet, wenn die Medien endlich der Erfolglosigkeit überdrüssig sind und einsehen, dass "Weltmeister der Herzen" kein international anerkannter Titel ist. Vielleicht sogar als Trainer der Färöer? Seiner Qualifikation wäre das angemessen.
Bin mir sicher, dass es demnächst klappt mit dem Titel.
Im Übrigen: mit Jogi können wir nicht gewinnen blabla Lahm blabla Millionarios blabla Legionärsmentalität blabla
Die Jungs haben mal wieder die Nationalhymne nicht mit voller Inbrunst gesungen(habe ich genau beobachtet), sonst wäre es 16:0 ausgegangen, [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ls
Mir wird schon ganz anders, wenn ich an das Rückspiel unserer Bekundungs- Europa- und Weltmeister auf den Inseln mit noch stärker motivierten Färingern und in beiden Halbzeiten starkem Gegen- und Seitenwind denken muß. Da werden dann auch die dieses Mal noch genutzten drei Tormöglichkeiten wahrscheinlich vom Winde verweht.
beweist das deutsche Team seine überlegene Klasse gegen einen erstklassigen Gegner.
Wie Özil auf der linken Außenbahn den rothaarigen Wikinger abgelaufen hat, und das spielerisch, sucht in der Fußballwelt seinesgleichen. Ebenso die Paraden eines Manuel Neuer, der die blitzgefährlichen Stürmer der Atlantikinsulaner ein ums andere mal mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte. Chapeau!
Die Voraussetzungen für das Spiel war doch wie FC Bayern gegen die Stadtauswahl Barsinghausen in der ersten Runde des Pokals. Mal gibt es ein 13:0, und mal tun sich die Bayern schwerer :)
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