DopingEx-Radprofi Lance Armstrong verliert Sponsoren

Die Doping-Vorwürfe kommen den Tour-de-France-Teilnehmer Lance Armstrong teuer zu stehen. Immer mehr Sponsoren wenden sich von ihm ab. Man sei von Armstrong "enttäuscht". von dpa

Der Ex-Radprofi Lance Armstrong (Archiv)

Der Ex-Radprofi Lance Armstrong (Archiv)  |  © Christophe Ena/AP/dapd

Der Ex-Radprofi Lance Armstrong verliert wegen der Doping-Vorwürfe gegen ihn zunehmend seine Sponsoren. Nach dem Sportartikel-Konzern Nike und der Brauerei Anheuser-Busch haben jetzt auch der Fahrradhersteller Trek sowie die Fitnessstudio-Kette 24 Hour Fitness ihre Verträge mit dem früheren Spitzensportler gekündigt.

"Trek ist enttäuscht von den Erkenntnissen des USADA-Berichts über Lance Armstrong ", teilte der Radbauer mit. 24 Hour Fitness schrieb auf seiner Facebook-Seite, die jüngsten Beweise um die Doping-Vergangenheit Armstrongs seien mit den Werten des Unternehmens nicht in Einklang zu bringen.

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Riegelhersteller kündigt Zusammenarbeit auf

Auch die Energydrink-Marke FRS und der Energieriegel-Hersteller Honey Stinger haben sich nach US-Medienberichten entschieden, die Zusammenarbeit mit Armstrong zu beenden. Der Sonnenbrillenhersteller Oakley überprüfe derzeit seinen Sponsorenvertrag mit Armstrong.

Der 41-Jährige hatte laut einem Bericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA jahrelang systematisches Doping betrieben. Er soll mit verbotenen Substanzen gehandelt und seine Teamkollegen zum Dopen gezwungen haben. Der Ex-Radprofi bestreitet die Vorwürfe.

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Leserkommentare
    • TDU
    • 18. Oktober 2012 10:03 Uhr

    Was bleibt den anderes übrig bei der Beweislage?. Gewinnrediktion und Arbeitsplätze sollten nicht auch noch auf Armstrongs Konto gehen. Selbst zu recherchieren war nicht ihre Aufgabe.

  1. Die armen Unternehmen dachten sicher, dass der Mann einfach nur gut Rad fahren kann.

    "Wir sind so enttäuscht" könnte natürlich auch meinen: "Shit, nun haben sie es herausgefunden", aber wer will das schon wissen, wenn's im Sport doch nur um Fairness geht?

    Die Systematik der Misere will und wird niemand ergründen, denn dort lauert ein gesellschaftliches Spiegelbild in Form einer Fratze. Und somit verbleibt Lance Armstrong genauso wie all die anderen "schwarzen Schafe" zuvor, als bedauerlicher Einzelfall.

    Let the games begin.

    • zappp
    • 18. Oktober 2012 10:14 Uhr

    Wäre mal interessant zu erfahren, wieviel Dollar pro Schuh oder Rad an Armstrong und Kollegen fliessen, und wieviel an die Arbeiter, die die Sache herstellen.

  2. . . .läuft der Werbeträger nicht mehr, hat man von nichts gewußt und geht. Alle Geschäft, alles Kumpels.

  3. Die Frage ist, ob es Nike dabei belässt nicht mehr weiter zu bezahlen oder ob sie ein Teil des Geldes zurück wollen.
    Falls dem so wäre könnte dies einen größeren Impact auf das Doping haben wie im nachhinein aberkannte Titel.

    • newburg
    • 19. Oktober 2012 7:58 Uhr

    ...genau wie wir. Ich werde nie vergessen, wie unsägliche Fernsehmoderatoren die Torturen einer Transferetappe nach Bergankunft mit weniger als zech Stunden Ruhezeit schilderten, garniert mit der Bemerkung, die Fahrer müssten täglich rd. 8.000 Kalorien zuführen. Mit Wasser und Pasta? 8.000 Kalorien? In diese Bäuche?

    Es wollten doch alle diesen Mist nicht wahrhaben. Wie kriegt man denn die 8.000 Kalorien in die Fliegengewichte rein?

  4. Hä? Das Doping hat doch nix mit Kalorien zu tun. 8000 Kalorien über den Tag zu sich zu nehmen als Ausdauersportler ist ein Kinderspiel, unabhängig vom Gewicht. Es werden ja nicht nur Spaghetti und Wasser konsumiert sondern hochwirksame Energy-Gels und isotonische Energie-Getränke, Power-Bars usw. Bei den Gels hat man mit 2 Schlucken allein schon fast 500 Kalorien eingenommen und die Fahrer wiederholen das in der Regel alle 30-45 Minuten.
    Es geht um EPO. Nix anderes, welches den Hämatokrit-Wert des Blutes steigert und damit die ausdauer um durchschnittlich 20%. Und dafür gab es eben damals noch keine verlässliche Nachweismethode.

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  • Quelle ZEIT, dpa, tok
  • Schlagworte Lance Armstrong | Doping | Nike | Brauerei | Fitness | Vertrag
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