Doping : Ex-Radprofi Lance Armstrong verliert Sponsoren

Die Doping-Vorwürfe kommen den Tour-de-France-Teilnehmer Lance Armstrong teuer zu stehen. Immer mehr Sponsoren wenden sich von ihm ab. Man sei von Armstrong "enttäuscht".
Der Ex-Radprofi Lance Armstrong (Archiv) © Christophe Ena/AP/dapd

Der Ex-Radprofi Lance Armstrong verliert wegen der Doping-Vorwürfe gegen ihn zunehmend seine Sponsoren. Nach dem Sportartikel-Konzern Nike und der Brauerei Anheuser-Busch haben jetzt auch der Fahrradhersteller Trek sowie die Fitnessstudio-Kette 24 Hour Fitness ihre Verträge mit dem früheren Spitzensportler gekündigt.

"Trek ist enttäuscht von den Erkenntnissen des USADA-Berichts über Lance Armstrong ", teilte der Radbauer mit. 24 Hour Fitness schrieb auf seiner Facebook-Seite, die jüngsten Beweise um die Doping-Vergangenheit Armstrongs seien mit den Werten des Unternehmens nicht in Einklang zu bringen.

Riegelhersteller kündigt Zusammenarbeit auf

Auch die Energydrink-Marke FRS und der Energieriegel-Hersteller Honey Stinger haben sich nach US-Medienberichten entschieden, die Zusammenarbeit mit Armstrong zu beenden. Der Sonnenbrillenhersteller Oakley überprüfe derzeit seinen Sponsorenvertrag mit Armstrong.

Der 41-Jährige hatte laut einem Bericht der US-Anti-Doping-Agentur USADA jahrelang systematisches Doping betrieben. Er soll mit verbotenen Substanzen gehandelt und seine Teamkollegen zum Dopen gezwungen haben. Der Ex-Radprofi bestreitet die Vorwürfe.

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Kommentare

7 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Das konnte ja niemand ahnen

Die armen Unternehmen dachten sicher, dass der Mann einfach nur gut Rad fahren kann.

"Wir sind so enttäuscht" könnte natürlich auch meinen: "Shit, nun haben sie es herausgefunden", aber wer will das schon wissen, wenn's im Sport doch nur um Fairness geht?

Die Systematik der Misere will und wird niemand ergründen, denn dort lauert ein gesellschaftliches Spiegelbild in Form einer Fratze. Und somit verbleibt Lance Armstrong genauso wie all die anderen "schwarzen Schafe" zuvor, als bedauerlicher Einzelfall.

Let the games begin.