Lance Armstrong"Ausgeklügeltstes und professionellstes Dopingprogramm im Sport"
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 Auch George Hincapie gibt Doping zu

Unterdessen räumte Hincapie, Weggefährte Armstrongs bei allen sieben Toursiegen , den Gebrauch von Dopingmitteln während seiner aktiven Zeit bis 2006 ein. "Wegen der Liebe zu meinem Sport, den Beiträgen, die ich geleistet habe und dem was der Sport mir über die Jahre gegeben hat, ist es für mich sehr schwer, heute einzugestehen, dass ich während eines Teils meiner Karriere verbotene Substanzen genommen habe", schrieb er auf seiner Internetseite.

Ihm sei schon früh klargeworden, dass man wegen der weitverbreiten Anwendung leistungssteigernder Mittel, nicht ohne diese in der Spitze mithalten könne, beschrieb Hincapie sein Dilemma. Er hatte unter anderem 2005 eine Einzeletappe bei der Frankreichrundfahrt gewonnen und seine Laufbahn diesen August beendet.

Usada sperrt vier Armstrong-Weggefährten

Die Usada teilte zudem mit, die vier noch aktiven Radprofis Leipheimer (Omega Pharma-QuickStep), Vande Velde, Zabriskie und Tom Danielson (alle Garmin-Sharp) nach ihren Aussagen gesperrt zu haben.

Die genaue Dauer der Sperre war zunächst unklar. Sollte allerdings wie in ähnlichen Fällen die Kronzeugenregel greifen, wären die Fahrer nach einem halben Jahr im kommenden Frühjahr wieder startberechtigt.

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Leserkommentare
  1. ausgeklügelt, ausgeklügelter, am ausgeklügelTsten

  2. Solche Aufdeckungen werden vermutlich erst Wirkung zeigen, wenn die Sponsoren von Damals Schadensersatz von den Tätern (Armstrong sowie die Unterstützer im Hintergrund) einklagen.

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    ...sehe ich genauso. Solange sich mit Doping massig Geld verdienen lässt wird es auch weiterhin in diesen Maßstäben betrieben werden.
    Armstrong ist sicherlich vielfacher Millionär. Da kann er sich eben relativ "einfach" die Titel aberkennen lassen, solange er immer noch ein Leben der Superlative führen kann.
    Prinzipiell sollten alle Sponsoren- und Siegesprämien zurückgefordert werden. Das wäre der eigentlich harte Schlag, der Armstrong wirklich zu schaffen machen würde.

  3. und nächsten Sommer wird die Tour noch deftiger, weil die 100ste! Zweimal Alp d´huez, Col de Iseran, Mont Ventoux.
    Kleiner Tip: Mit dem Rennrad vor der Werbekolonne die Gipfel hochfahren und von den Zehntausenden in ihrer Hochstimmung bejubelt werden. Da gerät selbst das Rennrad in multiple O-äh-Schwingungen. Unbeschreiblich. Aber dazu müsste man ja selbst Radfahren können.
    P.S: Vor zwei Wochen war Rad-Weltmeisterschaft, wobei deutsche Sportler mit drei(!) Weltmeistertiteln erfolgreich waren. Das war in ZO/Sport nicht mal eine Meldung wert. Welch eine Schande.

  4. Lance Armstrong trug doch schon seit der Jahrtausendwende den Spitznamen "Pharmstrong". Wie er so viele Jahre durch das Netz der Dopingfahnder schlüpfen konnte, müsste auch einmal geklärt werden.
    Eine besondere Tragik erhält dieser Sportbetrug dadurch, dass Amateure die Doperei ohne ordentliche ärztliche Betreuung nachahmten. Es gab mehrere Todesfälle. Todesursachen waren Herzinfarkte wegen falscher EPO-Dosierung.

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    • Kalle09
    • 10. Oktober 2012 22:45 Uhr

    Haben Sie zu der Aussage, es habe Tote bei mit Epo dopenden Amateursportlern gegeben, auch einen Beleg?

  5. ...so viele Typen gibt, die sich bereitwillig Dopingmittel reinziehen, sollte man aus der Tour de France am Ende doch noch ne Leistungsschau der weltweiten Pharmaindustrie machen!
    Wäre irgendwie ehrlicher!
    Und wer sein Rad liebt, schiebt! (Nein, nicht im Sinne von "Schiebung"...)

    • Riktam
    • 10. Oktober 2012 22:35 Uhr

    "Bei einer Dopingkontrolle nach einem Seniorenrennen ist ein dänischer Radsport-Funktionär positiv getestet worden. Sören Svenningsen, Vorstandsmitglied des Radsport-Verbandes DCU, wurden gleich drei verbotene Substanzen nachgewiesen. Zwei Glucocorticoide und Testosteron fanden die Kontrolleure in der Probe. Der dänische Verband reagierte umgehend und entließ den 47-Jährigen. "Ich war zutiefst schockiert, als ich die Nachricht von der positiven Dopingprobe erhalten habe", sagte DCU-Präsident Tom Lund."

    Spiegel Online

  6. Doping ist vermutlich nicht strafrechtlich relevant, oder? Ich finde hier ist es was anderes als wenn ein Einzelner gedopt hat. Es handelt sich mutmasslich um ein ganzes System in dem bestimmt auch viele andere Beteiligte unter Druck gesetzt wurden. Es kann doch nicht sein, dass die Aberkennung der Titel die einzige Konsequenz ist.

    • Kalle09
    • 10. Oktober 2012 22:45 Uhr

    Haben Sie zu der Aussage, es habe Tote bei mit Epo dopenden Amateursportlern gegeben, auch einen Beleg?

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    Unter "Todesfälle im Radsport" finden sich allein schon bei Wikipedia zahlreiche Hinweise. Betroffen waren in den Neunzigerjahren vor allem Amateure in Holland und Belgien.
    Leider sieht auch mit der statistischen Lebenserwartung von Radprofis nicht so gut aus, ebenfalls dort zu finden.
    Als selbst aktiver Radsportler und Fan finde ich diese Entwicklung, die die schönste Sportart der Welt in Misskredit bringt, sehr bedauerlich.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dapd
  • Schlagworte George Hincapie | Floyd Landis | Lance Armstrong | Tyler Hamilton
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