Wer spielte wie gegen wen?

Fortuna Düsseldorf – FC Schalke 04 2:2
1. FC Nürnberg – VfB Stuttgart 0:2
Werder Bremen – Bayern München 0:2
Bayer Leverkusen – SpVgg Greuther Fürth 2:0
TSG Hoffenheim – FC Augsburg 0:0
Hamburger SV – Hannover 96 1:0
Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach 5:0
Eintracht Frankfurt – SC Freiburg 2:1
VfL Wolfsburg – FSV Mainz 05 0:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Gladbach. Dort sah der Zuschauer einen Meister im Aufholjagdmodus und fünf Tore, zwei wunderbare durch den herausragenden Marco Reus. Den Kunstschuss zum 3:0 aus spitzem Winkel kommentierte er nachher: "Ich habe das im Training oft geübt, nun hat es das erste Mal im Spiel geklappt. Natürlich weiß ich auch, wo Marc ter Stegen normalerweise steht." Reus traf seine alten Freunde doppelt, denn der Abend führte allen vor Augen, dass Gladbach die Lücke, die Reus im Sommer dort hinterließ auch mit dreißig Millionen Euro nicht schließen konnte. Aus dem "Everybody's Darling" der Vorsaison sind bleiche Gestalten geworden. Man würde ja gerne glauben, dass man dieses Urteil nach sechs Spieltagen noch nicht fällen darf, zumal in den ersten zwanzig sehr ausgeglichenen Minuten nichts auf ein 5:0 hindeutete. Doch selbst dem Trainer Lucien Favre scheint der Glaube abzugehen. Nicht zum ersten Mal in seiner Karriere sah er heftig schwarz. Zwei bis drei Spieler seiner Elf hätten keine Bundesligareife gezeigt, sagte Favre nach dem Abpfiff mit aschengrauer Stirn.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bremen gegen Bayern . Die Bayern waren lätschert und sollten den Anfängen wehren, sagte zumindest Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer trotz eines 2:0-Sieges. Auch von den Bremern hatte man mehr erwartet. Werder gehört bislang zu den Überraschungen der Liga, auch wenn sich das noch nicht in der Tabelle ausdrückt. Gerade gegen die Spitzenteams aus Dortmund und Hannover war das auffällig. Offenbar gelingt Thomas Schaaf ein Relaunch. Auch gegen Bayern ließ er am Ende auf Sieg spielen, doch die Spieler waren nicht so mutig wie der Trainer. Für einen Sieg gegen den Tabellenführer agierten sie zu brav, an ihren hektischen Pässen und Schüssen sah man, dass sie nicht daran glaubten, die Schwächen der gegnerischen Abwehr zu nutzen. Lätschert eben.

Wer stand im Blickpunkt?

Boris Vukcevic. Der Hoffenheimer Profi verursachte am Freitag mit seinem Wagen einen Unfall, stieß am "Krähbuckel", einer Steigung im Rhein-Neckar-Kreis, mit einem Lkw zusammen. Seitdem liegt er im künstlichen Koma, ist in Lebensgefahr. In solchen Momenten wird der Fußball zur Nebensache. In der Tat stand zur Debatte, das Spiel der TSG gegen Augsburg am Tag darauf abzusagen. Auch für seine Mitspieler (und Gegner) war der Vorfall eine Belastung. Vukcevics Eltern aber sollen die Hoffenheimer Mannschaft gebeten haben, zu spielen. "Spielt für Boris!", werden sie von Manager Andreas Müller zitiert. Viele drückten ihre Sorge und ihre Anteilnahme aus. Nuri Sahin twitterte , dass er für Vukcevic bete. Die Gäste aus Augsburg wärmten sich in T-Shirts auf, auf denen stand: "Gute Besserung, Boris." Die Fans bekundeten ihr Mitgefühl und ihre Hoffnung. In die Verlegenheit, über ein Tor unbotmäßig zu jubeln, kam keiner. Das Spiel endete 0:0. Ursache des Unfalls könnte ein Zuckerschock des Diabetikers Vukcevic gewesen sein, heißt es , vielleicht auch zu hohes Tempo. Auf den Websites der Lokalpresse fordern manche User dazu auf, auch an den – schuldlosen – Lkw-Fahrer zu denken, der leicht verletzt wurde und ein psychisches Trauma davontragen könnte.

Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert ein Spiel jedes Spieltags live. Ich hab im Weserstadion Werder gegen Bayern verfolgt. Hier eine Auswahl an Tweets und Retweets. Alle Beiträge können Sie hier nachlesen.

zeitonlinesport Bremens Tormann Sebastian Mielitz wird vom Sprecher angekündigt: "Keiner hält sein Tor reiner." Doch wer hält heute am reinsten?

zeitonlinesportJohan Micoud ist auf der Pressetribüne mit einem Seidenschal in Mauve (glaub ich) und einem Gänsekiel in der Hand.

@saumselig @zeitonlinesport Geht er als junger Goethe?

zeitonlinesport Schiri Weiner unterbricht einen Werder-Angriff aus einer Laune heraus.

zeitonlinesport And now goal! 0:1 Luiz Gustavo (81')

zeitonlinesport Thomas Schaaf wollte den Sieg, wollte nicht das Unentschieden retten. Das ging schief. Aber Risiko gefällt mir.