Fußball: Ex-Nationalspieler Helmut Haller ist tot
Der frühere Nationalspieler Helmut Haller ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Der FC Augsburg würdigte ihn als einen der größten Fußballhelden der Nachkriegsgeschichte.
© Thomas Langer/Bongarts/Getty Images
Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Helmut Haller ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren in seiner Heimatstadt Augsburg. Dies bestätigten ein Freund der Familie sowie der Sprecher von Hallers ehemaligem Verein FC Augsburg.
"Wir haben heute vom Tod von Helmut Haller erfahren und sind in Gedanken bei seiner Familie. Helmut Haller war einer der größten Fußballhelden der Nachkriegsgeschichte und hat den Augsburger Fußball und Generationen von Fußballern geprägt," ließ der Aufsichtsratsvorsitzender des FC Augsburg, Peter Bircks, auf der Vereinswebsite mitteilen. "Die gesamte FCA-Familie drückt ihr tiefstes Mitgefühl aus. Wir werden Helmut Haller durch die Erinnerung immer in Ehren halten."
Haller wechselte als einer der ersten deutschen Fußballer nach Italien und feierte dort große Erfolge. Den FC Bologna führte er 1964 zum italienischen Meistertitel, später gewann er den sogenannten Scudetto noch zweimal (1972 und 1973) mit Juventus Turin. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt Haller insgesamt 33 Spiele. Bei der Weltmeisterschaft 1966 in England wurde er mit der deutschen Mannschaft Vize-Weltmeister, Haller hatte sie in Führung geschossen. 1970 holte er in Mexiko mit der Auswahl den dritten Platz.
"Spaßvogel, Frohnatur und unheimlich talentierter Fußballer"
Franz Beckenbauer und Uwe Seeler zeigten sich vom Tod ihres ehemaligen Teamkollegen bestürzt. Die Nachricht stimme ihn "sehr traurig", teilte Beckenbauer via Twitter mit und betonte: "Er war definitiv einer der besten Mitspieler, die ich je hatte."
Seeler stand in den vergangenen Jahren in regelmäßigem Kontakt zu Haller, zeigte sich von seinem Tod aber dennoch überrascht. "Ich hatte geglaubt, dass es nicht ganz so schlimm ist", sagte er. Er beschrieb Haller, mit dem er und Beckenbauer unter anderem 1966 im legendären WM-Finale von Wembley zusammen auf dem Feld standen, als "Spaßvogel, Frohnatur und unheimlich talentierten Fußballer".
Haller litt seit einigen Jahren an Demenz. Zudem hatte er Ende 2006 einen schweren Herzinfarkt, drei Jahre später wurde er an der Hauptschlagader operiert.






Haller muss in einem Atemzug mit Seeler und Beckenbauer genannt werden. Vielleicht war er ein noch größerer "Fußballheld" als diese beiden. Wie dem auch sei: R.I.P.
Bis bald.
Helmut Hallers - ich liebte seine Dribblings. Er und Seeler!
Tschueß dann!
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