Ironman HawaiiFrüher Extremsport, heute Lifestyle

Am Samstag findet der 36. Ironman statt. Immer mehr Freizeitsportler bestreiten den ehemals härtesten Sport der Welt. Weil sie schlecht vorbereitet sind, ist das riskant. von Jens Uthoff

Der Triathlet Manfred Kraft war früher faul, heute sagt er: "Ich bin zum Bewegungsjunkie geworden."

Der Triathlet Manfred Kraft war früher faul, heute sagt er: "Ich bin zum Bewegungsjunkie geworden."  |  © privat

Leiden und Leidenschaft liegen beieinander. Nirgendwo wird das deutlicher als in Kailua-Kona, einem kleinen, idyllischen Örtchen mit üppigem Palmenbewuchs auf den hawaiischen Inseln. Eigentlich gibt es keinen Grund, sich dort übermäßig zu schinden. Und doch werden sich am kommenden Wochenende 1.869 Athleten wieder mit aller Hingabe quälen. Denn der Saisonhöhepunkt der Triathleten findet hier statt: der Ironman Hawaii.

Am Samstagmorgen, um 6.30 Uhr Ortszeit, erlebt der berühmteste Triathlonwettkampf der Welt seine sechsunddreißigste Auflage. Insgesamt 226 Kilometer legen die Athleten zu Lande und zu Wasser zurück: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen. Um den Titel des Eisernen Mannes und der Eisernen Lady werden im Profirennen 54 Männer und 31 Frauen kämpfen.

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Einst galt der Ironman Hawaii als der härteste Wettkampf der Welt. Heute ist Kona für Triathleten zwar immer noch das Nonplusultra, im Rennen um die kräftezehrendsten sportlichen Wettbewerbe der Welt aber ist er nur noch einer unter vielen.

Ein Ironman, ein Ultramarathon – die Grenzen des physiologisch Möglichen werden auch bei Freizeitsportlern immer weiter nach oben verschoben. "Von der Couch aus kann man dieses Phänomen sicher nicht verstehen", sagt der Sportmediziner und ehemalige Olympia-Arzt Karlheinz Zeilberger.

Ironman 2012

Bei den Profifrauen ist die Schweizerin Caroline Steffen nach der Absage von Vorjahressiegerin Chrissie Wellington Topfavoritin. Anja Beranek (Fürth) und der Regensburgerin Sonja Tajsich traut man Top-Ten-Platzierungen zu.

Der Rostocker Andreas Raelert geht als Favorit ins Männerrennen, stärkste Konkurrenten sind Marino Vanhoenacker (Belgien), der Gewinner von 2011, Craig Alexander (Australien) und Chris McCormack (USA), Sieger von 2010. Von den deutschen Startern gehören außerdem Timo Bracht und Raelerts Bruder Michael (der zum ersten Mal auf Hawaii startet) zum erweiterten Favoritenkreis, auch Faris Al-Sutlan und Sebastian Kienle könnten oben mitmischen.

Immer extremer

Mittlerweile gibt es Menschen, die einen Double Deca Ultratriathlon hinter sich gebracht haben (und dabei 76 Kilometer geschwommen, 3.600 Kilometer Rad gefahren und 844 Kilometer gelaufen sind). Der sehr beliebte Badwater Ultramarathon im kalifornischen Death Valley wirkt dagegen fast niedlich: 217 Kilometer läuft man hier am Stück. Immerhin bei Temperaturen um die 50 Grad im nicht vorhandenen Schatten.

Der Dreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen ist dabei ungebremst die Boomsportart unter den Extremsportarten. In nur vier Jahren stieg die Mitgliederzahl der Deutschen Triathlon Union (DTU) um 15.000 Mitglieder (von 27.000 im Jahr 2007 auf 42.000 im vergangenen Jahr). In keiner anderen Sportart gab es einen solchen Zuwachs. Insgesamt gibt es laut DTU  etwa 200.000 aktive Triathleten in Deutschland. "Was früher der Marathon war, ist heute der Triathlon", sagt Zeilberger, "und der Ironman ist für die meisten das Ziel. Dieser Trend wird sich fortsetzen, davon bin ich überzeugt."

Immer zur nächsten Schmerzstufe

Auch Manfred Kraft kam über den Marathon zum Triathlon. Der Fünfzigjährige ist einer von 162 deutschen Startern auf der Insel. Kraft hat eine für Extremsportler recht typische Karriere hinter sich. Mit dem Unterschied vielleicht, dass er vor fünfzehn Jahren noch keinerlei Sport ausübte. Er war übergewichtig, Ärzte rieten ihm dringend zum Sporttreiben. Dem kam Kraft mustergültig nach, fünf Jahre später war aus ihm ein guter Marathonläufer geworden. "Ich bin schnell zum Bewegungsjunkie geworden", sagt Kraft.

Das blieb er so lange, bis er nach mehr Stoff lechzte – den er dann in der Langdistanz im Triathlon fand. Im Jahr 2008 hat Kraft bereits den Ironman Hawaii "gefinisht", nun hat er sich zum zweiten Mal qualifiziert. Dafür legt er im Training pro Woche 10 Kilometer im Wasser, 70 zu Fuß und 350 auf dem Rennrad zurück. "Während des Rennens geht es darum, die nächste Schmerzstufe zu ertragen, sie auszublenden", sagt er.  Er kenne Triathleten, so Kraft, die nach dem Ironman auf die Triple-Ironman-Distanz wechselten. Auf die nächste Schmerzstufe.

Leserkommentare
    • porph
    • 11. Oktober 2012 14:52 Uhr

    Oh, das Runner's High ist real, sehr real. Fast jeder der regelmäßig läuft kennt es. Dass manche es nicht verspüren, ist nicht merkwürdig - natürlich tickt nicht jeder Körper genau gleich, aber es deswegen als Legende hinzustellen ist ziemlich absurd für jemanden der es aus persönlicher Erfahrung kennt.

    Das ist reine Biochemie, ein Cocktail aus Endorphinen die der Körper aus evolutionären Umständen ausscheidet. Wenn während 95% der menschlichen Evolution jemand gelaufen ist, dann, weil er es musste - z.B. um an Nahrung zu gelangen, oder um nicht als Nahrung zu enden. Natürlich tritt dabei eine Überbelastung auf, die der Körper an sich signalisiert - denn wenn man dieses "unnötige" Laufen völlig ohne direkte negative Konsequenzen machen könnte, würde sich der Körper irgendwann durch unkalkulierbare Langzeitschäden rächen.

    ABER, und das ist das entscheidende für's "runner's high" - in kurzfristigen Extremsituationen (z.B. dem erwähnten Weglaufen vor'm Säbelzahntiger, oder Jagd auf Beute) ist es aus Sicht der natürlichen Auslese sehr wohl vorteilhaft, etwaige Langzeitschäden durch Überbelastung erstmal in Kauf zu nehmen um damit unmittelbarem Verspeistwerden oder Verhungern zu entgehen.

    Ich verstehe also sehr gut, warum jemand läuft und sich immer höheren Belastungen aussetzt, um den Kick zu erhöhen. Es ist einfach natürlich. Dass man nun ein gesellschaftliches Abbild nach "immer schneller, immer weiter" ableitet ist sekundär richtig, aber nicht die einfachste Erklärung.

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    Zum Thema Biochemie ist mir noch was eingefallen:
    Der Körper schützt sich selbst bei starker körperl. Belastung durch Ausschüttung von körpereigenen Opiaten.

    Wer kennt das nicht, dass man nach einem ausgiebigen Skitag auf der Nachhausefahrt einschläft und oder zumindest das Gefühl hat etwas (großes) geleistet zu haben.

    Einigen Studien zufolge kann der menschl. Körper so von starken körperl. Belastungen "abhängig" werden, bzw. der Mensch psychisch süchtig nach Sport werden.

    • Infamia
    • 12. Oktober 2012 8:20 Uhr

    "Ich verstehe also sehr gut, warum jemand läuft und sich immer höheren Belastungen aussetzt, um den Kick zu erhöhen. Es ist einfach natürlich. Dass man nun ein gesellschaftliches Abbild nach "immer schneller, immer weiter" ableitet ist sekundär richtig, aber nicht die einfachste Erklärung."

    Als jemand, der selbst diesen Sport betreibt, kann ich sagen, dass Runners High ist zwar real, stellt sich aber nicht automatisch bei steigender Belastung ein. Es kommt, wenn es kommt. Das kann auch mal bei einem knackigen 5km Lauf sein, manchmal stellt es sich erst bei einem langen Lauf ab Kilometer 25 oder gar später ein.

    Die vom Autor beschriebene nächste Schmerzstufe finde ich persönlich ziemlich plemplem, bzw. ich finde es plemplem, wenn jemand diesen tollen Sport nur deswegen ausübt, die nächste Schmerzstufe zu erreichen. Wo soll das hinführen? Zehnfachironman mit anschließender Mount-Everes-Besteigung?

    Ein Marathon ist ein Marathon und eine Leistung für sich. Gleiches gilt für einen Ironman. Diesen dann einfach zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen, um irgendein High oder eine Schmerzstufe zu erreichen, ist sicher nicht der Sinn dieses Sports. Ziel dieses Sports ist es doch, alle drei Sportarten, in denen eine eine Stärke (z.B. Rad) darstellt und eine andere (z.B. Laufen) eine Schwäche so zu absolvieren, dass es ein perfektes Rennen wird. Und das kann durchaus bedeuten, seine Stärke nicht ganz auszuspielen, um bei seiner Schwäche "punkten" zu können. Das können nicht viele.

    • Infamia
    • 12. Oktober 2012 9:54 Uhr

    So faszinierend diese Sportart ist, so kritisch sollte man sich mit ihr beschäftigen. Ich betreibe Triathlon seit 9 Jahren und Ausdauersport seit über 20 Jahren. Ich habe auch ein paar Ironmans hinter mir, würde nicht sagen, ich mache in meinem Leben keinen mehr, überlege mir aber gut, ob und wann ich noch mal einen mache und vor allen Dingen, warum.

    Ich habe schon so machen Triathlen abdriften sehen, für den es nur noch diesen Sport gab, bei Verlust von Freunden und manchmal sogar Familie. Da gab es plötzlich nur noch dieses eine Ziel, der ganze Tagesablauf war auf diesen Sport und das teilweise extreme Training fixiert. Manchmal kostete es sogar den Job, weil jemand glaubte mit Anfang 40 Berufssportler werden zu müssen. Zwar selbst gewollt, aber langfristig gesehen mit ziemlich gravierenden Folgen.

    Ich habe auch mal geglaubt, diesen Sport werde ich immer machen und ich werde noch viele Ironmans machen. Es sei das geilste auf dieser Welt. War es aber nicht. Irgendwann wird man im Kopf müde, denn das Training zehrt nicht nur am Körper, es zehrt auch im Kopf. Nach einem Jahr Wettkampfpause und nur Training ohne Ziel stellte ich fest, Training einfach nur so bringt Spaß, oft sogar mehr, als wenn man sich in einen engen Trainingsplan begibt, auf den das ganze Leben abgestimmt ist. Denn das ist nötig, um einen Ironman zu machen. 20 Stunden und mehr pro Woche ist da die Regel, nicht die Ausnahme.

    Heute bringt mir Triathlon wieder Spaß, aber auf gesünderer Basis.

    Eine Leserempfehlung
  1. Bis Mitte der 90er war die Triawelt noch O.K. Mit Ende der aktiven Karrieren der grand seniors Mark Allen und Dave Scott, läutete eine Wende zu Hedonistenquatsch und Konsumveranstaltung bei Langtrias ein. Ein Übriges tat der Weltrekord von (Epo-) Luc van Lierde 1997 in Roth mit Gesamtzeit von 7 Std. 50 min. Ab diesem Zeitpunkt regierten zunehmend die Ellenbogen auch das "middle of the pack", die Startgelder kletterten drastisch und auch sonst ließen die Veranstalter keine Chance ungenutzt zu kassieren. Was bis heute daraus geworden ist, möchte ich lieber nicht wissen.

    Jedenfalls ist es ein genialer Sport mit dessen Hilfe man eine wunderbare Reise nach innen antreten kann. Es gibt viele die Vergleiche mit Zen Buddhismus und Meditation nicht scheuen.Wenn es für einzelne zur Quälerei ausartet, ist es deren ganz spezielles, autoaggressives Problem. Für mich war Langdistanztriathlon eine Suchtverschiebung. Weg vom Rauchen, hin zur Sportsucht.

    Aber egal. Schreibt eure Trainingspläne selbst und setzt euch nicht dem Druck vorgefertigter Trainingspläne aus. Wer sich zum Erfüllungsgehilfen irgendwelcher Vorgaben macht, lebt am Triathlon vorbei.

    • fettiz
    • 12. Oktober 2012 12:39 Uhr

    Klar bietet Triathlon alles mögliche an Kritikpunkte. Aber denkt irgendjemand dass der Mensch der sich in der Midlife Crisis einen Ironman antut, dass der nicht auch einen anderen Grund finden würde um auszubrechen? Klar mag es deswegen auch Trennungen geben, aber würderjenige einen Ultramarathon laufen, exzessive Transalps machen etc. käme es zum gleichen Ergebnis. Die Menschen sind nun mal so.
    Aber das Triathlon sonderlich ungesund ist, kann man kaum behaupten. Zumindest ist das Training äußerst förderlich für ein gesundes Leben. Viele haben damit auch schon viele Kilos verloren, sich von Rückenproblemen verabschiedet etc. Das es wenige gibt, welche sich durch mangelnde Vorbereitung schaden ist auch klar. Der untrainierte Ironman geht einfach nicht. Und das ist gefährlich und dumm. Aber die findet man nicht in Kona. Weil die sich dort qualifiziert haben sind extrem trainiert. Bei denen trifft eher der Kritikpunkt zu, ob nicht das soziale zu kurz kommt.
    Warum verliert der Autor aber nicht über andere Facetten etwas: die Materialschlacht, die überdurchschnittlich starke Markenfixierung, der Körperkult der Triathleten? Es ist ein Phänomen, wieviel Triathleten bereit sind für Ihren Sport auszugeben: Startgelder von 500€ für 14 h Selbstquälung, Fahrräder unter 2000€ gibt es praktisch nicht, sonstiges Equipment. Da würde doch etwas mit mehr Inhalt gehen...

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    • Infamia
    • 12. Oktober 2012 13:32 Uhr

    "Aber die findet man nicht in Kona. Weil die sich dort qualifiziert haben sind extrem trainiert. "

    Gerade in Kona ist die Gefahr groß, auch solche "Athleten" dort anzutreffen. Denn man kann sich auch über eine Lotterie qualifizieren oder über Sponsorenplätze starten.

    Aber generell kann man sagen, noch sind Langdistanzler i.d.R. austrainierter als Teilnehmer von Marathons. Wobei wahrscheinlich bald auch bei Langdistanzen mehr und mehr Menschen anzutreffen sind, die wenig Backround haben und das aus einer Bierwette heraus in Angriff nehmen.

    Was den Gesundheitsnutzen einer Langdistanz betrifft, darf man diesen getrost in Frage stellen. Eine Langdistanz ist alles, nur nicht gesund. Und die Vorbereitung selbst ist auch nicht als gesund zu bezeichnen. Es ist gesünder, Triathlon zu machen als faul auf dem Sofa zu sitzen. Aber das Langdistanztraining zehrt schon sehr an einem. Was nicht heißt, dass ich es deswegen nicht machen würde. An irgendwas muss ich irgendwann mal sterben und wenn ich mit 80 statt mit 90 in die Kiste springe, weil ich ein paar Langdistanzen in früheren Jahren gemacht habe, hatte ich wenigstens bis 80 meinen Spaß. Ohne Sport würde ich vielleicht nie 80 werden.

    Und was die Materialschlachten betrifft, gebe ich Ihnen recht. Da darf man schon mal die Frage stellen, ob es nicht eine Nummer kleiner sein dürfte. Trainieren muss man nämlich am Ende trotzdem.

    • Infamia
    • 12. Oktober 2012 13:32 Uhr

    "Aber die findet man nicht in Kona. Weil die sich dort qualifiziert haben sind extrem trainiert. "

    Gerade in Kona ist die Gefahr groß, auch solche "Athleten" dort anzutreffen. Denn man kann sich auch über eine Lotterie qualifizieren oder über Sponsorenplätze starten.

    Aber generell kann man sagen, noch sind Langdistanzler i.d.R. austrainierter als Teilnehmer von Marathons. Wobei wahrscheinlich bald auch bei Langdistanzen mehr und mehr Menschen anzutreffen sind, die wenig Backround haben und das aus einer Bierwette heraus in Angriff nehmen.

    Was den Gesundheitsnutzen einer Langdistanz betrifft, darf man diesen getrost in Frage stellen. Eine Langdistanz ist alles, nur nicht gesund. Und die Vorbereitung selbst ist auch nicht als gesund zu bezeichnen. Es ist gesünder, Triathlon zu machen als faul auf dem Sofa zu sitzen. Aber das Langdistanztraining zehrt schon sehr an einem. Was nicht heißt, dass ich es deswegen nicht machen würde. An irgendwas muss ich irgendwann mal sterben und wenn ich mit 80 statt mit 90 in die Kiste springe, weil ich ein paar Langdistanzen in früheren Jahren gemacht habe, hatte ich wenigstens bis 80 meinen Spaß. Ohne Sport würde ich vielleicht nie 80 werden.

    Und was die Materialschlachten betrifft, gebe ich Ihnen recht. Da darf man schon mal die Frage stellen, ob es nicht eine Nummer kleiner sein dürfte. Trainieren muss man nämlich am Ende trotzdem.

  2. lautet der Titel eines Buches von Hermann Aschwer.

    Das besorgt man sich und bereitet sich auf den ersten Jedermann-Tria vor ( 500m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen ).
    Da kann man mit Frauenrahmen und Torpedo-Dreigang mitfahren, einen Neo braucht man nicht. Es geht auch ohne Materialschlacht. Einfach machen und Spaß dabei. Mehr geht immer.

    "Wobei wahrscheinlich bald auch bei Langdistanzen mehr und mehr Menschen anzutreffen sind, die wenig Backround haben und das aus einer Bierwette heraus in Angriff nehmen."

    Das soll jeder halten wie er möchte. Das DRK ist bei jedem Wettkampf anwesend und fährt solche Leute gegen Aufpreis zurück zur Theke .-)

  3. Einige Gedanken zum Artikel u. d. Kommentaren
    1. Bierlaune und Theke
    Wenn ich mich nicht irre, so ist doch die Ironmandistanz und der Triathlon selbst aus einer Bierlaune auf Hawaii entstanden. Demzufolge befindet man sich, wenn einem spontan die Idee zur Teilnahme bei einem Glas Bier an einer Theke kommt, m. E. nach recht nah an den Wurzeln des Sports.

    2. Überanstrengung
    Zwar habe ich selbst die Ironmandistanz noch nicht bewältigt, ich denke aber durchaus, dass dies mit acht Stunden Training und der entsprechenden Ernährung möglich ist.
    Was die Problematik von Menschen betrifft, die sich zuviel vornehmen, so kann dies wohl kaum dem Ironman zugeschrieben werden. Menschen die sich zuviel vornehmen, eventuell an den Zielen vorbeiarbeiten und möglicherweise sich selbst und andere gefährden, gibt es überall: im Straßenverkehr, am Arbeitplatz, in gesellschaftlichen Schlüsselpositionen, etc. - der Zusammenhang zum Triathlon ist m. E. nach künstlich.

    3. Verlust von Freunden/Familie
    Ich bezweifele stark, dass allein durch sportliches Training Familien o. Freundschaften zerbrechen. Da wird es wohl noch andere Gründe gegeben haben. Neben den Verlust von Freunden ist es durchaus möglich, durch Sport neue Freunde, möglicherweise sogar eine Partnerin oder einen Partner, zu finden.

    Grüße an alle Fans diese beeindruckenden Sports - ich schau mir jetzt im Internet neun Stunden die Ironman Hawaii Übertragung an-hoffentlich verläßt mich meine Frau nicht nach sechs Stunden fernsehen! :-)

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