Formel 1Schumacher hört auf

Nach sieben Weltmeistertiteln verabschiedet sich Michael Schumacher von der Formel 1. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, er würde zu einem anderen Rennstall wechseln. von dpa

Michael Schumacher

Michael Schumacher  |  © Toru Hanai/Reuters

Der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher hat in Suzuka angekündigt, nach der laufenden Saison seine Formel-1-Karriere zu beenden. Am 25. November wird sich Schumacher nach seinem 308. Grand Prix mit fast 44 Jahren aus dem aktiven Rennsport verabschieden. Mit seinem bevorstehenden Aus beim deutschen Werksrennstall Mercedes beendet Schumacher alle Spekulationen über einen möglichen Wechsel zu einem anderen Rennstall.

" Time to say goodbye ", sagte Schumacher vor dem sechsletzten Saisonrennen. "Ich habe die Motivation und Energie verloren, die zweifelsfrei notwendig sind." Nun wolle er aus der Formel 1 gehen, "im Bewusstsein, noch immer mit den Besten der Welt mithalten zu können", schreibt Schumacher auf seiner Website .

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Schumacher hatte sich 2006 schon einmal aus der Formel 1 zurückgezogen. 2010 war er für den deutschen Autohertsteller aber zurückgekehrt. Allerdings konnte Schumacher in seiner zweiten Karriere nicht an die Siege und Triumphe seiner ersten Laufbahn von 1991 bis 2006 anschließen. Er kam in bislang 52 Rennen im Silberpfeil nur einmal aufs Podest, in Valencia wurde er in diesem Sommer Dritter. Ein Sieg war ihm in den drei Jahren nicht vergönnt. In dieser Zeit zeigte sich Schumacher als in sich ruhenden und zufriedenen Piloten, der selbst trotz Dauer-Erfolglosigkeit offener und zugänglicher wirkte als in seiner ersten Karriere. Seine Rückkehr in die Formel 1 habe er nie bereut, sagte Schumacher.

Entscheidung habe nichts mit Hamilton zu tun

Schumachers Dreijahresvertrag bei Mercedes war zuvor nicht verlängert worden. Vor nicht mal einer Woche wurde der Wechsel des 16 Jahre jüngeren Ex-Champions Lewis Hamilton als Schumacher-Nachfolger bekanntgegeben, daraufhin stand Schumacher ohne Cockpit da. Zuletzt wurde spekuliert, ob Schumacher seine Karriere beim Team Sauber fortsetzen würde. Dass Mercedes Hamilton als neuen Fahrer präsentierte, hatte aber offenbar keinen Einfluss mehr auf seine Entscheidung. "Ich war in die Entscheidungsfindung involviert und ich bin zufrieden, dass man einen guten Ersatz gefunden hat."

Selbst ein eventuelles Interesse von McLaren oder Ferrari hätte Schumacher von seiner Entscheidung nicht abbringen können. Er sei nun von seinen eigenen Zweifeln befreit, sagte er und will sich ab jetzt auf die sechs Rennen umfassende Abschiedstour konzentrieren. Ob er der Formel 1 in anderer Funktion erhalten bleibt, wollte Schumacher zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. "Das sehen wir dann zur richtigen Zeit." Schumacher erzielte in seiner Karriere 91 Siege, sieben WM-Titel, davon fünf in Serie mit Ferrari und 68 Poles.

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Leserkommentare
  1. die Michael schumacher getroffen hat. Die Beste wäre gewesen, wenn er gar nicht in Zirkus zurückgekehrt wäre!

    2 Leserempfehlungen
  2. Es wurde auch Zeit, das Schumacher endlich einsieht, das seine Zeit abgelaufen ist.

    ER wäre eh nur noch bei zweitklassigen Teams untergekommen, nicht bei Teams mit Siegchancen.

    Schumacher war vor seinem unnötigen Comeback sicherlich ein großartiger F1 Fahrer aber er hätte sich schon die letzten drei gequälten Jahre ersparen können.

    Aber die Verlockung war wohl zu groß nochmal im Rampenlicht zu stehen und der F1 Zirkus wollte ein Zugpferd, um die abflauende Begesiterung wieder zu befeuern.

    Das Risiko dabei lag vor allem bei Schumacher der letztlich verheizt worden ist. Als erfahrerner Mann und Medienprofi hätte er sich das deshalb ersparen sollen und sein Denkmal ohne Kratzer genießen sollen...

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    Ach, woher wollen Sie denn wissen, wie wohl sich Schumacher die letzten Jahre gefühlt hat?
    Die Fröhlichkeit und Unbekümmertheit, mit der er die Rennen bestritten hat, lässt darauf schließen, dass es ihm viel Spaß gemacht hat und er das Comeback auch ohne Titel oder gewonnene Rennen genossen hat.

    • annocom
    • 04. Oktober 2012 11:10 Uhr

    Hat er uns das nicht schon einmal versprochen? Ich habe schon lange keine Lust mehr diesen schäbigen Steuerflüchtling zu sehen. Was die Leute an dem noch finden ist mir ein Rätsel.

    5 Leserempfehlungen
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    ich finde Boris Becker noch schlimmer!

    auch er ist ein Steuerflüchtling, sein Wonhsitz: Kemmental, Kanton Thurgau.
    Was treibt "uns" eigentlich dazu, ihn als deutschen
    Formel 1 Rennfahrer zu feiern ?

  3. Danke fuer all die Jahre in der F1, auch das mit fiebern hat spass gemacht.
    Ich hoffe das ich dich noch einmal am 14 October sehe.

    Good luck and all the best for your future
    DF

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    • TDU
    • 04. Oktober 2012 11:21 Uhr

    Geht der letzte Mohikaner der "verrückten" Motorsportler?. Ja.

    Jetz gibts zwar auch Schnelle, Oppositionelle, Lockere und ein wenig Rowdies, aber immer mit der richtigen Dosis. Generation glatt gebügelt.

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  4. ich finde Boris Becker noch schlimmer!

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    Antwort auf "Versprechen"
  5. Ach, woher wollen Sie denn wissen, wie wohl sich Schumacher die letzten Jahre gefühlt hat?
    Die Fröhlichkeit und Unbekümmertheit, mit der er die Rennen bestritten hat, lässt darauf schließen, dass es ihm viel Spaß gemacht hat und er das Comeback auch ohne Titel oder gewonnene Rennen genossen hat.

    3 Leserempfehlungen
  6. Wenn man nach einer rauschenden Party-Nacht um 5 Uhr morgens noch ein Bier am Bahnhof trinkt - so ungefähr war Michael Schumachers Comeback. Hier noch eine Satire-Empfehlung: http://mutti-der-libero.d...

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    • TDU
    • 04. Oktober 2012 15:00 Uhr

    Das Bier schmeckt manchmal am Besten. Kein Partyprofilierung mehr, keine anstrengenden Leute, einfach trinken vielleicht mit denen, die einem nahe stehen oder allein.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Michael Schumacher | Lewis Hamilton | Ferrari | Karriere | Saison | Bewusstsein
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