Bundesliga-VorschauDie Bundesliga ist für Dortmund wie "Wetten, dass...?" für Tom Hanks

Der Meister schaut nur noch auf die Champions League, Thomas zeigt, dass Stochern des Müllers Lust ist und Uli Hoeneß soll den Ostfußball retten. Alles zum 11. Spieltag von  und

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp  |  © Alex Livesey/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

FSV Mainz 05 – 1. FC Nürnberg (Freitag, 20.30 Uhr)
FC Augsburg – Borussia Dortmund
SC Freiburg – Hamburger SV
FC Schalke 04 – Werder Bremen
Bayern München – Eintracht Frankfurt
Fortuna Düsseldorf – TSG Hoffenheim (alle Samstag, 15.30)
VfL Wolfsburg – Bayer Leverkusen (Sonntag, 15.30)
VfB Stuttgart – Hannover 96
SpVgg. Greuther Fürth – Borussia Mönchengladbach (beide Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

München gegen Frankfurt. Diese Bayern muss man lieben, die meisten Gegner spielen sie heuer mit lebendigem Angriffsfußball schwindelig. Und die Eintracht gibt nach wie vor den mutigsten Aufsteiger seit fünfzehn Jahren, auch wenn sie in jüngster Zeit ein paar Punkte liegen ließ. Besonders freuen darf man sich auf zwei besondere Typen. Für die Bayern ist das Thomas Müller. Nach einer schwächeren Saison ist er wieder der Alte, schießt aus unmöglichen Lagen Tore. Dabei kommen mal spektakuläre Dinger raus, wie in Hamburg. Manchmal schummelt er den Ball aber einfach nur rein, dann ist das Stochern des Müllers Lust. Auf Eleganz legt er keinen Wert, nur auf Ertrag. Frankfurts Müller heißt Meier. Auch er verwertet momentan Halbchancen reihenweise, ist der wertvollste Spieler von Armin Veh. Mit 1,97 Meter ist Alexander Meier sogar noch mehr Lulatsch als Müller. Schleicher sind sie beide. Getroffen haben Müller und Meier bisher je sieben Mal, ein hervorragender Wert für Mittelfeldspieler. Da zudem beide Teams die torhungrigsten der Liga sind, wird es wieder hoch hergehen in München.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Augsburg gegen Dortmund . Nichts gegen die Augsburger Bemühungen, die sind aller Ehren wert. Doch den Dortmundern schaut man besser nur unter der Woche zu, wenn sie Real und anderen europäischen Sternen das Licht ausknipsen. "Der Dienstag hat uns gezeigt, wie viel Spaß Fußball machen kann, wenn man alles investiert", sagte Jürgen Klopp, gut gelaunt wie lange nicht mehr, nach dem 2:2 in Madrid . José Mourinho und Alex Ferguson haben die Borussia zu einem der Favoriten auf die Champions League erklärt. Diesem Wettbewerb gilt die ganze Aufmerksamkeit des BVB, seitdem ihn Uli Hoeneß zur regionalen Marke erklärte. Die Bundesliga, die Pflicht des Wochenendes, kommt den Schwarz-Gelben zurzeit so provinziell vor wie Wetten, dass...? Tom Hanks. Sie wirken genervt von der schnöden Konkurrenz um Mainz und Heinz. Für Dortmund gilt: Was dienstags lebt und pocht, ist samstags Asch' und Staub.

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Wer steht im Blickpunkt?

Klaus Allofs . Der Werder-Manager wird von VW-Motorengeräuschen gelockt, heißt es. Er dementiert zwar, aber nicht viele glauben ihm, auch weil er sich traut, die Fans zu rügen . Vom schönen Städtchen Bremen nach Wolfsburg an den Mittellandkanal, wie kann man nur? Doch muss man bedenken: Dort wachsen zwar nur Disteln, aber es entrinnt ihnen Rotwein (um mal poetisch zu beschreiben, dass genug Geld vorhanden ist, um drei Carlos Albertos zu kaufen). Wolfsburg wäre der ideale Ort für Allofs' Lebensleistungsrente, da ist man sich im Klaren, dass man einen Wolfsburg-Aufschlag zahlen muss. Schon kursieren Vermutungen, Allofs würde seine Bezüge verdoppeln können. In Bremen hingegen wird Allofs vom Sparkurs und von hanseatischem Kaufmannsethos eingeengt. Vor einem Jahr nahm er Gehaltseinbußen auf angeblich 1,3 Millionen Euro hin. Am Montag musste er zudem rund 14 Millionen Verlust für das zurückliegende Geschäftsjahr einräumen . Eine Frage schlösse sich bei einem Allofs-Wechsel an: Was hieße das für den Bremer Trainer? Schließlich ist Allofs Schaafes Bruder.

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    • Schlagworte Klaus Allofs | Bundesliga | Dortmund | Uli Hoeneß | Fußball | 1. FC Nürnberg
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