Fußball-BundesligaAllofs' sofortiger Wechsel nach Wolfsburg ist perfekt

Die Gerüchte um Klaus Allofs sind bestätigt: Der Manager von Werder Bremen wechselt zum VfL Wolfsburg. Ein Managerwechsel in der Saison ist ein Novum in der Bundesliga. von dpa und dapd

Klaus Allofs

Klaus Allofs  |  © Sascha Schuermann/dapd

Der Fußball-Manager Klaus Allofs wechselt vom Bundesligisten SV Werder Bremen zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg . Das wurde von Aufsichtsräten beider Vereine bestätigt. Ein Manager-Wechsel in der laufenden Saison ist bisher einmalig in der Geschichte der Bundesliga. Allofs hatte in Bremen noch einen Vertrag bis 2015.

"Wir sind zu einer guten Einigung mit Werder gekommen", sagte laut dem Fachblatt Kicker der Wolfsburger Aufsichtsrats-Vize Stephan Grühsem, der auch Kommunikationschef des Hauptsponsors Volkswagen ist. Der frühere Nationalspieler soll am Donnerstag als neuer Manager der Niedersachsen vorgestellt werden und einen Vertrag bis 2016 erhalten.

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Zuletzt war spekuliert worden, dass Werder eine Ablösesumme für Allofs kassieren könnte. Erste Gerüchte über den Wechsel waren vor einer Woche aufgekommen. Allofs und die anderen Beteiligten hatten ihn dementiert oder sich nicht konkret dazu geäußert.

Beim VfL Wolfsburg wurde seit der Entlassung von Trainer und Geschäftsführer Felix Magath am 25. Oktober nach einem neuen Manager gesucht. Die VW-Verantwortlichen hatten erklärt, den Trainer- und Managerposten nicht mehr in Personalunion vergeben zu wollen. VfL-Trainer ist seit drei Spielen Lorenz-Günther Köstner; unter ihm holten die Wölfe zwei Siege.

Allofs arbeitete seit 1999 bei Werder Bremen in verantwortlicher Position – zunächst als Vorstandsmitglied, zuletzt als Vorsitzender der Geschäftsführung.
 

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Leserkommentare
  1. Er hat ein Angebot bekommen, welches er nicht ablehnen "konnte". Ist das noch Sport?

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    Schon lange nicht mehr!
    Es geht nur noch darum, wie man von den Massen das Geld eintreibt, um es auf einige wenige zu verteilen, welche dann exorbitante Einkommen erzielen.
    Auswüchse wie in allen Bereichen der Gesellschaft. Erklärt wird das mit dem Leistungsprinzip. Frei Marktwirtschaft.
    Solange sich die Massen melken lassen, funktioniert das System.

    Der Fußball dient dabei nur noch als Mittel zum Zweck!

  2. Schon lange nicht mehr!
    Es geht nur noch darum, wie man von den Massen das Geld eintreibt, um es auf einige wenige zu verteilen, welche dann exorbitante Einkommen erzielen.
    Auswüchse wie in allen Bereichen der Gesellschaft. Erklärt wird das mit dem Leistungsprinzip. Frei Marktwirtschaft.
    Solange sich die Massen melken lassen, funktioniert das System.

    Der Fußball dient dabei nur noch als Mittel zum Zweck!

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    Antwort auf "das ist nicht gut"
  3. Ein Manager, der sich bei einem soliden Klub einen ordentlichen Ruf erworben hat, kann der Verlockung des Geldes nicht widerstehen. Es ist tragisch. Männer wie Martin Winterkorn machen den Sport schlicht kaputt. Ihre Tonnen von Geld korrumpieren alles, was den Fußball besonders macht: sein Herz, seine Leidenschaft, seine Emotion. Alles ist kaufbar. Selbst ein Manager, der gerade einen Umbruch eingeläutet und seinen Vertrag verlängert hat. Und wofür? Für einen Verein ohne Seele. Ein Zombie, gespeist von VW-Milliarden.

    5 Leserempfehlungen
    • wawerka
    • 14. November 2012 13:00 Uhr

    Ich bin mächtig gespannt, wie die Transfers von Allofs bei Wolfsburg so laufen werden. Bisher hat er sein gutes Händchen hauptsächlich dann gezeigt, wenn er eher wenig Geld zur Verfügung hatte. (Micoud, Diego, Naldo). Die für Bremer Verhältnisse ganz teuren Vepflichtungen wie Carlos Alberto oder Wesley waren eher Flops. Andererseits ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Mann wie Allofs so viel Geld verbrennt wie Felix Magath, dies gleich zweimal, wenn man den dadurch erzielten bescheidenen Erfolg in Relation setzt.

    Klaus Allofs vorzuwerfen, er folge nur dem Lockruf des großen Geldes halte ich für fragwürdig. Nach 13 Jahren durch dick und dünn mit Werder ist ein Jobwechsel durchaus verständlich. Wen würde es nach so vielen Jahren nicht reizen die Stelle zu wechseln, wenn dies gleichzeitig mit neuen finanziellen Möglichkeiten zur Gestaltung und einem (vermutlich) deutlich gestiegenen Gehalt einhergeht.

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  4. Ich komme aus der Nähe von Bremen und beobachte den Verein seit vielen Jahren mit großter Symphatie. Viele meiner Bekannten und Kollegen sind "Fans" und pilgern unermüdlich alle zwei Wochen ins Weserstadion, bein Wind und Wetter. Ich habe noch nie von einem Fan gehört, der sich am Montag für Werder begeistert und eine Woche später für Wolfburg jubelt. Diese Art von Wechsel ist neu und eben nicht normal. Vergleichbar nur mit dem Wechsel Magaths von Schalke zu ... genau, auch zu Wolfsburg, und auch innerhalb von ein paar Tagen. DAS GEHÖRT SICH EINFACH NICHT. Es ist ein schlechter Stil und ein Schlag ins Gesicht für die Anhänger. Allofs hätte die moralische Pflicht gehabt, die Saison anständig zu Ende zu bringen und dann zu wechseln, wenn es denn unbedingt sein muss. Die Fans werden irgendwann auch nicht mehr loyal sein, wenn es die Spieler und Verantwortlichen nicht mehr sind. Und dann bricht das ganze Kartenhaus zusammen.

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  5. Trainer und auch Manager werden in der Saison einfach mal so entfernt, wenn es dem Verein gefällt. Trainer öfter als Manager ok, ist aber trotzdem schon vorgekommen. Der Lemke hatte den Allofs längst auf dem Kieker. Wartet mal ab, die holen ruckizucki den Beiersdorf, weil sie auch schon, hinter Allofs Rücken mit dem verhandelt haben. Nun ist mal der Allofs weg und Lemke macht auf Unschuldslamm. Übrigens, Schalke hat Magath zuerst aus Wolfsburg geholt, in der Saison wo die Meister geworden sind. Achso und die haben ebenfalls während der Saison quasi gewildert, vergessen oder? Oder durfte Schalke das, weil die ja so grandiose Fans hat? Im Bolzen ist doch eh alles seltsam...

    • match
    • 14. November 2012 15:35 Uhr
  6. Kann mir nicht vorstellen, dass Allofs des Geldes wegen geht. Sonst wäre er längst bei Bayern.

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    Genau der waer dann schon laengst beim Bayern. Hihi dass ich nicht lache! Die ham ihm doch den Zeugwartposten angeboten und den wollt er nicht haben. Da war er zu gut fuer der hohe Herr. Der Alloffs. Manager musste es schon sein oder mindestens Vizepresident. Da ham sie ihm was gefiffen die Bayern.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, dpa, sc
  • Schlagworte Klaus Allofs | Bundesliga | Fußball | Volkswagen | Felix Magath | SV Werder Bremen
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