Bundesliga-Vorschau: Bei den Bayern brennen alle Lichter immer
Dem Geldspeicher von Hoeneß kann kein Stromausfall was anhaben. Beim HSV steht die Zeit. Und VW könnte die Liga übernehmen. Alles Wichtige zum 12. Spieltag
© Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung der FC Bayern München AG
Wer spielt wann gegen wen?
Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?
Nürnberg gegen Bayern. In ganz München ist Stromausfall. In ganz München? Nein, an der Säbener Straße brennen alle Lichter immer. Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München verkündete der Rekordverein am Donnerstag Rekordwerte: einen Umsatz von 332,2 Millionen Euro, einen Gewinn von 11,1 Millionen Euro nach Steuern, einen Eigenkapitalbetrag von 278,2 Millionen Euro, dafür muss, frei nach Harald Schmidt, selbst Peer Steinbrück lange reden. Die Geldspeicher von Uli Hoene$ sind gefüllt bis unters Dach. "Der FC Bayern ist eine Oase der Ruhe", sagte der Präsident. Ein Sieg in Nürnberg scheint ein Klacks, denn der "Club" ist nach trügerischen Ergebnissen am Saisonbeginn nur noch ein Törchen vom Relegationsplatz entfernt. Doch gegen die Superreichen aus München werden im Frankenland stets alle Reserven mobilisiert. Einen Derbysieg braucht die Stadt, deren Fans für den Fußball so großen Verzicht üben:
Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?
Hoffenheim gegen Wolfsburg. Messungen von Sky haben ergeben: Bei Spielen von Hoffenheim oder Wolfsburg schauen manchmal weniger als 5.000 Zuschauer zu, das sind schon fast gottschalkeske Dimensionen. Offiziell bedeutet das die Quote von 0 Prozent. Warum soll das anders werden, wenn die beiden Vereine gegeneinander spielen? Dazu will uns kein guter Grund einfallen. Zumal die Wolfsburg-Fans am Montag wieder zur Frühschicht müssen.
Wer steht im Blickpunkt?
Alemannia Aachen. Der Drittligist gab am Donnerstag seine Insolvenz bekannt. "Das ist der schwärzeste Tag in der Vereinsgeschichte. Mit diesem Desaster hätte keiner gerechnet", sagte der Aufsichtsratschef Meino Heyen. Das neue Stadion, der neue Tivoli, vor drei Jahren eingeweiht, war zu groß und vor allem zu teuer für den Verein. Vor sechs Jahren war die Alemannia eine Saison lang erstklassig, im kommenden Jahr muss sie wohl in der Regionalliga von Neuem beginnen. Nun, bei der Insolvenz-Erklärung, kam es zu Protest, die Aachener Fans, ein problematisches Völkchen, wollten sich gewaltsam Zugang zum Stadion verschaffen. Die Polizei musste anrücken. Auch dem Zweitligisten MSV Duisburg könnte eine Insolvenz bevorstehen. Bayern erwirtschaftet Rekorde, und in den Unterhäusern gehen die Traditionsvereine Pleite.






vielleicht nur ein Druckfehler aber Herr Hoeneß sollte ernsthaft darueber nachdenken seinen Namen so zu schreiben wie es diese website es in ihrem Artikel tat
Hoene$
Ich mach mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt....
wünsch ihnen noch viel Spaß und Spannung
sorry, ich bin nicht unbedingt Fußballfan, aber vielleicht sollten SIE sich mal bilden zu den Themen
"Forderungen an Vereine in in den Ligen" - da speziell wiederum die Stadiongrößen und Ausstattungen sowie den entsprechenden Kosten
und
"Ausschüttungen an die Vereine" - nicht die Sponsorengelder, da kann man Glück oder Pech haben,... sondern die Fernsehgelder.
Aachen hatte Pech, das kann ich sagen, weil ich aus gänzlich anderen Gefilden komme. Aachen war erstklassig, musste entsprechende Anforderungen erfüllen, und hat seitdem Fixkosten in Form eines Stadions, die VERMUTLICH allein schon einen Großteil der Einnahmen auffressen. Sie dürfen gern entscheiden, ob das nun gut oder schlecht gewirtschaftet war.
Wenn man dem Fußball etwas Gutes tun will, dann subventioniert man mit den Fernseheinnahmen alle Vereinen bis mind. zur 3. Liga die Stadien, und zwar Bau und die laufenden Kosten.
Speziell kleinere Aufsteiger aus "kleineren" Städten werden sonst immer mal wieder Pleite gehen, weil die Kosten dann auch nicht von den Städten getragen werden können.
"Man darf auch fragen, ob eine andere Organisation als ein Fußballverein derart schnell eine Baugenehmigung erhalten hätte." Das schiebe ich jetzt mal auf die Uhrzeit Ihres Beitrags. Vielleicht haben Sie schon mal gehört, dass die Termine einer Fußball-WM lange vorher feststehen. Stadt München und Freistaat Bayern wollten München als WM-Spielort haben. Aus der FIFA kamen klare Signale: nicht im Olympiastadion. Natürlich hätte sich die Erteilung der Baugenehmigung auch so hinziehen lassen, dass der Tempel erst 2007 fertig geworden wäre...
Vereine und Stadt/Land haben sich darauf geeinigt: Die Vereine bauen das Stadion, Stadt/Land sorgen für die Infrastruktur und Einhaltung des Zeitplans. Das ist anders, als es zB noch bei der WM 74 war, wo viele Stadien von der öffentlichen Hand gebaut wurden und die Infrastruktur dazukam (Dortmund, Gelsenkirchen, Düsseldorf usw.). Noch einmal: Es bestand ein öffentliches Interesse an diesem Stadion (dazu kann man stehen wie man will) und deshalb wurden öffentliche Gelder in die Infrastruktur gesteckt.
Es ist Ihr unbestrittenes Recht, den FCB nicht zu mögen. Aber deshalb von Subventionen beim Stadionbau zu sprechen, dafür hatte ich um eine leider nicht erfolgte Erklärung gebeten.
Das hat doch nicht nur etwas mit Bayern München zu tun. Es ist doch nur eins von vielen Beispielen dafür, dass im deutschen Profifußball, anders als behauptet, (indirekte) Subventionen stecken.
Übrigens gab es damals durchaus Gegner des Stadionbaus in Fröttmaning, die allerdings in der Presse kaum zu Wort kamen. Das hat eine Medienanalyse ergeben.
Kaisers Diener – oder wie sich Münchner Medien zum Lakaien machen liessen
http://netzjournalist.two...
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