Bundesliga-VorschauBei den Bayern brennen alle Lichter immer

Dem Geldspeicher von Hoeneß kann kein Stromausfall was anhaben. Beim HSV steht die Zeit. Und VW könnte die Liga übernehmen. Alles Wichtige zum 12. Spieltag von 

Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung der FC Bayern München AG

Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung der FC Bayern München AG  |  © Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Wer spielt wann gegen wen?

Hamburger SV – FSV Mainz 05
1. FC Nürnberg – FC Bayern München
Borussia Dortmund – SpVgg. Greuther Fürth
Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart
Hannover 96 – SC Freiburg
Eintracht Frankfurt – FC Augsburg (alle Samstag, 15.30 Uhr)
Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 (Samstag, 18.30)
Werder Bremen – Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 15.30)
TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Nürnberg gegen Bayern . In ganz München ist Stromausfall. In ganz München? Nein, an der Säbener Straße brennen alle Lichter immer. Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München verkündete der Rekordverein am Donnerstag Rekordwerte: einen Umsatz von 332,2 Millionen Euro, einen Gewinn von 11,1 Millionen Euro nach Steuern, einen Eigenkapitalbetrag von 278,2 Millionen Euro, dafür muss, frei nach Harald Schmidt, selbst Peer Steinbrück lange reden. Die Geldspeicher von Uli Hoene$ sind gefüllt bis unters Dach. "Der FC Bayern ist eine Oase der Ruhe", sagte der Präsident. Ein Sieg in Nürnberg scheint ein Klacks, denn der "Club" ist nach trügerischen Ergebnissen am Saisonbeginn nur noch ein Törchen vom Relegationsplatz entfernt. Doch gegen die Superreichen aus München werden im Frankenland stets alle Reserven mobilisiert. Einen Derbysieg braucht die Stadt, deren Fans für den Fußball so großen Verzicht üben:

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hoffenheim gegen Wolfsburg . Messungen von Sky haben ergeben: Bei Spielen von Hoffenheim oder Wolfsburg schauen manchmal weniger als 5.000 Zuschauer zu, das sind schon fast gottschalkeske Dimensionen. Offiziell bedeutet das die Quote von 0 Prozent. Warum soll das anders werden, wenn die beiden Vereine gegeneinander spielen? Dazu will uns kein guter Grund einfallen. Zumal die Wolfsburg-Fans am Montag wieder zur Frühschicht müssen.

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Wer steht im Blickpunkt?

Alemannia Aachen. Der Drittligist gab am Donnerstag seine Insolvenz bekannt. "Das ist der schwärzeste Tag in der Vereinsgeschichte. Mit diesem Desaster hätte keiner gerechnet", sagte der Aufsichtsratschef Meino Heyen. Das neue Stadion, der neue Tivoli , vor drei Jahren eingeweiht, war zu groß und vor allem zu teuer für den Verein. Vor sechs Jahren war die Alemannia eine Saison lang erstklassig, im kommenden Jahr muss sie wohl in der Regionalliga von Neuem beginnen. Nun, bei der Insolvenz-Erklärung, kam es zu Protest, die Aachener Fans, ein problematisches Völkchen , wollten sich gewaltsam Zugang zum Stadion verschaffen. Die Polizei musste anrücken. Auch dem Zweitligisten MSV Duisburg könnte eine Insolvenz bevorstehen. Bayern erwirtschaftet Rekorde, und in den Unterhäusern gehen die Traditionsvereine Pleite.

Leserkommentare
  1. Redaktion

    Nein, die Bayern sind nicht verantwortlich für die Pleiten von Aachen, Duisburg und anderen. Diesen Eindruck wollte ich nicht vermitteln.

    Der Fußball sollte aber mal eine generelle Umverteilungsdebatte führen. Und dabei nicht vergessen, dass die Bundesliga subventioniert ist, auch die Bayern (Stichwort Stadionbau).

    Eine Leserempfehlung

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