Fußball-BundesligaFür Babbel wird es jetzt eng

Hoffenheim verliert erneut, diesmal 1:4 gegen Bremen. Der VfL Wolfsburg kommt nach einem 1:1 gegen Hamburg nicht aus der Abstiegszone. Alle Spielberichte von dpa

VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1 (0:1)

Der Zauber von Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner beim VfL Wolfsburg scheint verflogen. Simon Kjaer (68. Minute) rettete den Niedersachsen im Nord-Duell gegen Hamburger SV zwar einen Punkt, doch mit nur zwei Punkten aus drei Spielen kommt der VfL einfach nicht aus der Abstiegszone. Mit 16 Punkten bleibt der deutsche Meister von 2009 Tabellen-15..

Der HSV, der lange durch das zweite Saisontor von Maximilian Beister (26.) geführt hatte, verpasste den möglichen Sprung auf Rang sieben. Die Hamburger waren auch ohne den verletzten Rafael van der Vaart lange Zeit das bessere Team. Am Ende aber waren die Gäste im Glück. Der Portugiese Vieirinha traf in der 76. Minute nur den rechten Pfosten. Vor allem Diego trumpfte auf, doch das Tor wollte nicht fallen.

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Köstner musste nach dem 0:2 in Möchengladbach sein Team verändern. Für den grippekranken Christian Träsch rückte Vieirinha in die Mannschaft. Thorsten Fink ersetzte nach dem überraschenden 3:1-Erfolg über Schalke zwei Spieler. Jeffrey Bruma und Tomas Rincon kamen für den verletzten Marcel Jansen und den gelbgesperrten Tolgay Arslan.

Im 31. Bundesliga-Nordderby stand Schiedsrichter Peter Sippel vier Minuten nach dem Anpfiff im Blickpunkt. Bruma hatte den Ball an den Ellbogen bekommen, die VfL-Anhänger forderten Strafstoß. "Wenn ich es jetzt sehe, dann ist es Elfmeter", sagte Arslan in der Pause dem Fernsehsender Sky. Mit dem Freistoß von der Strafraumgrenze traf der Brasilianer Diego aber nur die Hamburger Abwehrmauer.

Der HSV wurde nach einer Viertelstunde kecker und nutzte seine erste echte Torchance. Mit spielerischer Leichtigkeit nahm Beister ein Anspiel von Rudnevs auf halbrechter Position auf und ließ VfL-Keeper Diego Benaglio keine Chance. Für den Ex-Düsseldorfer war es nach dem Treffer gegen Schalke der zweite Saisontreffer. Danach hielt HSV-Torwart Rene Adler die Führung fest.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Der HSV wurde wieder stärker, Beister vergab kurz vor seiner Auswechslung die Vorentscheidung. Fink brachte in der 53. Minute Heung-Min Son, der gegen Schalke noch verletzt hatte pausieren müssen. HSV-Keeper Rene Adler sah die Gelbe Karte, als er bei Sippel lautstark protestierte, dass er vor dem Ausgleich von Olic in der Luft behindert worden sei. Die Schäfer-Flanke hatte Kjaer per Kopf zum 1:1 verwandelt.

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer - Polak, Hasebe - Vieirinha, Diego, Olic (86. Lakic) - Dost

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Bruma - Rincón, Badelj - Skelbred (73. Sala), Aogo - Rudnevs (84. Scharner), Beister (53. Son)

Schiedsrichter: Sippel ( München )

Zuschauer: 28.121

Tore: 0:1 Beister (26.), 1:1 Kjaer (68.)

Gelbe Karten: Naldo (4) / Adler (3), Rincón (1), Westermann (2)

Beste Spieler: Diego, Naldo / Aogo, Adler

1899 Hoffenheim  Werder Bremen 1:4 (0:2)

Trainer Markus Babbel droht nach der vierten Niederlage hintereinander die Entlassung bei der TSG 1899 Hoffenheim . Der Tabellen-16. hat auch gegen Werder Bremen verloren und zumindest in der ersten Halbzeit wie ein Absteiger gespielt.

"Zweite Liga, Wiese ist dabei", skandierten die Bremer Fans mit Blick auf den verletzt fehlenden Heimtorwart und ehemaligen Werder-Keeper Tim Wiese hämisch. Zwar stemmte sich Hoffenheim nach der Pause wie schon in den vergangenen Spielen gegen die Niederlage, blieb aber über weite Phasen ohne spielerische Einfälle.

Für die aufregendste Aktion der Anfangsphase sorgten die Hoffenheimer Anhänger . Nach dem Stimmungsboykott von zwölf Minuten und zwölf Sekunden, mit dem Fans bundesligaweit gegen das geplante Sicherheitskonzept protestieren, warfen die Zuschauer in der Heimkurve Konfetti und Luftschlangen Richtung Spielfeld. Gleich vier Ordner mussten das Tor von Koen Casteels, der erneut Wiese ersetzte, säubern.

Auch im Anschluss an die dreiminütige Unterbrechung stand der Belgier im Blickpunkt. Nach einer Freistoßflanke von Kevin de Bruyne sprang Sebastian Prödl höher als Joselu, Casteels streckte sich vergeblich nach der Kopfball-Bogenlampe und das erste Tor war gefallen (21. Minute). Beim Treffer von Marko Arnautovic (29.) nach einer Standardsituation zeigte sich wieder einmal die eklatante Schwäche in Ordnung und Zuteilung der Hoffenheimer Defensive.

Aus dem Spiel heraus bekamen die 1899-Verteidiger die Gäste ebenfalls nie in den Griff. Nach einem Fehler von Daniel Williams und dem Doppelpass von Arnautovic mit de Bruyne joggte Fabian Johnson teilnahmslos hinter dem Österreicher her, der aus zentraler Position keine Mühe hatte.

Schon nach 37 Minuten reagierte Babbel , brachte für die gelbverwarnten Stephan Schröck und Sven Schipplock die Ersatzleute Vicenzo Grifo sowie Roberto Firmino und offenbarte seine personelle Hilflosigkeit: Erstmals in dieser Saison hatte er Stammkraft Firmino zu Beginn auf die Bank beordert. De Bruyne (45.) und Nils Petersen (45.+1) vergaben hochkarätige Chancen, sodass Hoffenheim mit dem dritten 0:2-Rückstand nacheinander zur Pause noch gut bedient war.

Doch schon zu Beginn der zweiten Halbzeit bewies das Heimteam, dass Bremen keinesfalls eine gefestigte Topmannschaft ist. Hoffenheim übernahm die Kontrolle, im Anschluss an eine feine Kombination überwand Sejad Salihovic mit einem Schlenzer Sebastian Mielitz aus kurzer Distanz (50.). Nur sieben Minuten später rettete der Werder-Keeper gegen Joselu, der zwei weitere Hochkaräter per Seitfallzieher (62.) und im Eins gegen Eins mit Mielitz (64.) vergab.

Mit einem direkt verwandelten Freistoß und einer starken Einzelleistung sorgte Arnautovic in der 73. und 79. Minute dafür, dass Babbel bei nur sieben Siegen aus bislang 29 Bundesligaspielen in Hoffenheim ein sehr unruhiger Beginn der Vor-Weihnachtszeit bevorsteht.

1899 Hoffenheim: Casteels - Beck, Williams, Compper, Johnson - Schröck (37. Roberto Firmino), Streker, Salihovic, Volland - Schipplock (37. Grifo), Joselu (74. Derdiyok)

Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Fritz (85. Lukimya) - Ignjovski, de Bruyne - Arnautovic (84. Füllkrug), Petersen, Elia (71. Akpala)

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)

Zuschauer: 23.500

Tore: 0:1 Prödl (21.), 0:2 Arnautovic (29.), 1:2 Salihovic (50.), 1:3 Arnautovic (73.), 1:4 Arnautovic (79.)

Gelbe Karten: Salihovic (1), Schipplock (1), Schröck (1) / Prödl (1)

Beste Spieler: Salihovic, Beck / de Bruyne, Arnautovic

Dortmunds Piszczek (rechts) im Zweikampf mit Franck Ribery von Bayern München

Dortmunds Piszczek (links) im Zweikampf mit Franck Ribery von Bayern München  |  © Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Bayern München – Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

Der FC Bayern München hat seinen Vorsprung an der Tabellenspitze nicht weiter ausbauen können. Der Vizemeister kam im Spitzenspiel gegen den Double-Gewinner Borussia Dortmund nicht über ein Remis hinaus. Damit bleibt es bei dem Elf-Punkte-Vorsprung der Münchner vor dem Tabellen-Dritten aus Dortmund, zum ersten Münchner Sieg nach vier Liga-Pleiten in Serie und dem verlorenen Pokalfinale 2012 reichte es allerdings wieder nicht.

Nach gutem Beginn waren beide Mannschaften vor allem darauf bedacht, stabil zu stehen und keine Fehler zu machen. Erst als Bayern und Dortmund im zweiten Durchgang mehr riskierten, wurde die Partie besser. Nachdem Toni Kroos (67. Minute) den Herbstmeister vor 71.000 Zuschauern in Führung geschossen hatte, gelang Mario Götze (74.) der verdiente Ausgleich.

Als auf den Rängen nach zwölf Minuten und zwölf Sekunden Schweigen endlich Stimmung aufkam, war der Schwung der Anfangsphase schon verpufft, denn gegen früh pressende Dortmunder fehlten den Bayern zunehmend die Mittel. Eine schwere Verletzung von Badstuber zwang Bayern-Trainer Jupp Heynckes zudem noch vor der Halbzeit zum Umbau seiner Abwehr. Der Innenverteidiger zog sich bei dem Versuch, Götze zu stoppen, einen Kreuzbandriss zu und musste aus dem Spiel (35.). Für ihn kam Jerome Boateng, der nach auskuriertem Muskelfaserriss sein Comeback gab.

Der Meister überzeugte in München durch große taktische Disziplin. Die Rückkehr von Mats Hummels, Mario Götze und Ilkay Gündogan bewirkte Stabilität in der Defensive, die es verstand, die Münchner vom eigenen Tor fernzuhalten. Wenig zu sehen war von Marco Reus, der seine Gegenspieler nicht ausspielen konnte. Seine beste Szene hatte der Nationalspieler kurz vor der Pause, als er Manuel Neuer prüfte (44.).

In Spitzenspielform präsentierte sich bei den Münchnern lange allein Franck Ribéry. Der Franzose war sehr präsent, fand aber zu selten Abnehmer für seine Bälle. Da sich weder Mario Mandzukic, der als Sturmspitze wieder den Vorzug vor Mario Gomez erhalten hatte, noch Dortmunds Robert Lewandowski entscheidend durchsetzen konnte, erlebten die Fans vor der Pause ein Spiel fast ohne Torchancen.

Nach Wiederbeginn gab der BVB die Zurückhaltung auf und witterte plötzlich seine Chance. Als der überragende Hummels einen Freistoß von Marcel Schmelzer aufs Tor verlängerte, verhinderte Neuers Glanztat den drohenden Rückstand für die Bayern (52.). Weil auch die Bayern nun das Risiko erhöhten, bekam das bis dahin verhaltene Spiel doch noch Farbe. Die Führung der Münchner durch Kroos, der aus siebzehn Metern flach in die Ecke traf, glich Götze sechs Minuten später aus. Den Punkt für Dortmund hielt in der Schlussphase BVB-Torwart Roman Weidenfeller gegen Kroos (86.) und Martinez (89.) fest.

Bayern München: Neuer - Lahm, Dante, Badstuber (37. Boateng), Alaba - Javi Martínez, Schweinsteiger - Müller, Kroos, Ribéry - Mandzukic (86. Gomez)

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic (81. Felipe Santana), Hummels, Schmelzer - Gündogan, Bender - Blaszczykowski (73. Perisic), Götze (90. Schieber), Reus - Lewandowski

Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)

Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Kroos (67.), 1:1 Götze (74.)

Gelbe Karten: - / -

Beste Spieler: Ribéry, Müller, Kroos / Hummels, Götze, Weidenfeller

Igor de Camargo schießt seine Mannschaft in Führung.

Igor de Camargo schießt seine Mannschaft in Führung.  |  © Daniel Roland/AFP/Getty Images

FC Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:0)

Auch mit Timo Hildebrand im Tor ist der FC Schalke 04 nicht in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Mannschaft rettete dank des späten Ausgleichstreffers von Julian Draxler (86.) gegen Borussia Mönchengladbach wenigstens noch ein Unentschieden, verlor im Kampf um die Champions-League-Plätze aber weiter an Boden. Igor de Camargo (62.) hatte die Borussen zunächst in Führung gebracht, doch der erste Erfolg seit mehr als 20 Jahren in Gelsenkirchen glitt dem Team von Lucien Favre doch noch aus den Händen.

Schalkes Trainer Huub Stevens hatte nichts unversucht gelassen und sich nach zuletzt sehr durchwachsenen Leistungen von Lars Unnerstall für einen Wechsel im Tor entschieden. Der ehemalige Nationaltorwart Hildebrand, der als Nummer 1 in die Saison gestartet war, kehrte ins Tor zurück und verlieh der Mannschaft zunächst auch etwas mehr Sicherheit. Der 33-Jährige hatte sich bereits nach dem ersten Spieltag verletzt. Seitdem hatte Stevens Unnerstall vertraut, der nach dreizehn Bundesligaspielen in Serie seinen Platz wieder räumen musste. Nach dem 1:3 in Hamburg standen zudem Lewis Holtby, Joel Matip und Julian Draxler wieder in der Startelf.

Nach nur vier Punkten aus den vergangenen fünf Spielen wollte Schalke unbedingt einen "Dreier" gegen die seit August 1992 in Gelsenkirchen sieglose Borussia. Und der Gastgeber zeigte sich zu Beginn auch stark, obwohl die Fans erneut zwölf Minuten und zwölf Sekunden lang aus Protest gegen das DFL-Sicherheitskonzept die Unterstützung verweigerten. Holtby hatte schon nach drei Minuten eine gute Chance, der Ball ging aber knapp am Tor vorbei. Dann musste Gladbachs Torwart Marc-Andre ter Stegen sich weit strecken, um den Distanzschuss von Klaas-Jan Huntelaar zur Ecke zu lenken (18.).

Gladbach suchte den Erfolg allein über Konter, blieb in der Offensive aber schwach. Wenn sich mal eine Chance bot, kam der letzte Pass nicht präzise genug. So blieben gefährliche Torszenen aus. Mehr als erfolglose Schussversuche von Draxler (21.) und Holtby (30.) brachte Schalke vor der Pause auch nicht zustande.

Nach dem Wechsel schnürte Schalke die Gäste zwar zunächst ein, fand aber kaum eine Lücke in der dicht gestaffelten Abwehr. Mitten in dieser Drangphase wurde Schalke dann kalt erwischt. Nach einem Fehler von Matip und einem Pass von Thorben Marx zog de Camargo davon und schob den Ball an dem zu spät reagierenden Hildebrand vorbei zur Führung (62.). Kurz darauf hätte Patrick Herrmann sogar auf 2:0 erhöhen können. In der Schlussphase rettete Draxler den nicht aufgebenden Schalkern wenigstens noch einen Punkt.

FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida, Höwedes, Matip, Fuchs - Jones, Neustädter - Farfán, Holtby (70. Pukki), Draxler - Huntelaar (71. Marica)

Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Rupp (89. Brouwers), Arango - de Camargo (80. Hanke), Herrmann (78. Mlapa)

Schiedsrichter: Brych (München)

Zuschauer: 61. 673 (ausverkauft)

Tore: 0:1 de Camargo (62.), 1:1 Draxler (86.)

Gelbe Karten: Draxler (4) / Dominguez (4), Herrmann (1), Nordtveit (3)

Beste Spieler: Farfán, Draxler / Stranzl, ter Stegen

Stefan Kiessling freut sich über sein Tor gegen Nürnberg.

Stefan Kiessling freut sich über sein Tor gegen Nürnberg.  |  © Friedemann Vogel/Bongarts/Getty Images

Bayer Leverkusen – 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0)

Bayer Leverkusen bleibt Bayern-Jäger Nummer eins. Mit einem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg hat der Werksclub den zweiten Tabellenrang verteidigt. Es war das zehnte Heimspiel hintereinander ohne Niederlage. Der frühere Nürnberger Stefan Kießling stand in der 37. Minute im Abseits, ihm gelang dabei aber das Tor des Tages.

Auch dieses Spiel wurde von Fan-Protesten gegen das geplante Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga begleitet. Erst zwölf Minuten und zwölf Sekunden nach dem Anpfiff kamen Hunderte von Anhängern ins Stadion – vorher hatten rund 400 Fans an einem Protestmarsch in Leverkusen teilgenommen.

Die Leverkusener knüpften mit ihrer Leistung zunächst nahtlos an das 4:1 bei Werder Bremen an. Mit den drei Exnürnbergern Kießling, Stefan Reinartz und Philipp Wollscheid machten die Gastgeber von Beginn an Druck und hatten Chancen im Minutentakt. Nach 17 Sekunden prüfte Hajime Hosogai erstmals Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer. Danach ging es Schlag auf Schlag: André Schürrle setzte sich im Strafraum durch und forderte einen Elfmeter, doch Schäfer bugsierte ihm in letzter Sekunde den Ball noch vom Fuß. Kapitän Simon Rolfes (6.) schoss aus achtzehn Metern und Kießling (8.) aus spitzem Winkel, beide forderten Schäfers Reaktionsvermögen.

Nürnbergs Cheftrainer Dieter Hecking musste in seinem 100. Bundesligaspiel lange warten, bis sich seine Elf aus der Umklammerung von Bayer lösen konnte. Dann aber spielte Nürnberg zwei gute Möglichkeiten heraus. In der 28. Minute schoss Timo Gebhardt (28.) nach Doppelpass mit Hiroshi Kiyotake aus Nahdistanz über das gegnerische Tor. Pech hatte zwei Minuten später auch Sebastian Polter, der nach einer Flanke von Javier Pinola nur an die Unterkante der Latte köpfte.

Richtig Grund zum Ärgern hatte Hecking beim 0:1 durch Kießling. Der stand beim Anspiel von Schürrle und dem Schuss aus vierzehn Metern ins linke Eck wie so oft im Abseits. Schiedsrichter Markus Schmidt zeigte dennoch auf den Anstoßpunkt. Für den Torjäger Kießling war es im achten Spiel gegen seinen ehemaligen Verein das achte Tor und insgesamt der neunte Saisontreffer.

Nürnberg wagte sich nach dem Wiederanpfiff mehr in die Offensive. Dennoch kamen die Gäste kaum zu Chancen gegen die gut postierte Bayer-Abwehr. Ein Volleyschuss von Mike Frantz (50.) sorgte noch für die größte Gefahr. Die Leverkusener verteidigten die Führung, hatten selbst aber nicht mehr viel zu bieten. Ein Kopfball von Manuel Friedrich (82.), den Schäfer parierte, und einen Pfostenschuss von Rolfes (85.) waren die besten Bayer-Szenen in der zweiten Hälfte.

Bayer Leverkusen : Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak (72. Friedrich), Hosogai - Bender, Reinartz, Rolfes - Castro (88. Renato Augusto), Schürrle (63. Hegeler) - Kießling

1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Balitsch (62. Mak), Simons - Kiyotake, Frantz (77. Esswein), Gebhart - Polter (62. Pekhart)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 29.325

Tor: 1:0 Kießling (37.)

Gelbe Karten: Hosogai (1), Rolfes (3) / Pekhart (3), Pinola (7)

Beste Spieler: Kießling, Rolfes / Gebhart, Schäfer

Adam Szalai rennt nach seinem Tor für Mainz übers Spielfeld.

Adam Szalai rennt nach seinem Tor für Mainz übers Spielfeld.  |  © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images


FSV Mainz 05 – Hannover 96 2:1 (1:1)

Der FSV Mainz 05 kann doch gegen Hannover 96 gewinnen. Nach vier sieglosen Partien gegen den Konkurrenten erlöste der Torjäger Adam Szalai die Rheinhessen mit einem Kopfballtreffer in der 90. Minute. Christian Schulz (28.) hatte die Führung der Mainzer durch Nicolai Müller (10.) kurzzeitig ausgeglichen. Die Mainzer bezahlten ihren Sieg teuer. Nach einem absichtlichen Handspiel außerhalb des Strafraums musste Torwart Christian Wetklo mit Rot vom Platz (49.) und wurde vom Debütanten Loris Karius ersetzt. Hannover konnte die zahlenmäßige Überlegenheit aber nicht nutzen.

Die Partie der Tabellennachbarn entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit. In das zwölf Minuten und zwölf Sekunden lange Schweigen der Fans platzte der Mainzer Jubel über die frühe Führung. Wie schon beim Derby-Sieg in Frankfurt war Shawn Parker Ausgangspunkt. Einen Schuss des 19-Jährigen konnte Ron-Robert Zieler nur gegen den Pfosten lenken. Den abprallenden Ball drückte Müller über die Linie.

Beide Teams hatten gegenüber der letzten Partie jeweils nur einen Spieler gewechselt. Torschütze Müller rutschte für den gesperrten Julian Baumgartlinger in die 05-Startelf, bei Hannover war Lars Stindl für Didier Ya Konan von Beginn an dabei. Die Niedersachsen steckten den Rückstand gut weg. Der Ball lief durch die eigenen Reihen. Doch erst Mame Diouf prüfte nach 27 Minuten Torwart Wetklo mit einem Kopfball.

Wenige Sekunden später lag der Ball im Mainzer Tor. Stindl hatte sich im Strafraum mit einem Schuss versucht. Dann war der Ball Schulz vor die Füße gefallen. Schließlich drückte der Linksfuß den Ball mit rechts überraschend über die Linie. Die neuerliche Mainzer Führung hatte Szalai auf dem Fuß. Freigespielt von Andreas Ivanschitz wollte der Ungar auch noch Zieler umkurven. Der Nationaltorhüter aber nahm ihm den Ball vom Fuß (30.). Kurz vor der Halbzeit köpfte Bo Svensson für die 05er knapp daneben (41.).

Einen weiten Schlag in die Mainzer Hälfte wollte Svensson nach der Pause per Kopf zu Wetklo leiten. Der war aus dem Tor und dem Strafraum geeilt. Reflexartig griff er nach dem Ball und Schiedsrichter Günter Perl (Pullach) blieb keine Wahl: Rot für Wetklo. Karius musste ins Tor. Er vertritt seit Wochen den erfahrenen Heinz Müller. Der 19-Jährige zeigte sich bei seiner Erstliga-Premiere gleich auf dem Posten und hielt den fälligen Freistoß von Christian Pander.

Emotionsgeladen ging es weiter. Ein Elfmeter wurde gefordert, als Ivanschitz im Zweikampf mit Steven Cherundolo zu Boden ging (58.). Hannover beruhigte das Spiel mit langen Ballpassagen. Trainer Mirko Slomka setzte in den letzten 20 Minuten auf mehr Offensive, brachte den Spielgestalter Szabolcs Huszti und den Stürmer Ya Konan. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit erspielten sich die Niedersachsen aber keine großen Chancen. Die Mainzer kämpften verbissen und wurden mit dem Siegtreffer von Szalai belohnt. Der Ungar köpfte eine Flanke von Eugen Polanski unhaltbar ein.

FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Nicolai Müller (90.+2 Bell), Polanski, Soto, Ivanschitz (83. Risse) - Szalai, Parker (52. Karius)

Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Pander - da Silva Pinto, Schulz - Stindl, Schlaudraff (73. Ya Konan), Rausch (69. Huszti) - Diouf (88. Sobiech)

Schiedsrichter: Perl (Pullach)

Zuschauer: 28.277

Tore: 1:0 Nicolai Müller (10.), 1:1 Schulz (28.), 2:1 Szalai (89.)

Gelbe Karten: Noveski (4), Szalai (4) / Haggui (5), Schulz (2), da Silva Pinto (3)

Rote Karten: Wetklo (49./Handspiel) /

Beste Spieler: Ivanschitz, Nicolai Müller / Schulz, da Silva Pinto

Die Spieler Aristide Bance und Pavel Krmas kämpfen um den Ball.

Die Spieler Aristide Bance und Pavel Krmas kämpfen um den Ball.  |  © Johannes Simon/Bongarts/Getty Images


FC Augsburg – SC Freiburg 1:1 (1:1)

Schlusslicht FC Augsburg gewinnt einfach nichts. Das Team von Trainer Markus Weinzierl kam beim Heimauftritt gegen den SC Freiburg nicht über eine Punkteteilung hinaus und blieb damit auch im achten Spiel hintereinander ohne Sieg. Tobias Werner hatte Augsburg früh (9. Minute) in Führung gebracht. Jonathan Schmid sicherte Freiburg (29.) in der schwachen Partie einen verdienten Punkt. Durch das Heimremis konnte Augsburg immerhin das Tabellenende verlassen.

"Wundertrainer sitzen nicht auf Bäumen, die man runterpflücken kann", hatte Augsburgs Manager Jürgen Rollmann nach der jüngsten Niederlage in Stuttgart gesagt. Vertrauen in den eigenen Coach klingt anders, doch die Augsburger Mannschaft störte das zunächst nicht. Jeder Zweikampf wurde verbissen geführt.

Das aggressive Spiel der Gastgeber zeigte anfangs Wirkung. Freiburg, das vor drei Tagen daheim gegen den FC Bayern München verloren hatte, stand alles andere als sicher. Augsburgs Jan-Ingwer Callsen-Bracker spielte nach einem gewonnenen Zweikampf einen strammen Pass auf Werner. Der nach seiner Verletzungspause zurückgekehrte Offensivspieler stand allein vor Torwart Oliver Baumann. Er ließ sich die Chance nicht nehmen und schob zur Führung ein.

Trainer Weinzierl durfte an der Außenseite jubeln, doch wenig später gab es für den Coach eine Schrecksekunde. Nach einem Schuss von Jan Rosenthal ging der Ball ins Augsburger Tor. Doch der Treffer wurde nicht anerkannt (16.), Abseits.

Doch nun war Freiburg auf den Geschmack gekommen und hielt stärker dagegen. Nach einem für die Abwehr der Hausherren zu schnell vorgetragenen Angriff parierte Augsburgs Torwart Mohamed Amsif zunächst stark den Schuss von Rosenthal. Gegen den Nachschuss von Schmid war er dann aber machtlos.

Viel mehr geschah – abgesehen von einigen harten Aktionen auf beiden Seiten – in der ersten Halbzeit nicht. Kaum etwas lief in der zerfahrenen Partie zusammen, Torchancen blieben Mangelware.

Nach einer guten Stunde wurde Augsburg dann wieder stärker. Erst vergab Werner. Nach Vorarbeit des eingewechselten Aristide Bancé köpfte er knapp am Tor vorbei (64.). Zwei Minuten später scheiterte der freistehende Sascha Mölders. Auf der anderen Seite sorgte der eingewechselte Anton Putsila kurz für Gefahr. Doch am Ende blieb es in einer schwachen Partie beim Remis.

FC Augsburg: Amsif - Vogt, Sankoh, Klavan, Ostrzolek (52. de Jong) - Callsen-Bracker (78. Hain), Baier - Petrzela (62. Bancé), Koo, Werner - Mölders SC

Freiburg: Baumann - Mujdza, Flum, Krmas, Sorg - Guédé, Schuster - Schmid, Freis (24. Santini) - Rosenthal (49. Putsila), Kruse (90.+2 Hedenstad)

Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 27.144

Tore: 1:0 Werner (9.), 1:1 Schmid (29.)

Gelbe Karten: Callsen-Bracker (1), Klavan (2), Koo (2) / Guédé (3), Mujdza (6), Santini (1), Schuster (5)

Beste Spieler : Callsen-Bracker, Werner / Schuster

Stuttgarts Spieler Shinji Okazaki feiert sein erstes Tor gegen Greuther Fürth.

Stuttgarts Spieler Shinji Okazaki feiert sein erstes Tor gegen Greuther Fürth.  |  © Bongarts/Getty Images

 
SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart 0:1 (0:1)

Auch im achten Versuch hat es Greuther Fürth im eigenen Stadion nicht geschafft zu siegen. Nach der Niederlage gegen Stuttgart stehen die fränkischen Bundesliga-Newcomer weiter ohne Heimsieg da. Die Schwaben hingegen verbesserten sich in Richtung der Europapokal-Plätze.

Dem VfB reichte dafür eine durchschnittliche Vorstellung. Shinji Okazaki (45. Spielminute) köpfte Stuttgart zu drei Auswärtspunkten gegen die Fürther, die aus ihren vielen Torchancen mal wieder kein Kapital schlugen und zurück auf den letzten Tabellenplatz rutschten. Für die Elf von Trainer Bruno Labbadia war es kurz vor der Europa-League-Partie gegen Molde FK ein willkommenes Erfolgserlebnis. Am Donnerstag geht es dann um den Einzug in die K.o.-Runde. In der Liga wird Serdar Tasci dem VfB nach seiner Roten Karte (53.) vorerst fehlen.

Im Mittelpunkt des ersten Durchgangs stand vor allem Vedad Ibisević: Gleich zweimal fiel der VfB-Stoßstürmer im 16-Meter-Raum und forderte Foulelfmeter. Bei der ersten Szene drehte sich der Bosnier geschickt um Verteidiger Thomas Kleine und sank zu Boden. Doch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer ließ weiterspielen. Besser lief es für Ibisević dann unmittelbar vor der Pause, als er nach einem Zweikampf mit Mergim Mavraj fiel und der Schiedsrichter ihm diesmal recht gab. Der 28-jährige Stürmer trat selbst an, scheiterte zwar am erstmals aufgebotenen Wolfgang Hesl im Fürther Tor, doch den Abpraller verwertete der heranstürmende Okazaki per Kopf.

Im sechsten Pflichtspiel der Stuttgarter in Fürth war es das erste VfB-Auswärtstor seit 1960, damals waren die Teams noch in der Oberliga Süd aufeinandergetroffen. In den 52 Jahren danach hatten sich die Fürther von den Schwaben zu Hause nie bezwingen lassen – bis jetzt. Dass es soweit kam, hatte sich der Bundesliga-Abstiegskandidat Nummer eins allerdings wie so oft in dieser Saison selbst zuzuschreiben: Die Chancen wurden einfach nicht genutzt.

Die erste gute Szene vergab Edgar Prib schon leichtfertig im Ansatz (6.). Spätestens beim zweiten Versuch hätte der Mittelfeldprofi eine saubere Hereingabe von Christopher Nöthe (34.) verwandeln müssen. Kurz nach der Pause verspielten die Franken innerhalb von drei Sekunden drei Riesenchancen. Zoltan Stieber und zweimal Nöthe brachten es nacheinander aus kürzester Distanz nicht fertig, den Ball ins Tor zu schießen.

Der VfB tat kaum mehr als unbedingt nötig – das änderte sich auch nicht, als Tasci nach einem Foul an Milorad Pekovic Rot sah und frühzeitig in Halbzeit zwei vom Feld musste. Den Gastgebern blieb dagegen das Pech treu: Prib traf mit einem Freistoß die Querlatte, und Kleine verpasste im Nachschuss den fälligen Ausgleich (79.).

SpVgg Greuther Fürth: Hesl - Nehrig (80. Petsos), Kleine, Mavraj, Schmidtgal (71. Zillner) - Prib, Fürstner, Pekovic (56. Klaus), Stieber - Asamoah, Nöthe

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Gentner, Kuzmanović - Okazaki, Hajnal (46. Harnik), Traoré (56. Maza) - Ibisević (90.+2 Rüdiger)

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

Zuschauer: 17.443

Tor: 0:1 Okazaki (45./Foulelfmeter/Nachschuss)

Gelbe Karten: Kleine (4), Nöthe (1), Pekovic (3), Schmidtgal (5), Zillner (1) / Ibisević (3), Kuzmanović (3), Traoré (2), Ulreich (1) Rote Karten: - / Tasci (53./grobes Foulspiel)

Beste Spieler: Nöthe / Ibisević, Okazaki

Fortuna Düsseldorf – Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0)

Fortuna Düsseldorf hat mit dem höchsten Saisonsieg gegen den schwächelnden Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Die Rheinländer verbesserten sich zum Auftakt des 15. Spieltags zumindest vorläufig auf den 13. Tabellenplatz. Stefan Reisinger (38. Minute) mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel nacheinander, Oliver Fink (42.), Nando Rafael (58.) und Axel Bellinghausen (85.) schossen die weiteren Treffer. Die Frankfurter bleiben trotz der dritten Begegnung in Serie ohne Sieg Fünfter in der Tabelle.

Die Hessen verloren vor 51.345 Zuschauern in der Esprit-Arena in der 34. Minute zudem Karim Matmour mit Gelb-Rot. "Wenn bei uns welche fehlen, haben wir es immer schwer. Wir müssen immer 100 Prozent geben, das haben wir heute nicht geschafft", sagte Alexander Meier. "Vier Torschüsse und vier Tore, das ist extrem bitter für mich. Wir fressen Tore, das ist Wahnsinn", sagte Eintracht-Torwart Kevin Trapp. "Heute hat vieles von der ersten Minute an gepasst", sagte hingegen der Düsseldorfer Stefan Reisinger.

Wegen der hektischen Zweitliga-Auseinandersetzung beim 1:1 im Februar an gleicher Stelle hatte die Eintracht am Freitag außer 5.200 mitreisenden Fans auch noch fünfzig eigene Ordner nach Düsseldorf geschickt. Die Begegnung war als Risikospiel eingestuft – zu Recht: Bei Ausschreitungen in der Düsseldorfer Altstadt wurde die Polizei von Frankfurter Anhängern attackiert. Über sechzig Personen wurden in Gewahrsam genommen. Wegen Verzögerungen bei der Anfahrt pfiff Schiedsrichter Michael Weiner mit zehn Minuten Verspätung an. Aus Protest gegen das geplante Sicherheitskonzept schwiegen die Fans anfangs erneut zwölf Minuten und zwölf Sekunden.

Der Eintracht fehlte mit den Innenverteidigern Bamba Anderson (Bauchmuskel-Operation) und Carlos Zambrano sowie Kapitän Pirmin Schwegler (beide gesperrt) die Defensivachse. Rückkehrer Vadim Demidov und der siebzehnjährige Marc-Oliver Kempf bildeten die Abwehrzentrale. Im Angriff verdrängte der zuletzt gesperrte Matmour den formschwachen Olivier Occean – aber nur eine gute halbe Stunde: Dann musste Matmour wegen wiederholten Foulspiels vom Platz.

Schon vier Minuten danach spürte die Eintracht die Auswirkungen, als Reisinger nach einem Solo das 1:0 erzielte. Finks Linksschuss aus gut zwanzig Metern war so etwas wie eine Vorentscheidung, zumal sich die Elf von Norbert Meier in einem kleinen Höhenflug befindet: Mit dem 2:0 gegen den HSV, dem Remis beim BVB und dem Erfolg gegen die Eintracht holte die Fortuna in der Englischen Woche sieben Punkte. Nach Rafaels 3:0 war alles gelaufen, obwohl Stefan Aigner (54.) kurz vor dem dritten Gegentreffer bei einem Kopfball fast auf 1:2 verkürzt hätte.

Meier hatte ein glückliches Händchen mit Fink, der als Vertreter des gesperrten Ivan Paurevic zurückkehrte. Auch Rafael war nur im Spiel, weil Robbie Kruse kurzfristig wegen muskulären Problemen ausfiel. Schon in der 9. Minute musste Kempf gegen Rafael in höchster Not klären. Mit dem 3:0 belohnte Rafael Meiers Vertrauen.

Fortuna Düsseldorf: Giefer - Balogun (74. Cha ), Bodzek, Juanan, van den Bergh - Fink, Lambertz - Reisinger (83. Garbuschewski), Ilsø, Bellinghausen - Rafael (71. Schahin)

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Demidov, Kempf, Oczipka - Lanig (46. Celozzi), Rode (83. Köhler) - Aigner, Meier, Inui (72. Kouemaha) - Matmour

Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)

Zuschauer: 51.345

Tore: 1:0 Reisinger (38.), 2:0 Fink (42.), 3:0 Rafael (58.), 4:0 Bellinghausen (85.)

Gelbe Karten: Balogun (1), Fink (1) / Celozzi (1), Meier (3)

Gelb-Rote Karten: - / Matmour (34./wiederholtes Foulspiel)

Beste Spieler: Lambertz, Bellinghausen / -

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Leserkommentare
    • vonDü
    • 01. Dezember 2012 5:48 Uhr

    scheint in der Tabelle zur Zeit alles möglich zu sein.

    Das macht die Liga weiter spannend, auch wenn Platz 1, und zwei Abstiegsplätze schon wie vergeben aussehen.

    Eine Leserempfehlung
  1. Das "Spitzenspiel" wurde in 203 Länder übertragen. In der UN gibt es 193 Staaten. Sind da NRW und Bayern mitgezählt?

    2 Leserempfehlungen
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    • timonb
    • 02. Dezember 2012 1:00 Uhr

    In der Fifa gibt es (soweit ich weiß) 209 Mitgliedsstaaten....

    • Hickey
    • 02. Dezember 2012 11:16 Uhr

    Es gibt auch welche die sich weigern :)

    Zitat:
    "Keine Mitglieder sind unter anderem die Vatikanstadt (deren völkerrechtliche Vertretung, der Heilige Stuhl, jedoch Beobachterstatus hat) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten Palästina (seit 29. November 2012 ebenfalls mit Beobachterstatus), (West-)Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara), die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ), die Republik Kosovo, die kaukasischen Republiken Abchasien und Südossetien, die Cookinseln und die Republik China (Taiwan)"

    Quelle: http://de.wikipedia.org/w...

    • Legatus
    • 01. Dezember 2012 22:15 Uhr

    Bayern hat einfach das Problem, dass nicht immer alle 11 Spieler gegen den BVB auf der Höhe sind. Kroos hatte sein Tor und den Schuss kurz Schluss und hat sonst gar nichts gemacht.
    Provokant herumgetrabt, null Einsatz. Und das Gegentor hat er mit seiner Passivität verschuldet. Bei der Ausführung des Eckballs standen er und Götze noch nebeneinander, dann bleibt er einfach stehen. Nichtmal mit der Szene konfrontiert hat er das gesehen.
    Selbst mich als Hamburger ärgert sowas. Schweinsteiger hat ebenfalls äußerst schwach gespielt und fällt schon seit einigen Spielen immer mehr ab im Mittelfeld ab.
    Wenn dann Weidenfeller diese Bälle herausfischt gewinnt man eben nicht.
    Martinez hingegen wird immer besser und hat ein hervorragendes Spiel gezeigt. Schade, dass er nicht bei den "besten Spielern" auftaucht.
    Naja, mit dem Punkt kann Bayern auch ganz gut leben.

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    hat hervorragend gespielt. ich sehe das genauso wie Sie. und ich glaube, da ist sogar noch Luft nach oben. und mit ein bißchen Glück verhindert er auch das Gegentor.
    der Ball ist haarscharf unter ihm durchgehuscht...

  2. konnte auch Dortmund Bayern nicht besiegen. Das wäre beim momentanen Tabellenstand wohl die angemessenere Formulierung der Sachlage.

    9 Leserempfehlungen
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    aus dem Tabellenstand könnte man, wenn man wollte, schliessen, dass BMünchen gerade die bessere Mannschaft ist, also sie nominal leichter BDortmund besiegen könnte.

    Wenn man den Tabellenstand heranziehen kann für so einen Schluß, dann seh' ich keine andere plausible Schlussfolgerung.
    Mein Fehler?

    • E.Wald
    • 02. Dezember 2012 3:33 Uhr

    Nicht nur die Überschrift... Wenn man diesen Bericht so liest, hat man den Eindruck, als hätte Dortmund viel besser als Bayern gespielt:
    Der "Meister überzeugt durch taktische Disziplin", während Bayern, bei dem angeblich kein Spieler "Spitzenspielform" war, ja einfach nur so gespielt hat, klar. Die Überlegenheit der Bayern in den ersten 20 Minuten schmilzt auf die 12 Minuten Stimmungsstreik und die Steigerung der Dortmunder, mit der das Spiel die restliche erste Hälfte ausgeglichen gestaltet werden konnte, klingt, als hätte Dortmund das Spiel dominiert, usw.
    Tatsächlich ist das Unentschieden für Dortmund schmeichelhafter als für Bayern, die aber aufgrund des großen Punktepolsters besser damit leben können. Ich hätte von Dortmund mehr offensive Aktion erwartet.

  3. aus dem Tabellenstand könnte man, wenn man wollte, schliessen, dass BMünchen gerade die bessere Mannschaft ist, also sie nominal leichter BDortmund besiegen könnte.

    Wenn man den Tabellenstand heranziehen kann für so einen Schluß, dann seh' ich keine andere plausible Schlussfolgerung.
    Mein Fehler?

    Antwort auf "Freilich ... "
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    ... weil der Tabellenstand eben Dortmund in Zugzwang bringt und nicht Bayern, die, was ihr Punktekonto angeht, mit dem Unentschieden weit eher leben können als Kloppo und Konsorten.

    können wir uns darauf einigen?

    Literaturhinweis, hat mir heute wieder sehr geholfen:
    Hubert Schleichert - Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. (beck'sche reihe)

    • timonb
    • 02. Dezember 2012 1:00 Uhr

    In der Fifa gibt es (soweit ich weiß) 209 Mitgliedsstaaten....

    Antwort auf "Übertragung weltweit"
  4. .... um noch eine Meisterschaftschance zu haben. Und hat nicht gewonnen. Von einem Sieg waren sie weit entfernt. Das Unentschieden entspricht dem Spielverlauf, gegen Ende hätte der FC Bayern das Spiel entscheiden können/müssen. Insgesamt ein eher enttäuschendes Spiel, da sich beide Teams gegenseitig neutralisierten. Die Dortmunder Aufholjagd auf den 11-Punkte-Rückstand endete damit, bevor sie angefangen hatte.

    3 Leserempfehlungen
  5. hat hervorragend gespielt. ich sehe das genauso wie Sie. und ich glaube, da ist sogar noch Luft nach oben. und mit ein bißchen Glück verhindert er auch das Gegentor.
    der Ball ist haarscharf unter ihm durchgehuscht...

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Problem"

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