Fußball-Bundesliga : Für Babbel wird es jetzt eng
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1899 Hoffenheim – Werder Bremen

1899 Hoffenheim  Werder Bremen 1:4 (0:2)

Trainer Markus Babbel droht nach der vierten Niederlage hintereinander die Entlassung bei der TSG 1899 Hoffenheim . Der Tabellen-16. hat auch gegen Werder Bremen verloren und zumindest in der ersten Halbzeit wie ein Absteiger gespielt.

"Zweite Liga, Wiese ist dabei", skandierten die Bremer Fans mit Blick auf den verletzt fehlenden Heimtorwart und ehemaligen Werder-Keeper Tim Wiese hämisch. Zwar stemmte sich Hoffenheim nach der Pause wie schon in den vergangenen Spielen gegen die Niederlage, blieb aber über weite Phasen ohne spielerische Einfälle.

Für die aufregendste Aktion der Anfangsphase sorgten die Hoffenheimer Anhänger . Nach dem Stimmungsboykott von zwölf Minuten und zwölf Sekunden, mit dem Fans bundesligaweit gegen das geplante Sicherheitskonzept protestieren, warfen die Zuschauer in der Heimkurve Konfetti und Luftschlangen Richtung Spielfeld. Gleich vier Ordner mussten das Tor von Koen Casteels, der erneut Wiese ersetzte, säubern.

Auch im Anschluss an die dreiminütige Unterbrechung stand der Belgier im Blickpunkt. Nach einer Freistoßflanke von Kevin de Bruyne sprang Sebastian Prödl höher als Joselu, Casteels streckte sich vergeblich nach der Kopfball-Bogenlampe und das erste Tor war gefallen (21. Minute). Beim Treffer von Marko Arnautovic (29.) nach einer Standardsituation zeigte sich wieder einmal die eklatante Schwäche in Ordnung und Zuteilung der Hoffenheimer Defensive.

Aus dem Spiel heraus bekamen die 1899-Verteidiger die Gäste ebenfalls nie in den Griff. Nach einem Fehler von Daniel Williams und dem Doppelpass von Arnautovic mit de Bruyne joggte Fabian Johnson teilnahmslos hinter dem Österreicher her, der aus zentraler Position keine Mühe hatte.

Schon nach 37 Minuten reagierte Babbel , brachte für die gelbverwarnten Stephan Schröck und Sven Schipplock die Ersatzleute Vicenzo Grifo sowie Roberto Firmino und offenbarte seine personelle Hilflosigkeit: Erstmals in dieser Saison hatte er Stammkraft Firmino zu Beginn auf die Bank beordert. De Bruyne (45.) und Nils Petersen (45.+1) vergaben hochkarätige Chancen, sodass Hoffenheim mit dem dritten 0:2-Rückstand nacheinander zur Pause noch gut bedient war.

Doch schon zu Beginn der zweiten Halbzeit bewies das Heimteam, dass Bremen keinesfalls eine gefestigte Topmannschaft ist. Hoffenheim übernahm die Kontrolle, im Anschluss an eine feine Kombination überwand Sejad Salihovic mit einem Schlenzer Sebastian Mielitz aus kurzer Distanz (50.). Nur sieben Minuten später rettete der Werder-Keeper gegen Joselu, der zwei weitere Hochkaräter per Seitfallzieher (62.) und im Eins gegen Eins mit Mielitz (64.) vergab.

Mit einem direkt verwandelten Freistoß und einer starken Einzelleistung sorgte Arnautovic in der 73. und 79. Minute dafür, dass Babbel bei nur sieben Siegen aus bislang 29 Bundesligaspielen in Hoffenheim ein sehr unruhiger Beginn der Vor-Weihnachtszeit bevorsteht.

1899 Hoffenheim: Casteels - Beck, Williams, Compper, Johnson - Schröck (37. Roberto Firmino), Streker, Salihovic, Volland - Schipplock (37. Grifo), Joselu (74. Derdiyok)

Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Fritz (85. Lukimya) - Ignjovski, de Bruyne - Arnautovic (84. Füllkrug), Petersen, Elia (71. Akpala)

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)

Zuschauer: 23.500

Tore: 0:1 Prödl (21.), 0:2 Arnautovic (29.), 1:2 Salihovic (50.), 1:3 Arnautovic (73.), 1:4 Arnautovic (79.)

Gelbe Karten: Salihovic (1), Schipplock (1), Schröck (1) / Prödl (1)

Beste Spieler: Salihovic, Beck / de Bruyne, Arnautovic

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Kommentare

22 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Nicht alle Länder sind in der UN

Es gibt auch welche die sich weigern :)

Zitat:
"Keine Mitglieder sind unter anderem die Vatikanstadt (deren völkerrechtliche Vertretung, der Heilige Stuhl, jedoch Beobachterstatus hat) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten Palästina (seit 29. November 2012 ebenfalls mit Beobachterstatus), (West-)Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara), die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ), die Republik Kosovo, die kaukasischen Republiken Abchasien und Südossetien, die Cookinseln und die Republik China (Taiwan)"

Quelle: http://de.wikipedia.org/w...

Problem

Bayern hat einfach das Problem, dass nicht immer alle 11 Spieler gegen den BVB auf der Höhe sind. Kroos hatte sein Tor und den Schuss kurz Schluss und hat sonst gar nichts gemacht.
Provokant herumgetrabt, null Einsatz. Und das Gegentor hat er mit seiner Passivität verschuldet. Bei der Ausführung des Eckballs standen er und Götze noch nebeneinander, dann bleibt er einfach stehen. Nichtmal mit der Szene konfrontiert hat er das gesehen.
Selbst mich als Hamburger ärgert sowas. Schweinsteiger hat ebenfalls äußerst schwach gespielt und fällt schon seit einigen Spielen immer mehr ab im Mittelfeld ab.
Wenn dann Weidenfeller diese Bälle herausfischt gewinnt man eben nicht.
Martinez hingegen wird immer besser und hat ein hervorragendes Spiel gezeigt. Schade, dass er nicht bei den "besten Spielern" auftaucht.
Naja, mit dem Punkt kann Bayern auch ganz gut leben.

Da hat jemand ein anderes Spiel gesehen...

Nicht nur die Überschrift... Wenn man diesen Bericht so liest, hat man den Eindruck, als hätte Dortmund viel besser als Bayern gespielt:
Der "Meister überzeugt durch taktische Disziplin", während Bayern, bei dem angeblich kein Spieler "Spitzenspielform" war, ja einfach nur so gespielt hat, klar. Die Überlegenheit der Bayern in den ersten 20 Minuten schmilzt auf die 12 Minuten Stimmungsstreik und die Steigerung der Dortmunder, mit der das Spiel die restliche erste Hälfte ausgeglichen gestaltet werden konnte, klingt, als hätte Dortmund das Spiel dominiert, usw.
Tatsächlich ist das Unentschieden für Dortmund schmeichelhafter als für Bayern, die aber aufgrund des großen Punktepolsters besser damit leben können. Ich hätte von Dortmund mehr offensive Aktion erwartet.