Fußball-BundesligaFür Babbel wird es jetzt eng
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FSV Mainz 05 – Hannover 96

Adam Szalai rennt nach seinem Tor für Mainz übers Spielfeld.

Adam Szalai rennt nach seinem Tor für Mainz übers Spielfeld.  |  © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images


FSV Mainz 05 – Hannover 96 2:1 (1:1)

Der FSV Mainz 05 kann doch gegen Hannover 96 gewinnen. Nach vier sieglosen Partien gegen den Konkurrenten erlöste der Torjäger Adam Szalai die Rheinhessen mit einem Kopfballtreffer in der 90. Minute. Christian Schulz (28.) hatte die Führung der Mainzer durch Nicolai Müller (10.) kurzzeitig ausgeglichen. Die Mainzer bezahlten ihren Sieg teuer. Nach einem absichtlichen Handspiel außerhalb des Strafraums musste Torwart Christian Wetklo mit Rot vom Platz (49.) und wurde vom Debütanten Loris Karius ersetzt. Hannover konnte die zahlenmäßige Überlegenheit aber nicht nutzen.

Die Partie der Tabellennachbarn entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit. In das zwölf Minuten und zwölf Sekunden lange Schweigen der Fans platzte der Mainzer Jubel über die frühe Führung. Wie schon beim Derby-Sieg in Frankfurt war Shawn Parker Ausgangspunkt. Einen Schuss des 19-Jährigen konnte Ron-Robert Zieler nur gegen den Pfosten lenken. Den abprallenden Ball drückte Müller über die Linie.

Beide Teams hatten gegenüber der letzten Partie jeweils nur einen Spieler gewechselt. Torschütze Müller rutschte für den gesperrten Julian Baumgartlinger in die 05-Startelf, bei Hannover war Lars Stindl für Didier Ya Konan von Beginn an dabei. Die Niedersachsen steckten den Rückstand gut weg. Der Ball lief durch die eigenen Reihen. Doch erst Mame Diouf prüfte nach 27 Minuten Torwart Wetklo mit einem Kopfball.

Wenige Sekunden später lag der Ball im Mainzer Tor. Stindl hatte sich im Strafraum mit einem Schuss versucht. Dann war der Ball Schulz vor die Füße gefallen. Schließlich drückte der Linksfuß den Ball mit rechts überraschend über die Linie. Die neuerliche Mainzer Führung hatte Szalai auf dem Fuß. Freigespielt von Andreas Ivanschitz wollte der Ungar auch noch Zieler umkurven. Der Nationaltorhüter aber nahm ihm den Ball vom Fuß (30.). Kurz vor der Halbzeit köpfte Bo Svensson für die 05er knapp daneben (41.).

Einen weiten Schlag in die Mainzer Hälfte wollte Svensson nach der Pause per Kopf zu Wetklo leiten. Der war aus dem Tor und dem Strafraum geeilt. Reflexartig griff er nach dem Ball und Schiedsrichter Günter Perl (Pullach) blieb keine Wahl: Rot für Wetklo. Karius musste ins Tor. Er vertritt seit Wochen den erfahrenen Heinz Müller. Der 19-Jährige zeigte sich bei seiner Erstliga-Premiere gleich auf dem Posten und hielt den fälligen Freistoß von Christian Pander.

Emotionsgeladen ging es weiter. Ein Elfmeter wurde gefordert, als Ivanschitz im Zweikampf mit Steven Cherundolo zu Boden ging (58.). Hannover beruhigte das Spiel mit langen Ballpassagen. Trainer Mirko Slomka setzte in den letzten 20 Minuten auf mehr Offensive, brachte den Spielgestalter Szabolcs Huszti und den Stürmer Ya Konan. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit erspielten sich die Niedersachsen aber keine großen Chancen. Die Mainzer kämpften verbissen und wurden mit dem Siegtreffer von Szalai belohnt. Der Ungar köpfte eine Flanke von Eugen Polanski unhaltbar ein.

FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Nicolai Müller (90.+2 Bell), Polanski, Soto, Ivanschitz (83. Risse) - Szalai, Parker (52. Karius)

Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Pander - da Silva Pinto, Schulz - Stindl, Schlaudraff (73. Ya Konan), Rausch (69. Huszti) - Diouf (88. Sobiech)

Schiedsrichter: Perl (Pullach)

Zuschauer: 28.277

Tore: 1:0 Nicolai Müller (10.), 1:1 Schulz (28.), 2:1 Szalai (89.)

Gelbe Karten: Noveski (4), Szalai (4) / Haggui (5), Schulz (2), da Silva Pinto (3)

Rote Karten: Wetklo (49./Handspiel) /

Beste Spieler: Ivanschitz, Nicolai Müller / Schulz, da Silva Pinto

Leserkommentare
    • vonDü
    • 01. Dezember 2012 5:48 Uhr

    scheint in der Tabelle zur Zeit alles möglich zu sein.

    Das macht die Liga weiter spannend, auch wenn Platz 1, und zwei Abstiegsplätze schon wie vergeben aussehen.

    Eine Leserempfehlung
  1. Das "Spitzenspiel" wurde in 203 Länder übertragen. In der UN gibt es 193 Staaten. Sind da NRW und Bayern mitgezählt?

    2 Leserempfehlungen
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    • timonb
    • 02. Dezember 2012 1:00 Uhr

    In der Fifa gibt es (soweit ich weiß) 209 Mitgliedsstaaten....

    • Hickey
    • 02. Dezember 2012 11:16 Uhr

    Es gibt auch welche die sich weigern :)

    Zitat:
    "Keine Mitglieder sind unter anderem die Vatikanstadt (deren völkerrechtliche Vertretung, der Heilige Stuhl, jedoch Beobachterstatus hat) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten Palästina (seit 29. November 2012 ebenfalls mit Beobachterstatus), (West-)Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara), die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ), die Republik Kosovo, die kaukasischen Republiken Abchasien und Südossetien, die Cookinseln und die Republik China (Taiwan)"

    Quelle: http://de.wikipedia.org/w...

    • Legatus
    • 01. Dezember 2012 22:15 Uhr

    Bayern hat einfach das Problem, dass nicht immer alle 11 Spieler gegen den BVB auf der Höhe sind. Kroos hatte sein Tor und den Schuss kurz Schluss und hat sonst gar nichts gemacht.
    Provokant herumgetrabt, null Einsatz. Und das Gegentor hat er mit seiner Passivität verschuldet. Bei der Ausführung des Eckballs standen er und Götze noch nebeneinander, dann bleibt er einfach stehen. Nichtmal mit der Szene konfrontiert hat er das gesehen.
    Selbst mich als Hamburger ärgert sowas. Schweinsteiger hat ebenfalls äußerst schwach gespielt und fällt schon seit einigen Spielen immer mehr ab im Mittelfeld ab.
    Wenn dann Weidenfeller diese Bälle herausfischt gewinnt man eben nicht.
    Martinez hingegen wird immer besser und hat ein hervorragendes Spiel gezeigt. Schade, dass er nicht bei den "besten Spielern" auftaucht.
    Naja, mit dem Punkt kann Bayern auch ganz gut leben.

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    hat hervorragend gespielt. ich sehe das genauso wie Sie. und ich glaube, da ist sogar noch Luft nach oben. und mit ein bißchen Glück verhindert er auch das Gegentor.
    der Ball ist haarscharf unter ihm durchgehuscht...

  2. konnte auch Dortmund Bayern nicht besiegen. Das wäre beim momentanen Tabellenstand wohl die angemessenere Formulierung der Sachlage.

    9 Leserempfehlungen
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    aus dem Tabellenstand könnte man, wenn man wollte, schliessen, dass BMünchen gerade die bessere Mannschaft ist, also sie nominal leichter BDortmund besiegen könnte.

    Wenn man den Tabellenstand heranziehen kann für so einen Schluß, dann seh' ich keine andere plausible Schlussfolgerung.
    Mein Fehler?

    • E.Wald
    • 02. Dezember 2012 3:33 Uhr

    Nicht nur die Überschrift... Wenn man diesen Bericht so liest, hat man den Eindruck, als hätte Dortmund viel besser als Bayern gespielt:
    Der "Meister überzeugt durch taktische Disziplin", während Bayern, bei dem angeblich kein Spieler "Spitzenspielform" war, ja einfach nur so gespielt hat, klar. Die Überlegenheit der Bayern in den ersten 20 Minuten schmilzt auf die 12 Minuten Stimmungsstreik und die Steigerung der Dortmunder, mit der das Spiel die restliche erste Hälfte ausgeglichen gestaltet werden konnte, klingt, als hätte Dortmund das Spiel dominiert, usw.
    Tatsächlich ist das Unentschieden für Dortmund schmeichelhafter als für Bayern, die aber aufgrund des großen Punktepolsters besser damit leben können. Ich hätte von Dortmund mehr offensive Aktion erwartet.

  3. aus dem Tabellenstand könnte man, wenn man wollte, schliessen, dass BMünchen gerade die bessere Mannschaft ist, also sie nominal leichter BDortmund besiegen könnte.

    Wenn man den Tabellenstand heranziehen kann für so einen Schluß, dann seh' ich keine andere plausible Schlussfolgerung.
    Mein Fehler?

    Antwort auf "Freilich ... "
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    ... weil der Tabellenstand eben Dortmund in Zugzwang bringt und nicht Bayern, die, was ihr Punktekonto angeht, mit dem Unentschieden weit eher leben können als Kloppo und Konsorten.

    können wir uns darauf einigen?

    Literaturhinweis, hat mir heute wieder sehr geholfen:
    Hubert Schleichert - Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. (beck'sche reihe)

    • timonb
    • 02. Dezember 2012 1:00 Uhr

    In der Fifa gibt es (soweit ich weiß) 209 Mitgliedsstaaten....

    Antwort auf "Übertragung weltweit"
  4. .... um noch eine Meisterschaftschance zu haben. Und hat nicht gewonnen. Von einem Sieg waren sie weit entfernt. Das Unentschieden entspricht dem Spielverlauf, gegen Ende hätte der FC Bayern das Spiel entscheiden können/müssen. Insgesamt ein eher enttäuschendes Spiel, da sich beide Teams gegenseitig neutralisierten. Die Dortmunder Aufholjagd auf den 11-Punkte-Rückstand endete damit, bevor sie angefangen hatte.

    3 Leserempfehlungen
  5. hat hervorragend gespielt. ich sehe das genauso wie Sie. und ich glaube, da ist sogar noch Luft nach oben. und mit ein bißchen Glück verhindert er auch das Gegentor.
    der Ball ist haarscharf unter ihm durchgehuscht...

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Problem"

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