Fußball-Bundesliga : Für Babbel wird es jetzt eng
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SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart

Stuttgarts Spieler Shinji Okazaki feiert sein erstes Tor gegen Greuther Fürth. © Bongarts/Getty Images

 
SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart 0:1 (0:1)

Auch im achten Versuch hat es Greuther Fürth im eigenen Stadion nicht geschafft zu siegen. Nach der Niederlage gegen Stuttgart stehen die fränkischen Bundesliga-Newcomer weiter ohne Heimsieg da. Die Schwaben hingegen verbesserten sich in Richtung der Europapokal-Plätze.

Dem VfB reichte dafür eine durchschnittliche Vorstellung. Shinji Okazaki (45. Spielminute) köpfte Stuttgart zu drei Auswärtspunkten gegen die Fürther, die aus ihren vielen Torchancen mal wieder kein Kapital schlugen und zurück auf den letzten Tabellenplatz rutschten. Für die Elf von Trainer Bruno Labbadia war es kurz vor der Europa-League-Partie gegen Molde FK ein willkommenes Erfolgserlebnis. Am Donnerstag geht es dann um den Einzug in die K.o.-Runde. In der Liga wird Serdar Tasci dem VfB nach seiner Roten Karte (53.) vorerst fehlen.

Im Mittelpunkt des ersten Durchgangs stand vor allem Vedad Ibisević: Gleich zweimal fiel der VfB-Stoßstürmer im 16-Meter-Raum und forderte Foulelfmeter. Bei der ersten Szene drehte sich der Bosnier geschickt um Verteidiger Thomas Kleine und sank zu Boden. Doch Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer ließ weiterspielen. Besser lief es für Ibisević dann unmittelbar vor der Pause, als er nach einem Zweikampf mit Mergim Mavraj fiel und der Schiedsrichter ihm diesmal recht gab. Der 28-jährige Stürmer trat selbst an, scheiterte zwar am erstmals aufgebotenen Wolfgang Hesl im Fürther Tor, doch den Abpraller verwertete der heranstürmende Okazaki per Kopf.

Im sechsten Pflichtspiel der Stuttgarter in Fürth war es das erste VfB-Auswärtstor seit 1960, damals waren die Teams noch in der Oberliga Süd aufeinandergetroffen. In den 52 Jahren danach hatten sich die Fürther von den Schwaben zu Hause nie bezwingen lassen – bis jetzt. Dass es soweit kam, hatte sich der Bundesliga-Abstiegskandidat Nummer eins allerdings wie so oft in dieser Saison selbst zuzuschreiben: Die Chancen wurden einfach nicht genutzt.

Die erste gute Szene vergab Edgar Prib schon leichtfertig im Ansatz (6.). Spätestens beim zweiten Versuch hätte der Mittelfeldprofi eine saubere Hereingabe von Christopher Nöthe (34.) verwandeln müssen. Kurz nach der Pause verspielten die Franken innerhalb von drei Sekunden drei Riesenchancen. Zoltan Stieber und zweimal Nöthe brachten es nacheinander aus kürzester Distanz nicht fertig, den Ball ins Tor zu schießen.

Der VfB tat kaum mehr als unbedingt nötig – das änderte sich auch nicht, als Tasci nach einem Foul an Milorad Pekovic Rot sah und frühzeitig in Halbzeit zwei vom Feld musste. Den Gastgebern blieb dagegen das Pech treu: Prib traf mit einem Freistoß die Querlatte, und Kleine verpasste im Nachschuss den fälligen Ausgleich (79.).

SpVgg Greuther Fürth: Hesl - Nehrig (80. Petsos), Kleine, Mavraj, Schmidtgal (71. Zillner) - Prib, Fürstner, Pekovic (56. Klaus), Stieber - Asamoah, Nöthe

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Gentner, Kuzmanović - Okazaki, Hajnal (46. Harnik), Traoré (56. Maza) - Ibisević (90.+2 Rüdiger)

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

Zuschauer: 17.443

Tor: 0:1 Okazaki (45./Foulelfmeter/Nachschuss)

Gelbe Karten: Kleine (4), Nöthe (1), Pekovic (3), Schmidtgal (5), Zillner (1) / Ibisević (3), Kuzmanović (3), Traoré (2), Ulreich (1) Rote Karten: - / Tasci (53./grobes Foulspiel)

Beste Spieler: Nöthe / Ibisević, Okazaki

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Kommentare

22 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Nicht alle Länder sind in der UN

Es gibt auch welche die sich weigern :)

Zitat:
"Keine Mitglieder sind unter anderem die Vatikanstadt (deren völkerrechtliche Vertretung, der Heilige Stuhl, jedoch Beobachterstatus hat) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten Palästina (seit 29. November 2012 ebenfalls mit Beobachterstatus), (West-)Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara), die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ), die Republik Kosovo, die kaukasischen Republiken Abchasien und Südossetien, die Cookinseln und die Republik China (Taiwan)"

Quelle: http://de.wikipedia.org/w...

Problem

Bayern hat einfach das Problem, dass nicht immer alle 11 Spieler gegen den BVB auf der Höhe sind. Kroos hatte sein Tor und den Schuss kurz Schluss und hat sonst gar nichts gemacht.
Provokant herumgetrabt, null Einsatz. Und das Gegentor hat er mit seiner Passivität verschuldet. Bei der Ausführung des Eckballs standen er und Götze noch nebeneinander, dann bleibt er einfach stehen. Nichtmal mit der Szene konfrontiert hat er das gesehen.
Selbst mich als Hamburger ärgert sowas. Schweinsteiger hat ebenfalls äußerst schwach gespielt und fällt schon seit einigen Spielen immer mehr ab im Mittelfeld ab.
Wenn dann Weidenfeller diese Bälle herausfischt gewinnt man eben nicht.
Martinez hingegen wird immer besser und hat ein hervorragendes Spiel gezeigt. Schade, dass er nicht bei den "besten Spielern" auftaucht.
Naja, mit dem Punkt kann Bayern auch ganz gut leben.

Da hat jemand ein anderes Spiel gesehen...

Nicht nur die Überschrift... Wenn man diesen Bericht so liest, hat man den Eindruck, als hätte Dortmund viel besser als Bayern gespielt:
Der "Meister überzeugt durch taktische Disziplin", während Bayern, bei dem angeblich kein Spieler "Spitzenspielform" war, ja einfach nur so gespielt hat, klar. Die Überlegenheit der Bayern in den ersten 20 Minuten schmilzt auf die 12 Minuten Stimmungsstreik und die Steigerung der Dortmunder, mit der das Spiel die restliche erste Hälfte ausgeglichen gestaltet werden konnte, klingt, als hätte Dortmund das Spiel dominiert, usw.
Tatsächlich ist das Unentschieden für Dortmund schmeichelhafter als für Bayern, die aber aufgrund des großen Punktepolsters besser damit leben können. Ich hätte von Dortmund mehr offensive Aktion erwartet.