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Fortuna Düsseldorf – Eintracht Frankfurt

Fortuna Düsseldorf – Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0)

Fortuna Düsseldorf hat mit dem höchsten Saisonsieg gegen den schwächelnden Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Die Rheinländer verbesserten sich zum Auftakt des 15. Spieltags zumindest vorläufig auf den 13. Tabellenplatz. Stefan Reisinger (38. Minute) mit seinem dritten Treffer im dritten Spiel nacheinander, Oliver Fink (42.), Nando Rafael (58.) und Axel Bellinghausen (85.) schossen die weiteren Treffer. Die Frankfurter bleiben trotz der dritten Begegnung in Serie ohne Sieg Fünfter in der Tabelle.

Die Hessen verloren vor 51.345 Zuschauern in der Esprit-Arena in der 34. Minute zudem Karim Matmour mit Gelb-Rot. "Wenn bei uns welche fehlen, haben wir es immer schwer. Wir müssen immer 100 Prozent geben, das haben wir heute nicht geschafft", sagte Alexander Meier. "Vier Torschüsse und vier Tore, das ist extrem bitter für mich. Wir fressen Tore, das ist Wahnsinn", sagte Eintracht-Torwart Kevin Trapp. "Heute hat vieles von der ersten Minute an gepasst", sagte hingegen der Düsseldorfer Stefan Reisinger.

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Wegen der hektischen Zweitliga-Auseinandersetzung beim 1:1 im Februar an gleicher Stelle hatte die Eintracht am Freitag außer 5.200 mitreisenden Fans auch noch fünfzig eigene Ordner nach Düsseldorf geschickt. Die Begegnung war als Risikospiel eingestuft – zu Recht: Bei Ausschreitungen in der Düsseldorfer Altstadt wurde die Polizei von Frankfurter Anhängern attackiert. Über sechzig Personen wurden in Gewahrsam genommen. Wegen Verzögerungen bei der Anfahrt pfiff Schiedsrichter Michael Weiner mit zehn Minuten Verspätung an. Aus Protest gegen das geplante Sicherheitskonzept schwiegen die Fans anfangs erneut zwölf Minuten und zwölf Sekunden.

Der Eintracht fehlte mit den Innenverteidigern Bamba Anderson (Bauchmuskel-Operation) und Carlos Zambrano sowie Kapitän Pirmin Schwegler (beide gesperrt) die Defensivachse. Rückkehrer Vadim Demidov und der siebzehnjährige Marc-Oliver Kempf bildeten die Abwehrzentrale. Im Angriff verdrängte der zuletzt gesperrte Matmour den formschwachen Olivier Occean – aber nur eine gute halbe Stunde: Dann musste Matmour wegen wiederholten Foulspiels vom Platz.

Schon vier Minuten danach spürte die Eintracht die Auswirkungen, als Reisinger nach einem Solo das 1:0 erzielte. Finks Linksschuss aus gut zwanzig Metern war so etwas wie eine Vorentscheidung, zumal sich die Elf von Norbert Meier in einem kleinen Höhenflug befindet: Mit dem 2:0 gegen den HSV, dem Remis beim BVB und dem Erfolg gegen die Eintracht holte die Fortuna in der Englischen Woche sieben Punkte. Nach Rafaels 3:0 war alles gelaufen, obwohl Stefan Aigner (54.) kurz vor dem dritten Gegentreffer bei einem Kopfball fast auf 1:2 verkürzt hätte.

Meier hatte ein glückliches Händchen mit Fink, der als Vertreter des gesperrten Ivan Paurevic zurückkehrte. Auch Rafael war nur im Spiel, weil Robbie Kruse kurzfristig wegen muskulären Problemen ausfiel. Schon in der 9. Minute musste Kempf gegen Rafael in höchster Not klären. Mit dem 3:0 belohnte Rafael Meiers Vertrauen.

Fortuna Düsseldorf: Giefer - Balogun (74. Cha ), Bodzek, Juanan, van den Bergh - Fink, Lambertz - Reisinger (83. Garbuschewski), Ilsø, Bellinghausen - Rafael (71. Schahin)

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Demidov, Kempf, Oczipka - Lanig (46. Celozzi), Rode (83. Köhler) - Aigner, Meier, Inui (72. Kouemaha) - Matmour

Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)

Zuschauer: 51.345

Tore: 1:0 Reisinger (38.), 2:0 Fink (42.), 3:0 Rafael (58.), 4:0 Bellinghausen (85.)

Gelbe Karten: Balogun (1), Fink (1) / Celozzi (1), Meier (3)

Gelb-Rote Karten: - / Matmour (34./wiederholtes Foulspiel)

Beste Spieler: Lambertz, Bellinghausen / -

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Leserkommentare
    • vonDü
    • 01. Dezember 2012 5:48 Uhr

    scheint in der Tabelle zur Zeit alles möglich zu sein.

    Das macht die Liga weiter spannend, auch wenn Platz 1, und zwei Abstiegsplätze schon wie vergeben aussehen.

    Eine Leserempfehlung
  1. Das "Spitzenspiel" wurde in 203 Länder übertragen. In der UN gibt es 193 Staaten. Sind da NRW und Bayern mitgezählt?

    2 Leserempfehlungen
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    • timonb
    • 02. Dezember 2012 1:00 Uhr

    In der Fifa gibt es (soweit ich weiß) 209 Mitgliedsstaaten....

    • Hickey
    • 02. Dezember 2012 11:16 Uhr

    Es gibt auch welche die sich weigern :)

    Zitat:
    "Keine Mitglieder sind unter anderem die Vatikanstadt (deren völkerrechtliche Vertretung, der Heilige Stuhl, jedoch Beobachterstatus hat) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten Palästina (seit 29. November 2012 ebenfalls mit Beobachterstatus), (West-)Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara), die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ), die Republik Kosovo, die kaukasischen Republiken Abchasien und Südossetien, die Cookinseln und die Republik China (Taiwan)"

    Quelle: http://de.wikipedia.org/w...

    • Legatus
    • 01. Dezember 2012 22:15 Uhr

    Bayern hat einfach das Problem, dass nicht immer alle 11 Spieler gegen den BVB auf der Höhe sind. Kroos hatte sein Tor und den Schuss kurz Schluss und hat sonst gar nichts gemacht.
    Provokant herumgetrabt, null Einsatz. Und das Gegentor hat er mit seiner Passivität verschuldet. Bei der Ausführung des Eckballs standen er und Götze noch nebeneinander, dann bleibt er einfach stehen. Nichtmal mit der Szene konfrontiert hat er das gesehen.
    Selbst mich als Hamburger ärgert sowas. Schweinsteiger hat ebenfalls äußerst schwach gespielt und fällt schon seit einigen Spielen immer mehr ab im Mittelfeld ab.
    Wenn dann Weidenfeller diese Bälle herausfischt gewinnt man eben nicht.
    Martinez hingegen wird immer besser und hat ein hervorragendes Spiel gezeigt. Schade, dass er nicht bei den "besten Spielern" auftaucht.
    Naja, mit dem Punkt kann Bayern auch ganz gut leben.

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    hat hervorragend gespielt. ich sehe das genauso wie Sie. und ich glaube, da ist sogar noch Luft nach oben. und mit ein bißchen Glück verhindert er auch das Gegentor.
    der Ball ist haarscharf unter ihm durchgehuscht...

  2. konnte auch Dortmund Bayern nicht besiegen. Das wäre beim momentanen Tabellenstand wohl die angemessenere Formulierung der Sachlage.

    9 Leserempfehlungen
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    aus dem Tabellenstand könnte man, wenn man wollte, schliessen, dass BMünchen gerade die bessere Mannschaft ist, also sie nominal leichter BDortmund besiegen könnte.

    Wenn man den Tabellenstand heranziehen kann für so einen Schluß, dann seh' ich keine andere plausible Schlussfolgerung.
    Mein Fehler?

    • E.Wald
    • 02. Dezember 2012 3:33 Uhr

    Nicht nur die Überschrift... Wenn man diesen Bericht so liest, hat man den Eindruck, als hätte Dortmund viel besser als Bayern gespielt:
    Der "Meister überzeugt durch taktische Disziplin", während Bayern, bei dem angeblich kein Spieler "Spitzenspielform" war, ja einfach nur so gespielt hat, klar. Die Überlegenheit der Bayern in den ersten 20 Minuten schmilzt auf die 12 Minuten Stimmungsstreik und die Steigerung der Dortmunder, mit der das Spiel die restliche erste Hälfte ausgeglichen gestaltet werden konnte, klingt, als hätte Dortmund das Spiel dominiert, usw.
    Tatsächlich ist das Unentschieden für Dortmund schmeichelhafter als für Bayern, die aber aufgrund des großen Punktepolsters besser damit leben können. Ich hätte von Dortmund mehr offensive Aktion erwartet.

  3. aus dem Tabellenstand könnte man, wenn man wollte, schliessen, dass BMünchen gerade die bessere Mannschaft ist, also sie nominal leichter BDortmund besiegen könnte.

    Wenn man den Tabellenstand heranziehen kann für so einen Schluß, dann seh' ich keine andere plausible Schlussfolgerung.
    Mein Fehler?

    Antwort auf "Freilich ... "
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    ... weil der Tabellenstand eben Dortmund in Zugzwang bringt und nicht Bayern, die, was ihr Punktekonto angeht, mit dem Unentschieden weit eher leben können als Kloppo und Konsorten.

    können wir uns darauf einigen?

    Literaturhinweis, hat mir heute wieder sehr geholfen:
    Hubert Schleichert - Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. (beck'sche reihe)

    • timonb
    • 02. Dezember 2012 1:00 Uhr

    In der Fifa gibt es (soweit ich weiß) 209 Mitgliedsstaaten....

    Antwort auf "Übertragung weltweit"
  4. .... um noch eine Meisterschaftschance zu haben. Und hat nicht gewonnen. Von einem Sieg waren sie weit entfernt. Das Unentschieden entspricht dem Spielverlauf, gegen Ende hätte der FC Bayern das Spiel entscheiden können/müssen. Insgesamt ein eher enttäuschendes Spiel, da sich beide Teams gegenseitig neutralisierten. Die Dortmunder Aufholjagd auf den 11-Punkte-Rückstand endete damit, bevor sie angefangen hatte.

    3 Leserempfehlungen
  5. hat hervorragend gespielt. ich sehe das genauso wie Sie. und ich glaube, da ist sogar noch Luft nach oben. und mit ein bißchen Glück verhindert er auch das Gegentor.
    der Ball ist haarscharf unter ihm durchgehuscht...

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Problem"

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