Fußball-BundesligaFür Babbel wird es jetzt eng

Hoffenheim verliert erneut, diesmal 1:4 gegen Bremen. Der VfL Wolfsburg kommt nach einem 1:1 gegen Hamburg nicht aus der Abstiegszone. Alle Spielberichte von dpa

VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1 (0:1)

Der Zauber von Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner beim VfL Wolfsburg scheint verflogen. Simon Kjaer (68. Minute) rettete den Niedersachsen im Nord-Duell gegen Hamburger SV zwar einen Punkt, doch mit nur zwei Punkten aus drei Spielen kommt der VfL einfach nicht aus der Abstiegszone. Mit 16 Punkten bleibt der deutsche Meister von 2009 Tabellen-15..

Der HSV, der lange durch das zweite Saisontor von Maximilian Beister (26.) geführt hatte, verpasste den möglichen Sprung auf Rang sieben. Die Hamburger waren auch ohne den verletzten Rafael van der Vaart lange Zeit das bessere Team. Am Ende aber waren die Gäste im Glück. Der Portugiese Vieirinha traf in der 76. Minute nur den rechten Pfosten. Vor allem Diego trumpfte auf, doch das Tor wollte nicht fallen.

Anzeige

Köstner musste nach dem 0:2 in Möchengladbach sein Team verändern. Für den grippekranken Christian Träsch rückte Vieirinha in die Mannschaft. Thorsten Fink ersetzte nach dem überraschenden 3:1-Erfolg über Schalke zwei Spieler. Jeffrey Bruma und Tomas Rincon kamen für den verletzten Marcel Jansen und den gelbgesperrten Tolgay Arslan.

Im 31. Bundesliga-Nordderby stand Schiedsrichter Peter Sippel vier Minuten nach dem Anpfiff im Blickpunkt. Bruma hatte den Ball an den Ellbogen bekommen, die VfL-Anhänger forderten Strafstoß. "Wenn ich es jetzt sehe, dann ist es Elfmeter", sagte Arslan in der Pause dem Fernsehsender Sky. Mit dem Freistoß von der Strafraumgrenze traf der Brasilianer Diego aber nur die Hamburger Abwehrmauer.

Der HSV wurde nach einer Viertelstunde kecker und nutzte seine erste echte Torchance. Mit spielerischer Leichtigkeit nahm Beister ein Anspiel von Rudnevs auf halbrechter Position auf und ließ VfL-Keeper Diego Benaglio keine Chance. Für den Ex-Düsseldorfer war es nach dem Treffer gegen Schalke der zweite Saisontreffer. Danach hielt HSV-Torwart Rene Adler die Führung fest.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Der HSV wurde wieder stärker, Beister vergab kurz vor seiner Auswechslung die Vorentscheidung. Fink brachte in der 53. Minute Heung-Min Son, der gegen Schalke noch verletzt hatte pausieren müssen. HSV-Keeper Rene Adler sah die Gelbe Karte, als er bei Sippel lautstark protestierte, dass er vor dem Ausgleich von Olic in der Luft behindert worden sei. Die Schäfer-Flanke hatte Kjaer per Kopf zum 1:1 verwandelt.

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer - Polak, Hasebe - Vieirinha, Diego, Olic (86. Lakic) - Dost

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Bruma - Rincón, Badelj - Skelbred (73. Sala), Aogo - Rudnevs (84. Scharner), Beister (53. Son)

Schiedsrichter: Sippel ( München )

Zuschauer: 28.121

Tore: 0:1 Beister (26.), 1:1 Kjaer (68.)

Gelbe Karten: Naldo (4) / Adler (3), Rincón (1), Westermann (2)

Beste Spieler: Diego, Naldo / Aogo, Adler

Leserkommentare
    • E.Wald
    • 02. Dezember 2012 3:33 Uhr

    Nicht nur die Überschrift... Wenn man diesen Bericht so liest, hat man den Eindruck, als hätte Dortmund viel besser als Bayern gespielt:
    Der "Meister überzeugt durch taktische Disziplin", während Bayern, bei dem angeblich kein Spieler "Spitzenspielform" war, ja einfach nur so gespielt hat, klar. Die Überlegenheit der Bayern in den ersten 20 Minuten schmilzt auf die 12 Minuten Stimmungsstreik und die Steigerung der Dortmunder, mit der das Spiel die restliche erste Hälfte ausgeglichen gestaltet werden konnte, klingt, als hätte Dortmund das Spiel dominiert, usw.
    Tatsächlich ist das Unentschieden für Dortmund schmeichelhafter als für Bayern, die aber aufgrund des großen Punktepolsters besser damit leben können. Ich hätte von Dortmund mehr offensive Aktion erwartet.

    Antwort auf "Freilich ... "
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Und hätte sie machen müssen. Die waren mir etwas zu schnell und hibbelig. In meiner Kneipe war es still und man hat sich zusammen gut unterhalten.

    • vonDü
    • 02. Dezember 2012 7:59 Uhr

    hätten wir vermutlich gelesen, dass sie nicht schwimmen können.

    Auch größere Sympathien für Dortmund, ändern nichts an der Tatsache, dass Bayerns Vorsprung auf Dortmund, bei einem Spiel weniger, gleich bleibt und damit ein Vorteil ist.

    Die 12:7 Siegbilanz zugunsten der Bayern sagt zudem klar aus, wer in diesem Spiel, den Sieg nötiger gehabt hätte. Und wer zu Recht an Eins steht. Der große und sehr gut besetzte Kader der Bayern, sollte eigentlich ausreichen, um eine Mannschaftsleistung zu bringen, die ausreicht, um den aktuellen Vorsprung über die Ziellinie zu bringen.

    Dafür wird Dortmund dann Championsleague Sieger. In der 92.ten Minute gegen Bayern ;-)

  1. Und hätte sie machen müssen. Die waren mir etwas zu schnell und hibbelig. In meiner Kneipe war es still und man hat sich zusammen gut unterhalten.

  2. Durch die 3 grossen Chancen nach dem Ausgleich waren die Bayern dem Sieg näher, aber Weidenfeller hat das verhindert.
    So ist Fussball!
    Ein taktisches Spiel auf Augenhöhe, von Respekt, Fairness und sogar Sympathie geprägt.
    So kann Fussbal auch sein!
    Die Fans, Ultras und auch Foristen könnten sich daran ein Beispiel nehmen. Keine überharten Aktionen, keine Karten und auch kein nachtreten nach dem Spiel!
    Man hat die Empathie Klopps im Gesicht gesehen, als es um die schwere Verlezung Badstubers ging (gute Besserung!)
    und Heinkess äusserte sein Unverständnis, warum Weidenfeller noch nie international ran durfte.
    Das Spiel lässt Fragen offen, die im Laufe der Saison noch geklärt werden.
    Vermutlich wird Bayern Meister und der BVB gewinnt die CL in einem furiosen Endspiel gegen die Bayern.
    Offen ist der Ausgang des Pokalendspiels!
    Vielleicht kommt es aber auch ganz anders
    Schau mer mal :-)

  3. ... weil der Tabellenstand eben Dortmund in Zugzwang bringt und nicht Bayern, die, was ihr Punktekonto angeht, mit dem Unentschieden weit eher leben können als Kloppo und Konsorten.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wieso Zugzwang? Was denn für ein Zwang? Jetzt spielen die Dortmunder schon seit vielen Jahren ohne großen Blick auf die Bayern und haben mit diesem Rezept in den letzten Jahren 2x die Meisterschaft geholt, und Sie glauben immer noch daran, dass beim BVB die Panik ausbricht, wenn eine andere Mannschaft mal 10 Punkte vorne ist?

  4. Die Ueberschrift muss doch heissen: BVB sensationell gegen Bayern nicht verloren!!!

  5. Dortmund war im Spiel nach vorn viel zu vorsichtig, dieses Sicherheitsspiel beherrschen sie dabei offenbar gar nicht, wie oft haben die Dortmunder den Ball verloren, weil sie irgendeinen Sicherheitspass versuchten mit dem der potentielle Passempfänger nichts anfangen konnte.

    Die Bayern haben das gespielt, was der Tabellensituation angemessen war. Sie haben versucht das Spiel zu kontrollieren und auf einen Fehler der Dortmunder gewartet.

    Für die Zuschauer war es ein grausames Spiel, einfach nur auf den Fehler des Gegners zu warten ist eben nur halb so attraktiv, wie zu versuchen einen Fehler zu erzwingen.

  6. sich jetzt auf Torwartbashing bei S04 einschießt? "schob den Ball an dem zu spät reagierenden Hildebrand vorbei zur Führung (62.)." Da hat Herr Hildebrand in keinsterweise zu spät reagiert, weil er gar nicht früher konnte! Aber anscheinend ist der Reporter nicht so firm, was Torwart und deren Können und Nichtkönnen betrifft. Dann, nichts für ungut.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service