Wer spielte wie gegen wen?
Hamburger SV – FSV Mainz 05 1:0
1. FC Nürnberg – FC Bayern München 1:1
Borussia Dortmund – SpVgg. Greuther Fürth 3:1
Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 1:2
Hannover 96 – SC Freiburg 1:2
Eintracht Frankfurt – FC Augsburg 4:2
Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 2:0

Werder Bremen – Fortuna Düsseldorf 2:1
TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg 1:3

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?
Das Team aus Leverkusen wird wohl auf ewig so heißen wie die Erfinder einer Kopfschmerztablette. Besonders beliebt ist der Klub dadurch nicht. Aber vergesst die Pillen! Auf dem Platz ist der Fußball der Leverkusener oft ein Genuss. Da ist etwa Stefan Kießling , dieser Schlaks eines Stürmers. Gegen Schalke hat er bereits sein 21. Tor in diesem Jahr geschossen, kein deutscher Stürmer ist besser. Joachim Löw spielt dennoch lieber ohne Stürmer als mal wieder mit Kießling. Ein anderer, an dem selbst der Bundestrainer nicht vorbei kann, ist André Schürrle. Vielleicht einer der wenigen Deutschen, die es mit Zlatan Ibrahimovic aufnehmen können, in Sachen Tor-des-Jahres schießen. In der 45. Minute schnappte sich Schürrle den Ball an der Mittellinie, raste damit aufs Schalker Tor zu und jagte den Ball dann aus fast dreißig Metern genau ins obere linke Toreck. All das verärgerte die Schalker, eigentlich auf bestem Weg, wieder mal Meister der Herzen zu werden, nachhaltig. Beim Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos kam zum Frust auch noch die Gelb-Rote Karte. Der Grieche trollte sich wütend vom Platz. Da, neben der Trainerbank, stand eine Trinkflasche in seinem Weg. Als wäre sie für all den Ärger verantwortlich, trat Papadopoulos auf sie ein. Das Ding flog hoch und spritzte. Der Offizielle am Seitenrand bekam all das Gewäsch ins Gesicht, schaute nicht amüsiert. Dabei können Fußballprofis mit Wasser doch so lustig sein: 

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?
Hannover gegen Freiburg . Am Sonntag war ja erst Volkstrauertag. Doch in Hannover wollten sie sich anscheinend schon am Vortag darauf einstimmen. Während die jungen wilden Freiburger sich bemühten, verweigerten die Hannoveraner den Modus Fußballspielen. 43.800 Zuschauer litten darunter. Und dann war in der zweiten Halbzeit im Familienblock auch noch der heiße Kakao alle. Vergessen Sie dieses Trauerspiel! Schauen Sie mit einem Lächeln in diese ekelhaft grauen Novembertage! Bald ist wieder Hasenparty:

Wer stand im Blickpunkt?
Klaus Allofs , der Untreue. Nach dreizehn Jahren in engster Verbindung hat der Manager seinen Verein ausgetauscht. Vor einer Woche sagte er noch "wir" und meinte sich und seine Freunde beim SV Werder Bremen . Am Sonntag sagte er wieder "wir": "Wir" hätten das ruhig gespielt. "Wir" hätten verdient gewonnen. Jetzt meint er sich und seine neuen Geldgeber beim VfL Wolfsburg . Heute hier, morgen dort. Wer was wagt, bekommt mehr Geld. So schnell kann das gehen. Ja, ja, Allofs, dieser Profi, hat selbst den Wechsel, begleitet von vielen Kameras, professionell gemanagt. Nach dem 3:1-Sieg in Hoffenheim grinste er und sagte, er habe die "Stellen schon erkannt", an denen er jubeln musste.

Will der Sport bald das Twittern beschränken?

  Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert mindestens ein Spiel jedes Spieltags live. Wir hatten uns vom Klassiker in Hannover mehr versprochen und habendie Partie gegen Freiburg live im Kinder-Blockverfolgt. Hier fünf der Tweets. Alle Beiträge können Siehiernachlesen.

zeitonlinesport ‏Diese Anspannung sobald der Ball rollt, halt's nicht aus. Deshalb heut mit Verstärkung im Stadion: Enna, 4,Lieblingsfarbe rot, pro #h96 (sd)
zeitonlinesport   Ohne Pyro-Check im Stadionbauch. Kommt schnell, im Kinder-Block sind noch Plätze frei, ein paar #h96scf (sd) pic.twitter.com/esvlGbta
zeitonlinesport   ‏Erste Tumulte im Block,Papa von 2 Reihen höher holt Bier,Mama kann nicht schlüssig erklären, wieso die Roten aufs rechte Tor spielen
zeitonlinesport HZ in Hannover: 96 bewegt sich träge wie Claudia Roth um die Ecke redet - 1:1 für Freiburg #h96scf gibts hier n Spielplatz im Stadion? (sd)
zeitonlinesport Karten, Fouls, Handgemenge auf dem Feld. Aber Stimmungsumschwung im Block, weil gelb so schön wie rot ist: Jetzt für die Schiris

Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Über den FC Bayern , wie immer. Erst recht, wenn er alle Jubeljahre mal nicht gewonnen hat. Im 158. Derby haben die Nürnberger dem reichen Landeshauptstadtclub ein 1:1 abgetrotzt. Ganz gerecht war das nicht, allein in der ersten Hälfte hätten die Münchner zwei, drei Tore mehr schießen müssen. Aber wen interessieren die vergurkten Chancen der Stürmer, wenn der Nationaltorwart so daneben greift wie Manuel Neuer in der 46. Minute? Markus Feulner hatte aus fünfundzwanzig bis dreißig Metern aufs Tor der Bayern geschossen, nicht sehr platziert, nicht außergewöhnlich scharf. Aber Neuer reagierte erst in die falsche Richtung, dann gar nicht mehr. Bemerkenswert. Für noch mehr Obacht sorgte der Kahn-Nachfolger, als er auf den Fehler angesprochen wurde. Fehler? Welch ein Fehler? "Das war kein Torwartfehler", sagte Neuer. Das wisse doch nun jeder, der Fachmann sei, oder einmal selbst im Tor stand. Nun ja. An dieser Stelle verweisen wir auf ein Fundstück: Als Manuel Neuer noch zu seinen Fehlern stand und dafür einen Teddy zum Trösten hatte.

Was machten die Frauen?

Die sorgten für keine Überraschungen. Im Achtelfinale des DFB-Pokals setzten sich alle Favoriten durch. Potsdam siegte mit Genoveva Anonma, die vor einer Woche noch den Afrika-Cup mit Äquatorialguinea gewann, 1:0 in Bad Neuenahr. München schlug Meppen, Jena siegte in Bremen. Das größte Ausrufungszeichen setzten die Tabellenführer aus Wolfsburg . Beim dreimaligen Pokalsieger gewannen die Frauen aus der Autostadt mit 8:1.

Was war sonst noch wichtig?

Apropos Wolfsburg, genießen Sie solche Mitteilungen:

Denn wenn sich die Fußballclubs hierzulande ein Beispiel an den Washington Huskies nehmen, könnte es mit der Freiheit der Tweets vorbei sein. Nachdem es schon Vereine gibt, die ihren Sportlern das Twittern verboten haben, wollen die Verantwortlichen des Uni-Clubs jetzt Journalisten das Twittern beschränken. Während eines Footballspiels sollen 45, während eines Basketballspiels noch 20 Tweets erlaubt sein. Aber, Moment. Wieso eigentlich? Wir wissen nicht, mit welchem Recht Beobachter eines Sportereignisses nicht darüber twittern dürften.

Was war das Zitat des Wochenendes?

"Sieht im Fernsehen ganz gut aus."

(Mario Götze nach dem Spiel gegen Greuter Fürth. In der 42. Minute hatte der Mittelfeldspieler den Torwart der Fürther umlaufen als wäre er ein Baum und dann das 3:1 erzielt: Neben Schürrles Fernschuss war es das schönste Tor des Spieltages.)