Bundesliga-RückschauAls Manuel Neuer noch zu seinen Fehlern stand

Der Bayern-Keeper greift daneben und will nur noch von Fachmännern bewertet werden. Klaus Allofs hat in Wolfsburg schnell neue Freunde gefunden. Die Bundesliga-Rückschau von 

Wer spielte wie gegen wen?
Hamburger SV – FSV Mainz 05 1:0
1. FC Nürnberg – FC Bayern München 1:1
Borussia Dortmund – SpVgg. Greuther Fürth 3:1
Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 1:2
Hannover 96 – SC Freiburg 1:2
Eintracht Frankfurt – FC Augsburg 4:2
Bayer Leverkusen – FC Schalke 04 2:0

Werder Bremen – Fortuna Düsseldorf 2:1
TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg 1:3

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?
Das Team aus Leverkusen wird wohl auf ewig so heißen wie die Erfinder einer Kopfschmerztablette. Besonders beliebt ist der Klub dadurch nicht. Aber vergesst die Pillen! Auf dem Platz ist der Fußball der Leverkusener oft ein Genuss. Da ist etwa Stefan Kießling , dieser Schlaks eines Stürmers. Gegen Schalke hat er bereits sein 21. Tor in diesem Jahr geschossen, kein deutscher Stürmer ist besser. Joachim Löw spielt dennoch lieber ohne Stürmer als mal wieder mit Kießling. Ein anderer, an dem selbst der Bundestrainer nicht vorbei kann, ist André Schürrle. Vielleicht einer der wenigen Deutschen, die es mit Zlatan Ibrahimovic aufnehmen können, in Sachen Tor-des-Jahres schießen. In der 45. Minute schnappte sich Schürrle den Ball an der Mittellinie, raste damit aufs Schalker Tor zu und jagte den Ball dann aus fast dreißig Metern genau ins obere linke Toreck. All das verärgerte die Schalker, eigentlich auf bestem Weg, wieder mal Meister der Herzen zu werden, nachhaltig. Beim Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos kam zum Frust auch noch die Gelb-Rote Karte. Der Grieche trollte sich wütend vom Platz. Da, neben der Trainerbank, stand eine Trinkflasche in seinem Weg. Als wäre sie für all den Ärger verantwortlich, trat Papadopoulos auf sie ein. Das Ding flog hoch und spritzte. Der Offizielle am Seitenrand bekam all das Gewäsch ins Gesicht, schaute nicht amüsiert. Dabei können Fußballprofis mit Wasser doch so lustig sein: 

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?
Hannover gegen Freiburg . Am Sonntag war ja erst Volkstrauertag. Doch in Hannover wollten sie sich anscheinend schon am Vortag darauf einstimmen. Während die jungen wilden Freiburger sich bemühten, verweigerten die Hannoveraner den Modus Fußballspielen. 43.800 Zuschauer litten darunter. Und dann war in der zweiten Halbzeit im Familienblock auch noch der heiße Kakao alle. Vergessen Sie dieses Trauerspiel! Schauen Sie mit einem Lächeln in diese ekelhaft grauen Novembertage! Bald ist wieder Hasenparty:

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Wer stand im Blickpunkt?
Klaus Allofs , der Untreue. Nach dreizehn Jahren in engster Verbindung hat der Manager seinen Verein ausgetauscht. Vor einer Woche sagte er noch "wir" und meinte sich und seine Freunde beim SV Werder Bremen . Am Sonntag sagte er wieder "wir": "Wir" hätten das ruhig gespielt. "Wir" hätten verdient gewonnen. Jetzt meint er sich und seine neuen Geldgeber beim VfL Wolfsburg . Heute hier, morgen dort. Wer was wagt, bekommt mehr Geld. So schnell kann das gehen. Ja, ja, Allofs, dieser Profi, hat selbst den Wechsel, begleitet von vielen Kameras, professionell gemanagt. Nach dem 3:1-Sieg in Hoffenheim grinste er und sagte, er habe die "Stellen schon erkannt", an denen er jubeln musste.

Leserkommentare
    • lyriost
    • 19. November 2012 10:52 Uhr

    der Fachmann, Plural Fachleute, selten: Fachmänner

    Antwort auf "fachmann"
  1. Es handelte sich um das 185. fränkisch - bayerische Traditionsduell (zum inflationären Umgang mit dem Begriff "Derby" mal ganz abgesehen).

    • mores
    • 19. November 2012 12:00 Uhr

    Neuer ist Opfer der Bayern-Krankheit "Arroganz", wie seine "Leistungen" in der Nationalelf, zuletzt beim "Jeder-Schuss-ein-Treffer-Festival" der Schweden gegen IHN, mehr als deutlich zeigten!

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • vino87
    • 19. November 2012 13:21 Uhr

    ... die Schalker Freunde! ;-)

    • match
    • 19. November 2012 12:24 Uhr
    3 Leserempfehlungen
    • TDU
    • 19. November 2012 13:09 Uhr
    13. Na ja

    Na ja, ein wenig überrumpelt fühlen durfte er sich schon durch Flugkurve des Balles. Aber nicht so dünnhäutig wäre besser.

    Eine Leserempfehlung
    • rey200
    • 19. November 2012 13:15 Uhr

    Wenn man Hannover gut findet und mein Geld regiert die Welt, dann stimmt's, hätte man nicht sehen brauchen. Wenn man sehen wollte wie die 2. billigste Mannschaft der Liga einen Europacup-Teilnehmer im eigenen Stadion dominiert und sich eine Fülle von Torchancen herausspielt, war es ein äußerst befriedigendes Spiel.

    Eine Leserempfehlung
    • vino87
    • 19. November 2012 13:21 Uhr

    ... die Schalker Freunde! ;-)

    Antwort auf "Fliegenfänger"
  2. meinen sie den ter Stegen, der gerade regelmäßig unter jeder Ecke hersegelt?

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    Antwort auf "Neuer war ..."

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