Wer spielte wie gegen wen?

Fortuna Düsseldorf – Hamburger 2:0
SpVgg. Fürth – 1. FC Nürnberg 0:0
FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 1:2
Bayern München – Hannover 96 5:0
FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt 1:1
VfL Wolfsburg – Werder Bremen 1:1
SC Freiburg – VfB Stuttgart 3:0
TSG Hoffenheim – Bayer Leverkusen 1:2
FC Augsburg – Borussia Mönchengladbach 1:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Schalke gegen Frankfurt sollte das Spitzenspiel werden, doch dort spielte nur Stefan Aigner: Aigners Fehlpass leitete Schalkes Führung ein, Aigners Kopfball keine zwei Minuten später bedeutete den Ausgleich, viel mehr war nicht. In Mainz hingegen, wo der FSV den BVB empfing, eröffnete Marco Caligiuri mit einem Volleyschuss aus vollem Lauf in den Winkel eine intensive Partie. Temporeich ging es weiter, gekrönt von einem Lewandowski-Doppelpack – wettbewerbsübergreifend dem vierten in Folge: Diesmal guckte er zunächst eine Reus-Flanke rein und traf dann per Lupfer nach Vorarbeit von Götze. Der spielt ohnehin keinen schlechten Fußball – vielleicht sollten die Dortmunder ihn verpflichten, bis er 73 Jahre alt ist, so will's der Arbeitgeber von Dirk Nowitzki machen .
Interessant war die Partie in Mainz auch neben dem Platz. Dort hat Bibiana Steinhaus, die Vierte Schiedsrichterin, überlebt. Obwohl sie da zwischen dem tobenden Thomas Tuchel und dem klagenden Jürgen Klopp stand. Obwohl Lutz Michael Fröhlich, der Schiedsrichter-Boss beim DFB, zuvor Klopp ein "so aggressives Potenzial, dass daraus gewaltsame Exzesse entstehen können" bescheinigt hatte. Klopp hatte sich tief getroffen gezeigt, statt die Ernennung zum Oberschurken grinsend anzunehmen. Dieser Posten ist nach dem Tod Larry Hagmans (J.R. Ewing in Dallas ) nun vakant. Andererseits hat ja nun Michael Schumacher Zeit .

Welche Spiele konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Das sonntagabendliche Gegurke von Augsburg gegen Gladbach und Hoffenheim gegen Leverkusen . Zumal zeitgleich ein 25-Jähriger zum dritten Mal in Folge Weltmeister wurde – nach einer Aufholjagd vom letzten Platz, verkompliziert durch Unfälle, Fahrfehler, Regenschauer, Patzer beim Reifenwechsel und einen direkten Konkurrenten mit seinerseits hervorragenden Chancen. Das fanden viele Menschen interessant, aber nicht alle:

Wer stand im Blickpunkt?

Mario Gomez , der Wiedergenesene. Brauchte 26 Sekunden für etwas, das Javi Martínez erst nach 13 Wochen gelang: sein erstes Saisontor. Ist also 302.400-mal so effizient. Theoretisch. Denn Martínez ist ja nicht jede Sekunde dieser 13 Wochen vergeblich über den Platz gehechelt. Außerdem soll der defensive Mittelfeldmann Martínez ja vor allem Tore verhindern (ähnlich wie Dante, der sich aber gegen piratenparteiesk überforderte Hannoveraner auch nicht lumpen ließ und ebenfalls erstmals einnetzte). Aber egal, ein bisschen Polemik muss sein. Also: "Martínez! Der Gomez war fünf Millionen billiger und ist 302.400-mal so gut!" Dass Martínez per Fallrückzieher traf, wird im Protokoll vermerkt, mehr aber auch nicht. Aber immerhin erlöste er die Bayern von einem Fluch, weil er nach einer Ecke traf. Die 134 zuvor hatten nichts Zählbares eingebracht. Vielleicht also doch nicht so ne Flasche, der Martínez … aber eben kein Gomez!

Apropos Effizienz: Wenn Sie keine Zeit haben, um das ganze unerhört gute Gomez-Lied zu hören, drücken Sie alternativ flugs den Gomez-Button .