Fußball-BundesligaBremen nähert sich den Europa-League-Plätzen

Aaron Hunt schießt Werder Bremen mit zwei Toren zum Sieg. Mainz rutscht durch die Niederlage gegen Leverkusen auf den achten Rang zurück. Alle Spielberichte von dpa

Aaron Hunt feiert sein erstes Tor für Bremen gegen Mainz 05.

Aaron Hunt feiert sein erstes Tor für Bremen gegen Mainz 05.  |  © Joern Pollex/Bongarts/Getty Images

Werder Bremen - FSV Mainz 05 2:1 (1:0)

Der Jubiläumstorschütze Aaron Hunt hat Werder Bremen in der Tabelle weiter nach vorne geschossen. Der Kapitän erzielte beim 2:1 gegen den FSV Mainz 05 beide Treffer. Zunächst brachte er Werder mit dem 2.800. Bundesliga-Tor der Klub-Geschichte in Führung. Fünf Minuten vor Schluss sorgte er per Freistoß für den Sieg. Adam Szalai (64.) hatte zwischenzeitlich ausgleichen können. Werder kletterte von Platz zwölf auf Rang sieben der Tabelle und liegt nur noch ganz knapp hinter den Europa-League-Plätzen. Mainz rutschte durch die Niederlage auf den achten Rang zurück.

Beide Teams spielten bei strömenden Regen mit Tempo nach vorne und kamen schnell zu Chancen. Adam Szalai spielte Nicolai Müller (6.) frei, doch dessen Lupfer über Werders Schlussmann Sebastian Mielitz ging am Tor vorbei. Bremen war effektiver und nutzte gleich die erste Möglichkeit. Nils Petersen beschäftigte nach einem fahrlässigen Ballverlust der Gäste gleich drei Mainzer und passte auf Hunt, der sein viertes Saisontor schoss.

Mainz ließ sich durch den frühen Rückstand nicht beirren. Wieder war es Müller (12.) dem sich eine Chance bot, doch aus ähnlicher Position parierte diesmal Mielitz. Im Gegenzug hätte der Niederländer Eljero Elia fast sein erstes Bundesliga-Tor für Werder erzielt, sein Schuss prallte aber an den Pfosten. Werder hatte in einer nicht hochklassigen, aber unterhaltsamen Partie nun leichte Vorteile. Gerade Hunt bestätigte seine gute Form als unermüdlicher Antreiber.

Die große Chance auf den zweiten Treffer hatten aber die Rheinhessen. Werders Sebastian Prödl lud mit einem Fehlpass seinem österreichischen Landsmann auf Mainzer Seite, Andreas Ivanschitz, zum Torschuss ein. Der verfehlte aber das Ziel, obwohl Mielitz zur Rettung in höchster Not sein Tor verlassen hatte.

Thomas Tuchel überraschte dann kurz vor der Pause mit einem Wechsel. Marcel Risse ersetzte Müller. Der neue Mann setzte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs einen Freistoß knapp über das Tor.

Bei Werder konnte Verteidiger Sokratis wegen einer Blessur in der zweiten Halbzeit nicht mehr mitwirken und wurde durch Assina Lukimya ersetzt. Zunächst stand aber das Mainzer Tor im Blickpunkt. Petersen (49.) zog zunächst vorbei, kurz darauf ging sein Schuss über das Gehäuse. Und wieder hatte Mainz die größere Möglichkeit, doch Ivanschitz (53.) fand in Mielitz erneut seinen Meister. Bei Szalais Kopfball (64.) war der Werder-Keeper aber machtlos. Der Ungar traf im dritten Spiel in Serie und zum sechsten Mal in der Saison.

Das Tor nützte den Gästen jedoch nichts: Denn Hunt zirkelte einen Freistoß zum Bremer Sieg ins Netz.

Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis (46. Lukimya), Schmitz - Junuzovic - Arnautovic, de Bruyne, Hunt, Elia (60. Füllkrug) - Petersen (78. Akpala)

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FSV Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik - Kirchhoff - Baumgartlinger, Soto (83. Malli) - Ivanschitz (77. Júnior Díaz) - Nicolai Müller (39. Risse), Szalai

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 39.114

Tore: 1:0 Hunt (10.), 1:1 Szalai (64.), 2:1 Hunt (85.)

Gelbe Karten: de Bruyne (2) / Kirchhoff (4), Szalai (1), Zabavnik (1)

Beste Spieler: Mielitz, Hunt / Svensson, Noveski

Schiedsrichter Felix Brych schickt Simon Rolfes vom Platz.

Schiedsrichter Felix Brych schickt Simon Rolfes vom Platz.  |  © Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Bayer Leverkusen – Fortuna Düsseldorf 3:2 (2:1)

BayerLeverkusen ist derzeit nicht zu schlagen und rangiert nach einem verdienten Erfolg über Fortuna Düsseldorf erstmals auf einem Champions-League-Rang. Sidney Sam (16. Minute), André Schürrle (41.) und Gonzalo Castro (66.) sorgten für den elften Punktgewinn in Serie, der die Rheinländer an Meister Borussia Dortmund vorbei auf den vierten Platz der Bundesliga brachte. Nach dem Ausgleich von Nando Rafael (40.) und dem Anschlusstor vor Adam Bodzek (86.) musste Bayer aber um den ersten Heimsieg gegen die Fortuna seit 26 Jahren mehr zittern als über weite Strecken zu erwarten.

Außerdem machte sich Bayer das Leben selbst schwer, vor allem durch den Platzverweis gegen Simon Rolfes (65.) nach einem groben Foul gegen Bodzek. Rolfes war nur gut eine Minute vor dem Foul eingewechselt worden.

Den Leverkusenern war das Selbstbewusstsein der vergangenen Wochen über weite Strecken anzumerken. Deutlich spielfreudiger als die gewohnt defensiven Gäste kontrollierte die Mannschaft das Spiel und ging nach einer Viertelstunde verdient in Führung: Nach Zuspiel von Stefan Kießling ließ Sidney Sam dem Torhüter Fabian Giefer mit einem guten Lupfer keine Chance.

Kießling, Sam und vor allem Schürrle wirbelten zwischen den meist überforderten Düsseldorfern nach Belieben, nur die Chancenverwertung ließ noch zu wünschen übrig. Außerdem hatte die Fortuna mit Giefer einen Keeper im Tor, der im Duell mit Schürrle lang die Oberhand behielt. Schon in der 3. Minute klärte er einen Fernschuss zur Ecke, in der 34. Minute lenkte er einen Volley-Kracher des Nationalspielers aus kurzer Distanz mit einem schnellen Reflex an die Querlatte. Kurz vor der Pause war der Torwart aber machtlos, als Schürrle einen Abpraller nach Vorlage von Sam und Kießling ins Netz drosch.

Dem Team des Trainer-Duos Samy Hyypiä und Sascha Lewandowski glückte dabei die schnelle Antwort auf den Ausgleich, der eine Kopie des Siegtreffers gegen die Bayern zu sein schien – nur eben ins eigene Tor: Rafael köpfte einen Eckball an den Schädel von Ömer Toprak, von dessen Gesichtsmaske – gegen Bielefeld hatte dieser sich die Nase gebrochen – flog der Ball an Michael Rensing vorbei ins Tor.

Das Eigentor passte ins Bild der ersten 45 Minuten, in denen die Leverkusener vor dem eigenen Tor gefährlicher schienen als die Düsseldorfer Stürmer. Allein Manuel Friedrich hatte bei zwei Aktionen Glück, dass ihm kein Eigentor unterlief (24./39.).

Schon vor dem Anpfiff war Bayer bei der Abwehrverstärkung aktiv geworden: Wie die Werkself bekanntgab, wurde der zuletzt vereinslose Sebastian Boenisch unter Vertrag genommen. Der Pole erhält in Leverkusen einen Vertrag bis Saisonende und soll vor allem die Ausfälle von Michal Kadlec und Daniel Schwaab kompensieren.

In der zweiten Halbzeit kamen die Düsseldorfer dann besser ins Spiel, schenkten nach gut einer Stunde aber die Chancen auf einen Punktgewinn fahrlässig her: Nur Sekunden nach dem Platzverweis gegen Rolfes verlor Fortunen-Kapitän Andreas Lambertz den Ball auf der Höhe der Mittellinie, Ramos Carvajal stürmte in den Strafraum, legte quer zu Castro und dieser musste nur noch einschieben.

Bayer Leverkusen : Rensing - Carvajal, Friedrich, Toprak, Hosogai - Bender, Reinartz, Castro (89. Kohr) - Schürrle (69. Hegeler), Sam (63. Rolfes) - Kießling

Fortuna Düsseldorf: Giefer - Levels, Langeneke, Juanan, van den Bergh (81. Wegkamp) - Bodzek, Lambertz (71. Ilsø) - Schahin, Kruse, Bellinghausen - Rafael (46. Cha )

Schiedsrichter: Brych (München)

Zuschauer: 27.153

Tore: 1:0 Sam (16.), 1:1 Rafael (40.), 2:1 Schürrle (41.), 3:1 Castro (66.), 3:2 Bodzek (86.)

Gelbe Karten: - / Kruse (3), Langeneke (2)

Rote Karten: Rolfes (65./grobes Foulspiel) /

Beste Spieler: Carvajal, Schürrle / Bodzek, Kruse

Bastian Schweinsteiger feiert das erste Tor gegen den HSV für die Bayern.

Bastian Schweinsteiger feiert das erste Tor gegen den HSV für die Bayern.  |  © Joern Pollex/Bongarts/Getty Images

Hamburger SV – Bayern München 0:3 (0:1)

Der Tabellenführer FC Bayern München hat die Gunst der Stunde genutzt und mit dem ersten Sieg beim Hamburger SV seit sechs Jahren seinen Vorsprung in der Fußball-Bundesliga auf sieben Punkte ausgebaut. Im 95. Nord-Süd-Duell demonstrierte Bayern, dass die Niederlage gegen Bayer Leverkusen ein einmaliger Ausrutscher war und gewann souverän und hochverdient mit 3:0 (1:0). Die Münchner können nun beruhigt dem Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen den OSC Lille entgegenblicken.

Der 10. Spieltag war nach den Ausrutschern von Schalke, Frankfurt und Dortmund perfekt für die Bayern, deren Tore sehr gut herausgespielt waren. Die Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (40.), Thomas Müller (48.) und Toni Kroos (53.) trafen für die Münchner, die ihren Auswärtsrekord auf nun fünf Siege in Serie ohne Gegentor ausbauten.

"Jeder, der heute auf einen Ausrutscher von uns gehofft hat, hat Pech gehabt. Deshalb haben wir jetzt einen schönen Abend", sagte Müller, dessen Treffer zum 0:2 aus ganz spitzem Winkel von der Marke Tor des Jahres war.

Bei den Hamburgern hielt sich der Frust über die Niederlage in Grenzen, dafür gab es vor allem Anerkennung für den Gegner. "Das 0:1 vor der Pause hat uns das Genick gebrochen. Die Bayern waren einfach zu stark heute, und wir haben nicht unseren besten Tag gehabt", sagte der Trainer Thorsten Fink. Auch der Torhüter René Adler räumte ein: "Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die eine Klasse besser war."

Mit einem offensiv orientierten Rafael van der Vaart, der sich in den ersten 45 Minuten als alleiniger Mittelstürmer verstand, boten die Gastgeber dem Branchenführer zunächst Paroli. Mit einer sehenswerten Kombination über Marcell Jansen und van der Vaart (12.) nährten die Hamburger die Hoffnungen auf eine frühe Führung. Doch gegen die gut gestaffelte Bayern-Abwehr war kein Durchkommen.

Stattdessen gingen die Gäste verdient durch Schweinsteiger in Führung. Der Nationalspieler köpfte eine schöne Vorlage von Toni Kroos aus Nahdistanz zum vierten Saisontor ein. Adler hatte noch versucht, sich beim Konter von Kroos in den Weg zu werfen, verhindern konnte er den Treffer nicht. Schon zuvor hatten Mario Mandzukic (25.) und Franck Ribéry (27.) Torchancen. Ribérys Einsatz war unsicher gewesen, aber der Franzose zeigte sich extrem lauffreudig und zweikampfstark. Zunächst auf der Bank saßen Arjen Robben und Javier Martinez.

Fink reagierte auf den Rückstand, nahm zur zweiten Halbzeit Tomas Rincon heraus und brachte Artjoms Rudnevs herein. Doch auch diese Formation kam schnell in Schwierigkeiten: Zunächst konnte Adler eine frühe Vorentscheidung durch Mandzukic (47.) noch mit einer Klasse-Aktion verhindern.

Doch dann verlud ihn Müller von der Torauslinie. Zuvor hatte Ribéry ihn bestens in Szene gesetzt, Müller setzte sich gekonnt gegen Adler durch. Nur fünf Minuten später legte Kroos mit einem strammen Schuss unter die Latte nach – ebenfalls nach guter Vorlage des Franzosen. Im Gegensatz zum stark geforderten Hamburger Schlussmann verbrachte Manuel Neuer auf der Gegenseite einen ruhigen Abend. Den Schuss von van der Vaart (67.) fing er locker und schien sogar dankbar, überhaupt einmal etwas zu tun zu bekommen.

Hamburger SV : Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj, Rincón (46. Rudnevs) - Arslan, van der Vaart, Beister (59. Aogo) - Son

Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Alaba - Schweinsteiger, Luiz Gustavo (55. Javi Martínez) - Müller, Kroos (75. Timoschtschuk), Ribéry (83. Rafinha) - Mandzukic

Schiedsrichter : Kircher (Rottenburg)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Schweinsteiger (39.), 0:2 Müller (48.), 0:3 Kroos (53.)

Gelbe Karten: Diekmeier (2), Jansen (3) / Javi Martínez (1), Ribéry (1)

Beste Spieler:
Mancienne / Mandzukic, Müller, Ribéry

Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 0:0 (0:0)

Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart zeigten Fußball vom Feinsten. Sieben Monate nach dem 4:4 trennten sich die beiden Mannschaften leistungsgerecht 0:0. Das vierte Unentschieden in Dortmund zwischen beiden Teams in Folge ist für den Deutschen Meister – gerade in Vorbereitung auf das Champions-League-Rückspiel bei Real Madrid – ein Rückschlag.

Für Stuttgart ist das Unentschieden hingegen ein positiver Trend. Das Team von Trainer Bruno Labbadia ist nun seit fünf Punktspielen ohne Niederlage und rangiert im Tabellenmittelfeld. Mit einer Leistung wie gegen Dortmund dürften die Schwaben beim FC Kopenhagen gute Aussichten auf einen Sieg in der Gruppenphase der Europa League haben.

Dortmund und Stuttgart zeigten von Beginn hohes Tempo und Einsatz. Dem VfB war das Selbstvertrauen anzusehen. Das schnelle Umschaltspiel der Mannschaft machte Dortmund anfangs einige Probleme. Christian Gentner prüfte Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller früh mit einem Schuss aus 20 Metern (2.) und blieb mit einem weiteren Versuch aus noch aussichtsreicherer Position an Lukasz Piszczek hängen (7.). Wenig später schoss Martin Harnik freistehend nach einer Ecke über das Tor (8.).

Auch die Dortmunder hatten früh Chancen. Marcel Schmelzer zielte nach fünf Minuten aus 25 Metern auf das Tor der Stuttgarter, der zuletzt starke Nationalspieler schoss knapp vorbei (10.) und hatte zuvor Pech, als bei seinem ins Tor verwandelten Freistoß Mats Hummels im Abseits stand (9.). Hummels vergab die bis dato größte Chance zur BVB-Führung. Nach einer Ecke von Marco Reus scheiterte der National-Verteidiger zunächst an Ulreich, dessen Abwehr an der Latte und dann wieder auf dem Kopf von Hummels landete. Aber auf der Linie stand Boka und rettete (29.).

Doch die Stuttgarter ließen nicht locker, kamen immer wieder mit guten Kombinationen vor das Dortmunder Tor. Die größte Chance hatte Vedad Ibisevic , der eine Abwehr von Weidenfeller nicht im Tor unterbringen konnte.

Die Dortmunder mussten früh den Verlust von Kapitän Sebastian Kehl verkraften, der bei einem Kopfball-Duell mit Raphael Holzhauser den Ellbogen an den Kopf bekam und eine Platzwunde über dem linken Auge erlitt. Für ihn kam Moritz Leitner (22.).

Das Tempo blieb auch im zweiten Durchgang sehr hoch, die Dortmunder intensivierten ihre Bemühungen. Da brachte Klopp nach elf Minuten Julian Schieber, der beim 4:4 für Stuttgart zwei Tore schoss und im Sommer zur Borussia wechselte, für Kevin Großkreutz. Und der Stürmer hätte vier Minuten später zum Helden werden können, als er von Reus in die Gasse geschickt wurde, aber an Ulreich scheiterte.

Doch auch die Gäste blieben gefährlich. Ibisevic scheiterte freistehend an Weidenfeller (74.). Klopp brachte 14 Minuten vor dem Ende dann noch Ivan Perisic für Reus. Kurz vor Ablauf der 90 Minuten war es aber Lewandowski, der mit einem Knaller an die Latte die Entscheidung verpasste.

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, M. Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl (20. Leitner) - M. Reus (76. Perisic), Götze, K. Großkreutz (56. Schieber) - Lewandowski

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist - Harnik, Gentner, Holzhauser (70. Kuzmanovic), Traore (88. Okazaki) - Ibisevic (90.+2 Maza)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 80.645

Tore: Keine

Gelbe Karten: Keine - Kvist, Gentner, Holzhauser, Ibisevic

Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 1:1 (0:0)

Drei Tage nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal hat Borussia Mönchengladbach den Sprung ins obere Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre kam gegen den SC Freiburg über ein 1:1 nicht hinaus. Freiburg bleibt damit im dritten Auswärtsspiel in Folge ohne Niederlage. Igor de Camargo (49.) erzielte den Treffer für Mönchengladbach. Daniel Caligiuri traf per Foulelfmeter (77.) für die Freiburger.

Mit dem Selbstvertrauen zweier Auswärtssiege in der Meisterschaft startete Freiburg wesentlich besser in die Partie. Trainer Christian Streich konnte seinen Außenverteidiger Oliver Sorg wieder aufbieten, allerdings diesmal auf der rechten Seite. Innen kam Pavel Krmas für den verletzten Matthias Ginter erstmals in dieser Saison zum Einsatz.

Mit schnellem und sehenswertem Kombinationsspiel setzten die Freiburger zunächst die Akzente und hatten durch ihren besten Torschützen Max Kruse in der 17. Minute auch die erste Chance. Sein Schuss traf allerdings nur das Außennetz. Kurz darauf scheiterte Cedrick Makiadi aus fünf Metern an Gladbachs Keeper Marc-André ter Stegen.

Die Gladbacher wirkten ein wenig schwerfällig. Entgegen seiner Ankündigung veränderte Borussen-Coach Favre sein Team nur auf einer Position. Für Kapitän Filip Daems feierte Oscar Wendt auf der linken Seite seine Spielzeit-Premiere.

Erst nach einer halben Stunde kamen die Gladbacher zur ersten Möglichkeiten. Erst verpasste Martin Stranzl per Kopf das Tor knapp (26.), dann scheiterte Alvaro Dominguez aus wenigen Metern an SC-Torhüter Oliver Baumann (35.).

Besser machte es de Camargo, der nach einem Pass von Wendt völlig frei vor Baumann auftauchte und keine Mühe hatte, seinen ersten Saisontreffer zu erzielen. Kurz darauf verpasste Lukas Rupp zweimal aus kurzer Distanz einen weiteren Treffer für die Borussen. Nach einem Foul von Wendt an Sorg verwandelte Caligiuri den etwas umstrittenen Strafstoß und rettete seinem Team das Remis.

Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Stranzl, Brouwers, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Rupp, Arango - Herrmann (73. Hanke), de Camargo (73. Mlapa)

SC Freiburg: Baumann - Sorg, Krmas, Diagne, Mujdza - Schuster, Makiadi (90. Guédé) - Schmid, Caligiuri - Freis (68. Rosenthal), Kruse (90.+3 Jendrisek)

Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

Zuschauer: 47.673

Tore: 1:0 de Camargo (49.), 1:1 Caligiuri (77./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Stranzl (3) / -

Beste Spieler: Arango, Marx / Kruse, Makiadi

1899 Hoffenheim – FC Schalke 04 3:2 (1:1)

Dank eines Last-Minute-Treffers von Sven Schipplock und eines überragenden Tim Wiese hat 1899 Hoffenheim dem FC Schalke 04 die erste Pflichtspielniederlage seit sechs Wochen zugefügt. Drei Tage vor der Champions-League-Partie gegen den FC Arsenal unterlag der Tabellenzweite trotz Überlegenheit mit 2:3.

Die Tore für die Hoffenheimer erzielten Kevin Volland in der 13. Minute, Roberto Firmino mit einem Foulelfmeter (67.) und Schipplock in der Nachspielzeit. Roman Neustädter (37.) und Atsuto Uchida (82.) hatten für die klar überlegenen, aber im Abschluss schwachen Schalker zweimal ausgeglichen.

Die Kritik von Manager Andreas Müller nach der 0:3-Niederlage in Mainz zeigte bei den Hoffenheimern Wirkung. Vom Anpfiff weg agierten die Hausherren aggressiv, teilweise sogar bissig in den Zweikämpfen und ließen Schalke zunächst kaum ins Spiel kommen. Die Gelsenkirchener hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten diesen Vorteil aber nicht nutzen.

Hoffenheim setzte aus einer gut formierten Abwehr heraus auf Konter, von denen einer zur schnellen Führung führte. Fabian Johnson passte zu Volland, der den Ball am Schalke-Keeper Lars Unnerstall vorbei ins lange Eck schob. Bereits 120 Sekunden zuvor hatte Joselu die erste Großchance leichtfertig vergeben, als er Unnerstall den Ball freistehend in die Arme köpfte.

Schalke tat sich gegen die Hoffenheimer anfangs schwer. So musste eine Standardsituation herhalten, um die Defensive des TSG zu überwinden. Nach einer Ecke sprang Neustädter am höchsten und köpfte ein.

Sonst konnte sich Hoffenheims Torwart Wiese mehrmals auszeichnen. Erst hielt er einen mächtigen Volleyschuss von Jermaine Jones (42.) und rettete auch gegen den nachsetzenden Jefferson Farfan, dann verhinderte er gegen den frei vor ihm auftauchenden Ibrahim Affellay (45.) den Rückstand.

Nach der Pause rettete Wiese die Hoffenheimer weiter. In der 51. Minute hielt er gegen Farfan und Affelay. Schalke versuchte mit aller Gewalt in Führung zu gehen, mit der jeder Zeit gerechnet wurde. Doch dann kam es anders. Joel Matip foulte Volland im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Roberto Firmino. Schalke gab jedoch nicht auf und kam durch Uchida noch einmal zurück, ging dann in der Nachspielzeit aber doch noch K.o.

1899 Hoffenheim: Wiese - Beck, Vestergaard, Compper, Johnson - Williams, Rudy - Roberto Firmino, Volland (89. Schipplock), Usami (62. Grifo) - Joselu

FC Schalke 04: Unnerstall - Uchida, Höwedes, Matip (83. Papadopoulos), Fuchs - Neustädter, Jones (77. Marica) - Farfán, Holtby (65. Draxler), Afellay - Huntelaar

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 30.150 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Volland (13.), 1:1 Neustädter (37.), 2:1 Roberto Firmino (67./Foulelfmeter), 2:2 Uchida (82.), 3:2 Schipplock (90.+1)

Gelbe Karten: Compper (1), Rudy (3) / Afellay (2), Fuchs (3), Huntelaar (1)

Beste Spieler: Wiese, Volland / Farfán, Neustädter

1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)

Mit dem ersten Heimsieg der Saison hat Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg den Aufwärtstrend des VfL Wolfsburg unter Lorenz-Günther Köstner beendet. Nürnberg bezwang die Wolfsburger zu Hause mit 1:0 und holte damit nach sechs Spielen wieder drei Punkte. Timo Gebhart (76. Minute) sorgte in der schwachen Partie per Kopf für den verdienten Erfolg.

Der Wolfsburger Interimscoach Köstner setzte auch in Nürnberg auf Beständigkeit. Wie schon beim Heimerfolg im DFB-Pokal vertraute er der Erfolgself, die vor einer Woche in Düsseldorf einen überzeugenden Sieg eingefahren hatte. Nürnbergs Trainer Hecking dagegen veränderte seine Aufstellung: Für Javier Pinola (Gelb-Sperre) besetzte Marvin Plattenhardt die linke Abwehrseite, zudem kam Alexander Esswein für Mike Frantz ins Team.

Seit vier Spielen hatte Nürnberg nicht mehr getroffen, doch war von Verunsicherung keine Spur. Engagiert ging die Mannschaft, wo erneut Patrick Rakovsky für den verletzten Raphael Schäfer das Tor hütete, in der Anfangsphase ins Spiel und kam zu Beginn gefährlich vor das Tor von VfL-Keeper Diego Benaglio . Stürmer Tomas Pekhart musste sich allerdings gleich zweimal (6./10.) vor Benaglio geschlagen geben.

Von Wolfsburg kam zunächst nichts. Zwar begannen die Gäste nach gut einer Viertelstunde, die Partie ausgeglichener zu gestalten. Chancen gab es jedoch selten. In der Offensive war die Mannschaft erschreckend zahm wie zuletzt unter Felix Magath. Doch auch Nürnberg spielte nicht mehr so beherzt wie in der Anfangsphase. Prompt verflachte die Partie.

Auch nach der Pause blieb das Spiel eher zäh. Offensiv hatten die Wolfsburger in der 69. Minute immerhin endlich so etwas wie eine Torchance: Diego prüfte mit einem nur halbwegs gefährlichen Fernschuss den Nürnberger Schlussmann Rakovsky. Das war es dann aber auch schon mit den Offensivbemühungen der Wolfsburger.

Auch die Franken hatten in der zweiten Hälfte nicht mehr viel zu bieten. Zwar bestimmte das Team von Trainer Hecking das Geschehen, nennenswerte Torchancen konnte sich die Mannschaft aber trotz aller Bemühungen lange nicht herausspielen. Als sich fast alle im Nürnberger Stadion auf ein Unentschieden einrichteten, köpfte Gebhart nach schöner Flanke von Timothy Chandler aber doch noch zum Siegtreffer ein.

1. FC Nürnberg: Rakovsky - Chandler, Nilsson, Klose, Plattenhardt - Balitsch (83. Feulner), Simons - Kiyotake, Gebhart (87. Korczowski), Esswein - Pekhart (72. Polter)

VfL Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer - Polak, Josué (84. Lakic) - Hasebe (84. Madlung), Diego, Olic (62. Rodriguez) - Dost

Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 40.500

Tor: 1:0 Gebhart (76.)

Gelbe Karten: Chandler (2), Kiyotake (1) / Fagner (1), Josué (3), Kjaer (1)

Beste Spieler: Simons, Gebhart / Benaglio

Hannover 96 – FC Augsburg 2:0 (1:0)

Hannover 96 kann doch noch gewinnen. Mame Diouf (26. Minute) und Stindl (85.) schossen die Mannschaft zu einem verdienten 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg . Für Hannover war es der erste Sieg überhaupt in einem Pflichtspiel gegen Augsburg und die ersten drei Punkte nach zuvor vier Bundesligaspielen mit nur einem Punkt.

Mit nun 14 Zählern hat das Team von Trainer Mirko Slomka wieder Anschluss an die Europa-League-Ränge. Augsburg fällt auf den letzten Tabellenrang. Der FCA blieb auch im vierten Auswärtsspiel in Serie ohne Torerfolg. Der bislang letzte Auswärtssieg liegt bereits fast sieben Monate zurück.

Dabei spielten die Augsburger gar nicht so schlecht und hatten vor allem nach der Pause Möglichkeiten zum Ausgleich. Das Führungstor für die Niedersachsen fiel etwas glücklich nach einem Stellungsfehler des Augsburger Linksverteidigers Marcel de Jong, der Lars Stindl ziehen ließ. Dessen Hereingabe konnte Diouf aus kurzer Distanz zum dritten Saisontreffer sicher verwandeln.

Bis dahin verlief das Spiel eher zäh. Der FC Augsburg machte zwar mit, war aber spielerisch limitiert und zog sich bei Ballbesitz für Hannover immer wieder mit fünf Mann auf eine Defensivlinie zurück.

Aber auch Hannover fiel wenig ein. Mehr als ein Diouf-Kopfball (15.) brachte 96 nicht zustande. Bereits nach 20 Minuten gab es erste Pfiffe ob des trostlosen Spiels. Auch nach dem Tor gab es kaum Offensivszenen.

Schon nach knapp einer halben Stunden schickte Slomka seine Ersatzspieler zum Aufwärmen. Kurz vor der Pause wäre Hannovers Unvermögen, ihre Überlegenheit auszunutzen, beinahe bestraft worden. Knowledge Musonas abgefälschter Weitschuss verfehlte das 96-Tor nur knapp (38.).

Zur Pause versuchte Augsburgs Coach Markus Weinzierl mit dem eingewechselten Aristide Bancé als zweite Spitze mehr Druck aufzubauen. Dies gelang zunächst nur bedingt. Hannover blieb spielbestimmend und kam nun etwa durch Didier Ya Konan (53./55.) auch zu guten Möglichkeiten. Bancé hatte in der 74. Minute die größte Möglichkeit zum Ausgleich. Sein Kopfball wurde aber abgeblockt. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Hannovers Zittern ein Ende, als Stindl zum 2:0 traf.

Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Rausch - Schmiedebach, Schulz - Stindl, Huszti (87. Schlaudraff) - Ya Konan (79. Pander), Diouf (90.+1 Sobiech)

FC Augsburg: Jentzsch - Vogt, Langkamp, Klavan, de Jong - Ottl, Baier - Musona (68. Koo), Moravek (46. Bancé), Werner (59. Ostrzolek) - Oehrl

Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)

Zuschauer: 41.200

Tore: 1:0 Diouf (26.), 2:0 Stindl (85.)

Gelbe Karten: - / -

Beste Spieler: Diouf, Huszti / Klavan, Oehrl

Der Fürther Edgar Prib (rechts) verliert den Zweikampf gegen Frankfurts Leistungsträger Sebastian Rode.

Der Fürther Edgar Prib (rechts) verliert den Zweikampf gegen Frankfurts Leistungsträger Sebastian Rode.  |  © Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt– SpVgg Greuther Fürth 1:1 (1:0)

Auch ein Turbostart nach 24 Sekunden hat Eintracht Frankfurt nichts genutzt: Der Tabellendritte kam im Aufsteigerduell mit der SpVgg Greuther Fürth nicht über ein 1:1 hinaus und ist damit zum ersten Mal in dieser bislang so erfolgreichen Saison ein wenig ins Straucheln geraten. Alexander Meier erzielte mit dem schnellsten Tor dieser Bundesliga-Saison die frühe Eintracht-Führung. Zoltan Stieber (53. Minute) besorgte mit einem schönen Lupfer das dritte Unentschieden nacheinander für die Fürther, die zumindest für eine Nacht am FC Augsburg vorbei auf den 17. Platz kletterten.

"Wir hatten die Chance zu mehr, schlimmer kann ein Spiel nicht beginnen. Aber wie die Mannschaft danach aufgetreten ist, davor ziehe ich den Hut", sagte Fürths Trainer Mike Büskens. "Ich denke, dass uns der Punkt weiterhilft", meinte Frankfurts Stürmer Meier. "Die ersten 15 Minuten waren gut, dann hat Fürth besser gespielt und verdient den Punkt mitgenommen." Trotz der schwierigen Situation bei nur einem Sieg aus den vergangenen vier Spielen war sein Trainer Armin Veh mit dem Punkt zufrieden: "Wir waren immer einen Meter hintendran. Wir werden jetzt zwei Tage freimachen, das tut ihnen mal ganz gut."

Aus einer kompakten Defensive wollte Büskens das Spiel beginnen – der Plan scheiterte schon nach wenigen Augenblicken. Einen Schuss des rechtzeitig fit gewordenen Sebastian Rode klatschte Gäste-Torwart Max Grün nach vorne ab, per Drehschuss erzielte Meier aus 13 Metern sein siebtes Saisontor. Die Bestmarke für den schnellsten Treffer hielt in dieser Spielzeit bislang der Stuttgarter Vedad Ibisevic mit ebenfalls 24 Sekunden.

Trotz des jähen Rückschlags zeigte sich Fürth keinesfalls geschockt. Mit dem Selbstvertrauen aus dem ersten Heimzähler beim 1:1 gegen Werder Bremen störten die Franken früh, setzten das Heimteam aggressiv unter Druck und hätten beinahe von eklatanten Aussetzern der Eintracht profitiert. Nach einem Fehlpass von Sebastian Jung war Gerald Asamoah allerdings im Laufduell mit Frankfurts Keeper Kevin Trapp zunächst einen Schritt zu langsam (23.). Vier Minuten später legte Takashi Inui den Ball in den Lauf von Asamoah, doch erneut blieb Trapp nervenstark und parierte den Versuch des früheren Nationalstürmers. "Wenn ich abgebrühter vor dem Tor bin, gewinnen wir das Spiel", bemängelte Asamoah.

Im spielerisch schwächsten Auftritt dieser Saison unterliefen den Frankfurtern zahlreiche Fehlpässe, zunächst spielten sie aber zumindest noch die besseren Chancen heraus. Erst warf sich Fürths Verteidiger Thomas Kleine in höchster Not in einen Schuss von Meier (35.), anschließend zielte Olivier Occean ein wenig zu hoch. Der Stürmer zeigte gegen seine früheren Kollegen eine ganz schwache Leistung und wurde sogar von den eigenen Fans ausgepfiffen. "Wir sind sehr, sehr gut ins Spiel gekommen. Aber wir kriegen keinen Zugriff", analysierte Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner in der Halbzeit.

Auch nach der Pause blieben die Franken das gefährlichere Team – und nutzten die erste Konterchance eiskalt. Edgar Prib schickte Stieber mit einem Steilpass, der völlig alleingelassene Ungar überwand Trapp mit einem tollen Lupfer von der Strafraumgrenze.

Nach dem verdienten Ausgleich drängte Fürth sogar auf den zweiten Auswärtssieg. Zunächst scheiterte Asamoah wieder an Trapp (58.). In der 75. Minute rettete der beste Frankfurter zumindest einen Punkt mit einer Glanzparade gegen den Flachschuss von Stephan Fürstner. In der ersten schwächeren Phase der Saison muss das Veh-Team nun kommende Woche zum FC Bayern München.

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Demidov, Oczipka - Schwegler, Rode (84. Celozzi) - Aigner (76. Köhler), Meier, Inui (57. Matmour) - Occean

SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Sararer (90.+2 Mikkelsen), Pekovic, Fürstner, Stieber - Prib - Asamoah (89. Edu)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 47.400

Tore: 1:0 Meier (1.), 1:1 Stieber (53.)

Gelbe Karten: Jung (2), Schwegler (4) / Asamoah (1), Fürstner (4)

Beste Spieler: Trapp, Rode / Mavraj, Stieber

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Leserkommentare
    • Peterra
    • 04. November 2012 2:48 Uhr

    Europa-League/Champions-League, DFB-Pokal. Wer auf allen drei Hochzeiten längerfristig tanzen will, braucht einen Kader, der

    a) Verletzte annähernd gleichwertig ersetzen kann
    b) über internationale Erfahrung verfügt
    c) dem Dauerdruck "englischer Wochen" gewachsen ist.

    Bislang war der FC Bayern das einzige BL-Team, das diese Anforderungen erfüllen konnte, weil der Verein langfristig finanziell auf gesicherten Füßen steht und hervorragend gemanagt wird.

    Dortmund könnte folgen. Jedoch haben sie es - genau wie der FCB in den Vorjahren - versäumt, sich den neuen Anforderungen entsprechend zu verstärken, daher der aktuelle Leistungsabfall in der Buli.

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    • lxththf
    • 04. November 2012 3:34 Uhr

    Sie haben heute 2mal Alu getroffen. Wenn der Kopfball von Lewandowski reingeht, dann spricht keiner mehr von Leistungsabfall. Sie stehen auf Platz vier, haben sich spielerisch stabilisiert (nach der durch die Länderspiele sehr zerstückelte Vorbereitung). Was will man also mehr (ausser vielleicht vor Schalke zu stehen)?
    Und was die Bayern betrifft. Da haben Sie recht. Bei der Finanzkraft werden Sie immer oben dran sein und ab und an auch die Liga dominieren, so wie aktuell. Ein Blick auf die Tordifferenz spricht da die deutlichste Sprache (mehr noch als die Punkte).

    insbesondere in der BL.

    Sowohl Schalke als auch Dortmund müssen der dreifach Belastung Tribut zollen und verlieren insbesondere wichtige Punkte in der BL.

    Sie haben aber beide zur Zeit auch noch nicht die Mittel, sich einen so komfortablen und hochwertigen Kader wie Bayern leisten zu können in dem jede Schlüsselposition meist doppelt stark besetzt ist.

    Das macht zur Zeit den Unterschied insbesondere in der BL aus.

    Ob Bayern nach dem dreifachen Vizetitel in der letzten Saison allerdings diesmal das Titel Triple schafft bleibt abzuwarten...

    • lxththf
    • 04. November 2012 3:34 Uhr

    Sie haben heute 2mal Alu getroffen. Wenn der Kopfball von Lewandowski reingeht, dann spricht keiner mehr von Leistungsabfall. Sie stehen auf Platz vier, haben sich spielerisch stabilisiert (nach der durch die Länderspiele sehr zerstückelte Vorbereitung). Was will man also mehr (ausser vielleicht vor Schalke zu stehen)?
    Und was die Bayern betrifft. Da haben Sie recht. Bei der Finanzkraft werden Sie immer oben dran sein und ab und an auch die Liga dominieren, so wie aktuell. Ein Blick auf die Tordifferenz spricht da die deutlichste Sprache (mehr noch als die Punkte).

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    hätten die Bayern letztes Jahr die CL gewonnen!
    hätte der BVB Kagawa nicht verkauft!
    wäre der BVB nicht so ungeschickt an die Börse gegangen!
    würde der FCB nicht so gut haushalten!

    aber aus Fehlern wird man klug und der BVB wieder realistischer!
    noch ein *wenn* gefällig?
    wenn heute Leverkusen und Mainz gewinnen, steht der BVB auf Platz 6 und hat eine gössere Punktedifferenz zu Platz 1 als auf die Abstiegsränge :-)

    trotz alledem, der BVB wird eine gute Saison spielen und sich dauerhaft mit den Bayern auch international durchsetzen!
    Ich freu mich auf die direkten Duelle!
    Und das absolut grösste wäre ein gemeinsames CL Finale!

  1. @Ixththf:
    Ach so, durch "Länderspiele sehr zerstückelte Vorbereitung" für die Dortmunder.
    Bloß gut dass die Bayern keine Nationalspieler haben!
    Schönen Sonntag, jawosisndes

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    • lxththf
    • 04. November 2012 13:11 Uhr

    einen gemeinsamen großen Block in der NM. Mal kurz Zusammengefasst: Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Gomez (ja verletzt), Neuer, Müller, Boateng, Badstuber. Allein hier haben wir 7 Spieler, die bei Bayern momentan gesetzt sind + einen Ribery in Topform.
    Bei Dortmund: Hummels, Schmelzer, Gündoğan, Götze und Reus, von denen einige jedoch verletzt waren.
    Und wenn einige Spieler ausfallen + 4fach Belastung (Pokal, Liga, CL, NM) dann wird es nunmal eng und umso schöner ist es, dass das Team dennoch weiter "sein" Spiel spielt.
    Manchmal muss man im Übrigen vielleicht auch einfach den Verantwortlichen zuhören und glauben, wenn diese sagen, dass die direkte CL-Quali das Ziel ist und es egal ist, was Bayern macht. Sollen sie doch Meister werden, aber Fußball ist mehr als nur Titel.

    • bayert
    • 04. November 2012 9:25 Uhr

    der BVB hat 0:0 gespielt.

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    wenn man zu hause unentschieden spielt und der abstand zu den bayern schon 11 punkte beträgt.

    eine dritte meisterschaft rückt bei diesen ergebnissen halt -LEIDER- immer mehr in die kategorie: I have a dream - vermutlich aber schon am 10. spieltag ausgeträumt ,-(((

  2. hätten die Bayern letztes Jahr die CL gewonnen!
    hätte der BVB Kagawa nicht verkauft!
    wäre der BVB nicht so ungeschickt an die Börse gegangen!
    würde der FCB nicht so gut haushalten!

    aber aus Fehlern wird man klug und der BVB wieder realistischer!
    noch ein *wenn* gefällig?
    wenn heute Leverkusen und Mainz gewinnen, steht der BVB auf Platz 6 und hat eine gössere Punktedifferenz zu Platz 1 als auf die Abstiegsränge :-)

    trotz alledem, der BVB wird eine gute Saison spielen und sich dauerhaft mit den Bayern auch international durchsetzen!
    Ich freu mich auf die direkten Duelle!
    Und das absolut grösste wäre ein gemeinsames CL Finale!

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Leistungsabfall?"
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    Das nenn' ich Optimismus:
    Nur weil sie in den ersten drei Spielen der CL-Vorrunde keine solchen Prügel bezogen haben wie vor einem Jahr, die Dortmunder Truppe schon jetzt international erfolgreich zu sehen und sie ins Endspiel gegen Bayern zu phantasieren, ist schon recht abenteuerlich.
    Mit solchem Optimismus könnte man sogar von Jogi Löws Schönspielertruppe einen Endspielsieg 2014 in Brasilien erwarten.

  3. insbesondere in der BL.

    Sowohl Schalke als auch Dortmund müssen der dreifach Belastung Tribut zollen und verlieren insbesondere wichtige Punkte in der BL.

    Sie haben aber beide zur Zeit auch noch nicht die Mittel, sich einen so komfortablen und hochwertigen Kader wie Bayern leisten zu können in dem jede Schlüsselposition meist doppelt stark besetzt ist.

    Das macht zur Zeit den Unterschied insbesondere in der BL aus.

    Ob Bayern nach dem dreifachen Vizetitel in der letzten Saison allerdings diesmal das Titel Triple schafft bleibt abzuwarten...

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    • nyobion
    • 05. November 2012 6:16 Uhr

    auch als bayern sympathisant find ich es abwägig bei den dortmundern von schwäche oder fehlender konstanz zu sprechen.

    es fehlt zur zeit das bissel glück, das in solchen spielen entscheidend ist, auch bei den bayern.

    stuttgarts holzhauser hätte rot sehen müssen (was im übrigen für jedes foul dieser art zählen sollte).

    wieviele spiele haben die bayern nach einem rückstand in den letzten 3 jahren gewinnen können? diese saison 2mal (leverkusen / BARTE)rückstand, 2 mal verloren.

    die saison ist noch lange nicht gelaufen und spätestens wenn dortmund zu gast in münchen ist, wird sich wirklich zeigen, wohin die reise geht.

    • lxththf
    • 04. November 2012 13:11 Uhr

    einen gemeinsamen großen Block in der NM. Mal kurz Zusammengefasst: Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Gomez (ja verletzt), Neuer, Müller, Boateng, Badstuber. Allein hier haben wir 7 Spieler, die bei Bayern momentan gesetzt sind + einen Ribery in Topform.
    Bei Dortmund: Hummels, Schmelzer, Gündoğan, Götze und Reus, von denen einige jedoch verletzt waren.
    Und wenn einige Spieler ausfallen + 4fach Belastung (Pokal, Liga, CL, NM) dann wird es nunmal eng und umso schöner ist es, dass das Team dennoch weiter "sein" Spiel spielt.
    Manchmal muss man im Übrigen vielleicht auch einfach den Verantwortlichen zuhören und glauben, wenn diese sagen, dass die direkte CL-Quali das Ziel ist und es egal ist, was Bayern macht. Sollen sie doch Meister werden, aber Fußball ist mehr als nur Titel.

    Antwort auf "Glückliche Bayern"
    • unico
    • 04. November 2012 14:21 Uhr

    ..auch wenn es ein Auswärtsspiel ist: Gewinnen tut man mit 3:0 und nicht mit 0:3 (-;

    LG
    Nico

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