Fußball-BundesligaBremen nähert sich den Europa-League-Plätzen
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Hamburger SV - Bayern München

Bastian Schweinsteiger feiert das erste Tor gegen den HSV für die Bayern.

Bastian Schweinsteiger feiert das erste Tor gegen den HSV für die Bayern.  |  © Joern Pollex/Bongarts/Getty Images

Hamburger SV – Bayern München 0:3 (0:1)

Der Tabellenführer FC Bayern München hat die Gunst der Stunde genutzt und mit dem ersten Sieg beim Hamburger SV seit sechs Jahren seinen Vorsprung in der Fußball-Bundesliga auf sieben Punkte ausgebaut. Im 95. Nord-Süd-Duell demonstrierte Bayern, dass die Niederlage gegen Bayer Leverkusen ein einmaliger Ausrutscher war und gewann souverän und hochverdient mit 3:0 (1:0). Die Münchner können nun beruhigt dem Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen den OSC Lille entgegenblicken.

Der 10. Spieltag war nach den Ausrutschern von Schalke, Frankfurt und Dortmund perfekt für die Bayern, deren Tore sehr gut herausgespielt waren. Die Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (40.), Thomas Müller (48.) und Toni Kroos (53.) trafen für die Münchner, die ihren Auswärtsrekord auf nun fünf Siege in Serie ohne Gegentor ausbauten.

"Jeder, der heute auf einen Ausrutscher von uns gehofft hat, hat Pech gehabt. Deshalb haben wir jetzt einen schönen Abend", sagte Müller, dessen Treffer zum 0:2 aus ganz spitzem Winkel von der Marke Tor des Jahres war.

Bei den Hamburgern hielt sich der Frust über die Niederlage in Grenzen, dafür gab es vor allem Anerkennung für den Gegner. "Das 0:1 vor der Pause hat uns das Genick gebrochen. Die Bayern waren einfach zu stark heute, und wir haben nicht unseren besten Tag gehabt", sagte der Trainer Thorsten Fink. Auch der Torhüter René Adler räumte ein: "Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die eine Klasse besser war."

Mit einem offensiv orientierten Rafael van der Vaart, der sich in den ersten 45 Minuten als alleiniger Mittelstürmer verstand, boten die Gastgeber dem Branchenführer zunächst Paroli. Mit einer sehenswerten Kombination über Marcell Jansen und van der Vaart (12.) nährten die Hamburger die Hoffnungen auf eine frühe Führung. Doch gegen die gut gestaffelte Bayern-Abwehr war kein Durchkommen.

Stattdessen gingen die Gäste verdient durch Schweinsteiger in Führung. Der Nationalspieler köpfte eine schöne Vorlage von Toni Kroos aus Nahdistanz zum vierten Saisontor ein. Adler hatte noch versucht, sich beim Konter von Kroos in den Weg zu werfen, verhindern konnte er den Treffer nicht. Schon zuvor hatten Mario Mandzukic (25.) und Franck Ribéry (27.) Torchancen. Ribérys Einsatz war unsicher gewesen, aber der Franzose zeigte sich extrem lauffreudig und zweikampfstark. Zunächst auf der Bank saßen Arjen Robben und Javier Martinez.

Fink reagierte auf den Rückstand, nahm zur zweiten Halbzeit Tomas Rincon heraus und brachte Artjoms Rudnevs herein. Doch auch diese Formation kam schnell in Schwierigkeiten: Zunächst konnte Adler eine frühe Vorentscheidung durch Mandzukic (47.) noch mit einer Klasse-Aktion verhindern.

Doch dann verlud ihn Müller von der Torauslinie. Zuvor hatte Ribéry ihn bestens in Szene gesetzt, Müller setzte sich gekonnt gegen Adler durch. Nur fünf Minuten später legte Kroos mit einem strammen Schuss unter die Latte nach – ebenfalls nach guter Vorlage des Franzosen. Im Gegensatz zum stark geforderten Hamburger Schlussmann verbrachte Manuel Neuer auf der Gegenseite einen ruhigen Abend. Den Schuss von van der Vaart (67.) fing er locker und schien sogar dankbar, überhaupt einmal etwas zu tun zu bekommen.

Hamburger SV : Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj, Rincón (46. Rudnevs) - Arslan, van der Vaart, Beister (59. Aogo) - Son

Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Alaba - Schweinsteiger, Luiz Gustavo (55. Javi Martínez) - Müller, Kroos (75. Timoschtschuk), Ribéry (83. Rafinha) - Mandzukic

Schiedsrichter : Kircher (Rottenburg)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Schweinsteiger (39.), 0:2 Müller (48.), 0:3 Kroos (53.)

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Gelbe Karten: Diekmeier (2), Jansen (3) / Javi Martínez (1), Ribéry (1)

Beste Spieler:
Mancienne / Mandzukic, Müller, Ribéry

Leserkommentare
    • Peterra
    • 04. November 2012 2:48 Uhr

    Europa-League/Champions-League, DFB-Pokal. Wer auf allen drei Hochzeiten längerfristig tanzen will, braucht einen Kader, der

    a) Verletzte annähernd gleichwertig ersetzen kann
    b) über internationale Erfahrung verfügt
    c) dem Dauerdruck "englischer Wochen" gewachsen ist.

    Bislang war der FC Bayern das einzige BL-Team, das diese Anforderungen erfüllen konnte, weil der Verein langfristig finanziell auf gesicherten Füßen steht und hervorragend gemanagt wird.

    Dortmund könnte folgen. Jedoch haben sie es - genau wie der FCB in den Vorjahren - versäumt, sich den neuen Anforderungen entsprechend zu verstärken, daher der aktuelle Leistungsabfall in der Buli.

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    • lxththf
    • 04. November 2012 3:34 Uhr

    Sie haben heute 2mal Alu getroffen. Wenn der Kopfball von Lewandowski reingeht, dann spricht keiner mehr von Leistungsabfall. Sie stehen auf Platz vier, haben sich spielerisch stabilisiert (nach der durch die Länderspiele sehr zerstückelte Vorbereitung). Was will man also mehr (ausser vielleicht vor Schalke zu stehen)?
    Und was die Bayern betrifft. Da haben Sie recht. Bei der Finanzkraft werden Sie immer oben dran sein und ab und an auch die Liga dominieren, so wie aktuell. Ein Blick auf die Tordifferenz spricht da die deutlichste Sprache (mehr noch als die Punkte).

    insbesondere in der BL.

    Sowohl Schalke als auch Dortmund müssen der dreifach Belastung Tribut zollen und verlieren insbesondere wichtige Punkte in der BL.

    Sie haben aber beide zur Zeit auch noch nicht die Mittel, sich einen so komfortablen und hochwertigen Kader wie Bayern leisten zu können in dem jede Schlüsselposition meist doppelt stark besetzt ist.

    Das macht zur Zeit den Unterschied insbesondere in der BL aus.

    Ob Bayern nach dem dreifachen Vizetitel in der letzten Saison allerdings diesmal das Titel Triple schafft bleibt abzuwarten...

    • lxththf
    • 04. November 2012 3:34 Uhr

    Sie haben heute 2mal Alu getroffen. Wenn der Kopfball von Lewandowski reingeht, dann spricht keiner mehr von Leistungsabfall. Sie stehen auf Platz vier, haben sich spielerisch stabilisiert (nach der durch die Länderspiele sehr zerstückelte Vorbereitung). Was will man also mehr (ausser vielleicht vor Schalke zu stehen)?
    Und was die Bayern betrifft. Da haben Sie recht. Bei der Finanzkraft werden Sie immer oben dran sein und ab und an auch die Liga dominieren, so wie aktuell. Ein Blick auf die Tordifferenz spricht da die deutlichste Sprache (mehr noch als die Punkte).

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    hätten die Bayern letztes Jahr die CL gewonnen!
    hätte der BVB Kagawa nicht verkauft!
    wäre der BVB nicht so ungeschickt an die Börse gegangen!
    würde der FCB nicht so gut haushalten!

    aber aus Fehlern wird man klug und der BVB wieder realistischer!
    noch ein *wenn* gefällig?
    wenn heute Leverkusen und Mainz gewinnen, steht der BVB auf Platz 6 und hat eine gössere Punktedifferenz zu Platz 1 als auf die Abstiegsränge :-)

    trotz alledem, der BVB wird eine gute Saison spielen und sich dauerhaft mit den Bayern auch international durchsetzen!
    Ich freu mich auf die direkten Duelle!
    Und das absolut grösste wäre ein gemeinsames CL Finale!

  1. @Ixththf:
    Ach so, durch "Länderspiele sehr zerstückelte Vorbereitung" für die Dortmunder.
    Bloß gut dass die Bayern keine Nationalspieler haben!
    Schönen Sonntag, jawosisndes

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    • lxththf
    • 04. November 2012 13:11 Uhr

    einen gemeinsamen großen Block in der NM. Mal kurz Zusammengefasst: Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Gomez (ja verletzt), Neuer, Müller, Boateng, Badstuber. Allein hier haben wir 7 Spieler, die bei Bayern momentan gesetzt sind + einen Ribery in Topform.
    Bei Dortmund: Hummels, Schmelzer, Gündoğan, Götze und Reus, von denen einige jedoch verletzt waren.
    Und wenn einige Spieler ausfallen + 4fach Belastung (Pokal, Liga, CL, NM) dann wird es nunmal eng und umso schöner ist es, dass das Team dennoch weiter "sein" Spiel spielt.
    Manchmal muss man im Übrigen vielleicht auch einfach den Verantwortlichen zuhören und glauben, wenn diese sagen, dass die direkte CL-Quali das Ziel ist und es egal ist, was Bayern macht. Sollen sie doch Meister werden, aber Fußball ist mehr als nur Titel.

    • bayert
    • 04. November 2012 9:25 Uhr

    der BVB hat 0:0 gespielt.

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    wenn man zu hause unentschieden spielt und der abstand zu den bayern schon 11 punkte beträgt.

    eine dritte meisterschaft rückt bei diesen ergebnissen halt -LEIDER- immer mehr in die kategorie: I have a dream - vermutlich aber schon am 10. spieltag ausgeträumt ,-(((

  2. hätten die Bayern letztes Jahr die CL gewonnen!
    hätte der BVB Kagawa nicht verkauft!
    wäre der BVB nicht so ungeschickt an die Börse gegangen!
    würde der FCB nicht so gut haushalten!

    aber aus Fehlern wird man klug und der BVB wieder realistischer!
    noch ein *wenn* gefällig?
    wenn heute Leverkusen und Mainz gewinnen, steht der BVB auf Platz 6 und hat eine gössere Punktedifferenz zu Platz 1 als auf die Abstiegsränge :-)

    trotz alledem, der BVB wird eine gute Saison spielen und sich dauerhaft mit den Bayern auch international durchsetzen!
    Ich freu mich auf die direkten Duelle!
    Und das absolut grösste wäre ein gemeinsames CL Finale!

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Leistungsabfall?"
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    Das nenn' ich Optimismus:
    Nur weil sie in den ersten drei Spielen der CL-Vorrunde keine solchen Prügel bezogen haben wie vor einem Jahr, die Dortmunder Truppe schon jetzt international erfolgreich zu sehen und sie ins Endspiel gegen Bayern zu phantasieren, ist schon recht abenteuerlich.
    Mit solchem Optimismus könnte man sogar von Jogi Löws Schönspielertruppe einen Endspielsieg 2014 in Brasilien erwarten.

  3. insbesondere in der BL.

    Sowohl Schalke als auch Dortmund müssen der dreifach Belastung Tribut zollen und verlieren insbesondere wichtige Punkte in der BL.

    Sie haben aber beide zur Zeit auch noch nicht die Mittel, sich einen so komfortablen und hochwertigen Kader wie Bayern leisten zu können in dem jede Schlüsselposition meist doppelt stark besetzt ist.

    Das macht zur Zeit den Unterschied insbesondere in der BL aus.

    Ob Bayern nach dem dreifachen Vizetitel in der letzten Saison allerdings diesmal das Titel Triple schafft bleibt abzuwarten...

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    • nyobion
    • 05. November 2012 6:16 Uhr

    auch als bayern sympathisant find ich es abwägig bei den dortmundern von schwäche oder fehlender konstanz zu sprechen.

    es fehlt zur zeit das bissel glück, das in solchen spielen entscheidend ist, auch bei den bayern.

    stuttgarts holzhauser hätte rot sehen müssen (was im übrigen für jedes foul dieser art zählen sollte).

    wieviele spiele haben die bayern nach einem rückstand in den letzten 3 jahren gewinnen können? diese saison 2mal (leverkusen / BARTE)rückstand, 2 mal verloren.

    die saison ist noch lange nicht gelaufen und spätestens wenn dortmund zu gast in münchen ist, wird sich wirklich zeigen, wohin die reise geht.

    • lxththf
    • 04. November 2012 13:11 Uhr

    einen gemeinsamen großen Block in der NM. Mal kurz Zusammengefasst: Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Gomez (ja verletzt), Neuer, Müller, Boateng, Badstuber. Allein hier haben wir 7 Spieler, die bei Bayern momentan gesetzt sind + einen Ribery in Topform.
    Bei Dortmund: Hummels, Schmelzer, Gündoğan, Götze und Reus, von denen einige jedoch verletzt waren.
    Und wenn einige Spieler ausfallen + 4fach Belastung (Pokal, Liga, CL, NM) dann wird es nunmal eng und umso schöner ist es, dass das Team dennoch weiter "sein" Spiel spielt.
    Manchmal muss man im Übrigen vielleicht auch einfach den Verantwortlichen zuhören und glauben, wenn diese sagen, dass die direkte CL-Quali das Ziel ist und es egal ist, was Bayern macht. Sollen sie doch Meister werden, aber Fußball ist mehr als nur Titel.

    Antwort auf "Glückliche Bayern"
    • unico
    • 04. November 2012 14:21 Uhr

    ..auch wenn es ein Auswärtsspiel ist: Gewinnen tut man mit 3:0 und nicht mit 0:3 (-;

    LG
    Nico

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