Fußball-Bundesliga : Bremen nähert sich den Europa-League-Plätzen
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Borussia Dortmund – VfB Stuttgart

Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 0:0 (0:0)

Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart zeigten Fußball vom Feinsten. Sieben Monate nach dem 4:4 trennten sich die beiden Mannschaften leistungsgerecht 0:0. Das vierte Unentschieden in Dortmund zwischen beiden Teams in Folge ist für den Deutschen Meister – gerade in Vorbereitung auf das Champions-League-Rückspiel bei Real Madrid – ein Rückschlag.

Für Stuttgart ist das Unentschieden hingegen ein positiver Trend. Das Team von Trainer Bruno Labbadia ist nun seit fünf Punktspielen ohne Niederlage und rangiert im Tabellenmittelfeld. Mit einer Leistung wie gegen Dortmund dürften die Schwaben beim FC Kopenhagen gute Aussichten auf einen Sieg in der Gruppenphase der Europa League haben.

Dortmund und Stuttgart zeigten von Beginn hohes Tempo und Einsatz. Dem VfB war das Selbstvertrauen anzusehen. Das schnelle Umschaltspiel der Mannschaft machte Dortmund anfangs einige Probleme. Christian Gentner prüfte Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller früh mit einem Schuss aus 20 Metern (2.) und blieb mit einem weiteren Versuch aus noch aussichtsreicherer Position an Lukasz Piszczek hängen (7.). Wenig später schoss Martin Harnik freistehend nach einer Ecke über das Tor (8.).

Auch die Dortmunder hatten früh Chancen. Marcel Schmelzer zielte nach fünf Minuten aus 25 Metern auf das Tor der Stuttgarter, der zuletzt starke Nationalspieler schoss knapp vorbei (10.) und hatte zuvor Pech, als bei seinem ins Tor verwandelten Freistoß Mats Hummels im Abseits stand (9.). Hummels vergab die bis dato größte Chance zur BVB-Führung. Nach einer Ecke von Marco Reus scheiterte der National-Verteidiger zunächst an Ulreich, dessen Abwehr an der Latte und dann wieder auf dem Kopf von Hummels landete. Aber auf der Linie stand Boka und rettete (29.).

Doch die Stuttgarter ließen nicht locker, kamen immer wieder mit guten Kombinationen vor das Dortmunder Tor. Die größte Chance hatte Vedad Ibisevic , der eine Abwehr von Weidenfeller nicht im Tor unterbringen konnte.

Die Dortmunder mussten früh den Verlust von Kapitän Sebastian Kehl verkraften, der bei einem Kopfball-Duell mit Raphael Holzhauser den Ellbogen an den Kopf bekam und eine Platzwunde über dem linken Auge erlitt. Für ihn kam Moritz Leitner (22.).

Das Tempo blieb auch im zweiten Durchgang sehr hoch, die Dortmunder intensivierten ihre Bemühungen. Da brachte Klopp nach elf Minuten Julian Schieber, der beim 4:4 für Stuttgart zwei Tore schoss und im Sommer zur Borussia wechselte, für Kevin Großkreutz. Und der Stürmer hätte vier Minuten später zum Helden werden können, als er von Reus in die Gasse geschickt wurde, aber an Ulreich scheiterte.

Doch auch die Gäste blieben gefährlich. Ibisevic scheiterte freistehend an Weidenfeller (74.). Klopp brachte 14 Minuten vor dem Ende dann noch Ivan Perisic für Reus. Kurz vor Ablauf der 90 Minuten war es aber Lewandowski, der mit einem Knaller an die Latte die Entscheidung verpasste.

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, M. Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl (20. Leitner) - M. Reus (76. Perisic), Götze, K. Großkreutz (56. Schieber) - Lewandowski

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist - Harnik, Gentner, Holzhauser (70. Kuzmanovic), Traore (88. Okazaki) - Ibisevic (90.+2 Maza)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 80.645

Tore: Keine

Gelbe Karten: Keine - Kvist, Gentner, Holzhauser, Ibisevic

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Kommentare

17 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Der Tribut dreier Wettbewerbe

Europa-League/Champions-League, DFB-Pokal. Wer auf allen drei Hochzeiten längerfristig tanzen will, braucht einen Kader, der

a) Verletzte annähernd gleichwertig ersetzen kann
b) über internationale Erfahrung verfügt
c) dem Dauerdruck "englischer Wochen" gewachsen ist.

Bislang war der FC Bayern das einzige BL-Team, das diese Anforderungen erfüllen konnte, weil der Verein langfristig finanziell auf gesicherten Füßen steht und hervorragend gemanagt wird.

Dortmund könnte folgen. Jedoch haben sie es - genau wie der FCB in den Vorjahren - versäumt, sich den neuen Anforderungen entsprechend zu verstärken, daher der aktuelle Leistungsabfall in der Buli.

Leistungsabfall?

Sie haben heute 2mal Alu getroffen. Wenn der Kopfball von Lewandowski reingeht, dann spricht keiner mehr von Leistungsabfall. Sie stehen auf Platz vier, haben sich spielerisch stabilisiert (nach der durch die Länderspiele sehr zerstückelte Vorbereitung). Was will man also mehr (ausser vielleicht vor Schalke zu stehen)?
Und was die Bayern betrifft. Da haben Sie recht. Bei der Finanzkraft werden Sie immer oben dran sein und ab und an auch die Liga dominieren, so wie aktuell. Ein Blick auf die Tordifferenz spricht da die deutlichste Sprache (mehr noch als die Punkte).

wenn das Wörtchen wenn nicht wär......

hätten die Bayern letztes Jahr die CL gewonnen!
hätte der BVB Kagawa nicht verkauft!
wäre der BVB nicht so ungeschickt an die Börse gegangen!
würde der FCB nicht so gut haushalten!

aber aus Fehlern wird man klug und der BVB wieder realistischer!
noch ein *wenn* gefällig?
wenn heute Leverkusen und Mainz gewinnen, steht der BVB auf Platz 6 und hat eine gössere Punktedifferenz zu Platz 1 als auf die Abstiegsränge :-)

trotz alledem, der BVB wird eine gute Saison spielen und sich dauerhaft mit den Bayern auch international durchsetzen!
Ich freu mich auf die direkten Duelle!
Und das absolut grösste wäre ein gemeinsames CL Finale!

Genau zur Zeit ist nur Bayern konstant genug

insbesondere in der BL.

Sowohl Schalke als auch Dortmund müssen der dreifach Belastung Tribut zollen und verlieren insbesondere wichtige Punkte in der BL.

Sie haben aber beide zur Zeit auch noch nicht die Mittel, sich einen so komfortablen und hochwertigen Kader wie Bayern leisten zu können in dem jede Schlüsselposition meist doppelt stark besetzt ist.

Das macht zur Zeit den Unterschied insbesondere in der BL aus.

Ob Bayern nach dem dreifachen Vizetitel in der letzten Saison allerdings diesmal das Titel Triple schafft bleibt abzuwarten...

Bayern gegen Dortmund?

Das nenn' ich Optimismus:
Nur weil sie in den ersten drei Spielen der CL-Vorrunde keine solchen Prügel bezogen haben wie vor einem Jahr, die Dortmunder Truppe schon jetzt international erfolgreich zu sehen und sie ins Endspiel gegen Bayern zu phantasieren, ist schon recht abenteuerlich.
Mit solchem Optimismus könnte man sogar von Jogi Löws Schönspielertruppe einen Endspielsieg 2014 in Brasilien erwarten.

konstant?

auch als bayern sympathisant find ich es abwägig bei den dortmundern von schwäche oder fehlender konstanz zu sprechen.

es fehlt zur zeit das bissel glück, das in solchen spielen entscheidend ist, auch bei den bayern.

stuttgarts holzhauser hätte rot sehen müssen (was im übrigen für jedes foul dieser art zählen sollte).

wieviele spiele haben die bayern nach einem rückstand in den letzten 3 jahren gewinnen können? diese saison 2mal (leverkusen / BARTE)rückstand, 2 mal verloren.

die saison ist noch lange nicht gelaufen und spätestens wenn dortmund zu gast in münchen ist, wird sich wirklich zeigen, wohin die reise geht.

Diese bilden jedoch

einen gemeinsamen großen Block in der NM. Mal kurz Zusammengefasst: Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Gomez (ja verletzt), Neuer, Müller, Boateng, Badstuber. Allein hier haben wir 7 Spieler, die bei Bayern momentan gesetzt sind + einen Ribery in Topform.
Bei Dortmund: Hummels, Schmelzer, Gündoğan, Götze und Reus, von denen einige jedoch verletzt waren.
Und wenn einige Spieler ausfallen + 4fach Belastung (Pokal, Liga, CL, NM) dann wird es nunmal eng und umso schöner ist es, dass das Team dennoch weiter "sein" Spiel spielt.
Manchmal muss man im Übrigen vielleicht auch einfach den Verantwortlichen zuhören und glauben, wenn diese sagen, dass die direkte CL-Quali das Ziel ist und es egal ist, was Bayern macht. Sollen sie doch Meister werden, aber Fußball ist mehr als nur Titel.

Nicht verzweifeln;-))

Ich finde, es wird sowieso alles viel zu heiß geredet. Wie oft ist es noch in der deutschen Fußballgeschichte (über 100 Jahre) geschehen, dass ein Verein 3mal hintereinander Meister wurde?
Richtig, gerade mal 2mal, Bayern und Gladbach in den 70ern.

Der BVB hat mit Reus einen Superfang gemacht, der auch noch wirklich zum Verein passt und sich da für viele Jahre wohlfühlen könnte.
Dann reicht es eben nicht ganz für die Top-Breite so wie bei Bayern.

Es wäre m.E. völlig in Ordnung, wenn der BVB diesmal irgendwo zwischen Platz 3 und 6 ankommt. Hey, warum nicht mal Europa League? Da wäre man unter den (Top-)Favoriten, könnte sich viel Selbstvertrauen holen und würde sich nicht so auspumpen wie in der CL gleich dauernd mit Clubs wie Real und ManCity. 2013 in der BL etwas "verschnaufen" und dann gehts 2014 wieder richtig los.

Grüße
kein BVB-Fan, aber freundlichst gesonnen;-)

Wahrehmung

Die Bayern hatten letztes Jahr eine nicht bessere Bank als Dortmund dieses Jahr, einen lange und wiederholt verletzten und dann außer Form spielenden Mannschaftskopf (Schweinsteiger) und haben es trotzdem geschafft, sich gegen ManCity und starke Neapolitaner in der Gruppe und gegen Real Madrid im Halbfinale durchzusetzen.
In der medialen Wahrnehmung schwächelt Dortmund dieses Jahr verständlicherweise, weil man der 4-fach Belastung und den Verletzungen Tribut zollt, während die Bayern totale Vize-Versager sind und einfach keinen Druck können. Ein CL-Halbfinal-Rückspiel in Madrid nach 2:0 Rückstand im Elfmeterschießen noch für sich zu entscheiden, das ist ja kein Druck, das eine Art besseres Trainingsspiel.

Der Wahrnehmungs-Bias nervt manchmal.