Eintracht Frankfurt– SpVgg Greuther Fürth 1:1 (1:0)

Auch ein Turbostart nach 24 Sekunden hat Eintracht Frankfurt nichts genutzt: Der Tabellendritte kam im Aufsteigerduell mit der SpVgg Greuther Fürth nicht über ein 1:1 hinaus und ist damit zum ersten Mal in dieser bislang so erfolgreichen Saison ein wenig ins Straucheln geraten. Alexander Meier erzielte mit dem schnellsten Tor dieser Bundesliga-Saison die frühe Eintracht-Führung. Zoltan Stieber (53. Minute) besorgte mit einem schönen Lupfer das dritte Unentschieden nacheinander für die Fürther, die zumindest für eine Nacht am FC Augsburg vorbei auf den 17. Platz kletterten.

"Wir hatten die Chance zu mehr, schlimmer kann ein Spiel nicht beginnen. Aber wie die Mannschaft danach aufgetreten ist, davor ziehe ich den Hut", sagte Fürths Trainer Mike Büskens. "Ich denke, dass uns der Punkt weiterhilft", meinte Frankfurts Stürmer Meier. "Die ersten 15 Minuten waren gut, dann hat Fürth besser gespielt und verdient den Punkt mitgenommen." Trotz der schwierigen Situation bei nur einem Sieg aus den vergangenen vier Spielen war sein Trainer Armin Veh mit dem Punkt zufrieden: "Wir waren immer einen Meter hintendran. Wir werden jetzt zwei Tage freimachen, das tut ihnen mal ganz gut."

Aus einer kompakten Defensive wollte Büskens das Spiel beginnen – der Plan scheiterte schon nach wenigen Augenblicken. Einen Schuss des rechtzeitig fit gewordenen Sebastian Rode klatschte Gäste-Torwart Max Grün nach vorne ab, per Drehschuss erzielte Meier aus 13 Metern sein siebtes Saisontor. Die Bestmarke für den schnellsten Treffer hielt in dieser Spielzeit bislang der Stuttgarter Vedad Ibisevic mit ebenfalls 24 Sekunden.

Trotz des jähen Rückschlags zeigte sich Fürth keinesfalls geschockt. Mit dem Selbstvertrauen aus dem ersten Heimzähler beim 1:1 gegen Werder Bremen störten die Franken früh, setzten das Heimteam aggressiv unter Druck und hätten beinahe von eklatanten Aussetzern der Eintracht profitiert. Nach einem Fehlpass von Sebastian Jung war Gerald Asamoah allerdings im Laufduell mit Frankfurts Keeper Kevin Trapp zunächst einen Schritt zu langsam (23.). Vier Minuten später legte Takashi Inui den Ball in den Lauf von Asamoah, doch erneut blieb Trapp nervenstark und parierte den Versuch des früheren Nationalstürmers. "Wenn ich abgebrühter vor dem Tor bin, gewinnen wir das Spiel", bemängelte Asamoah.

Im spielerisch schwächsten Auftritt dieser Saison unterliefen den Frankfurtern zahlreiche Fehlpässe, zunächst spielten sie aber zumindest noch die besseren Chancen heraus. Erst warf sich Fürths Verteidiger Thomas Kleine in höchster Not in einen Schuss von Meier (35.), anschließend zielte Olivier Occean ein wenig zu hoch. Der Stürmer zeigte gegen seine früheren Kollegen eine ganz schwache Leistung und wurde sogar von den eigenen Fans ausgepfiffen. "Wir sind sehr, sehr gut ins Spiel gekommen. Aber wir kriegen keinen Zugriff", analysierte Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner in der Halbzeit.

Auch nach der Pause blieben die Franken das gefährlichere Team – und nutzten die erste Konterchance eiskalt. Edgar Prib schickte Stieber mit einem Steilpass, der völlig alleingelassene Ungar überwand Trapp mit einem tollen Lupfer von der Strafraumgrenze.

Nach dem verdienten Ausgleich drängte Fürth sogar auf den zweiten Auswärtssieg. Zunächst scheiterte Asamoah wieder an Trapp (58.). In der 75. Minute rettete der beste Frankfurter zumindest einen Punkt mit einer Glanzparade gegen den Flachschuss von Stephan Fürstner. In der ersten schwächeren Phase der Saison muss das Veh-Team nun kommende Woche zum FC Bayern München.

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Demidov, Oczipka - Schwegler, Rode (84. Celozzi) - Aigner (76. Köhler), Meier, Inui (57. Matmour) - Occean

SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Sararer (90.+2 Mikkelsen), Pekovic, Fürstner, Stieber - Prib - Asamoah (89. Edu)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 47.400

Tore: 1:0 Meier (1.), 1:1 Stieber (53.)

Gelbe Karten: Jung (2), Schwegler (4) / Asamoah (1), Fürstner (4)

Beste Spieler: Trapp, Rode / Mavraj, Stieber