Fußball-BundesligaAugsburg und Gladbach trennen sich unentschieden

Augsburg bleibt mit dem 1:1 gegen Gladbach auf dem letzten Tabellenplatz. Leverkusen gewinnt bei Hoffenheim mit 2:1. Freiburg besiegt Stuttgart 3:0. Die Spielberichte von dpa und dapd

FC Augsburg – Borussia Mönchengladbach 1:1 (1:0)

Durch einen Abwehrfehler haben der FC Augsburg und Trainer Markus Weinzierl den ersehnten Befreiungsschlag nach vier Niederlagen verpasst. Mit dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach bleibt die Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga. Patrick Herrmann glich fünf Minuten vor dem Abpfiff nach einem Fehler von Gibril Sankoh noch aus und verhinderte Augsburgs zweiten Saisonsieg. Sascha Mölders hatte in der fünften Minute für die frühe Führung gesorgt.

In einer schwachen ersten Halbzeit setzten die Augsburger die wenigen Akzente in der Offensive und verdienten sich auch dank ihrer Aggressivität die Führung. Nach einer Flanke von Kevin Vogt erwischte Mölders vor Martin Stranzl den Ball mit dem Kopf und hob ihn über den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Marc-André ter Stegen. Für Mölders war es nach überstandener Verletzung im dritten Saisoneinsatz das dritte Tor für die Augsburger.

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Die Gladbacher kamen nach rund 20 Minuten etwas besser in die Partie. Drei Tage nach dem Weiterkommen in der Europa League war die Mannschaft aber noch merklich erschöpft. Obwohl die Gäste zu zwei Dritteln in Ballbesitz waren, kamen sie in den ersten 45 Minuten zu keiner klaren Chance. Ein Schuss von Lukas Rupp, der das Tor verfehlte, war noch die beste Möglichkeit (24.), weil die Augsburger die Räume gut zustellten und die entscheidenden Zweikämpfe gewannen.

Mit dem zweiten gelungenen Angriff wäre die auf drei Positionen veränderte Mannschaft von Coach Weinzierl unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff sogar fast zum 2:0 gekommen. Mölders traf mit einer Direktabnahme nach Flanke von Matthias Ostrzolek nur das Lattenkreuz.

Nach der Pause verstärkte die Borussia ihre Bemühungen. Augsburgs Torhüter Mohamed Amsif klärte mit vor Igor de Camargo (50.), zehn Minuten später verfehlte der Angreifer mit einem Volleyschuss das Tor. An Ideen und Chancen mangelte es aber weiterhin. Borussia-Trainer Favre reagierte und brachte mit Peniel Mlapa, Mike Hanke und Granit Xhaka frische Kräfte für die Offensive.

Die Augsburger Defensive hielt aber auch weiterhin. Einen Kopfball von Alvaro Dominguez parierte Amsif problemlos (79.). Erst der Fehler von Sankoh leitete den aufgrund der Spielanteile gerechten Ausgleich ein: Herrmann nutzte die Chance und hob den Ball über Amsif.

FC Augsburg: Amsif - Callsen-Bracker, Sankoh, Klavan, de Jong (85. Musona) - Vogt, Baier - Koo, Oehrl (90. Bancé), Ostrzolek - Mölders (60. Hain)

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx (69. Xhaka) - Rupp (57. Mlapa), Arango - Herrmann, de Camargo (69. Hanke)

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)

Zuschauer: 30.045

Tore: 1:0 Mölders (5.), 1:1 Herrmann (85.)

Gelbe Karten: Koo (1) / Jantschke (3), Stranzl (4)

Beste Spieler: Ostrzolek / Nordtveit

Leserkommentare
  1. "Aaron Hunt und Kevin de Bruyne bereiteten die Angriffe vor. Allofs' neues Team agierte zurückhaltend, fand erst nachdem der Werder Lukas Schmitz nach einer Geld-Roten Karte vom Platz musste (62.) seinen Rhythmus."

    Wieder ein Fehler des Schiris. Es ist unglaublich, wie viele Fehlentscheidungen Werder Bremen noch hinnehmen muss. Wieder zwei Punkte weg. Nach jedem Spieltag: Täglich grüßt das Murmeltier.
    Wo bleibt die Gerechtigkeit?

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    Bei Bundesligaspielen werden alle möglichen Parameter festgehalten, von Laufwegen, Zweikampfverhalten bis zu Passgenauigkeit.
    Was ich vermisse, ist eine öffentliche Aufarbeitung von Schiedsrichterleistungen.

    Vor allem, da Herr Fröhlich, Oberschiedsrichter, meint, er müsse Herrn Klopps Verhalten an der Seitenlinie verantwortlich machen für Angriffe auf Schiedsrichter in unteren Ligen........

    Es ist an der Zeit, dass die Vereine sich wehren- schließlich gäbe es den ganzen Affenzirkus mit Millionengewinnen ohne die Vereine und ihre Protagonisten gar nicht
    - die Funktionäre sollten sich mal darüber klar werden, wer hier von wem abhängt !

    Das betrifft auch den DFB mit seiner Terminplanung-

    einerseits sonnt er sich im Glanz der internationalen Erfolge, ist dann aber nicht willens (es dürfen aus übertragungsrechtlichen Gründen...wer hat das verhandelt?..eben!..nur 3 Sonntragsspiele stattfinden), ihren 4 Euro- League- Vereinen einen 3-Tagesabstand zwischen den Spielen zu gewähren. (das führt dann zu Wettbewebsverzerrungen, siehe Hannover)

  2. Bei Bundesligaspielen werden alle möglichen Parameter festgehalten, von Laufwegen, Zweikampfverhalten bis zu Passgenauigkeit.
    Was ich vermisse, ist eine öffentliche Aufarbeitung von Schiedsrichterleistungen.

    Vor allem, da Herr Fröhlich, Oberschiedsrichter, meint, er müsse Herrn Klopps Verhalten an der Seitenlinie verantwortlich machen für Angriffe auf Schiedsrichter in unteren Ligen........

    Es ist an der Zeit, dass die Vereine sich wehren- schließlich gäbe es den ganzen Affenzirkus mit Millionengewinnen ohne die Vereine und ihre Protagonisten gar nicht
    - die Funktionäre sollten sich mal darüber klar werden, wer hier von wem abhängt !

    Das betrifft auch den DFB mit seiner Terminplanung-

    einerseits sonnt er sich im Glanz der internationalen Erfolge, ist dann aber nicht willens (es dürfen aus übertragungsrechtlichen Gründen...wer hat das verhandelt?..eben!..nur 3 Sonntragsspiele stattfinden), ihren 4 Euro- League- Vereinen einen 3-Tagesabstand zwischen den Spielen zu gewähren. (das führt dann zu Wettbewebsverzerrungen, siehe Hannover)

    • u.t.
    • 25. November 2012 9:52 Uhr

    Wohlfühl- und Jubelmodus nicht stören, aber...

    ...warum haben ausgerechnet die Gegner Bayerns, bei einem Bayern-Heimspiel, als einzige Mannschaft nur zwei Tage Regenerationszeit bekommen?
    Das kommt höchst selten vor, dass eine Mannschaft auf Donnerstag/Samstag-Rhythmus gesetzt wird.

    Alle EL-Teilnehmer spielen nach EL-Tagen eigentlich immer erst am Sonntag.

    Eine Leserempfehlung
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    IRONIE ON
    damit es die Bayern einfacher haben?
    Bestechung?
    genauso auffällig ist ja wohl, dass gegen Bayern fast alle Mannschaften *erschreckend schwach*, gegen den BVB aber *stark* spielen .-)
    IRONIE OFF

    vermutlich will man nicht am Sonntag 4 Spiele austragen
    warum es jetzt dieses mal Hannover erwischt hat, entzieht sich meiner Kenntnis,
    hat aber sicher nichts mit den Bayern zu tun!

    • E.Wald
    • 25. November 2012 10:44 Uhr

    Solange 4 deutsche Teams in der EL vertreten sind, kommt es regelmäßig vor, dass ein Team bereits am Samstag wieder spielen muss, da die Zahl der Sonntagsspiele durch die TV-Verträge auf maximal 3 begrenzt ist.
    Diese (ungute) Praxis besteht leider seit Jahren - was mich zu der Frage führt, warum ausgerechnet dann, wenn einmal die Bayern der Gegner der betroffenen Mannschaft sind, die Frage danach auftaucht?

    Es wären dann wohl 4 Verstöße (Sa, So, Di und Mi) gegen die TV-Vermarktungsauflagen geworden. Am 16. Spieltag wird Schalke sogar noch mehr 'übervorteilt', schließlich muss Stuttgart an dem EL-Spieltag zuvor ja tatsächlich noch ums Weiterkommen spielen.

  3. IRONIE ON
    damit es die Bayern einfacher haben?
    Bestechung?
    genauso auffällig ist ja wohl, dass gegen Bayern fast alle Mannschaften *erschreckend schwach*, gegen den BVB aber *stark* spielen .-)
    IRONIE OFF

    vermutlich will man nicht am Sonntag 4 Spiele austragen
    warum es jetzt dieses mal Hannover erwischt hat, entzieht sich meiner Kenntnis,
    hat aber sicher nichts mit den Bayern zu tun!

    2 Leserempfehlungen
    • E.Wald
    • 25. November 2012 10:44 Uhr

    Solange 4 deutsche Teams in der EL vertreten sind, kommt es regelmäßig vor, dass ein Team bereits am Samstag wieder spielen muss, da die Zahl der Sonntagsspiele durch die TV-Verträge auf maximal 3 begrenzt ist.
    Diese (ungute) Praxis besteht leider seit Jahren - was mich zu der Frage führt, warum ausgerechnet dann, wenn einmal die Bayern der Gegner der betroffenen Mannschaft sind, die Frage danach auftaucht?

    3 Leserempfehlungen
  4. Es wären dann wohl 4 Verstöße (Sa, So, Di und Mi) gegen die TV-Vermarktungsauflagen geworden. Am 16. Spieltag wird Schalke sogar noch mehr 'übervorteilt', schließlich muss Stuttgart an dem EL-Spieltag zuvor ja tatsächlich noch ums Weiterkommen spielen.

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    • bauesel
    • 25. November 2012 19:54 Uhr

    Ist das S21 geschuldet, dass hier andere als das Spiel SC Freiburg gegen VfB Stuttgart kommentiert wird?
    Noch ein Grund von Stuttgart nach Freiburg wegzuziehen, wenn schon der VfB gegen Frweiburg nicht mehr gewinnen kann und die DB Bahn nicht kann.
    Es darf spekuliert werden, wann Kefer endlich zurücktritt, Ramsauer wird spätestens im September nächsten Jahres abgewählt. Und wenn der Bohrzeitplan nicht eingehalten werden kann, dann muss nur die Baugrube wieder verfüllt und das schreckliche GWG in ein anderes Land verfrachtet werden. soo schön kann S21 sein, wenn es im Untergrund versinkt.

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