Bundesliga-VorschauUli Hoeneß schreit kein Schwein tot
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Hoeneß hat noch keinen lachenden Vegetarier gesehen

Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Über das Ergebnis des Spitzenspiels Bayern gegen Dortmund. Da können wir noch so sehr zur Mäßigung aufrufen. Sollte Bayern gewinnen, werden sie in München vermutlich glühweintrinkend nach der Meisterschaft die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Uli Hoeneß , der Präsident des Fußballvereins, wird sich dann wohl zuerst die Pflanzenfresser dieses Planeten vorknöpfen. "Ich habe noch keinen Vegetarier gesehen, der gelacht hat. Die sind schlecht gelaunt, weil sie sich jeden Tag damit beschäftigen, was sie nicht essen sollen. Ich dagegen habe Spaß, weil ich dauernd daran denke, was ich alles essen kann", hatte Hoeneß, dem nebenher eine Wurstfabrik gehört, in dieser Woche in einer Talkrunde in Cloppenburg gesagt. In diesem Zusammenhang ergänzte er, es sei noch niemandem gelungen, "auch den Biofetischisten nicht, ein Schwein totzuschreien". Wie Recht der ehemalige Außenstürmer doch hat. Dachte sich auch ein Doktor aus Cloppenburg , der neben Hoeneß auf dem Podium stand. Der Doktor sagte, die Lebensmittel-Debatte sei bewusst von "einer politischen Richtung gesteuert", die nach dem beschlossenen Atomausstieg ihr Hauptbetätigungsfeld verloren habe. Ja, ja, das gefährliche Brüllen der Pflanzenfresser: 

Was machen die Frauen?

Die Nationalspielerinnen verloren auch ihr letztes Länderspiel des Jahres nicht. In Halle stand es am Mittwochabend nach 90 Minuten 1:1 gegen Frankreich. Nach zwölf Jahren im DFB-Trikot, 101 Länderspielen und 37 Toren war es für Martina Müller das letzte Länderspiel. Nach dem Rücktritt aus der Nationalelf will Müller aber weiter für Wolfsburg spielen.

Was wird sonst noch wichtig?

Die Frage, ob man für Fouls haften muss. Das Oberlandesgericht Hamm sprach einem Amateurfußballer, der von einem Gegenspieler 2010 offenbar vorsätzlich gefoult worden war, 50.000 Euro Schadensersatz zu. Folge der Attacke: Der Gefoulte, ein Lackierer, ist seitdem arbeitsunfähig, fast hätte sein Bein amputiert werden müssen. Nun fürchten der DFB-Vizepräsident Karl Rothmund und andere, ab sofort werde im Fußball alles anders, es breche die Zeit der Anwälte und Zivilklagen an. Doch man kann Entwarnung geben, das ist alles nichts Neues. Es gab schon viele solcher Anklagen. Die meisten wurden abgelehnt, manchen wurde entsprochen. Der Fußballplatz war noch nie ein rechtsfreier Raum. Vorsatz ist strafbar, fahrlässiges Inkaufnehmen einer Verletzung oft auch. Das Schwierige ist, alle Zweifel auszuräumen. Kommt bald der Videobeweis in der Kreisliga?

Was war das Zitat der Woche?

"Wir sind in Gesprächen mit Ballack

Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler bestätigt, dass Michael Ballack für den kommenden Sommer ein selbst organisiertes Abschiedsspiel plant.
 

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Leserkommentare
  1. Zu FCB vs. Schwarz-Gelb Galacticos: Fehlt nur noch die Bemerkung "...es ist doch nur Fußball" und "möge der Bessere gewinnen."

    Zu Uli H. (auch im Vorgriff auf die folgenden Kommentare): An wem würdet Ihr euch eigentlich abarbeiten, wenn es Uli Hoeneß nicht gäbe? Seid ihm dankbar dafür! Der zitierte Spruch hat übrigens schon soooo nen Bart, er hat ihn bereits ca. 528x gebracht. Aber wenn's halt sonst nix zu vermelden gibt....

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    • Caieta
    • 30. November 2012 15:11 Uhr

    Ist es nicht eher umgekehrt? Was soll bloß aus Uli H. werden, wenn seine Feindbilder von heute auf morgen alle verschwinden würden? Ich meine die nie zufriedenen Pflanzenfresser, die realitätsfremden Grünen, die ollen Sozis, die ja keiner braucht in Bayern, die noch unbeliebteren Störenfriede von den Linken, die mit ihrer leistungsfeindlichen Mentalität ein Dorn im Auge des vollmundigen Würstchenfabrikanten sind, all die bösen Lemkes, die sich ein etwas größeres Stückchen vom Bundesliga-Kuchen gönnen wollen, die kiffenden Daums, die schon immer nicht ganz koscher waren und es auf den Uli mitsamt seinem Glühbirnen-Triumvirat abgesehen haben, der adrette Löw, der viel zu weich ist und seinen Spielern nur Puderzucker in den Hintern bläst, die eigenen Fans, die teilnahmslos im Stadion sitzen und immer gleich mosern, wenn's mal nicht so läuft, die anderen Vereine, die sich mit Händen und Füßen wehren, wenn Uli mit dem Geldkoffer auf der Matte steht, und natürlich die ganzen Neider, die dem Uli sein Glück und den blau-weißen Himmel über München missgönnen. Das klingt nach einer ausufernden schizophren Paranoia, ist allerdings nur das neurotische Gebaren eines krankhaft cholerischen Fußball-Chauvinisten, der alles scheinbar in einem ist: sozialer San Mariter und eiskalter Geschäftsmann, Gott und Teufel, der heimliche Ministerpräsident Bayerns und das güllige Jodelhorn bajuwarischer Kleinkariertheit. Erst wenn Uli H. nicht mehr schreit, muss man sich Gedanken machen.

  2. Chapeau!

    Antwort auf "@Kopfeck-Manni"
  3. Jetzt holen Sie erst mal tief Luft, wird schon werden...

    Der erste Teil Ihrer Endlosaufzählung ist nichts weiter als die übliche Klischee-Palette, bei der beinahe die von Ihnen diagnostiziert "schizophrene Paranoia" auf Sie zurückzufallen scheint. Sorry.

    Damit könnte man noch leben. Aber bei der Bemerkung "...das güllige Jodelhorn bajuwarischer Kleinkariertheit" handelt es sich um eine der vielen, leider in den Foren der Hamburger Verlagshäuser offensichtlich zum guten Ton gehörende Beleidiungen und Zumutungen gegen Bayern. Geht's eigentlich überhaupt noch???

    PS: Was ist eigentlich ein "Jodelhorn"?

    Deshalb nochmal: Was wärt Ihr (nicht alle) eigentlich ohne diesen Bayern-Komplex? Man fragt sich manchmal wirklich, ob man im Ohnsorg-Theater sitzt, wenn es bei Zeit Online oder Spiegel-Online um dieses Thema geht. Nicht zu fassen...

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    • Tohain
    • 01. Dezember 2012 12:20 Uhr

    in der Welt, in der Bayern blau-weiß ist und ein jeder San Mariter, der dort lebt sich seines Jodelhorns erfreut, wird Uli Hoeneß wohl immer die Personifizierung des Bösen in der Fußballwelt sein und der FCB immer ein zufällig erfolgreicher Geld-Gierschlund. Deshalb kann man ja auch ruhigen Gewissens dazu raten, auf *das* Duell der letzten Jahre zu verzichten und sich stattdessen der vorweihnachtlichen Ruhe und Gelassenheit zu widmen, die dann genau von 1830-2100 geht, damit man danach Uli Hoeneß wieder bescheinigen kann, dass er der Grinch ist, Weihnachten hasst und den Weihnachtsmann als unverschämten Nordlichtschmarozer sieht, der mit seinen (Hoeneß') Steuergeldern Geschenke an die noch mehr schmarozenden Nichtbayern verteilt. Aber wenn Herr Hoeneß nach der Meisterschaft auch die Weltherrschaft erreicht hat, wird er ohnehin alle Feiertage abschaffen, bzw. die gelten dann nur noch in Bayern... nicht!... Aber seis drum, manchmal könnte man meinen Herr Fritsch liefert abslichtlich Woche um Woche so einen antibajuwarischen Kommentar ab, damit die Leserkommentare wieder zu einer Endlos-Diskussion zwischen blinden Bayern-Hassern und Bayernfans ausartet, die gelegentlich mit Kommentarn von "neutralen" Fußball betrachtern gespickt wird, die aber z.T. noch eher den Bayern beipflichten, weil das andere oft jeglichen Sinn und Verstand vermissen lässt...;)

    P.S. Ihre Nachforschungen über das Jodelhorn sollten sie mal in die boarische Version Wikipedia stellen, dort fehlt das noch...;)

  4. Der Himmel über Bayern ist übrigens weiß-blau, nicht blau-weiß. Herzliche Grüße aus dem kleinkarierten Bayern!

  5. ...könnte man auf die Begegnung Bayern-BVB ganz verzichten, da die Meisterschaft doch schon entschieden ist. Ich finde es irgendwie bockig von Klopp, dass er "trotzdem mal hinfahren" will. Der BVB sollte langsam mal aus seiner Trotzphase heraus kommen!

  6. Nachdem Ihr die profunde Analyse von Caieta (bemerkenswerterweise) für "empfehlenswert" haltet: Könnt Ihr mir wenigstens erklären, was denn ein "Jodelhorn" sein soll. Ich suche meines gerade, finde es aber nicht. Nach was, bitte schön, soll ich denn suchen? Wie sieht so ein Ding aus?

    Ein hilfloser Bayer

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    Es ist .. ein Ebayer!! http://myworld.ebay.de/jo...

    So klärt sich doch alles auf.

    Diesen Begriff kenne ich nur von Rettungswägen. Die Sirene wird so bezeichnet...

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Markus Babbel | Michael Ballack | Armin Veh | Uli Hoeneß | Bundesliga | Fußball
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