Schalke - PiräusFuchs schießt Schalke ins Achtelfinale

Ein spätes Siegtor bringt Schalke ins Achtelfinale der Champions League: Aus 20 Metern trifft der Verteidiger Christian Fuchs gegen Piräus. Der Spielbericht von dpa

Schalke-Spieler Christian Fuchs feiert sein Tor.

Schalke-Spieler Christian Fuchs feiert sein Tor.  |  © Joern Pollex/Bongarts/Getty Images

FC Schalke 04 - Olympiakos Piräus 1:0 (0:0)

Dank Christian Fuchs hat der FC Schalke 04 zum dritten Mal die K.o.-Phase der Champions League erreicht. Dem österreichischen Abwehrspieler gelang in der 77. Minute mit einem Distanzschuss das 1:0 gegen Olympiakos Piräus. Damit qualifizierte sich der Bundesliga-Zweite aus der Gruppe B ebenso wie der FC Arsenal für das Achtelfinale. Mit dem Einzug in die nächste Runde sind den Schalkern weitere 3,5 Millionen Euro Prämie von der Uefa sicher.

Der Schalke-Trainer Huub Stevens hatte nach dem 0:2 am Wochenende in Leverkusen eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert – die gelang vor allem dank einer geschlossenen Defensivleistung. Die Schalker ließen hinten wenig zu, brachten vorne aber lange Zeit fast ebenso wenig zustande. Die Angreifer um Klaas-Jan Huntelaar, die bisher in jedem Gruppenspiel zweimal getroffen hatten, fanden lange Zeit kein Mittel gegen die ganz auf Verteidigung bedachten Griechen. So war es symptomatisch für das Spiel, dass ein Verteidiger mit einem Fernschuss für die Entscheidung sorgte.



Die Schalker suchten gegen den griechischen Rekordmeister nicht bedingungslos den Weg nach vorne, sondern probierten mit dosierter Offensive zum Erfolg zu kommen. In der 10. Minute setzte Lewis Holtby mit einem 18-Meter-Schuss an die Oberkante der Latte zwar bereits das erste Achtungszeichen, doch danach leisteten sich die Schalker Angreifer gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Gäste häufig Abspielfehler. Beim Freistoß des Spezialisten Fuchs (23.), den der Keeper Roy Carroll zur Ecke lenkte, verzeichneten die Schalker erst ihre zweite Möglichkeit.

Auch Huntelaar, der bisher in jedem Gruppenspiel getroffen hatte, gelang mit einem Schuss aus spitzem Winkel das ersehnte Führungstor nicht (31.). Fünf Minuten später zielte Julian Draxler von der Strafraumgrenze knapp daneben. Die Griechen entwickelten im Spiel nach vorne wenig Torgefahr, dennoch musste der Bundesliga-Zweite bei den gelegentlichen Vorstößen der Gäste auf der Hut sein. Lediglich beim Schuss des frei stehenden Djemal Abdoun (18.) drohte dem Gehäuse von Lars Unnerstall in den ersten 45 Minuten Probleme.

Nach der Pause erhöhten die Schalker nur zögerlich Tempo und Risikobereitschaft. In der 48. Minute versuchte es Huntelaar erneut aus der Distanz, schoss aber gut einen Meter am Tor von Olympiakos vorbei. Danach war Carroll mit Fußabwehr bei der scharfen Hereingabe von Jefferson Farfan (59.) zur Stelle. Auch die Großoffensive der Stevens-Schützlinge brachte den erhofften Erfolg nicht. Die Griechen warfen sich mit dem Mut der Verzweiflung in alle Schussversuche. Als die Griechen plötzlich aufmachten und überfallartig konterten, drohte Schalke sogar ein Rückstand. Doch dann jagte Fuchs den Ball aus gut 20 Metern in die lange Ecke.

FC Schalke 04: Unnerstall - Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs - Jones, Neustädter - Farfán, Holtby (71. Pukki), Draxler (89. Barnetta) - Huntelaar (90.+1 Marica)
Olympiakos Piräus: Carroll - Torosidis, Manolas, Siovas, Holebas - Maniatis, Modesto (81. Ibagaza), Greco (65. Fuster) - Machado, Mitroglou (74. Djebbour), Abdoun
Schiedsrichter:
Kuipers ( Niederlande )
Zuschauer: 52.254
Tor: 1:0 Fuchs (77.)
Gelbe Karten: Papadopoulos / Holebas
Beste Spieler: Matip, Draxler / Machado, Carroll

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Leserkommentare
  1. zum Glück hamse das Tor ja doch noch getroffen :)

    Wenn ich mich recht entsinne ist das bereits die dritte CL-Endrundenteilnahme für Schalke in der Vereinsgeschicht. Und das alles in den letzten fünf Jahren! Weiter so!

    • Peterra
    • 22. November 2012 0:08 Uhr

    Schalke hat Piräus und Montpellier hinter sich gelassen und sich für die Endrunde qualifiziert - Glückwunsch!

    Spielerisch waren die Knappen überlegen, aber mal ehrlich: wer ist schon Piräus, nach internationalem Maßstab?

    Die Verteidigung der Königsblauen hält so Einigem stand, was jedoch das offensive Mittelfeld und den Sturm betrifft, würde ich bestenfalls Durchschnitt bescheinigen. Huntelaar ist kaum mehr als ein Abstauber. Als Vorbereiter beinahe Totalausfall und nach dem Weggang von Raul zu unumstritten. Pukki hat sich meines Erachtens nachhaltig für die Reservebank empfohlen.

    Zur weiteren Entwicklung fehlt den Schalkern ein Stürmer mit europäischem Sitzenformat. Das Halbfinale werden sie heuer in keinem Fall erreichen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Bundesliga | Fußball | FC Schalke 04 | Achtelfinale | FC Arsenal | Huub Stevens
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