Fußball-BundesligaStuttgart und Fürth verspielen ihre Führung
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VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen

Diego feiert mit seinem Trainer Lorenz Günther Köstner seinen Erfolg.

Diego feiert mit seinem Trainer Lorenz Günther Köstner seinen Erfolg.  |  © Martin Rose/Bongarts/Getty Images

VfL Wolfsburg – Bayer Leverkusen 3:1 (3:0)

Der VfL Wolfsburg um Starspieler Diego wirkte wie von einer Last befreit: Im ersten Heimspiel seit der Entlassung von Felix Magath führte der Brasilianer die Niedersachsen zum Premierensieg im eigenen Stadion. Im Duell der Werksclubs setzte sich der VfL verdient gegen Bayer Leverkusen durch und fügte den Rheinländern damit die erste Niederlage nach zwölf ungeschlagenen Spielen zu. Bayer verpasste den Sprung auf den Champions-League-Rang drei, während der VfL – der Spekulationen zufolge Klaus Allofs nach Wolfsburg locken will – Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellte.

Mit einem frühen Doppelpack (4./16. Minute) leitete Diego schon zeitig den dritten Liga-Saisonsieg ein. Bas Dost (33.) sorgte noch vor dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung zugunsten der Mannschaft von Interimscoach Lorenz-Günther Köstner. Die beiden Offensivspieler und Sturmpartner Ivica Olic haben damit alle bisherigen Saisontreffer in der Liga erzielt. Der Bayer-Ehrentreffer ging auf das Konto von Stefan Kießling (90.+1).

Zwei Punkte und nur ein Tor hatte Wolfsburg in den bislang fünf Partien in der eigenen Arena zustande gebracht – gegen Bayer war von einer angeblichen Heimschwäche aber nichts zu merken. Angeführt von Mittelfeld-Wirbler Diego kombinierte sich der VfL immer wieder in den gegnerischen Strafraum; dem Brasilianer wurden von den Leverkusenern aber auch viel mehr Freiräume gestattet, als er in den Partien zuvor hatte.

Diego bedankte sich: Erst zirkelte der 27-Jährige einen direkten Freistoß ins Tor, wobei Bayer-Schlussmann Michael Rensing schlecht aussah, weil er gar nicht reagierte. Der Wolfsburger Spielmacher spurtete nach seinem Treffer quer über das Feld und sprang Coach Köstner in die Arme. Acht Minuten später war der frühere Bremer erneut zur Stelle und vollstreckte einen Angriff über Olic und Dost zu seinem dritten Doppelpack in der Bundesliga-Geschichte.

Diesmal war Keeper Rensing, der weiter Bernd Leno nach dessen Ellbogen-Verletzung vertrat, chancenlos. Auch beim 3:0, das Diego mit einer schönen Flanke einleitete, hatte Rensing das Nachsehen. Dost ließ sich die Chance nach Vorlage von Marcel Schäfer nicht entgehen.

Die Gäste leisteten sich im Gegensatz zu den vergangenen Spielen zu viele Fehler in der Abwehr. Schon nach dem zweiten frühen Gegentor wirkte der Europa-League-Vertreter demoralisiert, zumal Leverkusen auch im Angriff zumeist glücklos agierte. Die größte Chance vor der Pause bot sich Stefan Kießling, der freistehend am reflexstarken Diego Benaglio scheiterte (22.). Der Keeper hatte davor schon einen Freistoß von Gonzalo Castro überragend pariert (8.).

Kießling und Castro waren zwei der vier Neuen in der Leverkusener Startelf im Vergleich zum Spiel unter der Woche gegen Rapid Wien. Während die Gäste den jüngsten Auftritten in Liga, Pokal und Europa League Tribut zollten, profiliert sich Köstner immer mehr als Meister der Beständigkeit: In seinem vierten Pflichtspiel bei den VfL-Profis berief der Interimstrainer zum vierten Mal dieselbe Startelf.

Den sicheren Sieg vor Augen schalteten die Wolfsburger nach der Pause einen Gang zurück. Unbedingte Torgefahr strahlten die Gäste ohnehin nicht aus, die größte Tat vollbrachte VfL-Keeper Benaglio bei einem Patzer des eigenen Vordermanns Kjaer. Wolfsburg beschränkte sich auf Konter, verpasste aber den vierten Treffer. Mit dem Schlusspfiff traf Kießling.

VfL Wolfsburg : Benaglio - Fagner, Naldo, Kjaer, Schäfer - Polak, Josué - Hasebe (89. Kahlenberg), Diego (90. Madlung), Olic - Dost (86. Jönsson)

Bayer Leverkusen: Rensing - Carvajal, Friedrich, Wollscheid, Hosogai (46. Boenisch) - Bender, Reinartz, Hegeler (46. Renato Augusto) - Castro (75. Junior Fernándes), Schürrle - Kießling

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

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Zuschauer: 24.825

Tore: 1:0 Diego (4.), 2:0 Diego (16.), 3:0 Dost (33.), 3:1 Kießling (90.+1)

Gelbe Karten: Naldo (3) / Boenisch (1), Reinartz (2), Wollscheid (3)

Beste Spieler: Benaglio, Diego

Leserkommentare
  1. Soviel gelbe Karten wie in diesem Spiel habe ich lange nicht mehr gesehen, teilweise zu Unrecht. Der Schiedsrichter lieferte eine schlechte Leistung ab und hatte keine Bundesligaklasse.

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    • ntrues
    • 10. November 2012 2:53 Uhr

    Ich habe noch nie ein Spiel erlebt, in dem 4 x falscher Einwurf gegen die selbe Mannschaft gepfiffen wurde. Absoluter Blödsinn.

    • ntrues
    • 10. November 2012 2:53 Uhr

    Ich habe noch nie ein Spiel erlebt, in dem 4 x falscher Einwurf gegen die selbe Mannschaft gepfiffen wurde. Absoluter Blödsinn.

  2. Jau. Damit ist Lüdenscheid erster Verfolger vonne komische Lederhosen.
    Mannomann. Pass ma auf Kollege: die blau-weißen kommen aus Schalke, die komischen schwarz-gelben aus Lüdenscheid-Nord.
    Ich übersetze kurz: Schalke ist erster Verfolger vonne komischen Lederhosen. Die Lüdenscheider spielen auch inne Bundesliga.

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  3. Mein Deutsch ist sicherlich nicht das Beste, aber ich wuerde mir doch wuenschen das Artikel in der Zeit (auch wenn es die online Ausgabe ist) auf Grammatik, Rechtschreibung und Zusammenhang Korrektur gelesen werden...im Schalke Artikel

    "Nach dem Wechsel brachte Trainer Huub Stevens Ibrahim Afellay durch Draxler...Damit ist Dortmund weiter erster Verfolger von Spitzenreiter Bayern München."

  4. heynckes gelästert doch vor der aktuellen serie ziehe ich den hut. es freut mich für heynckes, dass er noch mal so eine starke mannschaft zusammen bekommen hat und jetzt in 2 wettbewerben stark mithalten kann. die bayern haben es verdient mal wieder meister zu werden und dortmund hat vielleicht gelernt, dass man nicht vom start weg alles gewinnen kann. ich hoffe sie bleiben in der cl so stark wie in den letzten partien.

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    • Peterra
    • 11. November 2012 23:14 Uhr

    ...sondern durch die gelb-rote Karte verblödelt.

    Spielerisch waren die Kleeblättla über die meiste Zeit zumindest ebenbürtig. Was der Mannschaft fehlt, ist nicht nur die internationale, vielmehr auch die nationale Erfahrung.
    Und das Budget, welches nötig ist, einen auch nur mittelmäßigen Goalgetter zu verpflichten. Ist halt auch schwierig, in einer grundsätzlich wirtschaftsschwachen Region die zweite Geige hinter den Nürnbergern zu spielen.

    Identisch die Situation des FC Augsburg - zu nahe an München...

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    Und die Nähe von Dortmund zu Gelsenkirchen kann nur kompensiert werden, weil das Geld im Ruhrgebiet auf der Straße liegt?

  5. Und die Nähe von Dortmund zu Gelsenkirchen kann nur kompensiert werden, weil das Geld im Ruhrgebiet auf der Straße liegt?

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