Wer spielt wann gegen wen?

Eintracht Frankfurt – SpVgg Greuther Fürth (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Dortmund – VfB Stuttgart
Borussia M'gladbach –SC Freiburg
Hannover 96 – FC Augsburg
1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg
TSG Hoffenheim – FC Schalke 04 (alle Samstag, 15.30 Uhr)
Hamburger SV– Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr)
Bayer Leverkusen – Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 15.30 Uhr)
Werder Bremen – 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hamburger SV gegen Bayern München . Der älteste Bundesligist gegen den besten. Nord gegen Süd. Der Nationalelf-Torwart gegen den besten. Die schönste Stadt Deutschlands gegen die zweitschönste. Oder van der Vaart gegen Robbéry. Es gibt viele Gründe, dieses Fußballspiel nicht zu verpassen. Entscheiden Sie sich für den einen: Es ist die spannendste Partie des Spieltags. Favorit ist natürlich der Immer-Favorit aus München. Doch nachdem die Hamburger vor einigen Wochen schon den Deutschen Meister im eigenen Stadion durchgewirbelt und drei der vergangenen vier Spiele gewonnen haben, glauben sie in der Hansestadt, alles sei möglich.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Nürnberg gegen Wolfsburg . Der Sechzehnte gegen den Fünfzehnten. Die achtunddreißigschönste Stadt gegen die dritthässlichste. Oder einfach nur die langweiligste Partie des Spieltages. Schön wird das nicht. Meteorologisch lässt sich voraussagen: acht Grad bei 85 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Die Nürnberger haben in den vergangenen sieben Spielen genau einen Punkt geholt, stecken mitten in einer Herbstdepression. Die Wolfsburger sind dagegen fast manisch. Seit der Medizinball-Autokrat Felix Magath vom Autohof gejagt wurde, spielen sie wie losgelöst. Selbst Diego soll mittlerweile auch bei Herbstwetter das Haus verlassen.

Wer steht im Blickpunkt?

Uli Hoeneß , Louis van Gaal , Matthias Sammer und Joachim Löw – die vier letzten wahren Cowboys in diesem Geschäft der runden Bälle und Eitelkeiten. Auch wenn selbst wir uns den Nivea-Werbeträger schwer im Saloon vorstellen können. Wild losgeschossen hat in dieser Woche der Holländer. 15 Kilogramm hat van Gaal seit seinem Rausschmiss in München abgespeckt. Inzwischen trainiert er die niederländische Nationalelf und nachdem er auch den letzten Rest seines Gehalts vom FC Bayern bekommen hat, musste er was klarstellen.

Erstens: Der FC Bayern spielt immer noch mit seinem System. Mit den Spielern, die van Gaal entdeckt hat.

Zweitens: Auch die deutsche Nationalelf spielt sein System. Hat sich Löw in München abgeguckt.

Drittens: Uli Hoeneß ist böse.

Wobei van Gaal auf den dritten Punkt besonderen Wert legt. Er sagt im Interview mit der Sport Bild : "Der Einzige im Club, der immer auf meinen Abschied gedrängt hat, war Uli Hoeneß. Kein anderer." Beim FC Bayern beeinflusse der Präsident vom Vorstand bis runter zum Trainer alles. Karl Heinz Rummenigge hätte lange zum Holländer gehalten, doch der Vorstand des Vereins könne auf Dauer nicht gegen Hoeneß' Meinung arbeiten. Van Gaal behauptet sogar, er habe die Entlassung Christian Nerlingers vorausgesagt. Der Sportdirektor habe "die ganze Zeit über Druck von Hoeneß" bekommen.