FormfehlerKieler Handball-Prozess wird in Teilen neu aufgerollt

Der Bundesgerichtshof in Leipzig hat den Freispruch für Uwe Schwenker, den ehemaligen Manager des THW Kiel, aufgehoben. Nun wird der Untreue-Vorwurf erneut verhandelt.

Der Fall Uwe Schwenker kommt erneut vor Gericht: Die Bundesrichter in Leipzig hoben einen Freispruch des Landgerichtes Kiel auf, das ihn vom Vorwurf der Untreue entlastet hatte. Das muss nun erneut darüber verhandeln.

Die Kieler Richter hatten den Ex-Manager des THW Kiel in einem Verfahren vom Vorwurf der Untreue und der Bestechung freigesprochen. Hintergrund war ein Darlehen an den früheren Kieler Trainer Zvonimir Sedarusic. Die 5. Große Strafkammer sah es zudem als nicht erwiesen an, dass die beiden einstigen THW-Macher das Champions-League-Finalrückspiel 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt manipuliert haben sollen.

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Grund für Entscheidung der Bundesrichter ist laut Gerichtshof ein Formverstoß des Landgerichts. Der Freispruch wegen des Vorwurfs der Schiedsrichterbestechung ist davon unberührt und bleibt rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Freisprüche Revision eingelegt.

Unter Schwenker und Serdarusic wurde der THW Kiel im vergangenen Jahrzehnt die dominante Handballmannschaft in Deutschland und eine der besten der Welt. Im April 2009 musste Schwenker aufgrund der Vorwürfe zurücktreten, Serdarusic ein Jahr zuvor.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tst
    • Schlagworte Uwe Schwenker | Bestechung | Bundesgerichtshof | Darlehen | Gericht | Landgericht
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