Bayern gegen Dortmund : In München ging es um Revanche

Im Spitzenspiel der Bundesliga ging es nicht um die Tabellenposition, sondern um Anerkennung. Das Duell hat das Zeug zum Klassiker. Von Oliver Fritsch, München

Mitte der ersten Halbzeit machte sich Franck Ribéry auf den Weg. Mit dem Ball am Fuß steuerte er von seiner Position im linken Mittelfeld quer über den Platz auf die andere Seite. Dabei legte er den Ball Sven Bender durch die Beine und dann Marco Reus. Das sind die Momente, die Gegenspieler hassen, weil diese Form des Ausspielens, "der Tunnel", den Faktor Demütigung enthält. Die Bayern-Fans in der Arena Fröttmaning schrien zwei Mal wie bei einem Tor.

Ribérys Aktion führte nicht zum Tor, nicht mal zu einer Chance oder einem Schuss. Dennoch waren die zwei Tunnel zwei kleine Siege, dem, so der Plan der Bayern, ein großer, möglichst noch demütigender, folgen sollte: der erste gegen den BVB nach vier verlorenen Bundesligapartien plus Pokalfinale und zwei verlorenen Meisterschaften. Das hat die Identität des FC Bayern angekratzt. Thomas Müller gab vor dem Spiel zu, dass die Dortmunder die Bayern in den vorigen zwei Saisons zur "Weißglut getrieben" hätten.

Darum ging es an diesem kalten Dezemberabend mehr um Revanche als um die Tabelle. Die Bayern sind nach einer sehr guten Hinrunde und dank elf Punkten Vorsprung auf ihren wichtigsten, vermutlich einzigen Konkurrenten ohnehin weit voraus. Selbst eine Niederlage gegen Dortmund würde daran nicht viel ändern. Bayern gegen Dortmund war das symbolische Finale des Fußballjahres.

Konzentriert und entschlossen

Die Bayern wollten die natürliche Hackordnung des deutschen Fußballs auch im direkten Duell wiederherstellen, so traten sie auf. Ständig rotierte das Mittelfeld seine Positionen, Ribéry bot sich in der Mitte an, Bastian Schweinsteiger zog auf den linken Flügel, Thomas Müller in die Mitte, Toni Kroos fand man mal rechts, mal weiter hinten, noch öfter weiter vorne. Dazu gab Javi Martinez das Relais im Zentrum, ließ die Dortmunder bei ihren Pressingversuchen ins Leere laufen. Die Bayern wirkten konzentriert und entschlossen.

Und immer wieder setzten sie Ribéry ein, den besten Spieler dieser Saison. Seinen Gegenspieler, allen voran Lukas Piszczek, brachte er an vielen Orten des Felds mit seinen Dribblings in Verlegenheit. Mario Götze zwang er zu Aushilfsarbeiten im eigenen Strafraum. Zudem gewann Ribéry Bälle in der Bayern-Hälfte. Anfangs grätschte er, wieder sehr zur Freude der Bayernfans, Piszczek den Ball weg, dass einer der Platzwarte in der Halbzeit ein großes Stück Rasen wieder eintreten musste. Ein anderes Mal stahl er Ilkay Gündogan in der Bayern-Hälfte den Ball.

Das belegt, dass sich die Bayern etwas von den Dortmundern abgeschaut, ihrem kontrollierten Ballbesitzfußball das gemeinschaftliche Verteidigen und eine Prise BVB-Konter beigemischt haben. Die ortsansässige Süddeutsche Zeitung hatte vor dem Spiel fast ketzerisch über "Original und Kopie" geschrieben und einer "Lektion in modernem Fußball". Dass die Bayern diese tatsächlich angenommen haben, konnte man an den Laufdaten ablesen: Spulten die Dortmunder bei ihrem Sieg in München vor einem Jahr noch über zehn Kilometer mehr ab, waren es diesmal nur noch zwei.

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Kommentare

36 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Revanche?

All ihren Theorien zum Trotz hat man schon vor dem Spiel (Händeschütteln, Umarmungen und Lachen) gesehen, dass es zwischen den Mannschaften einen freundlichen und respektvollen Umgang gab.
Auch die Anzahl an Fouls zeigte, dass es hier nicht um Rache ging.
Meiner Meinung nach haben die besten beiden Mannschaften schlicht guten Fussball gezeigt - ohne Rachegefühle. Dortmund hat dieses mal in der Schlussphase etwas glück gehabt.

Olli Kahn

Irrt aber formal gesehen, weil Bayern Dortmund bereits zu Beginn der Saison im Liga Super-Cup 2:1 geschlagen hatte. Ich weiß, dass das kaum Bedeutung hat, aber wenn es so sehr um die Psychologie geht, dann ist das nicht ganz zu vernachlässigen. Olli Kahn redet nicht nur wenig sinnvolles, sondern vor allem in ewig sich hinziehenden und nie enden wollenden Sätzen, deren Inhalt viel kürzer zusammenfassbar wäre.
Ansonsten gebe ich Herrn Fritsche absolut recht, dass das Spiel das Zeug zum Classico hat. Allein die Tatsache, dass sich etliche Nationalspieler der deutschen Mannschaft in beiden Teams wiederfinden und man sich deshalb gegenseitig respektiert, offenbart eine förderliche Konkurrenz von der die Liga im ganzen profitieren kann (internationale Erfolge werden folgen).

Clasico?

Das Wort "Clasico" scheint sich virusartig festzusetzen. Bitte nicht! Das Duell Bayern-Dortmund ist mit Real-Barca nicht vergleichbar. Hier ist es überwiegend sportliche Rivalität, dort geht es zudem um Politik. Vollkommen andere Baustelle! In Spanien regnet es rote Karten bei ständiger Rudelbildung. Das Spiel gestern war dagegen mit fast schon liebevoller Atmosphäre gesegnet. Halten wir's also lieber mit dem großen Philosophen Franz B.: "We call it a Klassiker!"

Kann sein

Ich habe das Interview mit Olli Kahn nicht gesehen bzw. gehört. Aber so wie es Herr Fritsch oben zitiert, ist für mich nicht der Wettbewerb Bundesliga eingegrenzt worden, sondern nur vielmehr von einer Mannschaft in der Bundesliga die rede. Keine Haarspalterei, aber wenn die beiden Teams in der Champions-League aufeinander treffen sollten und dann die Bayern gewinnen würden, wäre das ein Sieg, der genauso viel für die Psyche zählt wie ein Bundesliga-Sieg, oder?!

Die natürliche Hackordnung?

"Die Bayern wollten die natürliche Hackordnung des deutschen Fußballs auch im direkten Duell wiederherstellen,"
Ist eine sehr einfache. In den letzten 20 Jahren gingen 15 deutsche Meisterschaften an Bayern und Dortmund zusammen. (10+5). Beide haben die CL gewonnen, haben europäische Finals verloren, den DFB-Pokal gewonnen. Anders ausgedrückt. Es sind seit 2Dekaden die beiden erfolgreichsten Mannschaften, bei der immer mal einer von beiden das Nachsehen hat, aber die "natürliche Hackordnung" gibt es wirklich nur aus der Sicht der Bayern. Warten wir mal 10 Jahre ab, wenn Dortmund entschuldet ist (weil vernünftiges Wirtschaften die oberste Devise ist), wenn Reus, Götze, Gündogan etc. den nächsten Sprung machen.
Am meisten profitiert die Nationalmannschaft von diesem Duell und das gegenseitige Pushen der Spieler. Das war auch vor der Euro 96 so, als Bayern den UEFA Cup gewann und Dortmund Meister wurde.

Welcher Sieg mehr zählt,

Ist mir jetzt erstmal nebensächlich. Entscheidend ist doch der psychologische Punkt, dass man weiß, dass man den Gegner schlagen kann. Und das hat Bayern im Super-Cup bereits vollbracht. Ob CL wichtiger als Bundesliga für die Bayern ist, müssen die selber beantworten. Kann mich daran erinnern, dass Herr Hoeneß in der Vergangenheit gerne betonte, dass die nationale Meisterschaft die größte Bedeutung habe. Nur, können die Bayern natürlich auch deutscher Meister ohne einen Sieg gegen die Dortmunder werden. Ein damit verbundener Sieg gegen den Rivalen würde eine Meisterschaft weitaus bedeutender machen. Da stimme ich Herrn Fritsch zu und kann nur aus eigener Erfahrung im fussball-Vereinssport sagen, dass manchmal solchen einzelnen Erfolgen eine große Gesamtbedeutung für den Saisonerfolg beigemessen wird (siehe Schalke und BVB).

Antworte mal

Auf ihren Kommentar, auch wenn ich das Zitat mit der Hackordnung nicht gegeben hatte.
Die erfolgreichsten Mannschaften der letzten 2 Dekaden. Naja, Bremen würde ich zumindest auch noch nennen wollen und Dortmunds Ausbeute war nicht durchgehend toll: 2004/05 siebter, 2005/06 siebter, 2006/07 Neunter (fast-Abstieg!), 2007/08 dreizehnter. Erst unter Klopp konnte der bvb auch wieder oben mitspielen. Vernünftig wirtschaften tut der BVB glücklicherweise seit Rauball und Watzke endlich. Glücklicherweise haben sie auch sportlich die richtigen Wege bereitet und ernten mit den hochgezogenen jugendgewächsen -zu denen auch Reus gehört- auch die entsprechenden Lorbeeren.
Ihrem letzten Punkt der parallele zu 1996 stimme ich zu!

Bei dem einen oder anderen Fan.

Fakt ist aber folgendes. In der Bundesliga trifft man sich 2mal. Man kann beide Spiele verlieren und dennoch deutscher Meister werden und am Ende der Saison interessiert es kein Schwein mehr. Wenn man aber in der KO Phase der CL zum Aufeinandertreffen kommt, dann ist das ein ganz anderes Kaliber, weil die Bühne ein viel größere ist und auch die psychologische Wirkung. Man stelle sich folgendes vor (nur Träumerei). Bayern wird Meister, gewinnt in der Rückrunde sogar in Dortmund. Was würde dieser Sieg wert sein, wenn Bayern im Viertel oder Halbfinale der ChampionsLeague gegen Dortmund verliert?
Oder das eine Spiel im DFB-Pokal?
Die psychologische Wertigkeit eines Sieges hängt massiv vom Zeitpunkt in der Saison, der Art und Weise und dem Wettbewerb ab. Und der Supercup ...

Schöner Seitenhieb

Allerdings bestehe ich weiterhin auf der Nennung von Werder Bremen. ;-)
Der Punkt zur Bedeutung des supercups: braucht man nichts mehr zu sagen, sehe ich genauso und wollte ich auch nur der Form halber anmerken.
Der Punkt zur Bedeutung der Champions-League: Ansichtssache! Kann ihre Bewertung nachvollziehen, aber eine Meisterschaft zu gewinnen spiegelt sicher am deutlichsten eine Konstante und überlegene Mannschaft wieder, dann noch die spitzenteams bzw. die Konkurrenten (vergessen wir nicht vizekusen!) in der saison zu zwei sehr unterschiedlichen zeitpunkten geschlagen zu haben, ist nun mal die sahnehaube. Dass über frühere siege oder niederlagen kein schwein mehr interesse zeigt, stimmt nicht und beweist der obige artikel einmal mehr. In der Champions-League einen guten Tag zu erwischen, ist bei dem gleich hohen Niveau, dass Bayern und Dortmund derzeit haben, auch Glückssache. Auf jeden fall wäre es aus Sicht eines deutschen Fans und als der verstehe ich mich, das größte, wenn Bayern und Dortmund in London das CL-Finale ausspielen und dabei ein fußballerischer Leckerbissen herauskäme!

Darauf bestehen Sie zurecht

und es wäre im Interesse des dt. Fußballs, wenn Bremen wieder zu alter Konstanz finden würde. Mir fehlt da ehrlich gesagt gerade der 10er der letzten Jahre. Erinnert sei an Spieler wie Herzog, Micoud, Diego, Özil.
Und was das Finale betrifft. Träumen ist erlaubt. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf die KO Runde und bin gespannt, wer welche Lose erwischt. (Ich tippe darauf, das Bayern oder Schalke gegen Real ranmüssen).
Es ist wirklich bemerkenswert, wie sich die Bundesliga und der deutsche Fußball entwickelt haben. Erinnert wirklich wieder ein bisschen an die glorreichen 90er

Ja, und

Ich erinnere mich nur zu gut an die verachtenden Kommentare gegenüber den fußballerisch zurückgebliebenen Deutschen von Seiten auch des Auslands vor nicht allzu langer zeit. Insofern ist es für mich eine echte Genugtuung, wenn "wir" auch international wieder oben mitspielen. Endlich ist auch wieder denkbar, dass ein BVB oder FCB Mannschaften wie Real, barca oder Mailand schlagen können. Es hat gut getan, dass unsere Nationalmannschaft Anfang der 2000er Jahre so kläglich international scheiterte und daraufhin richtige Entscheidungen hinsichtlich Nachwuchsförderung, taktische Schulung und Fitness-Optimierung vorgenommen wurden.

Auf gar keinen Fall!

Bitte kein CL-Finale Bayern - Dortmund! Im Viertelfinale gerne, das hätte seinen Reiz. Aber nie und nimmer im Endspiel, nur drei Wochen nach dem Bundesligaspiel in Dortmund. Overkill! Und dann noch diese Schlagzeilen: "Clasico in Wembley"! Brrrrr......

Im internationalen Wettbewerb sind mir Höhepunkte gegen englische, spanische oder italienische Mannschaften allemal lieber. Man stelle sich vor: Ganz London von Deutschen überschwemmt, bloß nicht.... Ich gedenke, am 25.05.13 in London zu weilen und hätte dabei wesentlich mehr Spaß im Pub mit Barca-Fans zu fachsimpeln. Irgendwann muss Ruhe mit Dortmund sein. :P

Dortmund ist die attraktivere, weil sympathischere Mannschaft,.

Dieses 1 zu 1 ist aus meiner Sicht wie ein gefühlter Sieg für die Dortmunder !
Denn die Bayern können nicht einmal in ihrem Wohnzimmer und in Bestform und in Bestbesetzung gegen die Dortmunder gewinnen.
Dazu kommen noch die peinlichen Kommentare a la Hoeneß, der offenbar ein Problem damit hat, das nicht nur der Weidenfeller Weltklasse ist, sondern auch das Management und die anderen Spieler.
Welches Spiel und mit welcher Brille hat er eigentlich gesehen?

Also..doch: Die Dortmunder sind ein Trauma.
Auch international laufen Sie ihn den Rang ab. Dortmunder Spiele sind einfach interesanter anzusehen..und statt des Lamentierens ( Todesgruppe und son Schmarn)...machen Sie eben mal die europäische Elite ganz klein !!

Ganz klar.. Dortmund ist die Mannschaft der Stunde ! Und das schon seit rund 3 Jahren. Daneben konnte an diesem Spieltag nur Düsseldorf richtig glänzen !! ( die zweite Mannschaft der Stunde).

Gelbe Brille?

Ich finde auch das Dortmund eine sehr sympatische Mannschaft, aber attraktiven Fußball spielen die Bayern auch.
Sie haben auch nicht ohne Grund schon sehr viele Punkte auf ihrem Konto in der Bundesliga und haben schon viele Spiele hoch gewonnen. International hat Bayern letztes Jahr fast die Championsleague gewonnen und dort, wie diese Spielzeit Dortmund, Real Madrid besiegt.
Die beiden Mannschaften sind auf Augenhöhe und das es jemanden schwer fällt das zu akzeptieren, da dieser über viele Jahre die unangefochtene Nummer 1 war, ist auch verständlich!
Wie sagte Herr Stoiber noch unter der Woche bei Maischberger? Ich hoffe das wir dieses Jahr in LONDON zwei Mannschaften aus der Bundesliga im Finale sehen, so wie vor einigen Jahren in Moskau es die Engländer geschafft hatten. Es ist möglich!
Und sehr positiv ist mehr auch der Schiedsrichter aufgefallen, keine gelben Karten, relativ wenig in den Spielfluss eingegriffen, da natürlich beide Mannschaften sehr fair gespielt haben! So mach es Spaß Fußball zu gucken!

1) Unsinn, Bayern war nicht in Bestbesetzung!

Badstuber ungeplant ersetzen zu müssen mit einem nur zu 95% fitten Boateng, sowie nicht die Option zu haben, auf Robben und Gustavo zurückzugreifen, ist nicht Bestbesetzung. (Ich heule nicht rum oder entschuldige das Remis damit, ich stelle nur fest.)

2) Hoeneß weiß genau, dass Neuer besser als Weidenfeller ist, sonst würde er nie sowas sagen. Es ist herablassende Anerkennung, weiter nichts.

3) Ich darf daran erinnern, dass ManCity und Madrid letztes Jahr vom FCB ebenfalls besiegt wurden. Was die tollen Leistungen des BVB nicht schmälern soll.

4) Dass Dortmunds Spiele "einfach interessanter anzusehen" sind, liegt am Konter- und Pressingstil und ist Ansichtssache. Ich meinerseits finde auch (auch!) taktisch geprägte Spiele interessant und messe guten Fußball nicht in den Laien-Kategorien Offensivspektakel und Kantersieg. Klopp und Heynckes übrigens auch nicht.

5) Gefühlte Niederlage? Mit dem Remis kann ich als "Roter" ganz gut leben. Dortmund hätte den Sieg gebraucht, Bayern nicht.

==> Fazit: selten so einen Schwachsinn gelesen, Herr Karl.

greetz, BG

Als Dortmund Fan

müssen Sie sicher so schreiben. Selbst bei einer 10:0 Niederlage wären Ihre Dortmunder die "Mannschaft der Steunde" gewesen. Ich hab Verständnis für so eine Haltung. Ohne dieses "Seit an Seit" in guten wie in schweren Zeiten wäre der Fußball doch auch langweilig.
Als Bayern-Fan wünsche ich den schwarzgelben auf internationaler Ebene weiterhin viel Erfolg und hoffentlich ein CL-Finale gegen Bayern. ;)

Das ist der Quatsch der beiden Fanlager,

immer wird die Leistung des anderen relativiert. Dortmund wird Meister, die Bayernfans "Aber in der ChampionsLeague". Dortmund gewinnt das Double, die Bayernfans "Aber in der ChampionsLeague", Dortmund hat Erfolg in der ChampionsLeague "Wir haben 11 Punkte Vorsprung und die Teams haben wir letztes Jahr auch besiegt".
Umgekehrt der gleiche Mist. Bayern im Finale der CL "Aber wir haben das Double" und das geht seit Jahrzehnten so.
Ich würde es begrüßen, wenn beide Fanlager mal ohne Wenn und Aber die Leistung der anderen Mannschaft ohne Neid, ohne Relativierungen, ohne Vergleiche anerkennen und respektieren würden.
Und was die Bestbesetzung betrifft. Bayerns Bestbesetzung ist, wenn einige Spieler fehlen, weil sonst sehr schnell der Baum brennt, oder soll Robben auf der Bank sitzen?
Zum Spiel gestern. Es war nicht nur Leistungsgerecht sondern spiegelt ein Stück weit auch die Mentalitäten und Leistungsfähigkeiten in dieser Saison wieder. Am Ende wollten beiden Teams eher nicht verlieren, als das Spiel zu gewinnen.
Eine Sache die mich persönlich sehr aufregt. Das ewige Reklamieren von Thomas Müller. Was der an Schwalben produziert und dann Elfer und Karten fordert ist schon frech. So wie gestern im Spiel. Wenn er das irgendwann ablegt, dann ist er ein Großer

Ich bin eine Überschrift

Zu 3.)
Bayern hat letzte Saison gegen ManCity einmal verloren und einmal gewonnen.
Dortmund hat dieses CL-Saison gegen ManCity ein Unentschieden (1:1) erreicht.

Ich empfinde diese Bayern-Dominanz diese Saison als ein Eingeständnis an die Hilflosigkeit der letzten Jahre.
Bayern hatte die letzten Jahre ebenfalls den besten Kader der Liga, konnten den BVB aber nicht ansatzweise gefährden.
Diese Saison wurde wurde mit enorm viel Geld gewedelt und in den Kader gesteckt.

Die Investitionen des FCB zeigen diese Saison nur eins: Der FCB kann seinen Vorsprung nur duch Geld erkaufen.

Zum Abschluss eine schöne Spinnerei:

Der FCB gewinnt das Double. Der BVB aber die CL :)

Kein großes Duell

Bayern-Dortmund war gestern ein rein sportliches Duell.

Ein Großteil der Spieler kennt sich doch aus der deutschen Nationalmannschaft, dass die sich da nicht gegenseitig kaputt machen wollen, ist verständlich.

Neuer, Lahm, Badstuber, Boateng, Schweinsteiger, Kroos, Müller, Gomez bei Bayern - und bei Dortmund Schmelzer, Hummels, Gündogan, Bender, Götze, Schieber, Reus...

Es war einfach ein rein sportliches Kräftemessen, mehr nicht.