Wer spielte wie gegen wen?

Hamburger SV – TSG Hoffenheim 2:0
Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 2:3
FC Augsburg – FC Bayern München 0:2
1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 2:0
VfB Stuttgart – FC Schalke 04 3:1
SC Freiburg – SpVgg Fürth 1:0
Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 4:1
Borussia Mönchengladbach – FSV Mainz 05 2:0
Hannover 96 – Bayer Leverkusen 3:2

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Wer in Dortmund nicht fluchte, verzweifelte, fieberte, kann keinen Sinn für Sport haben. In der 6. Minute nahm das Unheil seinen Lauf: Beim 1:0 war Robert Lewandowski zu aktiv, um nur im (straffreien) passiven Abseits gestanden zu haben. Doch das war eine klassische Millimeterentscheidung – entschuldbar, für die jubelnden Heimfans ohnehin. In Minute 35 allerdings kippte die Stimmung. Da brüllte die Arena formerly known as Westfalenstadion wie ein einziger Mann, oder eher: wie ein verwundetes Tier. Der Grund: Wolfsburgs erster Angriff – der ebenfalls durch einen Abseitspfiff vorzeitig beendet gehört hätte und von Marcel Schmelzer auf der Linie per Knie geklärt wurde. Der Schiri Wolfgang Stark aber sah ein Handspiel, zeigte erst auf den Punkt und dann Rot. Schmelzer ging, der Elfmeter saß, ebenso fünf Minuten später Naldos Volley-Hammer (ebenfalls unter Abseitsverdacht). Die Wolfsburger Führung war absurd, doch zu zehnt und zornig zeigte sich Dortmund gefährlicher denn je. Reus scheiterte mit einem Fallrückzieher, die anderen auf alle denkbaren anderen Arten. Dann profitierte die Borussia vom Schlingerkurs des Schiri-Gespanns – und bekam nach einem eher harmlosen Schubser von Simon Kjaer ihrerseits einen Elfmeter zugesprochen, den Kuba Blaszczykowski zum 2:2 verwandelte. Eine der seltenen Wolfsburger Chancen (am Ende waren es 21:7 Torschüsse für Dortmund) verwandelte Bas Dost zum 2:3. Dabei blieb es. Weil er's kann, verteilte Stark noch wahllos gelbe Karten, unter anderem an Götze wegen zu schneller Ausführung eines Freistoßes. In der 91. fischte Benaglio einen Reus-Freistoß aus dem Winkel, in der 92. parierte Weidenfeller gegen Dost. Dann war Feierabend. Beziehungsweise Frustabend. Man of the Match war Wolfgang Stark, prägte der Schiedsrichter die Partie doch mehr als jeder andere. Vier von fünf Toren waren umstritten. Jürgen Klopp verpasste seinen Spielern einen Maulkorb und blieb auch selbst ruhig. Nur für den Friedensnobelpreis nominierte er Schmelzer noch schnell.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

90 Minuten verschwendete Lebenszeit und nur eine magere Erkenntnis: Franziska van Almsick fällt es offensichtlich so leicht, sich mit Hoffenheim zu identifizieren , weil deren Abwehr schwimmt wie keine andere. Desolat trat die TSG auf, und dem HSV gelang ohne seine Muse Rafael van der Vaart das Kunststück, sie nicht an die Wand zu spielen. Anstelle eines Spiels entwickelte sich nur die Zahl der Fehlpässe. Auf der Höhe war nur René Adler. Alle anderen liefen, passten, dribbelten, schossen, grätschten an der Grenze zur Arbeitsverweigerung, emphatisch wurde es nur bei Schwalben. Agilster Hoffenheimer war der Interimstrainer Frank Kramer . 0:0 wäre das einzige gerechte Ergebnis gewesen. Weil Artjoms Rudnevs aber von Hoffenheims Verteidigung um den Towart-Azubi Koen Casteels (20) zwei Angebote bekam, die er nicht ablehnen konnte, endete das Gegurke mit 2:0. So etwas als Bundesligaspiel zu verkaufen ist eine Frechheit wie die Frisur von Mancienne . Hoffenheim , mir graust vor dir.

Wer stand im Blickpunkt?

Die Spielverderber, die den Ruhrpott-Klubs die Bayern-Jagd verhagelten und ein Traumtorschütze: einerseits Vedad Ibisevic , der mit seinen Toren 8 bis 10 im Alleingang den FC Schalke abschoss – Hut ab vor diesem Hattrick, Elfmeter hin, Abstauber her. Andererseits Wolfsburgs brasilianisches Duo Diego und Naldo, das Dortmund zur Verzweiflung trieb mit tatkräftiger Unterstützung von einem Mann, der oben erwähnt wurde. Diego jedenfalls erzielte den ersten Treffer und bereitete die beiden anderen vor. Naldo bedankte sich mit einer wuchtigen Direktabnahme für die ihm geltende Flanke. Sonntagnachmittag spielte sich dann noch ein anderer in den Blickpunkt: Juan Arango traf aus knapp 45 Metern gegen Mainz . Aber mittlerweile hat man sich an die Traumtore des Venezolaners schon fast gewöhnt.