Fußball-Bundesliga : Hannover schlägt Leverkusen, Mainz unterliegt Gladbach
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Borussia Mönchengladbach – FSV Mainz

Zdenek Pospech und Juan Arango im Zweikampf © Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images

Borussia Mönchengladbach – FSV Mainz 05 2:0 (0:0)

Juan Arango und Mike Hanke haben Borussia Mönchengladbach am zweiten Advent den Sieg beschert. Beim 2:0 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 überzeugten die Gastgeber im letzten Heimspiel vor der Winterpause vor allem durch Effektivität: Nach einer trostlosen ersten Spielhälfte nutzten sie ihre zwei besten Chancen zu zwei Treffern innerhalb von fünf Minuten: Der Stürmer Hanke brachte Gladbach im Borussia-Park zwölf Minuten nach seiner Einwechslung (58.) in Führung, Arango legte in hohem Bogen aus 44 Metern nach (63.).

Damit ist die Mannschaft von Trainer Lucien Favre nun schon seit sechs Pflichtspielen unbesiegt und zog mit 24 Punkten in der Tabelle der Fußball-Bundesliga an den Mainzern (23) vorbei. Die Rheinhessen mussten nach zwei Siegen in Serie einen Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze hinnehmen.

Drei Tage nach dem 3:0-Sieg in der Europa League bei Fenerbahce Istanbul rotierte Favre zurück – neun bewährte Stammspieler rückten wieder in die Startelf. Doch frischen Wind brachten sie nicht – die erste Spielhälfte ging klar an die Gäste: Mainz erwischte den besseren Start und war zielstrebiger in seinen Angriffsaktionen. Die Gäste kamen einfach schneller auf Betriebstemperatur und kombinierten gefälliger als die biederen Gladbacher.

Auch die ersten Torchancen spielte sich die Mainzer Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel heraus: Nach Kopfballvorlage von Shawn Parker zog Andreas Ivanschitz aus 16 Metern ab, Torwart Marc-André ter Stegen musste den Ball prallen lassen, Oscar Wendt rettete in höchster Not (12.). Mit einem Super-Reflex verhinderte ter Stegen nach einer Aktion von Parker das 0:1 (35.). Ein Kopfball von FSV-Torjäger Adam Szalai, der in dieser Saison schon neunmal getroffen hat, fand sein Ziel nicht (44.).

Auf der Gegenseite hielt sich der kaum beschäftigte Torhüter Heinz Müller zunächst durch Laufen und Hüpfen warm. Nach knapp 29 Minuten musste der 34-Jährige, der den rot-gesperrten Mainzer Stammtorwart Christian Wetklo vertrat, zum ersten Mal eingreifen. Ein Freistoß von Arango (35.) flog übers Tor – es war der erste ernsthafte Torschuss der Favre-Mannschaft. Mainz hatte die bessere Spielanlage, die Überlegenheit der Rheinhessen kam selbst im Eckenverhältnis zum Ausdruck: 4:0 nach 29 Minuten.

Favre reagierte auf die Angriffsflaute der ersten 45 Minuten und brachte nach der Halbzeit mit Hanke frischen Wind ins Spiel. Ein Glücksgriff. Igor de Camargo, einer der Schwächeren in einem schwachen Team, musste vom Spielfeld. Für Aufregung sorgten nach dem Wiederanpfiff zunächst nur Bengalische Feuer im Mainzer Block, doch der Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer griff nicht ein.

Auf dem Rasen blieb Mainz immer gefährlich, ein Drehschuss von Youngster Parker ging am langen Pfosten vorbei (54.). Doch dann kam Hanke – nach punktgenauem Querpass von Tony Jantschke stand der Joker an der Torraumlinie goldrichtig. Kollege Arango könnte sogar zum Kandidaten für das "Tor des Monats" werden: Zum kuriosen Treffer lieferte der FSV-Routinier Müller mit einer verunglückten Rettungsaktion praktisch die Vorlage.

Bor. Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Rupp (78. Cigerci), Arango - Herrmann (84. Mlapa), de Camargo (46. Hanke)

FSV Mainz 05: Heinz Müller - Pospech, Svensson, Noveski, Zabavnik (70. Júnior Díaz) - Baumgartlinger - Polanski (66. Nicolai Müller), Soto - Ivanschitz - Szalai, Parker (66. Risse)

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

Zuschauer: 46.622

Tore: 1:0 Hanke (58.), 2:0 Arango (63.)

Gelbe Karten: Dominguez (5), Herrmann (2) / Noveski (5), Soto (3)

Beste Spieler: Stranzl, Arango / Baumgartlinger

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Kommentare

60 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Aber sonst gehts noch?

Sie haben mit Fußball ja mal rein gar nichts am Hut.

Mich hats gefreut mal wieder Klopps Fratze zu sehen, wenn es nicht läuft, da überdreht er seit einiger Zeit nämlich völlig und verliert auch Sympathien. Bei einem Sieg ist natürlich alles ganz toll. Heute hat sich das sogar auf die Mannschaft übertragen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken.

Bisher ein netter Spieltag, meine Hamburger haben auch gewonnen. Wir sollten vorsichtshalber schonmal den Rathausbalkon buchen ;-)).

Mehr als Sie.

Denn ich freue mich nicht um oder ob der Tragik und Ungerechtigkeiten anderer. Wenn Ihnen das ein besseres Leben beschert nun denn. Nur sollte Ihnen zu denken geben was Sie so zum Leben brauchen. Es entlarvt Sie und dieser gezeigte Charakterzug von Ihnen ist nicht gerade der beste. Sie wissen Selbst mit welchen Personen der Zeitgeschichte Sie solche Dinge teilen.

Wenn es Spaß macht wie gesagt nun denn. Doch mit Fussball hat das noch weniger zu tun. Also warum Ihr Einwand.

Diese Niederlage

scheint sie ja emotional sehr mitgenommen zu haben.

Das tut mir leid fuer sie. Man kann aber auch sagen, das Dortmund ,obwohl klar besser, seine Chancen nicht nutzen konnte. Seine Tore nur aus Standards heraus kamen.Waehrend der VFL sich seine aus Kontern erarbeitet hatte. Das die Elf Meter (alle beide) und die rote karte ungerechtfertig waren ist hinlaenglich bekannt. Und es darf einem (laut Klopp so super duper) Team wie Dortmund nicht passieren sich in Unterzahl so vorfuehren zu lassen obwohl der Ueberlegenheit.

Klopp ist bei mir unten durch, seit er letzte Saison beim Remi gegen Stuttgart vor der kamera direkt neben Labadia stehend behauptete das Dortmund eine so krass geile mannschaft ist und so was wie Stuttgart gar nicht haette ueberhaupt Tore schießen duerfen. Diese Arroganz die der Herr mit sich bringt ist unertraeglich. Der Herr Hoeneß ist mir auch ein Unsympath, aber er ist eben wie Klopp faehig in seinem Metier.

Ich habe auch den Kopf geschuettelt , als Bayern trotz ueberlegenem Spiel gegen Leverkusen verlor. Sowas passiert, man steht auf und macht weiter, und wird nicht ob eines Spieles so emotional wie sie, das entlarvt naemlich sie ;)

Ob meiner Emotionen

Bin ich trotzdem relaxt. Und das man trotzdem hätte gewinnen müssen kann kein Argument sein. Wer nicht pfeifen kann darf kein Schiedsrichter werden. Motivieren sie mal junge Sportler zu Leistungen wenn die checken das diese nicht allein zum Sieg reicht sondern tagesformabhängig vom Schiri ist. Also bitte.

Und noch einmal Wolfsburg war auch mit einem Mann mehr besser. Und wenn da die drei Punkte sind die später irgendwo fehlen f dann kann das dem Verein sehr viel Geld kosten. Wegen Dem besten Schiedsrichter aus Deutschland.

Kleine Nachfrage

" Und es darf einem (laut Klopp so super duper) Team wie Dortmund nicht passieren sich in Unterzahl so vorfuehren zu lassen obwohl der Ueberlegenheit."
Sich trotz Überlegenheit vorführen lassen: Sehen Sie da nicht einen kleine Widerspruch?
Und die Meinung das Dortmund ein "super duper" Team ist, hat Klopp sicher nicht exklusiv. Fragen Sie im Zweifelsfall mal in Madrid, Manchester, Amsterdam, oder auch einfach bei jedem Bundesligavereinsverantwortlichen nach. Und was die Aussagen zum Stuttgartspiel betreffen. Bei einem vermeintlichen Fehltritt ist also jemand bei Ihnen unten durch? Ganz schön radikal ;)
Heute alle ganz schön emotional und das am 2. Advent

Der schwache Punkt des BVB

Ohne es zu wollen, hat Schiri Stark einen schwachen Punkt beim BVB ausgemacht. "Normale" Mannschaften verkraften einen Elfmeter, der gegen sie verhängt wird, viel schlechter als die Hinausstellung eines Spielers. Beim BVB scheint es umgekehrt zu sein. Das ist auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie intensiv und kräftezehrend alle Spieler der Borussia spielen. Wenn da einer fehlt, geht gleich die Zugkraft verloren.
Ich fürchte, dass ich nicht der einzige bin, der das registriert hat. Vermutlich werden gegnerische Mannschaften in Zukunft viel unternehmen, um die BVB-Spieler zu Fouls oder zu Handgreiflichkeiten zu provozieren, damit sie vom Platz fliegen. Gerade gegen ausgebuffte Profis auf internationaler Ebene könnte das noch zum Problem werden.

In Bermuda-Shorts vor Stalingrad oder BVB nicht wintertauglich

Hab das Spiel auf livestream gesehen und schon mitgekriegt, dass der BVB auch in der zweiten Hälfte leicht überlegen war. War aber nicht mehr die perfekte Kampfmaschine. Bei Ausfällen tun sich halt schwerer als Mannschaften, die defensiver oder variabler spielen.
Trotzdem sollte der BVB nichts an seiner Ausrichtung ändern. In gewisser Hinsicht haben die Borussen was von Barcelona. Ihre eigene Spielweise haben sie dermassen perfektioniert, das jede Änderung des Systems eine Schwächung wäre. In optimaler Form sind sind sie fast nicht zu schlagen, ultra-aggressiv und schnell wie Mike Tyson mit 19. Macht einfach Spass, zuzusehen.

Spiel gesehen ?

Schon die Entstehung zur Fehlentscheidung war eine Fehlentscheidung.Beim Abspiel klar Abseits,dann kommt der Torschuß der an das Knie geht(In Bayern ist Knie gleichzeitig Hand, das muss ma wissen ),da gibt es nur eine klare Sache-11er und Rote Karte.Zudem sollte man auch noch betonen das nicht nur Kehl u. Bender ausfielen, sondern auch Subotic-das dann noch Schmelzer runter mußte sorgte für etwas Unordnung,dies hat der VFL gut ausgenutzt.Zudem hatte ich das Gefühl das die BVB Spieler sich extrem zurückgehalten haben weil man ja nicht wußte wann es die nächste gelbe Karte von Hr.Stark für nichts gibt !
Egal, der ST ist rum es kommt der nächste ,abgerechnet wird am 34 ST, wenn alle Spiele beendet sind, mir langt es vollkommen wenn der BVB unter die ersten 3 kommt.

da möchte ich Ihnen widersprechen..

Die Entschuldigung beim BVB zeigt nur, dass er nicht doof ist.
Ich sehe es nicht als "Größe" an, sondern als ein Zeichen nach dem Motto : Ihr könnt mir gar nix...
Man sollte bedenken, dass der Schiri und seine Linienrichter schon jahrelang als Trio durch die Gegend turnen, vor allem international............- die kennen sich richtig gut !

Wer sagt denn, dass der Linienmann dem Pfeiffenmann das Abseits vor der "Hand-Szene" nicht angezeigt hat ?
Da hätte Stark seinen Pfiff immer noch als Abpfiff wegen Abseits hinstellen können und gar nix wär passiert !
Als Fan darf ich die Vermutung äußern, dass dieser Schiedsrichter ganz bewußt eine Eskalation herbeiführen wollte - es ist ihm nicht gelungen !

Es gibt eine längere BVB- Stark- Geschichte:
ein nicht gegebenes reguläres Tor von Barrios, ein verwandelter Strafstoß , den Sahin wiederholen mußte und der dann gehalten wurde, eine rote Karte gegen Götze, die diskussionswürdig war...........

Die Vereine sollten sich gemeinsam gegen Schiedsrichterwillkür auflehnen (es gab in dieser Saison schon 22 Partien, bei denen die Schiedsrichterleistung 5 und schlechter war ) und sich an den DFB, die UEFA und die FIFA wenden, damit elektronische Mittel eingesetzt werden und damit es Profischiedsrichter in diesem Millionengeschäft gibt (hatte schon Blatter gefordert).

Das würde auch Wettmanipulationen erschweren.

bad luck BVB

Tja, dieses Jahr kann der BVB mal am eigenen Leib spüren, wie es den Bayern zuletzt ging: Trotz Überlegenheit immer mal wieder ein Spiel saublöd verlieren, und schon ist die Meisterschaft in weite Ferne gerückt.
Die letzten beiden Jahre hatten sie halt, neben ihren guen Leistungen, am Ende auch das nötige Glück. Das kippt aber halt irgendwann mal. Dafür läuft's ja in der CL.

Eine Schwäche, die nur mit Brille mit Rotfilter erkennbar ist

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, stand der FCB letzte Saison im CL Finale, im DFB-Pokal Finale und beendete die BL-Saison mit einer Punktezahl , die in 49 Jahren Bundeslige vorher nur 4 x nicht für die Schale gereicht hat.

Dabei ist der Verein noch auf Platz 2 im UEFA-Club-Ranking geklettert. Wo stehen da gleich wieder der BVB, S04 und Konsorten?

Wenn das schwach sein soll, warten wir mal die nächsten 3 Jahre bei der inländischen und internatioanlen Konkurrenz ab, wie deren Performance sich so darstellt.