Fußball-Bundesliga : Hannover schlägt Leverkusen, Mainz unterliegt Gladbach
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Eintracht Frankfurt – Werder Bremen

Primin Schwegler feiert sein Tor gegen Bremen. © Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 4:1 (0:0)

Der Aufsteiger Eintracht Frankfurt beendet gegen Werder Bremen seine Krise. Nach drei sieglosen Spielen schiebt sich die Eintracht auf den vierten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Alexander Meier brachte die Gastgeber mit seinem zehnten Saisontor in der 47. Minute in Führung, die Nils Petersen (54.) ausglich. Innerhalb von 60 Sekunden folgte ein Doppelschlag durch Pirmin Schwegler (62.) und Stefan Aigner (63.). Takashi Inui setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt.

In der von Beginn an flotten und intensiv geführten Partie wurde der stille Protest der Fans gegen das geplante Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) in den ersten zwölf Minuten gleich dreimal unterbrochen, als die Eintracht-Anhänger nach Zweikämpfen im Bremer Strafraum vergeblich Elfmeter forderten. Die erste Chance verzeichneten allerdings die Gäste, doch Petersen (6.) scheiterte an dem Eintracht-Torwart Kevin Trapp.

Frankfurt kombinierte teilweise gefällig, konnte die gut organisierte Werder-Defensive zunächst aber kaum aus der Ruhe bringen. Einzig bei einem Schuss von Meier (12.) drohte Gefahr. Die Bremer setzten auf Konter, bei denen sie jedoch die letzte Konsequenz vermissen ließen. Selbst einen Gegenstoß in 3:1-Überzahl vertändelten die Gäste nach einer halben Stunde leichtfertig.

Da auch die Hausherren in Strafraumnähe oft zu unentschlossen agierten, blieben Möglichkeiten lange aus. Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurde es vor beiden Toren lebhafter. Zunächst wurde der frei stehende Olivier Occean (36.) im letzten Moment von Bremens Innenverteidiger Sebastian Prödl geblockt, dann verweigerte der Schiedsrichter Deniz Aytekin einem Treffer von Petersen wegen eines vorangegangenen Foulspiels die Anerkennung. Kurz darauf vergab Kevin de Bruyne völlig frei vor Trapp die Gäste-Führung.

Nach Wiederanpfiff kam die Eintracht schwungvoller aus der Kabine. Inui (46.) scheiterte mit einem Schuss an dem Werder-Torwart Sebastian Mielitz und setzte den Nachschuss über das Tor. Nur 60 Sekunden später schlug Meier zu. Eine Flanke von Bastian Oczipka köpfte der Torjäger unhaltbar in den Winkel.

Der Rückstand stachelte die Bremer an. Als Marko Arnautović von rechts in den Strafraum flankte, war Petersen mit dem Kopf zur Stelle und glich aus. Danach ging es hin und her. Nach gut einer Stunde überwand der Eintracht-Kapitän Schwegler aus mehr als 20 Metern Mielitz zum zweiten Mal. Nur eine Minute später verwertete Aigner ein Zuspiel von Occean zur Entscheidung. Bremen konnte das Blatt nicht mehr wenden. Arnautović (69.) vergab, als er frei an Trapp scheiterte.

Eintracht Frankfurt:
Trapp - Jung, Zambrano, Butscher, Oczipka - Rode, Schwegler - Aigner (84. Celozzi), Meier, Inui (90.+1 Lanig) - Occean

Werder Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Junuzovic (67. Ignjovski) - Arnautovic, Fritz (80. Akpala), de Bruyne, Elia (69. Füllkrug) - Petersen

Schiedsrichter : Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer : 51.500 (ausverkauft)

Tore : 1:0 Meier (47.), 1:1 Petersen (54.), 2:1 Schwegler (62.), 3:1 Aigner (63.), 4:1 Inui (90.)

Gelbe Karten: Aigner (2), Inui (3), Rode (3), Zambrano (6) / Prödl (2), Schmitz (2)

Beste Spieler:
Rode, Schwegler / de Bruyne, Petersen

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Kommentare

60 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Aber sonst gehts noch?

Sie haben mit Fußball ja mal rein gar nichts am Hut.

Mich hats gefreut mal wieder Klopps Fratze zu sehen, wenn es nicht läuft, da überdreht er seit einiger Zeit nämlich völlig und verliert auch Sympathien. Bei einem Sieg ist natürlich alles ganz toll. Heute hat sich das sogar auf die Mannschaft übertragen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken.

Bisher ein netter Spieltag, meine Hamburger haben auch gewonnen. Wir sollten vorsichtshalber schonmal den Rathausbalkon buchen ;-)).

Mehr als Sie.

Denn ich freue mich nicht um oder ob der Tragik und Ungerechtigkeiten anderer. Wenn Ihnen das ein besseres Leben beschert nun denn. Nur sollte Ihnen zu denken geben was Sie so zum Leben brauchen. Es entlarvt Sie und dieser gezeigte Charakterzug von Ihnen ist nicht gerade der beste. Sie wissen Selbst mit welchen Personen der Zeitgeschichte Sie solche Dinge teilen.

Wenn es Spaß macht wie gesagt nun denn. Doch mit Fussball hat das noch weniger zu tun. Also warum Ihr Einwand.

Diese Niederlage

scheint sie ja emotional sehr mitgenommen zu haben.

Das tut mir leid fuer sie. Man kann aber auch sagen, das Dortmund ,obwohl klar besser, seine Chancen nicht nutzen konnte. Seine Tore nur aus Standards heraus kamen.Waehrend der VFL sich seine aus Kontern erarbeitet hatte. Das die Elf Meter (alle beide) und die rote karte ungerechtfertig waren ist hinlaenglich bekannt. Und es darf einem (laut Klopp so super duper) Team wie Dortmund nicht passieren sich in Unterzahl so vorfuehren zu lassen obwohl der Ueberlegenheit.

Klopp ist bei mir unten durch, seit er letzte Saison beim Remi gegen Stuttgart vor der kamera direkt neben Labadia stehend behauptete das Dortmund eine so krass geile mannschaft ist und so was wie Stuttgart gar nicht haette ueberhaupt Tore schießen duerfen. Diese Arroganz die der Herr mit sich bringt ist unertraeglich. Der Herr Hoeneß ist mir auch ein Unsympath, aber er ist eben wie Klopp faehig in seinem Metier.

Ich habe auch den Kopf geschuettelt , als Bayern trotz ueberlegenem Spiel gegen Leverkusen verlor. Sowas passiert, man steht auf und macht weiter, und wird nicht ob eines Spieles so emotional wie sie, das entlarvt naemlich sie ;)

Ob meiner Emotionen

Bin ich trotzdem relaxt. Und das man trotzdem hätte gewinnen müssen kann kein Argument sein. Wer nicht pfeifen kann darf kein Schiedsrichter werden. Motivieren sie mal junge Sportler zu Leistungen wenn die checken das diese nicht allein zum Sieg reicht sondern tagesformabhängig vom Schiri ist. Also bitte.

Und noch einmal Wolfsburg war auch mit einem Mann mehr besser. Und wenn da die drei Punkte sind die später irgendwo fehlen f dann kann das dem Verein sehr viel Geld kosten. Wegen Dem besten Schiedsrichter aus Deutschland.

Kleine Nachfrage

" Und es darf einem (laut Klopp so super duper) Team wie Dortmund nicht passieren sich in Unterzahl so vorfuehren zu lassen obwohl der Ueberlegenheit."
Sich trotz Überlegenheit vorführen lassen: Sehen Sie da nicht einen kleine Widerspruch?
Und die Meinung das Dortmund ein "super duper" Team ist, hat Klopp sicher nicht exklusiv. Fragen Sie im Zweifelsfall mal in Madrid, Manchester, Amsterdam, oder auch einfach bei jedem Bundesligavereinsverantwortlichen nach. Und was die Aussagen zum Stuttgartspiel betreffen. Bei einem vermeintlichen Fehltritt ist also jemand bei Ihnen unten durch? Ganz schön radikal ;)
Heute alle ganz schön emotional und das am 2. Advent

Der schwache Punkt des BVB

Ohne es zu wollen, hat Schiri Stark einen schwachen Punkt beim BVB ausgemacht. "Normale" Mannschaften verkraften einen Elfmeter, der gegen sie verhängt wird, viel schlechter als die Hinausstellung eines Spielers. Beim BVB scheint es umgekehrt zu sein. Das ist auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie intensiv und kräftezehrend alle Spieler der Borussia spielen. Wenn da einer fehlt, geht gleich die Zugkraft verloren.
Ich fürchte, dass ich nicht der einzige bin, der das registriert hat. Vermutlich werden gegnerische Mannschaften in Zukunft viel unternehmen, um die BVB-Spieler zu Fouls oder zu Handgreiflichkeiten zu provozieren, damit sie vom Platz fliegen. Gerade gegen ausgebuffte Profis auf internationaler Ebene könnte das noch zum Problem werden.

In Bermuda-Shorts vor Stalingrad oder BVB nicht wintertauglich

Hab das Spiel auf livestream gesehen und schon mitgekriegt, dass der BVB auch in der zweiten Hälfte leicht überlegen war. War aber nicht mehr die perfekte Kampfmaschine. Bei Ausfällen tun sich halt schwerer als Mannschaften, die defensiver oder variabler spielen.
Trotzdem sollte der BVB nichts an seiner Ausrichtung ändern. In gewisser Hinsicht haben die Borussen was von Barcelona. Ihre eigene Spielweise haben sie dermassen perfektioniert, das jede Änderung des Systems eine Schwächung wäre. In optimaler Form sind sind sie fast nicht zu schlagen, ultra-aggressiv und schnell wie Mike Tyson mit 19. Macht einfach Spass, zuzusehen.

Spiel gesehen ?

Schon die Entstehung zur Fehlentscheidung war eine Fehlentscheidung.Beim Abspiel klar Abseits,dann kommt der Torschuß der an das Knie geht(In Bayern ist Knie gleichzeitig Hand, das muss ma wissen ),da gibt es nur eine klare Sache-11er und Rote Karte.Zudem sollte man auch noch betonen das nicht nur Kehl u. Bender ausfielen, sondern auch Subotic-das dann noch Schmelzer runter mußte sorgte für etwas Unordnung,dies hat der VFL gut ausgenutzt.Zudem hatte ich das Gefühl das die BVB Spieler sich extrem zurückgehalten haben weil man ja nicht wußte wann es die nächste gelbe Karte von Hr.Stark für nichts gibt !
Egal, der ST ist rum es kommt der nächste ,abgerechnet wird am 34 ST, wenn alle Spiele beendet sind, mir langt es vollkommen wenn der BVB unter die ersten 3 kommt.

da möchte ich Ihnen widersprechen..

Die Entschuldigung beim BVB zeigt nur, dass er nicht doof ist.
Ich sehe es nicht als "Größe" an, sondern als ein Zeichen nach dem Motto : Ihr könnt mir gar nix...
Man sollte bedenken, dass der Schiri und seine Linienrichter schon jahrelang als Trio durch die Gegend turnen, vor allem international............- die kennen sich richtig gut !

Wer sagt denn, dass der Linienmann dem Pfeiffenmann das Abseits vor der "Hand-Szene" nicht angezeigt hat ?
Da hätte Stark seinen Pfiff immer noch als Abpfiff wegen Abseits hinstellen können und gar nix wär passiert !
Als Fan darf ich die Vermutung äußern, dass dieser Schiedsrichter ganz bewußt eine Eskalation herbeiführen wollte - es ist ihm nicht gelungen !

Es gibt eine längere BVB- Stark- Geschichte:
ein nicht gegebenes reguläres Tor von Barrios, ein verwandelter Strafstoß , den Sahin wiederholen mußte und der dann gehalten wurde, eine rote Karte gegen Götze, die diskussionswürdig war...........

Die Vereine sollten sich gemeinsam gegen Schiedsrichterwillkür auflehnen (es gab in dieser Saison schon 22 Partien, bei denen die Schiedsrichterleistung 5 und schlechter war ) und sich an den DFB, die UEFA und die FIFA wenden, damit elektronische Mittel eingesetzt werden und damit es Profischiedsrichter in diesem Millionengeschäft gibt (hatte schon Blatter gefordert).

Das würde auch Wettmanipulationen erschweren.

bad luck BVB

Tja, dieses Jahr kann der BVB mal am eigenen Leib spüren, wie es den Bayern zuletzt ging: Trotz Überlegenheit immer mal wieder ein Spiel saublöd verlieren, und schon ist die Meisterschaft in weite Ferne gerückt.
Die letzten beiden Jahre hatten sie halt, neben ihren guen Leistungen, am Ende auch das nötige Glück. Das kippt aber halt irgendwann mal. Dafür läuft's ja in der CL.

Eine Schwäche, die nur mit Brille mit Rotfilter erkennbar ist

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, stand der FCB letzte Saison im CL Finale, im DFB-Pokal Finale und beendete die BL-Saison mit einer Punktezahl , die in 49 Jahren Bundeslige vorher nur 4 x nicht für die Schale gereicht hat.

Dabei ist der Verein noch auf Platz 2 im UEFA-Club-Ranking geklettert. Wo stehen da gleich wieder der BVB, S04 und Konsorten?

Wenn das schwach sein soll, warten wir mal die nächsten 3 Jahre bei der inländischen und internatioanlen Konkurrenz ab, wie deren Performance sich so darstellt.