Fußball-BundesligaHannover schlägt Leverkusen, Mainz unterliegt Gladbach
Seite 5/9:

VfB Stuttgart – Schalke 04

VfB Stuttgart – Schalke 04 3:1 (2:1)

Mit drei Toren hat Vedad Ibišević vom VfB Stuttgart den FC Schalke 04 in die Krise gestürzt. Nach der 1:3-Niederlage gegen Stuttgart wartet Schalke schon seit fünf Spielen auf einen Sieg. Stuttgart hat nach dem Sieg ebenso wie Schalke 25 Punkte und rangiert dicht hinter dem direkten Kontrahenten auf einem Europa-League-Rang.

Ibišević (2. Minute, 38./Foulelfmeter, 61.) und hat damit bereits zehn Tore in dieser Saison geschossen. Ciprian Marica (12.) hatte den zwischenzeitlichen Schalker Ausgleich erzielt. Am Ende der Partie mussten Gotoku Sakai (67.) und Jermaine Jones (73.) jeweils mit Rot wegen grober Fouls vorzeitig vom Platz.

Anzeige

Mit der Doppelspitze Marica/Klaas-Jan Huntelaar wollte Schalke-Trainer Huub Stevens die Negativserie von zuletzt drei Auswärtsniederlagen beenden. VfB-Coach Bruno Labbadia musste angesichts seiner Personalprobleme viermal rotieren.

Nur knapp 43 Stunden nach dem peinlichen 0:1 gegen Molde FK in der Europa League erwischte Stuttgart einen Traumstart. Nach einer Kombination über die linke Seite schoss Ibišević eine Vorlage von Ibrahima Traoré zum 1:0. Der ehemalige VfB-Keeper Timo Hildebrand, der erstmals eine Partie gegen seinen früheren Club bestritt, war beim achten Ligator von Ibišević chancenlos.

Und was machte Schalke? Kontern. Der ehemalige VfB-Stürmer Marica schlich sich hinter dem Rücken von Verteidiger Georg Niedermeier weg und erzielte nach einem Pass von Jones den Ausgleich. Es war das erste Ligasaisontor des Rumänen.

Stuttgart kam danach aus dem Rhythmus und leistete sich in seinem 26. Pflichtspiel immer wieder kleine Fehler. Lewis Holtby und Julian Draxler trieben die Gäste immer wieder an. Stuttgart ließ sich immer weiter zurückfallen.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wachten die Stuttgarter wieder auf. Nach einem vermeintlichen Rempler von Christian Fuchs gegen Christian Gentner entschied Schiedsrichter Felix Zwayer auf Strafstoß. Ibišević verwandelte locker. Anschließend schoss Draxler (40.) aus wenigen Metern daneben – ebenso wie Martin Harnik (45.+1) für den VfB.

Nach der Pause blieb Stuttgart offensiv. Vor allem Raphael Holzhauser belebte die linke Seite. Er scheiterte nach einem langen Sololauf erst an Hildebrand, dann staubte jedoch erneut Ibišević ab. Brisanz erhielt die Partie zusätzlich wegen der Roten Karten gegen Sakai (Foul an Holtby) und Jones (Foul an Traoré). Am Ende standen für den VfB Stuttgart aber die verdienten drei Punkte gegen eine schwache Schalker Mannschaft.

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Maza, Niedermeier, Boka - Kuzmanovic - Gentner, Holzhauser (71. Rüdiger) - Harnik (90.+1 Benyamina), Traoré (86. Molinaro) - Ibisevic

FC Schalke 04: Hildebrand - Uchida (71. Barnetta), Höwedes, Matip, Fuchs - Neustädter - Jones, Draxler - Holtby (82. Pukki) - Marica, Huntelaar

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 55.880

Tore: 1:0 Ibisevic (2.), 1:1 Marica (12.), 2:1 Ibisevic (38./Foulelfmeter), 3:1 Ibisevic (61.)

Gelbe Karten: Boka (2), Harnik (1), Ibisevic (4), Traoré (2) / Matip (2)

Rote Karten: Sakai (67./grobes Foulspiel) / Jones (73./grobes Foulspiel)

Beste Spieler: Ibisevic, Holzhauser / -

Leserkommentare
    • Marobod
    • 08. Dezember 2012 19:03 Uhr

    fuer Wolfsburg. Auch fuer die bayern, die ihren Vorsprung heute gut ausbauen konnten, und sllte Leverkusen morgen patzen um so besser :)

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au

  1. Ohne es zu wollen, hat Schiri Stark einen schwachen Punkt beim BVB ausgemacht. "Normale" Mannschaften verkraften einen Elfmeter, der gegen sie verhängt wird, viel schlechter als die Hinausstellung eines Spielers. Beim BVB scheint es umgekehrt zu sein. Das ist auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie intensiv und kräftezehrend alle Spieler der Borussia spielen. Wenn da einer fehlt, geht gleich die Zugkraft verloren.
    Ich fürchte, dass ich nicht der einzige bin, der das registriert hat. Vermutlich werden gegnerische Mannschaften in Zukunft viel unternehmen, um die BVB-Spieler zu Fouls oder zu Handgreiflichkeiten zu provozieren, damit sie vom Platz fliegen. Gerade gegen ausgebuffte Profis auf internationaler Ebene könnte das noch zum Problem werden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Schiri war 90 ganz schwach und Wolfsburg auch. Sogar in den Statistiken war Dortmund stärker.

    • JMDGF
    • 08. Dezember 2012 19:28 Uhr

    Schon die Entstehung zur Fehlentscheidung war eine Fehlentscheidung.Beim Abspiel klar Abseits,dann kommt der Torschuß der an das Knie geht(In Bayern ist Knie gleichzeitig Hand, das muss ma wissen ),da gibt es nur eine klare Sache-11er und Rote Karte.Zudem sollte man auch noch betonen das nicht nur Kehl u. Bender ausfielen, sondern auch Subotic-das dann noch Schmelzer runter mußte sorgte für etwas Unordnung,dies hat der VFL gut ausgenutzt.Zudem hatte ich das Gefühl das die BVB Spieler sich extrem zurückgehalten haben weil man ja nicht wußte wann es die nächste gelbe Karte von Hr.Stark für nichts gibt !
    Egal, der ST ist rum es kommt der nächste ,abgerechnet wird am 34 ST, wenn alle Spiele beendet sind, mir langt es vollkommen wenn der BVB unter die ersten 3 kommt.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Platzverweis für Schmeltzer war eine klare Fehlentscheidung. Dass Herr Stark diesen Fehler zugab und so der DFB nun das Verfahren einstellen kann: das ist mal eine wirklich STARKe Leistung! Ich hoffe, dieses gute Beispiel macht Schule.

  2. Tja, dieses Jahr kann der BVB mal am eigenen Leib spüren, wie es den Bayern zuletzt ging: Trotz Überlegenheit immer mal wieder ein Spiel saublöd verlieren, und schon ist die Meisterschaft in weite Ferne gerückt.
    Die letzten beiden Jahre hatten sie halt, neben ihren guen Leistungen, am Ende auch das nötige Glück. Das kippt aber halt irgendwann mal. Dafür läuft's ja in der CL.

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Bitte nichts durcheinanderbringen. Der fcb war nicht stark letzte Saison. Und mit Glück Meister werden wollen auch nur die Bayern

  3. Der Schiri war 90 ganz schwach und Wolfsburg auch. Sogar in den Statistiken war Dortmund stärker.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hab das Spiel auf livestream gesehen und schon mitgekriegt, dass der BVB auch in der zweiten Hälfte leicht überlegen war. War aber nicht mehr die perfekte Kampfmaschine. Bei Ausfällen tun sich halt schwerer als Mannschaften, die defensiver oder variabler spielen.
    Trotzdem sollte der BVB nichts an seiner Ausrichtung ändern. In gewisser Hinsicht haben die Borussen was von Barcelona. Ihre eigene Spielweise haben sie dermassen perfektioniert, das jede Änderung des Systems eine Schwächung wäre. In optimaler Form sind sind sie fast nicht zu schlagen, ultra-aggressiv und schnell wie Mike Tyson mit 19. Macht einfach Spass, zuzusehen.

  4. Bitte nichts durcheinanderbringen. Der fcb war nicht stark letzte Saison. Und mit Glück Meister werden wollen auch nur die Bayern

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "bad luck BVB"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wenn ich es recht in Erinnerung habe, stand der FCB letzte Saison im CL Finale, im DFB-Pokal Finale und beendete die BL-Saison mit einer Punktezahl , die in 49 Jahren Bundeslige vorher nur 4 x nicht für die Schale gereicht hat.

    Dabei ist der Verein noch auf Platz 2 im UEFA-Club-Ranking geklettert. Wo stehen da gleich wieder der BVB, S04 und Konsorten?

    Wenn das schwach sein soll, warten wir mal die nächsten 3 Jahre bei der inländischen und internatioanlen Konkurrenz ab, wie deren Performance sich so darstellt.

  5. 7. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au

    Antwort auf "Das freut mich"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au

    • Legatus
    • 08. Dezember 2012 20:17 Uhr

    Sie haben mit Fußball ja mal rein gar nichts am Hut.

    Mich hats gefreut mal wieder Klopps Fratze zu sehen, wenn es nicht läuft, da überdreht er seit einiger Zeit nämlich völlig und verliert auch Sympathien. Bei einem Sieg ist natürlich alles ganz toll. Heute hat sich das sogar auf die Mannschaft übertragen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken.

    Bisher ein netter Spieltag, meine Hamburger haben auch gewonnen. Wir sollten vorsichtshalber schonmal den Rathausbalkon buchen ;-)).

  6. 8. Watzke

    ... hat da ja nen grundsympathischen Kommentar zum Schiri hingelegt. Ich dachte, solche durchdachten Analysen haut sonst nur Uli Hoeneß raus? Respekt vor Stark, dass er nicht lange rumredet und den Irrtum zugibt.

    5 Leserempfehlungen

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service