Fußball-BundesligaHannover schlägt Leverkusen, Mainz unterliegt Gladbach
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Hamburger SV – Hoffenheim

Hamburger SV – Hoffenheim 2:0 (1:0)

TSG Hoffenheim kommt auch mit neuem Trainer nicht aus seiner Niederlagen-Serie heraus. Die Niederlage beim Hamburger SV war beim Bundesliga-Debüt von Frank Kramer die fünfte Niederlage in Folge für den Tabellensechzehnten. Spieler des Abends war der Hamburger Artjoms Rudnevs mit seinen Saisontreffern fünf und sechs.

Dank des dritten Heimsiegs nacheinander steigt der HSV zum Auftakt des 16. Spieltags in der Bundesliga zumindest vorübergehend auf Platz sechs auf. Gegen die harmlosen Gäste reichte eine allenfalls solide Leistung für drei Punkte.

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Hoffenheims bisheriger U-23-Coach Kramer, der am Montag vorläufig auf den entlassenen Markus Babbel gefolgt war, überraschte mit vier Umstellungen in der Startaufstellung: Matthieu Delpierre, Sebastian Rudy nach Gelb-Sperre, Roberto Firmino und Eren Derdiyok rückten für Denis Streker, Stephan Schröck, Joselu und Sven Schipplock in die Mannschaft. Nach 36 Gegentoren agierten die Hoffenheimer zunächst aus einer guten Abwehr heraus und hatten anfangs sogar mehr vom Spiel.

Thorsten Fink brachte für den zuletzt enttäuschenden Jeffrey Bruma Youngster Zhi-Gin Lam auf der Linksverteidigerposition. Tolgay Arslan kehrte nach seiner Gelb-Sperre zurück und vertrat erneut den verletzten Rafael van der Vaart als Spielmacher. Die erste Möglichkeit nach fünf Minuten hatte Dennis Aogo nach Vorlage von Heung-Min Son, doch der Keeper Koen Casteels konnte parieren.

Wie aus dem Nichts traf Rudnevs in der 27. Minute mit einem Kopfball nach Vorlage von Dennis Diekmeier. Im Gegenzug prüfte Firmino (29.) den gut aufgelegten René Adler.

Die Hamburger wurden immer mutiger und hätten durch Son (32.) und einen Lattentreffer von Arslan (38.) fast zum 2:0 erhöhen können. Bei den defensiven Hoffenheimern, die in Hamburg noch nie gewinnen konnten, lief es nach diesen Angriffen nur noch schleppend.

Auch die Statistik machte wenig Hoffnung: Seit mehr als einem Jahr konnte Hoffenheim kein Spiel mehr drehen. Selbst nach dem Rückstand blieben die Hoffenheimer passiv, der HSV musste nicht mehr tun als unbedingt nötig. Und Rudnevs sorgte erneut für die Entscheidung: Rudy wehrte die Freistoß-Flanke von Dennis Aogo zu kurz ab, der Rudnevs war zur Stelle und traf vom Elfmeterpunkt aus der Drehung zum 2:0.

Die eigentliche Hatz begann für den HSV nach dem Spiel. Keine Stunde nach dem Abpfiff mussten die Spieler im Charterflugzeug sitzen, um 16 Stunden ins 11.000 Kilometer entfernte Brasilien zu fliegen. Dort trägt die Mannschaft neun Stunden nach Ankunft bei 30 Grad Celsius ein Einladungsspiel beim Erstligisten Gremio Porto Alegre zur Einweihung des neuen Stadions aus. Geschlafen wird im Flieger, am Montag geht es zurück. Lohn der halben Weltreise in dreieinhalb Tagen sind 825.000 Euro.

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Lam (80. Bruma) - Badelj - Skelbred (85. Sala), Aogo - Arslan - Son, Rudnevs (90. Berg)
Hoffenheim: Casteels - Beck, Delpierre, Compper, Johnson - Rudy, Salihovic - Roberto Firmino (86. Grifo), Volland (71. Schipplock), Williams (67. Schröck) - Derdiyok
Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)
Zuschauer: 48.121
Tore: 1:0 Rudnevs (27.), 2:0 Rudnevs (74.)
Gelbe Karten: Diekmeier (3) / Volland (2)
Beste Spieler: Arslan, Rudnevs / Salihovic

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Leserkommentare
    • Marobod
    • 08. Dezember 2012 19:03 Uhr

    fuer Wolfsburg. Auch fuer die bayern, die ihren Vorsprung heute gut ausbauen konnten, und sllte Leverkusen morgen patzen um so besser :)

    2 Leserempfehlungen
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    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/au

  1. Ohne es zu wollen, hat Schiri Stark einen schwachen Punkt beim BVB ausgemacht. "Normale" Mannschaften verkraften einen Elfmeter, der gegen sie verhängt wird, viel schlechter als die Hinausstellung eines Spielers. Beim BVB scheint es umgekehrt zu sein. Das ist auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie intensiv und kräftezehrend alle Spieler der Borussia spielen. Wenn da einer fehlt, geht gleich die Zugkraft verloren.
    Ich fürchte, dass ich nicht der einzige bin, der das registriert hat. Vermutlich werden gegnerische Mannschaften in Zukunft viel unternehmen, um die BVB-Spieler zu Fouls oder zu Handgreiflichkeiten zu provozieren, damit sie vom Platz fliegen. Gerade gegen ausgebuffte Profis auf internationaler Ebene könnte das noch zum Problem werden.

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    Der Schiri war 90 ganz schwach und Wolfsburg auch. Sogar in den Statistiken war Dortmund stärker.

    • JMDGF
    • 08. Dezember 2012 19:28 Uhr

    Schon die Entstehung zur Fehlentscheidung war eine Fehlentscheidung.Beim Abspiel klar Abseits,dann kommt der Torschuß der an das Knie geht(In Bayern ist Knie gleichzeitig Hand, das muss ma wissen ),da gibt es nur eine klare Sache-11er und Rote Karte.Zudem sollte man auch noch betonen das nicht nur Kehl u. Bender ausfielen, sondern auch Subotic-das dann noch Schmelzer runter mußte sorgte für etwas Unordnung,dies hat der VFL gut ausgenutzt.Zudem hatte ich das Gefühl das die BVB Spieler sich extrem zurückgehalten haben weil man ja nicht wußte wann es die nächste gelbe Karte von Hr.Stark für nichts gibt !
    Egal, der ST ist rum es kommt der nächste ,abgerechnet wird am 34 ST, wenn alle Spiele beendet sind, mir langt es vollkommen wenn der BVB unter die ersten 3 kommt.

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    Der Platzverweis für Schmeltzer war eine klare Fehlentscheidung. Dass Herr Stark diesen Fehler zugab und so der DFB nun das Verfahren einstellen kann: das ist mal eine wirklich STARKe Leistung! Ich hoffe, dieses gute Beispiel macht Schule.

  2. Tja, dieses Jahr kann der BVB mal am eigenen Leib spüren, wie es den Bayern zuletzt ging: Trotz Überlegenheit immer mal wieder ein Spiel saublöd verlieren, und schon ist die Meisterschaft in weite Ferne gerückt.
    Die letzten beiden Jahre hatten sie halt, neben ihren guen Leistungen, am Ende auch das nötige Glück. Das kippt aber halt irgendwann mal. Dafür läuft's ja in der CL.

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    Bitte nichts durcheinanderbringen. Der fcb war nicht stark letzte Saison. Und mit Glück Meister werden wollen auch nur die Bayern

  3. Der Schiri war 90 ganz schwach und Wolfsburg auch. Sogar in den Statistiken war Dortmund stärker.

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    Hab das Spiel auf livestream gesehen und schon mitgekriegt, dass der BVB auch in der zweiten Hälfte leicht überlegen war. War aber nicht mehr die perfekte Kampfmaschine. Bei Ausfällen tun sich halt schwerer als Mannschaften, die defensiver oder variabler spielen.
    Trotzdem sollte der BVB nichts an seiner Ausrichtung ändern. In gewisser Hinsicht haben die Borussen was von Barcelona. Ihre eigene Spielweise haben sie dermassen perfektioniert, das jede Änderung des Systems eine Schwächung wäre. In optimaler Form sind sind sie fast nicht zu schlagen, ultra-aggressiv und schnell wie Mike Tyson mit 19. Macht einfach Spass, zuzusehen.

  4. Bitte nichts durcheinanderbringen. Der fcb war nicht stark letzte Saison. Und mit Glück Meister werden wollen auch nur die Bayern

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "bad luck BVB"
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    Wenn ich es recht in Erinnerung habe, stand der FCB letzte Saison im CL Finale, im DFB-Pokal Finale und beendete die BL-Saison mit einer Punktezahl , die in 49 Jahren Bundeslige vorher nur 4 x nicht für die Schale gereicht hat.

    Dabei ist der Verein noch auf Platz 2 im UEFA-Club-Ranking geklettert. Wo stehen da gleich wieder der BVB, S04 und Konsorten?

    Wenn das schwach sein soll, warten wir mal die nächsten 3 Jahre bei der inländischen und internatioanlen Konkurrenz ab, wie deren Performance sich so darstellt.

  5. 7. [...]

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    Antwort auf "Das freut mich"
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    • Legatus
    • 08. Dezember 2012 20:17 Uhr

    Sie haben mit Fußball ja mal rein gar nichts am Hut.

    Mich hats gefreut mal wieder Klopps Fratze zu sehen, wenn es nicht läuft, da überdreht er seit einiger Zeit nämlich völlig und verliert auch Sympathien. Bei einem Sieg ist natürlich alles ganz toll. Heute hat sich das sogar auf die Mannschaft übertragen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken.

    Bisher ein netter Spieltag, meine Hamburger haben auch gewonnen. Wir sollten vorsichtshalber schonmal den Rathausbalkon buchen ;-)).

  6. 8. Watzke

    ... hat da ja nen grundsympathischen Kommentar zum Schiri hingelegt. Ich dachte, solche durchdachten Analysen haut sonst nur Uli Hoeneß raus? Respekt vor Stark, dass er nicht lange rumredet und den Irrtum zugibt.

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