Fußball-BundesligaHannover schlägt Leverkusen, Mainz unterliegt Gladbach

Kurz nach der Vertragsverlängerung für Trainer Slomka gewinnt Hannover sein Heimspiel. Gladbach siegt nach einer zunächst chancenlosen ersten Halbzeit. Die Spielberichte von dpa

Mame Biram Diouf macht Hannovers zweites Tor gegen Leverkusen.

Mame Biram Diouf macht Hannovers zweites Tor gegen Leverkusen.  |  © Joern Pollex/Bongarts/Getty Images

Hannover 96 – Bayer Leverkusen 3:2 (1:1)

Auch Bayern-Verfolger Bayer Leverkusen schwächelt. Der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga hat nach dem 2:3 (1:1) bei Hannover 96 nun elf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aus München und konnte die Patzer der Champions-League-Konkurrenten Borussia Dortmund und FC Schalke 04 nicht nutzen. Für Leverkusen reichte das schnelle Tor von Gonzalo Castro nach 117 Sekunden und der zehnte Saisontreffer von Stefan Kießling (58. Minute) nicht.

Szabolcs Huszti, mit zwei Strafstoßtoren (20./69.) und Mame Diouf (57.) versüßten Hannovers Trainer Mirko Slomka sein 100. Bundesligaspiel. Die Niedersachsen beendeten damit die Serie der Leverkusener von vier Liga-Siegen nacheinander und haben als Zehnter nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Europa-League-Plätze.

Vor seiner Jubiläumspartie hatte Slomka die monatelange Ungewissheit um seine Zukunft beendet und seinen Vertrag bis 2016 verlängert. Nach der Qualifikation für die Europacup-Zwischenrunde wollte der Trainer nun auch in der Liga wieder den Vorwärtsgang einlegen, musste aber seine Abwehr umbauen. Für den gelb-gesperrten Karim Haggui rückte Christian Schulz in die Innenverteidigung.

Leverkusen konnte dagegen mit seiner Erfolgself der vergangenen Wochen antreten. Acht Stammkräfte, die zuletzt beim 1:0 gegen Rosenborg Trondheim im Europapokal geschont wurden, rückten wieder ins Team. Die Gäste hatten den besseren Start. André Schürrle spielte Lars Bender schön frei, dessen Rückgabe schoss Castro unbedrängt ins Tor.

Danach entwickelte sich eine intensive Partie. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, Leverkusen setzte wie gewohnt auf Konter. Sergio Pinto prüfte mit einem Freistoß in der sechsten Minute den Bayer-Torwart Bernd Leno. Auf der Gegenseite flog ein Volleyschuss von Schürrle haarscharf über das Tor (17.).

Als Philipp Wollscheid dann den Ball leichtfertig am eigenen Strafraum verlor, konnte sein Abwehrkollege Manuel Friedrich 96-Profi Huszti nur mit unfairen Mitteln stoppen. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Huszti gleich selbst zum Ausgleich. Im Anschluss verflachte die Partie etwas, bis zur Pause wurde es nur bei zwei Versuchen von Schürrle (28./45.) noch mal gefährlich.

Auch nach dem Seitenwechsel dauerte es eine Weile bis zum ersten offensiven Angriff. Jan Schlaudraffs genaue Flanke aus dem Halbfeld köpfte der frei stehende Diouf mühelos zur Führung für Hannover ein. Aber die Freude währte nur 90 Sekunden. Wiederum Bender leistete die Vorarbeit bei Leverkusen, Kießling stieg hoch und traf mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:2.

Die Hausherren reagierten wütend. Didier Ya Konan (61.) und Schulz (62.) scheiterten noch. Dann wurde erneut Huszti im Strafraum gefoult, diesmal von Stefan Reinartz. Wieder trat der Ungar selbst an, wieder traf er sicher – 3:2. Bayer war geschockt und fand keine passende Antwort. Die verzweifelten Offensivbemühungen in der Schlussphase brachten keinen Erfolg mehr.

Hannover 96: Zieler - Cherundolo, Schulz, Eggimann, Rausch - da Silva Pinto, Schmiedebach - Huszti (90.+3 Pander), Schlaudraff (80. Chahed) - Diouf, Ya Konan (87. Sobiech)

Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Friedrich (65. Sam - 82. Junior Fernándes), Hosogai - Bender, Reinartz, Rolfes (71. Hegeler) - Castro, Kießling, Schürrle

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)

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Zuschauer: 45.800

Tore: 0:1 Castro (2.), 1:1 Huszti (20./Foulelfmeter), 2:1 Diouf (57.), 2:2 Kießling (58.), 3:2 Huszti (69./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: - / Carvajal (5), Castro (1), Reinartz (5)

Beste Spieler: Schulz, Huszti / Bender, Schürrle

Leserkommentare
    • siar
    • 08. Dezember 2012 22:06 Uhr

    Ich finde Klopp immer noch symathisch. Schließen Sie doch bitte nicht von sich auf Andere.
    Dass die FCB-Fans ihn nicht leiden können ist klar, wo man doch den Sympathieträger Hoeneß hat, der immer ganz relaxt, fair und sachlich ist.

    Antwort auf "Aber sonst gehts noch?"
    • Marobod
    • 08. Dezember 2012 22:25 Uhr

    scheint sie ja emotional sehr mitgenommen zu haben.

    Das tut mir leid fuer sie. Man kann aber auch sagen, das Dortmund ,obwohl klar besser, seine Chancen nicht nutzen konnte. Seine Tore nur aus Standards heraus kamen.Waehrend der VFL sich seine aus Kontern erarbeitet hatte. Das die Elf Meter (alle beide) und die rote karte ungerechtfertig waren ist hinlaenglich bekannt. Und es darf einem (laut Klopp so super duper) Team wie Dortmund nicht passieren sich in Unterzahl so vorfuehren zu lassen obwohl der Ueberlegenheit.

    Klopp ist bei mir unten durch, seit er letzte Saison beim Remi gegen Stuttgart vor der kamera direkt neben Labadia stehend behauptete das Dortmund eine so krass geile mannschaft ist und so was wie Stuttgart gar nicht haette ueberhaupt Tore schießen duerfen. Diese Arroganz die der Herr mit sich bringt ist unertraeglich. Der Herr Hoeneß ist mir auch ein Unsympath, aber er ist eben wie Klopp faehig in seinem Metier.

    Ich habe auch den Kopf geschuettelt , als Bayern trotz ueberlegenem Spiel gegen Leverkusen verlor. Sowas passiert, man steht auf und macht weiter, und wird nicht ob eines Spieles so emotional wie sie, das entlarvt naemlich sie ;)

    Antwort auf "Mehr als Sie."
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    Bin ich trotzdem relaxt. Und das man trotzdem hätte gewinnen müssen kann kein Argument sein. Wer nicht pfeifen kann darf kein Schiedsrichter werden. Motivieren sie mal junge Sportler zu Leistungen wenn die checken das diese nicht allein zum Sieg reicht sondern tagesformabhängig vom Schiri ist. Also bitte.

    Und noch einmal Wolfsburg war auch mit einem Mann mehr besser. Und wenn da die drei Punkte sind die später irgendwo fehlen f dann kann das dem Verein sehr viel Geld kosten. Wegen Dem besten Schiedsrichter aus Deutschland.

    • lxththf
    • 10. Dezember 2012 1:49 Uhr

    " Und es darf einem (laut Klopp so super duper) Team wie Dortmund nicht passieren sich in Unterzahl so vorfuehren zu lassen obwohl der Ueberlegenheit."
    Sich trotz Überlegenheit vorführen lassen: Sehen Sie da nicht einen kleine Widerspruch?
    Und die Meinung das Dortmund ein "super duper" Team ist, hat Klopp sicher nicht exklusiv. Fragen Sie im Zweifelsfall mal in Madrid, Manchester, Amsterdam, oder auch einfach bei jedem Bundesligavereinsverantwortlichen nach. Und was die Aussagen zum Stuttgartspiel betreffen. Bei einem vermeintlichen Fehltritt ist also jemand bei Ihnen unten durch? Ganz schön radikal ;)
    Heute alle ganz schön emotional und das am 2. Advent

  1. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, stand der FCB letzte Saison im CL Finale, im DFB-Pokal Finale und beendete die BL-Saison mit einer Punktezahl , die in 49 Jahren Bundeslige vorher nur 4 x nicht für die Schale gereicht hat.

    Dabei ist der Verein noch auf Platz 2 im UEFA-Club-Ranking geklettert. Wo stehen da gleich wieder der BVB, S04 und Konsorten?

    Wenn das schwach sein soll, warten wir mal die nächsten 3 Jahre bei der inländischen und internatioanlen Konkurrenz ab, wie deren Performance sich so darstellt.

    Antwort auf "Moment mal"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Aber starke Leistung und FC Querpass Bayern, was sie jetzt nicht mehr machen, Warum nur?, kann nicht zusammenpassen. ;)

  2. "Begünstigt durch eine Elfmeter-Fehlentscheidung und die folgende Rote Karte für den Dortmunder Marcel Schmelzer (35.) sicherten sich die Gäste nach Toren von Diego (36./Handelfmeter), Naldo (41.) und Bas Dost (73.) den Sieg."

    Sehr verehrte ZEIT ONLINE, dpa, nf, oder wer auch immer hinter diesem Artikel steckt. Der Verfasser dieses Artikels hat dieses Spiel nicht gesehen oder das 1:0 der Dortmunder, welches aus einer klaren Abseitsposition heraus fiel, bewusst verschwiegen. In diesem Spiel waren 3 Tore regulär: 1 für Dortmund und 2 für Wolfsburg.

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    Dass Lewandowski beim ersten Tor im Abseits steht, aktiv vor der Nase des Torwarts zum Ball geht, lassen wir mal außen vor. Geschenkt, wir wollen die armen Dortmunder Nerven nicht zu sehr strapazieren. Man darf jedoch schon darauf hinweisen, dass Stark ihnen einen Konzessionselfer und damit ein Tor geschenkt hat. (Menschlich verständlich, aber dadurch wurde dessen Leistung leider auch nicht souveräner.)

    Es soll jedoch schon Mannschaften gegeben haben, die ihre Heimspiele auch zu zehnt gewonnen (oder zumindest nicht verloren haben). Bei der überirdisch-galaktischen Klasse von Dortmund sollte dies doch eigentlich möglich sein? Beim 2. Tor handelte es sich z. B. um einen Standard. Bei Standards gibt es klare Zuordnungen, um jeden Gegner zu markieren, reichen im Normalfall auch 10 Spieler. Naldo steht trotzdem mutterseelenallein. Also, liebe Dortmunder, wir verstehen euren Ärger, aber kommt mal runter und macht euch über eure eigenen Fehler Gedanken!

    Sie schreiben:"Dass Lewandowski beim ersten Tor im Abseits steht, aktiv vor der Nase des Torwarts zum Ball geht, lassen wir mal außen vor."

    Das lassen wir mal nicht außen vor! !Die öffentlich-rechtliche gebührenfinanzierte ARD unterschlägt seiner Berichterstattung dieses Abseitstor und macht den Schiri für die Niederlage Dortmunds verantwortlich. Das ist übelster Boulevard und billig außerdem! Ich bin nicht bereit, diese Drecks-Berichterstattung der ARD mit meinen Gebühren zu finanzieren.

  3. Bin ich trotzdem relaxt. Und das man trotzdem hätte gewinnen müssen kann kein Argument sein. Wer nicht pfeifen kann darf kein Schiedsrichter werden. Motivieren sie mal junge Sportler zu Leistungen wenn die checken das diese nicht allein zum Sieg reicht sondern tagesformabhängig vom Schiri ist. Also bitte.

    Und noch einmal Wolfsburg war auch mit einem Mann mehr besser. Und wenn da die drei Punkte sind die später irgendwo fehlen f dann kann das dem Verein sehr viel Geld kosten. Wegen Dem besten Schiedsrichter aus Deutschland.

    Antwort auf "Diese Niederlage"
  4. War nicht besser ;)

  5. Das hier vielleicht eine Mannschaft absteigt die zwei Punkte Rückstand zum vfl hat und der Trainer verliert den Job. Wegen eines Schiedsrichters kann der Trainer seine Familie dann nicht mehr Ernähren. Fänden sie das toll?

  6. Dass Lewandowski beim ersten Tor im Abseits steht, aktiv vor der Nase des Torwarts zum Ball geht, lassen wir mal außen vor. Geschenkt, wir wollen die armen Dortmunder Nerven nicht zu sehr strapazieren. Man darf jedoch schon darauf hinweisen, dass Stark ihnen einen Konzessionselfer und damit ein Tor geschenkt hat. (Menschlich verständlich, aber dadurch wurde dessen Leistung leider auch nicht souveräner.)

    Es soll jedoch schon Mannschaften gegeben haben, die ihre Heimspiele auch zu zehnt gewonnen (oder zumindest nicht verloren haben). Bei der überirdisch-galaktischen Klasse von Dortmund sollte dies doch eigentlich möglich sein? Beim 2. Tor handelte es sich z. B. um einen Standard. Bei Standards gibt es klare Zuordnungen, um jeden Gegner zu markieren, reichen im Normalfall auch 10 Spieler. Naldo steht trotzdem mutterseelenallein. Also, liebe Dortmunder, wir verstehen euren Ärger, aber kommt mal runter und macht euch über eure eigenen Fehler Gedanken!

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    Der Schiedsrichter hat seine von Ihm verlangte Leistung zu bringen. Tut er das nicht können Sie doch nicht einfach darauf verweisen das Dortmund auch zu Zehnt hätte gewinnen müssen.

    Sie sollten beim DFL mal beantragen das die Klasse der bayern ausreicht zu neunt gegen elf zu spielen.

    Wo bin ich gelandet bei solchen Gedanken und Argumenten.

    Sie wollen das der richtige sich keinen Kopf um sein Handeln machen muss. Ist das Fortschritt, Reife und Gerechtigkeit. Der Anspruch an alles steht somit ziemlich tief. Schade.

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