Europa LeagueDer VfB Stuttgart verliert und gewinnt

Stuttgart mit Glück, Gladbach souverän. Auch Leverkusen und Hannover sind weiter. Damit bleiben alle sieben Bundesliga-Teams im europäischen Wettbewerb. Die Spielberichte von dpa

VfB Stuttgart - Molde FK 0:1 (0:1)

Trotz eines peinlichen Auftritts und nur dank rumänischer Schützenhilfe hat der VfB Stuttgart den historischen Triumph der Fußball-Bundesliga im Europa-Pokal perfekt gemacht. Nach der Niederlage in der Europa League gegen Norwegens Meister Molde FK bleiben die Schwaben als siebte deutsche Mannschaft im internationalen Wettbewerb. Davy Angan (45. Minute +1) traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit für das bereits zuvor ausgeschiedene Molde.

Das schwache Team von Bruno Labbadia profitierte vom 1:1 des Gruppenersten Steaua Bukarest in Kopenhagen. Dadurch kam Stuttgart hinter Bukarest als zweites Team in der Gruppe E vor den punktgleichen Kopenhagenern (beide 8 Punkte) nur wegen des besseren Direktvergleichs weiter.

"Natürlich war die erste Halbzeit sehr schlecht von uns. Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können und hätten nicht getroffen", sagte der VfB-Sportdirektor Fredi Bobic angesichts des Pfeifkonzerts im nur spärlich gefüllten Stuttgarter Stadion.

Der Trainer Labbadia hatte sein Team auf drei Positionen umgestellt. In der veränderten Formation war der VfB zu Beginn bemüht nach vorne zu spielen und band wie gewohnt die Außenspieler stark ein. Vedad Ibisevic hatte nach 5 Minuten bereits die erste Chance zur Führung. Molde spielte nach dem Abtasten aber gefälliger nach vorne und hatte die besseren Chancen. Der Torwart Sven Ulreich musste mehrfach eingreifen. Als Ibisevic den Ellenbogen gegen Vegard Forren ausfuhr, blieb der Elfmeterpfiff aus.

Die Gastgeber agierten im Spielaufbau und Abschluss zu unkonzentriert, in der Deckung zunehmend unsicher. Erst kurz vor der Pause erhöhte Stuttgart das Tempo, der eingewechselte Martin Harnik und Shinji Okazaki vergaben gute Chancen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann doch noch der Gegentreffer. Ein Querschläger von Gotuku Sakai ermöglichte Molde einen schnellen Konter: Ulreich konnte einmal gegen Angan retten, im zweiten Anlauf traf der Ivorer zur Halbzeitführung.

In Halbzeit zwei ging der VfB engagierter zu Werke, doch die Molde-Innenverteidigung stand stabil. Meist wurde es über links oder durch Distanzschüsse gefährlich. Doch alle sich bietenden Chancen blieben ungenutzt. Die Stuttgarter spielten zwar permanent nach vorne, überboten sich aber gegenseitig im Vergeben der besten Chancen.

VfB Stuttgart: Ulreich - Sakai, Maza, Niedermeier, Molinaro - Hajnal (88. Röcker), Gentner - Okazaki (70. Holzhauser), Torun (30. Harnik), Traore - Ibisevic
Molde FK:
Bugge Pettersen - Linnes, Ödegaard, Forren, Rindaröy - Eikrem, Moström - Gatt (68. Hussain), Berget (79. Simonsen), P. P. Diouf - Angan (64. Chima)
Schiedsrichter: Kevin Blom (Niederlande) -
Zuschauer: 15.000
Tore:
0:1 Angan (45.+1)
Gelbe Karten:
Traore - Forren

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