Fußball : EM 2020 findet erstmals in vielen Ländern statt

Es ist eine Revolution des europäischen Fußballs: Erstmals wird die EM 2020 in einer Reihe europäischer Metropolen ausgetragen. Bis zu 13 Länder könnten dabei sein.

Die Fußball-Europameisterschaft wird 2020 erstmals in einer Reihe von europäischen Metropolen stattfinden. Das hat das Exekutivkomitee der Uefa auf seiner Sitzung in Lausanne entschieden.

Damit folgte die Exekutive mit dem ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger dem Vorschlag von Uefa-Präsident Michel Platini . Dieser hatte seine Idee erstmals bei der EM 2012 vorgestellt .

Mit Ausnahme des türkischen Vertreters stimmten alle Mitglieder für den Plan. Die Wettbewerbskommission der Uefa soll nun in den kommenden Monaten die genauen Details der Fußball-Revolution ausarbeiten.

Platini leistet Überzeugungsarbeit

In den vergangenen Monaten hatte Platini europaweit Überzeugungsarbeit geleistet. Auch der Deutsche Fußball-Bund steht dem Unternehmen positiv gegenüber. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat es als reizvoll bezeichnet, EM-Spiele in Deutschland austragen zu lassen.

Bislang wurde die Euro zumeist in ein oder zwei Ländern ausgetragen, zuletzt 2012 in Polen und der Ukraine .

In wie vielen Ländern die EM in acht Jahren ausgespielt wird, steht noch nicht fest. Im Gespräch waren zuletzt 13 Länder. Eine Entscheidung darüber wird sehr wahrscheinlich im März 2013 auf der übernächsten Sitzung der Uefa-Exekutive fallen.

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Kommentare

58 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Vernünftig

Das klingt doch gut. So spart man sich nach der EM den Leerstand der riesigen Fußballstadien.
Und gerechter finde ich es auch. Wenn in den entlegensten Regionen Spiele ausgetragen werden, hat jeder die Chance, ohne große Reise, ein Spiel zu sehen.
Vorausgesetzt die, meines Erachtens völlig überhöhten, Preise werden nach unten korrigiert.

Gruß

Mythos

in der Regel werden Stadien einfach saniert, die Infrastruktur von mehreren Städten ausgebaut, das wichtigste aber. Für ein paar Wochen steht EIN Land medial im Fokus, hat für ein paar Wochen die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Hat die Chance, auch etwas für die nationale Geschichtsschreibung zu erreichen. "Deutschland ein Sommermärchen" In anderen Ländern wird das doch genauso zelebriert.
Ich finde die Idee nicht nur furchtbar, es ist ein Stück weit auch der Höhepunkt des Populismus für den "normalen" Fußballfan. Und wenn man dann mal genau darüber nachdenkt. Der eine Korrupte Vergibt eine WELTMEISTERSCHAFT nach KATAR, der andere löst die Europameisterschaft schlicht auf, denn er beraubt sie seiner Identität. Blatter und Platini sind in ihren Funktionen mit das Schlimmste, was dem Fußball passiert ist. Die Fans werden es entsprechend zu würdigen wissen.
Ich frage mich, wie die mediale Begeisterung ausfallen würde wenn man a, die EM in ganz Europa austrägt, oder aber b, in Deutschland.
PS: In Portugal werden (mit einer Ausnahme) alle Stadien genutzt. Gleiches in Dtl. nach der WM, gleiches Österreich/Schweiz und das lässt sich immer so weiterführen. In der Regel werden einfach Stadien modernisiert, oder neu gebaut. Einziger Ausreißer sind die Stadien in Südafrika. Ihrer These würde ich somit massiv widersprechen.

Re: Schön das die Funktionäre

> Wir sparen uns die Tickets von unserem
> überhöhten Löhnen ab und jetten dann von
> Stadt zu Stadt.

Das Argument des angeblich erhöhten Reiseaufwands zieht nicht so richtig. Dafür haben dann eben die Fans in den austragenden Ländern die Möglichkeit, mit weniger Reiseaufwand die Spiele in ihrem Land bzw. ihrer Stadt zu sehen. So gleicht sich das mehr als wieder aus.

Es geht

beim Turnieren vornehmlich darum,dass die Fans einer Mannschaft diese unterstützen.
Wie soll das denn geschehen wenn die Gruppenspiele über ganz Europa gesplittet werden.
Das wäre genau so als wäre ich Fan der Wildecker Herzbuben und während des Konzertes sitze ich bei ACDC und fordere als Zugabe Herzilein.
Sie können mir glauben und sie werden es sehen,dieses Format ist eine Totgeburt.

Spielverderber

Es ist mittlerweile ermüdend, wie einige immer alles unter dem Klimaschutzaspekt diskutieren wollen, selbst wenn der Zusammenhang an den Haaren herbeigezogen ist. Sie könnten bei der nächsten WM/EM was fürs Klima tun, wenn sie nicht zum Spiel gehen und auch Fernseher und Radio auslassen. Und nur ganz flach atmen.

Zum Thema: Ich bin überrascht, dass es mal eine gute Idee von der UEFA gibt. Hoffentlich fällt dann mal dieses Gerangel um das Gastgeberland samt gekaufter Stimmen flach.

Fußball schlägt Moral?

Wieso an den Haaren herbeigezogen? Fußball ist kein moralfreier Raum. Wenn sie persönlich keine Verantwortung für das Weltklima übernehmen wollen, brauchen Sie anderen ja kein beleidigtes Spielverderben vorwerfen. Eine EM, die in vielen EU-Ländern ausgetragen wird, suggeriert eine allseitige Mobilität, die problemlos zu haben sei. Gewisse Formen der heutigen Mobilität sind aber leider "unter dem Klimaschutzaspekt" betrachtet sehr problematisch.

Moral schlägt Nachdenken?

Dieses Klimaargument ist dermaßen weit hergeholt, dass es lachhaft ist. Bei der WM nächstens in Brasilien werden Fans aus aller Welt in dieses Land am Ende der Welt reisen, und dann ja auch noch die Mannschaften, die, wie auch letztes Mal, nicht direkt neben "ihrem" Stadion wohnen werden, sondern vielleicht in einer ganz anderen Stadt. Und dann müssen sie zu jedem Spielort gebracht werden. Und für den Weg von Rio de Janeiro nach Brasilia nehmen Sie nicht das Rad, da müssen Sie schon fliegen, und die Fans kommen hinterher. Das war in Südafrika genauso, und in Polen/Ukraine auch.

Also was genau soll bei dem neuen System schädlicher sein? Ich denke, wenn es überhaupt einen Unterschied gibt, dann den, dass manche Leute daheim bleiben können, anstatt zu reisen, weil die EM auch bei ihnen stattfindet.

Ich hab es in meinem letzten Kommentar ja schon angedeutet: wer das Handeln anderer unter so einem Aspekt verurteilt, der soll lieber bei sich selber anfangen - und den Fernseher auslassen. So eine Haltung führt dann aber im Großen dazu, dass wir gar keine Großveranstaltung à la EM/WM mehr machen dürften, weil uns das grüne Gewissen so drückt. Aber wenn ich diese destruktive Klimahysterie nicht mitmachen will, dann können Sie gerne meinen, ich sei unmoralisch.