Wer spielte wie gegen wen?

Fortuna Düsseldorf – Eintracht Frankfurt 4:0
Bayer Leverkusen – 1. FC Nürnberg 1:0
FC Augsburg – SC Freiburg 1:1
FC Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach 1:1
FSV Mainz 05 – Hannover 96 2:1
SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart 0:1
Bayern München – Borussia Dortmund 1:1
TSG Hoffenheim – Werder Bremen 1:4
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Leverkusen gegen Nürnberg. Nicht wegen des Abseitstors, das die Partie entschied. Wegen Andre Schürrle. Der gilt eigentlich als tadellos, fast brav. Nach diesem Spieltag muss man aber nachfragen. Schürrle flog bei einem Zweikampf im gegnerischen Strafraum mit dem Keeper Raphael Schäfer im Bogen über ihn weg. Den Elfmeter, den er anschließend reklamierte, bekam Schürrle nicht. Im ZDF sagte er, dass er sich fallengelassen habe. Schürrle meinte das aber nicht als Geständnis, sondern rechtfertigend. Er sei von Schäfer berührt worden, die Bilder bestätigten ihn. Daher habe er keine andere Wahl gehabt als abzuheben, sagte der Nationalspieler. Also eine Schwalbe zweiten Grades. Er habe nicht fallen müssen, aber fallen dürfen. Sollte es ihn tatsächlich irgendwann zum FC Chelsea verschlagen, von dem Schürrle umworben wird, sollte er sich diese Auslegungen schnell abgewöhnen. In England sind sie von  Schwalben welcher Art auch immer not amused .

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Borussia. Es war ein intensives Spiel, es ging um viel Prestige und die Frage: Wer ist die Nummer Eins in Deutschland? Man hätte mit Scharmützeln, markiger Rhetorik und Anleihen aus der Effenberg-Schule rechnen können, Zeichen setzen und so, wenn Sie wissen, was wir meinen. Doch nichts von alledem. Kein Gezeter, kein Gegockel, keine Rudelbildung, kaum einmal ein Foul, keine Gelbe Karte. Auch die Trainer gaben sich als Sportsmänner. "Fangen wir mit dem Wichtigsten an", begann Jürgen Klopp sein Statement auf der Pressekonferenz und drückte sein Bedauern über die Verletzung Holger Badstubers aus, "dieses tollen Spielers". Jupp Heynckes erwiderte das Lob. Vor zehn Jahren etwa spielten Bayern und der BVB wesentlich schlechter Fußball, stattdessen flogen regelmäßig Spieler vom Platz . Wenn die beiden besten deutschen Vereine heute aufeinander treffen, spricht man vom "deutschen Clasico", eine Anspielung auf das Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Mag sein, dass es diesen Vergleich sportlich noch verliert. Wenn man aber bedenkt, mit welchen Haken und Ösen die Giftspritze Mourinho dieses Duell versieht, dagegen sind die Bayern und die Dortmunder wahre Engel, die gemeinsam Adventslieder singen.

Wer stand im Blickpunkt?

Roman Weidenfeller . Mehr als achtzig Minuten nahmen ihm seine Vorderleute die meiste Arbeit ab, alleine, wie ein Tormann, kämpfte er in der Münchner Nacht gegen die Russenpeitsche. In der Schlussphase war der BVB-Keeper plötzlich gefragt. Drei Mal tat er Großes. Das macht einen guten Tormann aus, was Weidenfeller zweifellos ist. Aber ist er auch einer fürs Nationalteam? Eigentlich gilt: Der BVB ist mit ihm zwei Mal Meister geworden, aber nicht seinetwegen. Doch diese Debatte kam nach dem Spiel überraschend auf. Die Bayernspieler gratulierten Weidenfeller auf dem Platz. Und Jupp Heynckes forderte Roman für Deutschland. "Ich weiß nicht, was der Junge noch alles machen muss, um mal international zu spielen." Das ist einerseits außergewöhnlich, denn die Nummer 1 im Tor ist Manuel Neuer, Heynckes' Spieler. Andererseits fällt jedem Trainer das Lob für den gegnerischen Tormann am leichtesten, denn es könnte ja auch heißen: Wir waren die bessere Mannschaft, aber Euer Einzelkämpfer zwischen den Pfosten hat unseren Sieg verhindert.

Wie verlief das Topspiel?

ZEIT ONLINE twittert mindestens ein Spiel jedes Spieltags live. Am Samstag haben wir die Partie Bayern gegen Dortmund im Stadion verfolgt. Hier einige der Tweets. Alle Beiträge können Sie hier nachlesen.

zeitonlinesport Um Tabellen und Titel gehts heute nicht. Aber um Prestige, es ist sowas wie das symbolische Endspiel des Fußballjahres.
zeitonlinesport Thumbs up! Auch wenn ich mit diesem Tweet Block Credibility verlieren sollte – die Pressesitze in München sind beheizt.
zeitonlinesport Die Zuschauer, die das Telekom-T bilden, erinnern mich an die Samenzellen in Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten".
zeitonlinesport Endstand #fcbbvb 1:1 Gerechtes Ergebnis, wenn auch Bayern in der Schlussphase gute Chancen hatte. So lässt sich Advent feiern.