Armstrong darf wegen einer lebenslangen Sperre auch an den meisten Rennen des von ihm nun bevorzugten Triathlon-Sports nicht teilnehmen, da die Mehrzahl der Veranstalter die Sanktionen akzeptieren. Wieder an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen, darin könnte die Motivation Armstrongs liegen, nun doch auszusagen. Ein umfassendes Geständnis kann nach dem Wada-Code zu einer Reduzierung jeder Sperre führen.

Livestrong will weiteren Imageschaden abwenden

Offenbar reichte auch Armstrongs Exteamkollege Floyd Landis – ebenfalls wegen Dopings verurteilt – eine Klage ein, in die laut amerikanischem Recht bei ausreichendem Tatverdacht auch der Staat einsteigen muss. In dem Fall geht es um Steuergelder, mit denen der staatliche Postdienstleiter US Postal Doping finanziert haben soll.

Armstrong soll auch aus dem Umfeld seiner Stiftung Livestrong zu einem Geständnis gedrängt werden, um einen weiteren Imageschaden abzuwenden. Er hatte die Organisation nach einer überstandenen Hodenkrebs-Erkrankung gegründet. Wegen der Dopingenthüllungen zog er sich von der Stiftung, die bis 2012 noch Lance Armstrong Foundation geheißen hatte, komplett zurück.