Fußball-BundesligaJosep Guardiola wird neuer Bayern-Trainer

Dem FC Bayern München ist bei seiner Trainersuche ein Coup gelungen: Der spanische Erfolgstrainer Josep "Pep" Guardiola wird im Sommer nach München wechseln.

Der spanische Trainer Josep Guardiola wird im Sommer neuer Trainer des FC Bayern München. Der frühere Trainer des spanischen Rekordmeisters FC Barcelona werde zum Saisonende Nachfolger von Jupp Heynckes, teilte der FC Bayern mit. Heynckes werde seinen im Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern und seine Laufbahn als Trainer beenden.

Der 41-jährige Guardiola hat einen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Er sei einer der "profiliertesten und erfolgreichsten Trainer des Weltfußballs", hieß es in der Mitteilung des Vereins. "Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, den Fußballfachmann Pep Guardiola, der von vielen namhaften Klubs umworben und kontaktiert wurde, für den FC Bayern zu gewinnen", sagt der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. "Als adäquater Nachfolger für Jupp Heynckes kam nur ein Trainer vom Kaliber eines Pep Guardiola infrage", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Uli Hoeneß.

Seit Wochen war bereits über die Ablösung von Heynckes als Trainer in München spekuliert worden. Bis zum Ende der vergangenen Saison hatte Guardiola den FC Barcelona trainiert und danach eine Auszeit angekündigt. Mit dem spanischen Fußballverein hatte er innerhalb von nur drei Jahren 14 Titel geholt.

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Heynckes hatte seine dritte Amtszeit beim FC Bayern im Sommer 2011 angetreten. Die vergangene Saison hatte der FCB titellos abgeschlossen, zur Halbzeit der Spielzeit 2012/2013 sieht es vielversprechender aus: Die Bundesliga führen die Münchner deutlich an und sind zudem noch in der Champions League und im DFB-Pokal dabei.
 

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Leserkommentare
  1. Warum? Da sehe ich keine Probleme, die ein anderer Trainer nicht auch hätte. Es gibt bei Bayern ohnehin nur einen, der in dieser Hinsicht mit Gezicke auffällt und das ist Robben. Grundsätzlich wird sich jeder - erst mal - freuen, mit diesem Coach arbeiten zu können. Einer wie Robben wird, im Gegenteil, den Teufel tun und sich gegen eine solche Figur wie Guardiola in den Vordergrund stellen. Wie es nach einem Jahr ausschaut, wird man sehen. Theater ist sowieso immer und durchaus erwünscht! Langweilig ist woanders... ;-)

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ich hoffe,..."
  2. Als im Sommer ein Herr Martinez von den Bayern eingekauft wurde, sagte mir jemand mit recht intimen Kenntnissen des europaeischen Fussballs: das war eine Entscheidung von Pep Guardiola. Bis heute habe ich das nicht so ganz ernst genommen...

    Vielleicht sind die ja schon etwas laenger in engem Kontakt.

    Eine Leserempfehlung
    • match
    • 16. Januar 2013 19:21 Uhr

    Nachweis von Begabung? Dort wo man auch für Geld schnell promovieren kann. Slomka wäre der bessere Trainer gewesen.

    • xyks
    • 16. Januar 2013 19:26 Uhr

    Spricht für die Bundesliga wie die Konkurrenz mit der Sensation umgeht. Ich denke in Spanien haben auch die Gehässigkeiten zwischen Real und Barca ihm ordentlich zugesetzt. Bei uns in der Buli gibt es sicherlich auch eine hohe Rivalität, aber die großen Vereine achten sich gegenseitig und tragen diese Rivalität in den meisten Fällen sportlich auf dem Platz aus und nicht in Klatschspalten. Finde ich toll wie sich Watzke und Fans anderer Mannschaften ebenso auf Pep freuen wie ich als Bayern Fan.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Attraktives Angebot"
    • M_P
    • 16. Januar 2013 19:33 Uhr

    ...nicht die 22 Mio. pro Jahr, die Abramowitsch in seiner Verzweiflung hinlegen wollte...

    Antwort auf "Coup? Welcher Coup?"
    • grapo
    • 16. Januar 2013 19:43 Uhr

    fuer die Bayern.
    Eigensinnige Stars werden es mit Ihm nicht leicht haben.
    Dafuer steht fuer modernen schnellen ofeensiven Fussball.
    Junge talentierte Spieler werden von Ihm gefoerdert.
    Ich freue mich wirklich fuer die Bayern.
    Er wird eine neue Spielkultur einleiten und die Bayern schoenen Fussball spielen lassen.
    Vom Spielverstaendniss ist er Van Gaal ebenbuerdig , vom Charakter meilenweit ueberlegen.

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    • M_P
    • 16. Januar 2013 19:45 Uhr

    was sie als sprödes Nörgeln und Unzufriedensein abtun ist mMn genau das, was dem Uli wie Öl die Kehle runterläuft. Das Feuer am Lodern halten, falls die Selbstzufriedenheit mal zu groß werden sollte in der Mannschaft. Ich denke, dass Sammer schon längst im Verein integriert ist.

    Kleiner Wermutstropfen: Manchmal wirkt es etwas durchschaubar, wie eben jetzt in der Vorbereitung: Alle Gegner werden zu null besiegt, dann kommt in die Euphorie die Kritik. Das muss cleverer verpackt werden, sonst bleibt der Effekt bei den Spielern aus, die sind ja auch nicht unterbelichtet...

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    Schon richtig, Hoeneß wollte Sammer genau wegen seiner Biestigkeit. Die Erfolgsorientierheit Sammers tut Bayern gut, man hatte oft den Hang zur Selbstzufriedenheit. Es war Absicht, dies zu durchkreuzen.

    Aber was Nicht-Bayern aus der Ferne gerne unterschätzen, ist der Faktor Mentalität. Bayern ist eben ein Club, in dem Emotion eine sehr große Rolle spielt, entgegen dem Image vom kalten Fußballkonzern bei vielen "Bayern-Freunden". Es ist ein Familienunternehmen, mit allen Nachteilen. Das Puritanisch-Spröde von Sammer kommt in Bayern und München nicht besonders gut an. Man respektiert ihn, wünscht sich aber einen Schuss mehr Barock und Lebenslust. Die Geschäftsstelle war anfangs über den frischen Wind auf den Fluren dankbar. Seine Meckereien sind inzwischen, wie Sie auch sagen, ziemlich vorhersehbar und nerven halt bisweilen. Er sollte sich mal ein paar Maß Bier genehmigen und ein bisserl relaxter werden. Wenn er das nicht schafft, besteht die Gefahr, dass seine unbestrittene fachliche Kompetenz nicht mehr durchdringt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tis
  • Schlagworte Josep Guardiola | Jupp Heynckes | FC Bayern München | Bundesliga | Fußball | Bundesliga
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