FußballParis St. Germain holt David Beckham

Und noch ein Coup: Der neureiche Pariser Fußball-Klub hat den 37-jährigen David Beckham aus den USA zurückgeholt – für fünf Monate.

Der Fußballer David Beckham in Paris

Der Fußballer David Beckham in Paris  |  © Charles Platiau/Reuters

Fußball-Weltstar David Beckham hat wenige Wochen nach seinem Ausstieg bei Los Angeles Galaxy überraschend beim französischen Tabellenführer Paris Saint-Germain angeheuert. Dem Klubchef Nasser Al-Khelaifi zufolge hat Beckham einen Vertrag über fünf Monate unterzeichnet.

Der Mittelfeldspieler und ehemalige Kapitän des englischen Nationalteams hatte sich im November nach fünf Jahren von Los Angeles Galaxy verabschiedet. Zuvor hatte das Team die Meisterschaft in der Major League Soccer gewonnen. Nach seinem Ausscheiden hatte Beckham dann beim FC Arsenal in London trainiert.

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Die Verpflichtung des 37-Jährigen dürfte allerdings vor allem PR-Zwecken dienen. 2011 kaufte sich der Staatsfonds Qatar Sports Investment (QSI) in Paris Saint-Germain ein. QSI gehört dem Sohn des Emirs von Katar, dem 31-jährigen Thamin bin Hamad al Thani. Seit diesem Einstieg hat der Pariser Verein ungefähr 250 Millionen Euro in die Mannschaft gesteckt. Unter anderem wurden der schwedische Stürmer Zlatan Ibrahimović, die Brasilianer Thiago Silva und Lucas Moura sowie der Argentinier Ezequiel Lavezzi zum Verein geholt.

Um solchen finanziellen Exzessen Einhalt zu gebieten, hat der Europäischen Fußballverband (Uefa) das Financial Fairplay eingeführt. Damit dürfen ausufernde Ausgaben bald nicht mehr durch großzügige Geldgeber ausgeglichen werden. Allerdings soll Paris Saint-Germain nun durch einen Sponsorenvertrag über 600 Millionen Euro von Katars Tourismusbehörde QTA in den kommenden drei Jahren erhalten.

Wie die Uefa auf diese Art von Scheinsponsoring reagiert, ist noch unklar. Der QSI-Europachef Laurent Platini ist der Sohn des Uefa-Bosses Michel Platini.

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Leserkommentare
    • Gerry10
    • 31. Januar 2013 20:23 Uhr

    ...für Kinder.
    Da sind mMn PR Zwecke durchaus in Ordnung :-)

    3 Leserempfehlungen
  1. ... ist noch unklar."

    Gar nicht. Was sollen sie auch machen?
    Genau deshalb ist dieses FFP auch von anfang an ein großer Witz.

    2 Leserempfehlungen
  2. Für jeden, der sich tagtäglich mit den Geschehnissen im Fußball beschäftigt, ist dieser Transfer schlichtweg lächerlich. Gegenteilige Auffassungen würden mich jedenfalls wundern.
    Welches Ziel bezweckt man damit? In Paris wird kaum die Hoffnung hegen, dass durch den weltweiten Verkauf von Beckham-Trikots Geld in die Kassen fließt. Davon haben alle Protagnisten des Artikels bekanntlich genug.
    Paris ist auch nicht so minderbemittelt wie Anschi Machatschkala, dass sie den Verein mit einer Personalie wie Beckham und dem entsprechenden Medienwirbel in den Fokus rücken müssten. Das Engagement von Ibrahimovic und die Leistungen in der Königsklasse haben für genügend Aufmerksamkeit gesorgt.
    Welche PR-Gedanken verfolgt man also dann? Im Kader von PSG stehen mit Lavezzi, Motta, Pastore, Maxwell uva genügend Typen, die _richtig_ gut sind, und nicht etwa davon zehren, dass sie früher einmal gut gewesen sind.
    In Paris scheint man also offensichtlich der Auffassung zu sein, dass der Wechsel von Beckham in der europäischen Fußballfangemeinde außerordentlich gut ankommt. Das ist natürlich Murks! Beckham war vor ~8 Jahren auf dem Zenit seiner Karriere. Für die MLS mag es noch reichen, aber auf dem Niveau beim PSG wird er gnadenlos scheitern.
    Das werden sie aber feststellen und dann haben hoffentlich auch die Letzten kapiert, dass Beckham im Frühwinter seiner Karriere als Weltenbummler, Ausleihspieler, PR-Gag und Kinderretter im professionellen europäischen Fußball nichts mehr zu suchen hat.

    2 Leserempfehlungen
    • Infamia
    • 01. Februar 2013 11:22 Uhr

    "5. ...und wieder...
    ...wie kann es sein, dass sich die "Bundesliga" so eine Ikone hat entgehen lassen....."

    Ich erlaube mir mal, meinen Vorredner zu zitieren:

    "Das werden sie aber feststellen und dann haben hoffentlich auch die Letzten kapiert, dass Beckham im Frühwinter seiner Karriere als Weltenbummler, Ausleihspieler, PR-Gag und Kinderretter im professionellen europäischen Fußball nichts mehr zu suchen hat."

    Weil man das in der Bundesliga einfach nicht nötig hat. Darum!

    2 Leserempfehlungen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte David Beckham | Paris | Fußball | Euro | FC Arsenal | Michel Platini
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