Wie verlief das Twitter-Spiel?

ZEIT ONLINE twittert mindestens ein Spiel jedes Spieltags live. Am Sonntagabend hat Oliver Fritsch die Partie HSV gegen Bremen live im Stadion verfolgt. Hier einige der Tweets. Alle Beiträge können Sie hier nachlesen.

zeitonlinesport Vor Anpfiff spielte die Stadionregie Psy und Thomas Schaaf tanzte Gangnam Style ... nein, nur Spaß, aber schöne Vorstellung, oder?
zeitonlinesport Nordderby nicht ausverkauft. Wird doch wohl nicht mit den Leistungen der letzten Jahre zusammenhängen ...
zeitonlinesport Sieht eher nach nem HSV-Sieg aus, denn die machen die Fehlpässe in der gegnerischen Hälfte, die Bremer in der eigenen.
zeitonlinesport Gelb-Rot Arnautovic, eingewechselt, gerade entsperrt, zwei Verwarnungen in einer Aktion – ein echter Typ.
zeitonlinesport Eins muss ich noch nachfragen: Trinken wirklich alle Bremer aus der Weser? (of) #hsvbre

Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Über die unergründlichen Wege des Herrn Balls ins Tor. Alle drei Klassiker waren am Wochenende vertreten: der vom Stürmer erlaufene lasche Rückpass (Mario Mandzukic; Molinaro machte es möglich), der Hinterkopf-Treffer in Uwe-Seeler-Manier (Bremens Assani Lukimya) und verunglückte Tim-Wiese-Flugeinlagen (Tim Wiese). Dazu kam die Grätsche des Düsseldorfers Juanan ins eigene Tor, fast noch getoppt von dessen Verteidiger-Kollegen Latka, der dann aber nur die eigene Latte traf (erfreulich für Freunde des naheliegenden Wortspiels). In Hannover schließlich wurde der mit Rot geahndete Tribut des Debütanten Sebastien Pocognoli an seinen Landsmann Jean-Claude van Damme von zwei selten gesehenen Tor-Varianten eingerahmt: Zunächst erkannte Mo Abdellaoue im Gegensatz zu seinem Gegenspieler Simon Kjaer, dass fast im Seitenaus nicht dasselbe ist wie im Seitenaus, hielt den Ball im Spiel, sprintete im spitzen Winkel zum Tor und traf mit Urgewalt ins lange Eck. Noch vor der Pause setzte Mame Diouf einen Kopfball an den Pfosten, nur um den Abpraller aus kürzester Distanz per Schulter ins Tor zu befördern.

Was machten die Frauen?

Der einst so erfolgreiche Frauenfußballbundesligist FCR Duisburg hat nun einen Insolvenzantrag gestellt. Erfreulicheres gibt es andernorts aus der Jugend zu vermelden: Die B-Juniorinnen des SV Alberweiler überwintern in der neugegründeten dreigleisigen U17-Bundesliga auf Platz sieben im Süden. Sie wissen schon, Alberweiler, der Ortsteil von Schemmerhofen, das wiederum " ‘ne Riese-Schtrecke von Sindelfinge" entfernt liegt. Die Schwäbinnen, denen nicht mal Wolfgang Thierse böse sein könnte, haben das vor Saisonbeginn ausgegebene Ziel Klassenerhalt fest im Blick. 

Was war sonst noch wichtig?

Gut zu wissen, Teil 1: Beim Basketball ist es üblich, Mitspieler rustikal freizublocken. Bei einer ähnlichen Aktion brach sich nun Daniel Bierofka in einem Zweitliga-Fußballtestspiel das Nasenbein – allerdings rasselte er nicht in einen Gegenspieler, sondern in den Arm des Schiedsrichters Robert Hartmann.
Gut zu wissen, Teil 2: Schweden ist Fußball-Weltmeister – vorausgesetzt, man denkt wie Isnogud, die neoliberal angehauchte Cartoonfigur, die stets nur eines im Sinn hatte: Kalif werden anstelle des Kalifen! Wenn man die Titel also vergibt wie im Boxen, wo bekanntlich Weltmeister wird, wer den amtierenden Weltmeister schlägt. Die schwedischen Fans waren so aus dem Häuschen, dass die offizielle Website der inoffiziellen Fußball-Weltmeisterschaft zwischenzeitlich den Geist aufgab. Was war passiert? Mit 4:1 im Elfmeterschießen hatte Schweden gegen Nordkorea, den Weltmeister der Unofficial Football World Championships gewonnen.
Gut zu wissen, Teil 3: Eine einzige Drittliga-Partie machte die große Langeweile an diesem Bundesliga-Spieltag wieder gut: Beim Gastspiel des Karlsruher SC beim VfL Osnabrück gab es fünf Tore, Rot gegen einen Torwart, einen Platzverweis für einen Trainer, natürlich Elfmeter – und Schneeballwürfe gegen einen Linienrichter, die zum Beinahe-Spielabbruch führten. Osnabrück verlor 2:3 und tobte. Gut, dass der VfL Tabellenführer bleibt – und dass das schöne Kerken am Niederrhein, Heimat des Schiris Guido Winkmann, sichere zwei Autostunden entfernt ist.

Welches war das Zitat des Wochenendes?

"Kießling ist bei uns immer auf dem Zettel."
Joachim Löw macht einen gelungenen Scherz