Fußball-BundesligaMünchen siegt ohne Glanz in Stuttgart

München gewinnt im Süden, Hamburg bleibt die Nummer Eins im Norden. In Freiburg kommt es zur Nullnummer und Schalke patzt gegen Augsburg. Alle Spielberichte

Der Stuttgarter Spieler Shinji Okazaki (links) kämpft mit Bastian Schweinsteiger um den Ball.

Der Stuttgarter Spieler Shinji Okazaki (links) kämpft mit Bastian Schweinsteiger um den Ball.   |  © Bernd Weißbrod/dpa


VfB Stuttgart – Bayern München 0:2 (0:0)

Mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart hat Bayern München seinen Alleingang an der Tabellenspitze der Bundesliga fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes siegte allerdings glanzlos mit 2:0 (0:0), baute damit aber ihren Vorsprung auf Verfolger Bayer Leverkusen auf komfortable elf Punkte aus. Die Bayern gewannen bereits zum achten Mal in Serie gegen den VfB.

Mit 60.000 Zuschauern war das Stadion erstmals in dieser Saison ausverkauft. Gegen die sicher spielende Defensive des VfB fanden die Bayern im Gegensatz zum 6:1 im Hinspiel zunächst kein Rezept.

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Heynckes hatte dabei auf die siegreiche Elf vom Rückrundenauftakt gegen die SpVgg Greuther Fürth (2:0) vertraut. Damit mussten unter anderem Nationalspieler Mario Gomez und Superstar Arjen Robben wieder auf der Bank Platz nehmen.

Was sie von dort aus sahen, war zunächst wenig Erwärmendes vom Rekordmeister. Ein etwas zu hoch angesetzter Kopfball des Brasilianers Dante (11. Minute) und ein Drehschuss von Mandžukić (39.) war alles, was die Bayern-Offensive in den ersten 45 Minuten an Torchancen zu bieten hatte. Auch der Franzose Franck Ribéry kam gegen VfB-Youngster Antonio Rüdiger auf der linken Seite nicht wie gewohnt zur Entfaltung.

So war das 0:0 zur Pause für die Gastgeber keineswegs schmeichelhaft. Vielmehr hätte der VfB durchaus in Führung gehen können. So setzte der Japaner Shinji Okazaki einen Schuss aus halbrechter Position knapp neben das Tor (27.). Sieben Minuten später war es Harnik, der nach Flanke von Ibrahima Traore den Bayern-Schlussmann Manuel Neuer in die Bredouille brachte.

In der zweiten Halbzeit ging es zunächst gemächlich zu, ehe der VfB-Verteidiger Cristian Molinaro einen Rückpass verfehlte, Mario Mandžukić dazwischen sprintete, den VfB-Torhüter Sven Ulreich umkurvte und die Bayern in Führung schoss. Fortan hatte der FC das Spiel im Griff, ohne großen Glanz zu versprühen. Immer seltener kam der VfB in Tornähe von Neuer. Auf der Gegenseite war bei den Bayern auf die Torgaranten Mandzukic und Thomas Müller Verlass: Mandzukic passte Müller den Ball zu, der das zweite Tor schoss (72.).

Stuttgarts Martin Harnik sah in der 80. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. In der 88. Minute kam schließlich auch noch Gomez zu einem Kurzeinsatz.

VfB Stuttgart: Ulreich - Rüdiger, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Kvist, Gentner - Harnik, Okazaki (64. Holzhauser), Traoré (64. Torun) - Ibišević

Bayern München: Neuer - Lahm, van Buyten, Dante, Alaba - Javi Martínez, Schweinsteiger - Müller, Kroos, Ribéry (88. Shaqiri) - Mandžukić (89. Gomez)

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)

Zuschauer: 60.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Mandzukic (50.), 0:2 Müller (72.)

Gelbe Karten: Kvist (3), Rüdiger (2) / Kroos (2)

Gelb-Rote Karten: Harnik (80./wiederholtes Foulspiel) /

Beste Spieler: Kvist, Tasci / Dante, Mandžukić

Leserkommentare
  1. Nürnberg ist für mich ein ganz heißer Kandidat für den Abstieg, zumindest aber für den Relegationsplatz.
    Nicht unbedingt wegen der heutigen Vorstellung, sondern vielmehr aufgrund der mangelnden Substanz in der Mannschaft: Aus der zweiten Reihe drängt sich kaum ein Spieler auf.

    Wenn der Club es in den nächsten Spielen nicht schafft, ein paar Punkte zu holen, wird zudem die Stimmung merklich kippen. Dass Wiesinger dieser Situation gewachsen wäre, bezweifele ich stark.

    Falls Augsburg wie im vergangenen Jahr einen Schub bekommt und Hoffenheim sich einigermaßen stabilisiert, wird es ganz eng für die Franken. Nicht zuletzt, weil sie keinen ausgewiesenen Torjäger im Kader haben.
    Polter (17 Spiele/3 Tore), Pekhart (16/2) und Esswein (15/0) bilden in dieser Verfassung keine erstligataugliche Offensive.
    Lediglich die Defensive gibt meiner Meinung nach Anlass zur Hoffnung. Klose/Nilsson spielen sehr intelligent. In der Hinrunde kassierte Nürnberg bloß 22 Gegentore, genau wie Leverkusen. Ob das aber reichen wird...

    2 Leserempfehlungen
  2. Diese Frage müssen sich die Verantwortlichen stellen und die Fan's ehrlich aufklären was sie vorhaben. Denn auf der einen Seite das Gelände um die Veltins-Arena für 25 Mio. ausbauen und auf der anderen mit einem No.-Name Trainer der fast nichts kostet und nicht den Eindruck macht, daß er's kann, die CL erreichen. Das funktioniert nicht meine Herren!!! Wenn mit der sehr jungen Mannschaft und dem unzweifelhaft sehr guten Nachwuchs ( wieder deutscher Jugendmeister U-19 ) das erreicht werden soll, "muß" ein fähiger Trainer her, der mit den jungen Leuten umgehen kann, Begeisterung, Freude und Spass am Spiel vermitteln und rüberbringen kann. wenn dem S 04 schon finanziell nicht alles offen steht, so sollte zumindestens, das was da ist, sinnvoll eingesetzt werden und das wäre für mich jetzt "vorrangig", der Trainer!!! Wenn schon ein Trainer aus der Jugend hochgezogen wird, warum dann nicht Herr Elgert, der schon "zwei" deutschen Jugendmeisterschaften vorweisen kann und nicht den B-Jugendtrainer. Oder wollte Herr Elgert nicht?

  3. ...Schalke??? Fachlich würde das passen, aber von einem Hoeneß auf einen Thönis zu treffen.... ist fast das Gleiche..

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    Soviel wie Ulli Hoeneß, mischt Herr Thönies sich nicht ins operative Geschäft bei S04 ein. Das ist schon von einem anderen Kaliber, was Ulli Hoeneß veranstaltet. Nur Ihre überlegung ist gar nicht so abwegig, jedenfalls hochinteressant!

  4. Soviel wie Ulli Hoeneß, mischt Herr Thönies sich nicht ins operative Geschäft bei S04 ein. Das ist schon von einem anderen Kaliber, was Ulli Hoeneß veranstaltet. Nur Ihre überlegung ist gar nicht so abwegig, jedenfalls hochinteressant!

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    • zorano
    • 27. Januar 2013 20:17 Uhr

    Der Kommentar ist nur für die Sportredaktion. Bitte nicht veröffentlichen! Gab es gestern in Australien etwas, worüber man ein wenig berichten sollte? Ich meine nicht das Dschungelcamp-Finale, eher in Richtung Tennis.

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  5. ... blablabla..., musste ja kommen, diese ebenso unvermeidliche, wie nervende Mode-Formulierung. Fehlt bloß noch das Wort "Krise". Zur Information an die Redaktion: Man darf auch einfach mal nur gewinnen! Einfach so.

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    Koennen Sie sich noch an mich und an letzte Woche erinnern. Auch hier waere ich nicht stolz auf den Sieg. Ich waere sogar so dankbar an das Glueck weil es eigentlich eine Niederlage haette sein muessen.

    Aber jetzt kommen bestimmt wieder die Argumente die ein Mafiosi bringt wenn es um sein Geld geht. Haben ist haben und wie man es bekommen hat ist dann schon total egal ;).

  6. Falls Sie's nicht wussten, liebe Redaktion: Es gibt nur einen "FC", der spielt in Köln. Einen "FC" haben wir in München nicht! Basiswissen, das wohl so manchen überfordert...

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    • lxththf
    • 27. Januar 2013 21:32 Uhr

    stimme ich Ihnen zu, zumal Stuttgart erstmal besiegt werden muss. Habt ihr wirklich keinen FC in München? Dachte immer der FC Bayern München wäre ortsansässig?
    Ich bin gespannt, wie sich die Münchner schlagen, wenn es dann in die KO Spiele geht im Februar.
    Zu Mehmet. Mich freuts, dass er sich nicht unter Druck hat setzen lassen und seinen Weg weiter geht. Der Verlust liegt klar beim FCB. Es ist immer seltsam, wer so alles Kritik üben darf (man denke an die Reden Beckenbauers, oder die Rummeniggche Trainer/Mannschaftskritik und auch Hoeness ist nicht gerade bekannt für seine Zurückhaltung(mal den LvG fragen, oder Jürgen K.))
    Hocherfreulich war das Auftreten der Dortmunder und am meisten freut es mich, dass sie sich weiter nur auf sich konzentrieren. Die Vorfreude auf die nächsten Wochen wächst ...

    • lxththf
    • 27. Januar 2013 21:32 Uhr

    stimme ich Ihnen zu, zumal Stuttgart erstmal besiegt werden muss. Habt ihr wirklich keinen FC in München? Dachte immer der FC Bayern München wäre ortsansässig?
    Ich bin gespannt, wie sich die Münchner schlagen, wenn es dann in die KO Spiele geht im Februar.
    Zu Mehmet. Mich freuts, dass er sich nicht unter Druck hat setzen lassen und seinen Weg weiter geht. Der Verlust liegt klar beim FCB. Es ist immer seltsam, wer so alles Kritik üben darf (man denke an die Reden Beckenbauers, oder die Rummeniggche Trainer/Mannschaftskritik und auch Hoeness ist nicht gerade bekannt für seine Zurückhaltung(mal den LvG fragen, oder Jürgen K.))
    Hocherfreulich war das Auftreten der Dortmunder und am meisten freut es mich, dass sie sich weiter nur auf sich konzentrieren. Die Vorfreude auf die nächsten Wochen wächst ...

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    Nö, das ist die SpVgg Borussia Bayern München, die da spielt, früher bekannt als TSG Lokomotive München. Von einem FC weit und breit nix zu sehen.

    (Das mit Köln ist außerdem Quatsch, der einzige FC in Deutschland ist der aus Karlsruhe.)

    Verehrter lxththf, Sie enttäuschen mich sehr! Natürlich gibt es in München keinen "FC", auch wenn das manche Nordlichter des öfteren behaupten! Dieses Kürzel ist eindeutig den Kölnern vorbehalten, einem Bayernfan stellen sich dabei die Fußnägel auf, zumindest wenn er aus München kommt und sich auskennt. Schließlich haben wir hier auch Fasching und wollen keinen Karneval haben, ganz einfach. Genauso gut könnte man uns "Borussia München" nennen, bloß weil's auch mit "B" anfängt.

    Zu Scholl: Mehmet ist in München eine Ikone, aber er redet leider bisweilen einen rechten Schmarrn daher. Eigentlich sollte es doch jedem einleuchten, dass ich nicht bei einem anderen Arbeitgeber (ARD) über meinen eigentlichen Arbeitgeber (FCB) lästern darf. Abgesehen von den schwachbrünstigen Inhalten, die er in Sachen Gomez und Müller verzapft hat.

    Scholls Problem ist, dass er zwar ein Sympath, aber nach wie vor ein Kindskopf ist. Er behauptet zwar, immer noch Trainer sein zu wollen, verlässt aber seinen Club zugunsten eines Entertainmentjobs beim TV. Und das zu einem Zeitpunkt, wo der interessanteste Trainer des Planeten daherkommt, wo er, der Novize, jede Menge lernen könnte. Dies enttäuschend zu nennen, wäre eine krasse Untertreibung. Ihm fehlt es leider an Ernsthaftigkeit im Trainerjob. Wehner hätte gesagt: "Der Herr badet gerne lau."

    Er eben lieber Platten im Radio auflegen und mehr oder weniger witzige Sprüche im TV reissen. Wenn er meint..., schade drum.

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