Fußball-BundesligaTrainer Eriksson kommt doch nicht zu 1860 München

Der Streit zwischen Verein und Investor um den einstigen englischen Nationalcoach ist offenbar beigelegt. Die Münchner verstoßen damit doch nicht gegen die 50+1-Regel.

Englands einstiger Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson

Englands einstiger Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson  |  © Howard Burditt/Reuters

Der frühere englische Nationalcoach Sven-Göran Eriksson wird doch nicht neuer Trainer von TSV 1860 München. Dies teilte der Zweitligist nach längeren vereinsinternen Auseinandersetzungen um die Personalie mit. Eriksson habe das Angebot von 1860 nach ausreichender Bedenkzeit abgelehnt, hieß es.

Eine mögliche Benennung Erikssons war zuvor öffentlich kritisiert worden, weil der Vereinsvorstand offenbar den Trainer aus Schweden nicht haben wollte. Durchsetzen wollte die Personalie dagegen der Vereinsinvestor und jordanische Multimillionär Hasan Ismaik.

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Er hält zwar 60 Prozent an der Kapitalgesellschaft, hat aber ein geringeres Stimmrecht als der Verein. Geregelt ist dies in der sogenannten 50+1-Regel der Deutschen Fußball Liga (DFL), die den Vereinen eine Stimmenmehrheit vorbehält, auch wenn sie faktisch nicht Mehrheitseigner sind.

In den Auseinandersetzungen um ein Engagement Erikssons bei 1860 soll Investor Ismaik damit gedroht haben, kein Geld mehr für den Verein bereitzustellen. Nun sagte 1860-Geschäftsführer Robert Schäfer: "Unabhängig von der Entscheidung Erikssons hat Hasan Ismaik versichert, dass der Dreijahresplan weiterhin Gültigkeit besitzt."

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Bundesliga | Fußball | DFL | Kapitalgesellschaft | Trainer | Geld
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