BundesligaNeun Tore und ein Schalker Sieg

Verrückter konnte die Bundesliga nicht in die Rückrunde starten: Beim Spiel Schalke gegen Hannover fielen sieben Tore in 24 Minuten. Am Ende gewannen die Schalker.

Der FC Schalke 04 hat seinem neuen Trainer Jens Keller mit einem verrückten Rückrunden-Eröffnungsspiel einen glücklichen Einstieg in die Fußball-Bundesliga verschafft. Schalke konnte mit einem 5:4-Sieg gegen Hannover 96 seine Negativserie von sechs Liga-Spielen ohne Sieg beenden. Nach schwachem Beginn lieferten die beiden Teams sieben Toren in 24 Minuten. Jefferson Farfan, Julian Draxler, Marco Höger, Ciprian Marica und Lewis Holtby (88.) trafen für die Gastgeber. Sergio Pinto, zweimal Szabolcs Huszti und Mame Diouf schossen die Tore für Hannover.

Das Spiel der Schalker war geprägt durch eine starke Offensive und eine wackelige Abwehr. Gegen die auswärtsschwachen Niedersachsen mussten die Gastgeber ohne die gesperrten Jermaine Jones und Klaas-Jan Huntelaar sowie die verletzten Ibrahim Afellay und Joel Matip auskommen. Zumindest Holtby, der kurz vor einem Winter-Transfer zu Tottenham Hotspur steht, war rechtzeitig wieder fit.

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Die Umstellungen machten Schalke zu Beginn zu schaffen. Nach zwei Chancen durch Höger (3.) und Marica (6.) ging vorn erstmal nichts. Aber auch die ebenfalls personell geschwächten Gäste brachten im Angriff zunächst kaum etwas zustande. So musste ein Standard helfen. Einen weiten Einwurf von Christian Fuchs verlängerte 96-Innenverteidiger Mario Eggimann unfreiwillig zu Farfan, der die Chance zum 1:0 nutzte. Holtby hätte noch vor der Pause erhöhen können, doch Eggimann rettete.

Kurz nach Wiederanpfiff war abermals Eggimann Ausgangspunkt für das zweite Schalker Tor. Von ihm prallte der Ball zu Holtby, der zu dem völlig freien Draxler passte. Der Youngster ließ Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler keine Chance. Das sollte aber noch lange nicht die Vorentscheidung sein.

Innerhalb von vier Minuten war Hannover zurück im Spiel. Pintos Schuss wurde von Roman Neustädter unglücklich abgefälscht, Schalke-Keeper Timo Hildebrand hatte das Nachsehen. Dann stand Huszti plötzlich allein und traf mit einem Flachschuss zum 2:2. Nun schien Schalke zu wanken.

Aber nur kurz. Holtby passte den Ball im Strafraum zu Höger, und der schoss aus acht Metern das 3:2. Und kaum waren wieder drei Minuten vergangen, konnten die Schalker erneut jubeln. Marica traf nach einem Sololauf zum 4:2.

Aber auch das gab den Schalkern keine Sicherheit. Im Gegenzug traf Huszti zum zweiten Mal für Hannover und wieder war alles offen. Die Schalker Abwehr wackelte ebenso bedenklich wie die 96er-Defensive. Doch Hannover konnte nicht mehr nachlegen und Holtby traf zum entscheidenden 5:3. Dioufs Traumtor per Fallrückzieher kam zu spät.

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Leserkommentare
  1. Aber bei so vielen Toren kann man gerne schonmal durcheinander geraten.

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    • Hainuo
    • 19. Januar 2013 0:45 Uhr

    Sie scheinen ja schon vor dem Lesen auf "Beschwerdemodus" gestellt zu haben. Hier ist die Rede von "sieben Toren in 24 Minuten", hat nix mit 5+4 zu tun...

  2. 2. [...]

    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au

  3. ...gerade noch die Kurve bekommen....und geändert.... [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au

    • Hainuo
    • 19. Januar 2013 0:45 Uhr

    Sie scheinen ja schon vor dem Lesen auf "Beschwerdemodus" gestellt zu haben. Hier ist die Rede von "sieben Toren in 24 Minuten", hat nix mit 5+4 zu tun...

    5 Leserempfehlungen
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    • 29C3
    • 19. Januar 2013 10:04 Uhr

    ... was ist an sieben Toren in 24 Minuten so besonders?

  4. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, ich fühlte mich in der 2. Halbzeit sehr gut unterhalten -
    deshalb habe ich schon gestern Abend die mäkelnden Fragen der Reporter nicht verstanden- dauernd suchten sie das Negative.

    Mir ist ein torreicher Schlagabtausch lieber als langweiliges Sicherheits-hin-und-her-geschiebe.

    Schön, wenn 2 offensive Mannschaften bis zur allerletzten Minute kämpfen und Tore erzielen !

    Glückwunsch an die Nachbarn!

    Eine Leserempfehlung
  5. Jeder Schuss ein Treffer, das spricht nicht für ein Spiel auf hohem Niveau. Das waren keine Abwehrreihen, das waren auf beiden Seiten Hühnerhaufen.
    Gut das die beiden nächsten Aufgaben der Königsblauen Fürth und Augsburg heißen. Da besteht die Möglichkeit, sich das notwendige Selbstvertrauen zu holen.

    Übrigens, Joel Matip spielte (zeitweise gar nicht mal so schlecht), dafür fehlt Kyriakos Papadopoulos weiterhin verletzungsbedingt.

    2 Leserempfehlungen
    • 29C3
    • 19. Januar 2013 10:04 Uhr
    7. Genau

    ... was ist an sieben Toren in 24 Minuten so besonders?

  6. ... hat doch gespielt. o.O

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Bundesliga | Ciprian Marica | Fußball | Jefferson Farfan | Mario Eggimann | FC Schalke 04
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